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    AW: Scheidung und Immobilien / Wertermittlung

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Angstbeißer?

    In der ersten Zeit unserer Trennung hat mein Ex-Mann ganz irrationale Ängste entwickelt. Er hatte Angst, er könne alles verlieren: Kinder, Haus, Garten, Geld und dazu wurde noch sein Lebensplan umgestoßen. Angefeuert wurde das teilweise noch von anderen Männern, die sich als Scheidungsopfer fühlten, weil sie z. B. Unterhalt an ihre Ex-Frauen zahlen mussten (teilweise ging es bei denen noch um das alte Scheidungsrecht).

    Mit Sachargumenten kam man gegen die Ängste nicht an. Ich habe noch ein paar Jahre einfach abgewartet, bis ich das Scheidungsverfahren angeleiert habe und die Vermögensteilung thematisiert wurde.
    Bei uns ist der Fall ja anders. Er hat warmgewechselt zu einer 12 Jahre jüngeren Arbeitskollegin. Beide streiten das ab, aber ich kenne viele Menschen und habe auch einen Entwurf eines Briefes in meinem Briefpapier gefunden (er schrieb ihr also Liebesbriefe mit meinem Briefpapier. Das finde ich ehrlich daneben, aber sie weiß es ja nicht. :-D), in dem er davon spricht wie lange sie zusammen sind, und rechnen kann ich.
    Er hat also alles beendet und wollte ursprünglich sofort ausziehen. Für nich ist die Welt stehengeblieben, aber ich habe nie lamentiert, gezetert, gebettelt oder groß diskutiert. Es gab allerdings dann die Idee, es hier als WG zu versuchen. Ich hab still gelitten und gehofft. Über Monate. Wir hatten dann die Absprache, dass er auszieht, ich das Haus übernehme, den Hund, den ich nie wollte, aber jetzt natürlich liebe, und dass unsere Tochter hier wohnt.
    Er zieht also aus in eine kleine Wohnung ohne Kinderzimmer, konnte viele Möbel gar nicht stellen und hat entsprechend nur das mitgenommen, was er gebrauchen konnte., aber das war auch nicht ohne. Die alte Küche aus dem Keller, das Schlafzimmer, das Gästebett, ein paar Kommoden und Regale, das komplette Grillzubehör, etc.

    Im Nachhinein glaubt er, er sei absolut grosszügig gewesen mit dem was er hier gelassen hat - ich sehe nicht inwiefern - und will für die Möbel horrende Summen ausgezahlt haben. Aber glaubt mal nicht, dass er für das, was er mitgenommen hat, was abgezogen hätte... Für einen 12 Jahre alter Trockner meint er noch 230€ haben zu wollen und all sone Scherze. Wie gesagt. Daneben. Ich habe dann geantwortet was das Zeug noch wert ist - ist ihm zu wenig. Die Tausend Kleinigkeiten, die er hier gelassen hätte, die müsse ich auch bezahlen. Das sei alles nicht im Ansatz genug.
    Und so ließe sich das alles weiter fortsetzen. Gleichzeitig nimmt er aber seit Auszug die durch mich deutlich günstigeren Konditionen für seinen neuen Handyvertrag gerne mit, genau wie die Autoversicherung, die deutlich günstiger war, weil ich Versicherungsnehmer war. Jetzt hätte er gern von mir die Prozente und Schadensfreiheitsklassen übertragen. Ich dachte, ich Fall um, als er mir den Wisch schickte und lapidar meinte, ich müsse das unterschreiben. Ja klar... Ich wollte das schon machen, ich doofe Fritte. Aber keine Sorge. Ich hab es nicht getan. Kann ich natürlich machen, aber nicht (mehr) ohne Gegenleistung.

    Keiner, der ihn lange kennt, kennt ihn noch wieder. Sie alle fragen sich, wo der hin ist, mit dem sie jahrelang befreundet waren. Sie verstehen nicht wie er sich mir gegenüber benimmt, wie er sich unserer Tochter gegenüber benimmt, wie er sich verändert hat und auch nicht, wie er sich ihnen gegenüber benimmt. Sie haben mir letztlich auch die Augen geöffnet, dass mein Wunsch nach Harmonie doch eh nicht erfüllt wird, weil er sich sowieso bei allem aufführt wie ein Idiot. Und dass ich mir nicht weiter die Butter vom Brot nehmen lassen soll. Sie haben recht. Er muss von geeigneter Stelle erklärt bekommen was Recht ist. Und dann verhandeln wir.

    Das Einschalten der Anwälte ist der richtige Schritt. Er glaubt vielleicht nicht mir, aber er vertraut seinem
    Anwalt.
    Geändert von neenee (30.05.2020 um 13:54 Uhr)

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    AW: Scheidung und Immobilien / Wertermittlung

    Außerdem weiß ich mittlerweile, dass ich deutlich zu viel Unterhalt zahle, dass er mit eigentlich noch was zahlen muss, weil die Verbindlichkeiten fürs Haus höher sind als die schon großzügig berechnete Nutzungsentschädigung, dass er sich unwissentlich des Betruges schuldig gemacht hat, weil er seine Riester-Rente in der Auskunft ans Gericht nicht angegeben hat, weil wir sie ja eh ausschließen wollen.
    Er spricht einfach darüber nicht mit dem Anwalt. Er denkt, alles ist richtig. Schon fast bedauernswert. Ich konnte das all die Jahre nicht sehen, weil Ich mich um sowas gekümmert hab. Und jetzt kriege ich den Mund kaum noch zu.

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    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    ...
    selbstverstaendlich wird der kindesunterhalt in die scheidung miteinfließen, und auch vor gericht zur sprache kommen, ebenso das sorgerecht ...
    Unterhalt und elterliche Sorge werden nur auf Antrag geregelt. Was heißt "in die Scheidung miteinfließen"? Wird kein Antrag diesbezüglich gestellt, werden die Eheleute lediglich angehört, das wars.

    Kindes- oder Ehegattenunterhalt kommen nicht zur Sprache, wenn kein Antrag vorliegt. Bezüglich der elterlichen Sorge werden die Eheleute an öffentliche Beratungsstellen verwiesen, wenn sie diese ohne das Gericht regeln wollen bzw. sich da bereits einig sind.
    Geändert von skirbifax (30.05.2020 um 15:23 Uhr) Grund: Zitat repariert

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    Wie gesagt, das Kind ist schon 17 und darf sich frei bewegen.

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    Zitat Zitat von neenee Beitrag anzeigen
    ...
    Unser Kind lebt übrigens aus verschiedenen Gründen bei ihm, ich zahle also ihm Unterhalt. ...
    Zitat Zitat von neenee Beitrag anzeigen
    ... Wir hatten dann die Absprache, dass er auszieht, ich das Haus übernehme, den Hund, den ich nie wollte, aber jetzt natürlich liebe, und dass unsere Tochter hier wohnt.
    Er zieht also aus in eine kleine Wohnung ohne Kinderzimmer, konnte viele Möbel gar nicht stellen und hat entsprechend nur das mitgenommen, was er gebrauchen konnte., ...

    Du wohnst nun doch allein im Haus
    und
    die Tochter bei ihm in einer zu kleinen Wohnung?


    Nach allem, was Du so über Deinen Mann schreibst, verstehe ich nicht, wieso Du Dich nicht richtig absichern willst, z.B. mit einem Gutachten.
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    AW: Scheidung und Immobilien / Wertermittlung

    Ich lebe jetzt allein im Haus, er ist zwischenzeitlich mit seiner Freundin zusammengezogen. Und dort hat unsere Tochter ein eigenes Zimmer.

    Ich wüsste nicht, wieso ich mich absichern muss. Wenn er die Wertermittlung nicht akzeptiert, dann kann ich Doch immer noch ein echtes Gutachten machen lassen. 🤷🏻*♀️ Akzeptiert er es, dann unterschreibt er die notarielle Vereinbarung und ich bin safe. Es gibt also kein auf Dauer angelegtes Risiko. Maximal dauert es länger bis die Vereinbarung unterschriftsreif ist.

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    AW: Scheidung und Immobilien / Wertermittlung

    Zitat Zitat von neenee Beitrag anzeigen
    Du bist Absolut falsch informiert. Das ales wird vor Gericht nur dann Thema, wenn du entsprechende Anträge stellst, und das tun wir nicht, da wir das alles mit Vereinbarung klären.

    Unser Kind lebt übrigens aus verschiedenen Gründen bei ihm, ich zahle also ihm Unterhalt. Allerdings habe ich deutlich zu viel gezahlt, da ich so einiges abziehen kann von meinem Netto (nennt man dann bereinigtes Netto). Das wussten wir beide nicht, aber dafür haben wir ja unsere Anwälte. Und ich werde definitiv immer zahlen, deswegen ist ein Titel entbehrlich. Das Kind ist übrigens 17. Noch ein Jahr und er muss sich am Barunterhalt beteiligen, was er (glaub ich) auch noch nicht auf der Pfanne hat.
    gut das mir das auch mal jemand gesagt hat, das ich falsch informiert bin
    ich empfehle dir, dich mal hier einzulesen, nennt sich FamFG
    beginnend beim unterabschnitt 2

    FamFG - Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit

    wie waere es wenn du zum jugendamt gehst und fuer dein kind einen unterhaltstitel erstellen laesst ? denn deine unterhaltspflicht endet nicht mit der volljaehrigkeit...

    dann kannst du dir auch gleich den korrekten unterhalt berechnen lassen, und es gibt deinem mann und deiner tochter auch sicherheit, das du zahlst
    kommt uebrigens auch gut bei der gegenseite und bei gericht an, wenn man das freiwillig macht...

    klar macht das alles auch der anwalt, denn daran verdient er auch gut
    hier noch ein link zum kindesunterhalt, ebenfalls interessant

    unterhalt.net/blog/unterhaltsrecht/unterhaltstitel.html
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

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    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Unterhalt und elterliche Sorge werden nur auf Antrag geregelt. Was heißt "in die Scheidung miteinfließen"? Wird kein Antrag diesbezüglich gestellt, werden die Eheleute lediglich angehört, das wars.

    Kindes- oder Ehegattenunterhalt kommen nicht zur Sprache, wenn kein Antrag vorliegt. Bezüglich der elterlichen Sorge werden die Eheleute an öffentliche Beratungsstellen verwiesen, wenn sie diese ohne das Gericht regeln wollen bzw. sich da bereits einig sind.
    wenn gemeinsame nicht volljaehrige kinder bei einer scheidung vorhanden sind, wird es immer vor gericht zur sprache kommen
    auch wenn es "nur" heißt,

    kind abc ist das gemeinsame kind der eheleute
    die eheleute haben sich darauf geeinigt, das es beim gemeinsamen sorgerecht verbleibt
    der unterhalt ist geregelt, die eltern haben sich darauf geeinigt, das die tochter beim vater lebt, die mutter zahlt fuer die tochter unterhalt nach stufe XYZ der duesseldorfer tabelle

    so oder so aehnlich wird der richter dies aufnehmen, und so steht es auch in der scheidungsurkunde drin
    denn das muß ein richter so machen
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

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    AW: Scheidung und Immobilien / Wertermittlung

    Mit Verlaub, es ist wie ich sage. Wir werden keine Anträge stellen und es wird entsprechend nicht ausgeurteilt. Ich habe bereits einen Anwalt und mein Mann ebenso. Beide bestätigen das so. Die Urteile, die ich regelmäßig lese, bestätigen meine Aussage. Dort steht „die gemeinsame Tochter lebt bei xx. Fertig. Mehr nicht. In unserem Fall Wird sinngemäß nich drinstehen, dass der notarielle Vertrag vom xyx Bestandteil des Beschlusses wird.

    Dass die Unterhaltspflicht mit Volljährigkeit endet, habe ich nie gesagt. Im Gegenteil. Es ist aber so, dass mein Mann sich ab da grundsätzlich am Barunterhalt beteiligen muss. Auch da habe ich bereits anwaltliche Bestätigung erhalten.
    Geändert von neenee (30.05.2020 um 17:41 Uhr)

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    Zitat Zitat von neenee Beitrag anzeigen
    ... Ich wüsste nicht, wieso ich mich absichern muss. Wenn er die Wertermittlung nicht akzeptiert, dann kann ich Doch immer noch ein echtes Gutachten machen lassen. ...
    na, dann ist doch alles prima
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