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  1. Registriert seit
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    AW: Ehe vor dem Aus?

    Liebe Rotbuche,
    danke für deinen Beitrag. Ich hoffe ich finde mit der Zeit zu meiner Stärke und Klarheit zurück.

    Die Stärke ist übrigens etwas was ihm gefehlt hat. Ich wäre früher selbstbewusster, fröhlicher und stärker gewesen und das hätte er an mir geliebt.

    Ich hoffe momentan dass er sich für unsere Tochter engagieren wird, sich um sie bemüht. Hinterherrennen werde ich jedoch nicht. Die Initiative sie zu sehen muss von ihm ausgehen. Oder sehe ich das falsch?
    Ich möchte nicht dass ein erzwungenes Verhältnis entsteht.

  2. Avatar von Rotbuche
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    AW: Ehe vor dem Aus?

    Zitat Zitat von Ovis Beitrag anzeigen
    Ich hoffe momentan dass er sich für unsere Tochter engagieren wird, sich um sie bemüht. Hinterherrennen werde ich jedoch nicht. Die Initiative sie zu sehen muss von ihm ausgehen. Oder sehe ich das falsch?
    Liebe Ovis,

    nein, das siehst du ganz genau richtig.


    Ich bin übrigens nach wie vor nicht der Meinung, dass du zum Scheitern eurer Beziehung beigetragen hast, d.h., dass alles anders gekommen wäre, wenn du nur dies und das getan, gesagt, gelassen hättest.

    Ich meine vielmehr, es hätte niemals funktionieren können, denn dein Mann ist so, wie er ist, und damit als Familienvater untauglich. Und auch du bist so, wie du bist. Natürlich kann man immer an sich arbeiten und sich um ein besseres Verhältnis zum Partner bemühen. Aber manchmal ist eben grundsätzlich der Wurm drin. Und das sehe ich hier.

    Ich an deiner Stelle würde nicht an der Frage arbeiten: Was hätte ich tun können, um die Beziehung zu retten? Sondern: Warum habe ich mir einen Mann gesucht, der so viel schwächer ist als ich?

    Übrigens: Allein, dass du dir die Frage stellst, was du hättest anders und besser machen können, zeigt ein Grundmuster eurer Beziehung. Mir scheint, er ist von solchen Fragen und Selbstzweifeln völlig unangekränkelt. DU bist schuld, denn du bist nicht mehr so stark und fröhlich wie früher. - Ja, geht's noch?

    Alles Gute!
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.
    Geändert von Rotbuche (13.03.2020 um 12:23 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Ehe vor dem Aus?

    Zitat Zitat von Ovis Beitrag anzeigen

    Er hat auch nochmals angeboten dass er ja auch mit Erstwohnsitz hier wohnen bleiben könnte, damit ich es einfacher habe und wie geplant im Sommer wieder arbeiten kann.

    Inzwischen kann ich in unseren Gesprächen erstaunlich ruhig bleiben, auch wenn ich noch oft genug weine.
    Liebe Ovis, die Parallelen sind wirklich erstaunlich.
    Für mich kam das aber überhaupt nicht in frage in so einer Trennungskonstellation. Es mag Fälle geben wo dies ein sinnvoller Weg ist, aber insbesondere durch die extreme charakterliche Veränderung sowie den allgemeinen Vertrauensverlust kam das für mich nicht in frage.
    Ich denke auch dass man sich entscheiden muss.
    Die Elternzeitmonate für die Väter heißen nicht umsonst Partnermonate und er will ja kein Partner mehr sein.

    Auch die Reaktion von luftistraus kann ich sehr gut nachvollziehen. Im Nachhinein habe ich mich auch oft gefragt warum ich mir das alles so ruhig angehört habe und ihn nicht auch mal in die Schranken gewiesen habe.

    Ob es für dich angemessen ist deinen eigenen Anteil zu reflektieren kann ich nur schwer beurteilen. Ich für mich selbst habe das sehr schnell aufgegeben weil ich nicht glaube dass ich anders hätte handeln können unter den identischen Gegebenheiten solange er nicht ehrlich gewesen wäre.

  4. Avatar von Rotbuche
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    AW: Ehe vor dem Aus?

    Liebe Ovis,

    wie geht es dir denn jetzt?
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  5. Registriert seit
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    AW: Ehe vor dem Aus?

    Hallo liebe Rotbuche und auch ihr anderen,
    ich hoffe ihr seid alle gesund.

    Mir geht es so lala. Nach Samstag kam erst einmal die große Erleichterung. Ich hatte das Gefühl wieder frei atmen zu können. Dieses nebeneinanderher leben in den letzten Wochen war schrecklich. Auch weil mein Bauch mir die ganze Zeit gesagt hat, dass es nie wieder ein wir geben wird.

    Mittwoch hatten wir telefonisch, getrennt voneinander, Gespräche mit unserer Therapeutin und haben uns abends auch gesehen, weil er die Kleine besucht hat.
    Ich habe den Fehler gemacht und ihn gefragt wie es ihm jetzt geht. Das hätte ich nicht machen sollen. Teils vermisst er uns, teils genießt er die Freiheit, machen zu können was er will, Serien gucken etc. So etwas macht mich richtig wütend, auch weil ich durch Corona hier gerade isoliert sitze, da mein Vater aufgrund Vorerkrankungen stark gefährdet wäre. Und weil mein Alltag momentan nur freie Minuten hat, wenn sei alleine schläft (das klappt leider noch nicht so gut).
    Ich war dann abends völlig fertig und wütend und brauchte erst einmal wieder mich zu berappeln.

    Laut der Therapeutin habe ich immer zu viel Verantwortung übernommen. Ich würde auf einer Baustelle mit dem Bagger stehen, mein Mann hätte nur eine Schüppe und somit keine Chance. Ich sollte den Bagger stilllegen. Dafür sehe ich aber keine Möglichkeit mehr. Dafür habe ich keine Zeit. Schließlich muss ich jetzt alles umkrempeln, was Job, Leben etc. angeht.
    Oder ich habe sie da völlig falsch verstanden und sie meinte es nur auf die Beziehung bezogen. Da mache ich nichts mehr, habe es gerade auch nicht vor.

    Ich soll mich auch in den nächsten Wochen unter anderem mit der Frage auseinander setzen wie wir für unsere Tochter gemeinsam da sein können und da schwebt gerade ein großes Fragezeichen.

  6. Avatar von Rotbuche
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    AW: Ehe vor dem Aus?

    Schön von dir zu hören, Ovis,

    du bist offenbar auf einem guten Weg, auch wenn es sehr anstrengend ist.


    Zitat Zitat von Ovis Beitrag anzeigen
    Ich habe den Fehler gemacht und ihn gefragt wie es ihm jetzt geht. Das hätte ich nicht machen sollen. Teils vermisst er uns, teils genießt er die Freiheit, machen zu können was er will, Serien gucken etc.
    Das musst du dir nicht nochmal geben. Andererseits ist es doch auch gut, wenn er dir Anlass gibt, richtig wütend zu werden. Dann weißt du wenigstens, dass du das Richtige getan hast.

    Zitat Zitat von Ovis Beitrag anzeigen
    Laut der Therapeutin habe ich immer zu viel Verantwortung übernommen. Ich würde auf einer Baustelle mit dem Bagger stehen, mein Mann hätte nur eine Schüppe und somit keine Chance. Ich sollte den Bagger stilllegen. Dafür sehe ich aber keine Möglichkeit mehr. Dafür habe ich keine Zeit.
    Na ja, dass du ein Mensch mit großem Gestaltungswillen und Durchsetzungsstärke bist, den Eindruck habe ich auch. Und wie und warum du das in Partnerschaften einsetzt, daran lohnt es sich vielleicht zu arbeiten. Nur: Diesen Mann kannst du nicht mehr ändern. Er braucht eine Mutti, die ihm sagt, wo es lang geht - um dann heimlich zu chatten und Serien zu gucken statt Hausaufgaben zu machen.

    Wenn du um deine eigenen Schwachpunkte weißt und gleichzeitig einen Partner auf Augenhöhe findest, dann habt ihr die Chance, die Beziehung anders zu gestalten und den Bagger sozusagen abwechselnd zu fahren.

    Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute. Bleibt gesund!

    Rotbuche
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.


  7. Registriert seit
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    AW: Ehe vor dem Aus?

    Zitat Zitat von Ovis Beitrag anzeigen
    Laut der Therapeutin habe ich immer zu viel Verantwortung übernommen. Ich würde auf einer Baustelle mit dem Bagger stehen, mein Mann hätte nur eine Schüppe und somit keine Chance. Ich sollte den Bagger stilllegen. Dafür sehe ich aber keine Möglichkeit mehr...... Schließlich muss ich jetzt alles umkrempeln, was Job, Leben etc. angeht.
    .....
    Ich soll mich auch in den nächsten Wochen unter anderem mit der Frage auseinander setzen wie wir für unsere Tochter gemeinsam da sein können und da schwebt gerade ein großes Fragezeichen.
    Was willst Du? Unabhängig von ihm, lass ihn bei Deinen Gedanken raus. Welche Vorstellung, Wünsche hast Du an Deine Zukunft? Was bist Du bereit zu geben, wo kannst Du loslassen, wo hältst Du fest ohne Dich zu verbiegen. Konzentriere Dich auf Dich, bleib bei Dir, denke nur für Dich und teile ihm das in der Therapie mit.
    Ihn in Deine Gedanken einbeziehen, kannst Du in der Therapie, dort ist Platz für ihn.

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