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  1. Registriert seit
    02.04.2017
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    AW: Trennung nach Streit

    Es ist doch vollkommen normal, dass sich jemand in dem Maße zurück zieht, in dem er festgehalten wird.

    In dem Kessel hat es drei Jahre lang gegärt. Und jetzt ist eben der Druck zu groß geworden und der Deckel mit einem lauten Knall davongeflogen.

    Der Streit war definitiv nicht der ursächliche Grund für seinen Rückzug. Ich denke, schon sein langes Wegbleiben vorher war eine versteckte Fluchttendenz. Ich denke, der Gedanke an Trennung war vorher schon da und wurde durch den Streit nur noch aktiviert.


  2. Registriert seit
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    AW: Trennung nach Streit

    Zitat Zitat von KKolumna Beitrag anzeigen
    In den letzten 3 Jahren hatten wir wieder kehrend einen Konflikt. Oberflächlich ging es darum, dass ich noch mehr in der Familienphase war, er mehr die großen Kinder genießen wollte.

    Im Oktober haben wir dann beschlossen, das anzugehen, auch mit externer Hilfe.
    ...er hat sich zurück gezogen, war viel unterwegs, und ich bin wahnsinnig eifersüchtig geworden. Bislang hatte ich das noch nie. Er hat sich weiter zurück gezogen, ich hatte so Angst dass er geht. Es gab einige Szenen und zuletzt schlimme Streits, in denen ich ziemlich ausgerastet bin, sehr verletzende Sachen gesagt hab.

    Inzwischen hat er eine Wohnung für 6 Monate zur Zwischenmiete.

    Ihn setzt das unter Druck. Er kann nicht mehr, er muss raus, Auszeit.
    Letzte Woche hat er mir das ausrichten lassen, nicht mal persönlich. I

    Ich kann das alles gar nicht fassen. In einer Woche von „wir suchen uns Hilfe“ zur Trennung.
    .
    Zitat Zitat von KKolumna Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob eine Woche Streit in einer belasteten Ausgangssituation18 Jahre auslöschen, so ohne einen Rettungsversuch..
    Zitat Zitat von KKolumna Beitrag anzeigen
    Es ist das Gefühl, dass er seine Zeit lieber mit anderen verbringt.
    Oder dass ich daheim die unglückliche Xanthippe gebe und er mit anderen Spaß hat.

    Was natürlich nicht sein Fehler ist.

    ich war nie eifersüchtig.
    Zitat Zitat von KKolumna Beitrag anzeigen
    , er zieht sich mehr zurück, ist jeden Abend unterwegs, kommt spät wieder, ich habe immer mehr Angst, dass er geht. Ich sag ihm: ich hab Angst, dass du gehst...
    Irgendwann, er kommt wieder spät, stelle ich ihn zur Rede und er geht weg.

    ich habe mich komplett machtlos und verlassen gefühlt. "Nein, ich will das jetzt wissen!"
    Hervorhebungen von Cara

    Ich finde, diese Zeilen sprechen für sich. Was daran herablassend sein soll, dich als Person zu entlasten und dir nahe zu bringen, dass jede Frau unter solchen Umständen, wenn der Mann ständig geht und sich von der Familie verdünnisiert irgendwann ausrastet und ANgst hat, wenn einer sich ständig auf Tralafiti begibt.
    Geändert von skirbifax (11.12.2019 um 08:41 Uhr) Grund: Zitatveränderungen gekennzeichnet


  3. Registriert seit
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    AW: Trennung nach Streit

    Ich lese es so, dass Karla die Ausraster selbst als Kontrollverlust erlebt hat, sich quasi über sich selbst erschrocken hat - und dass es anscheinend in den letzten 3 Jahren zumindest immer wieder "Streitphasen" gab, zudem Phasen, in denen es Karla nicht gut ging, sie aber nicht richtig sagen konnte, was mit ihr los war.
    Und: Auch den Kommentar des Ehemannes zur vermuteten Depression ("Vermutlich schon länger") würde ich so einordnen, dass es für deutlich schwieriger war als Karla es wahrgenommen hat.

    Wenn es wirklich eine Depression sein sollte, ist es ziemlich normal, dass Karla nicht klar sagen kann, was los ist und wie es abzustellen ist - und auch, dass Außenstehende, die in engem Kontakt zum Betroffenen stehen, die Veränderung deutlich bemerken und darunter auch sehr leiden können.

    Die zwei Ausraster sind vermutlich einfach nur der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

    Ich litt selbst unter einer depressiven Episode, vor 15 Jahren, vor 3 Jahren erkrankte unsere mittlere Tochter daran.

    Mittlerweile geht es ihr wieder gut, die Chancen stehen sehr gut, "dass dem Frieden zu trauen ist" und die Episode tatsächlich eine Episode war.
    Aber : Obwohl ich die gleiche Diagnose hatte empfand ich es als viel belastender, hilflos zu sehen, wie schlecht es ihr ging und nicht wirklich helfen zu können.
    Ich konnte unterstützen, mehr nicht. Das war sehr schwer auszuhalten.

    Ich würde die Gedanken an irgendwelche Affären beiseite schieben, im Moment ist das erstmal unerheblich, und die Zeit tatsächlich für Dich nutzen.
    Du kennst deinen Mann besser als jeder User hier.

  4. Avatar von Blue2012
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    AW: Trennung nach Streit

    Zitat Zitat von KKolumna Beitrag anzeigen
    Ich hab auch nicht das Gefühl, dass es noch um das geht, was ich schreibe
    Ich bin in Beitrag 127, S. 13, sehr detailliert auf deine Dialogbeispiele eingegangen, um aufzuzeigen, wo du ggf. anders hättest reagieren können. Darauf hast du mit einem einzigen Satz geantwortet, hast dich gar nicht auseinander gesetzt...
    Be a voice not an echo.

  5. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Trennung nach Streit

    Wenn die TE unter Depressionen leidet, dann kann sie solche Fragen nicht beantworten - es ist schon toll, dass sie die Dialogbeispiele so detailliert beschreiben kann.

    @Karla
    Nimm dir Zeit für dich. Lass Ruhe einkehren und beschäftige dich mit deiner Therapie.
    Sieh den Auszug deines Mannes als Gelegenheit dich auf dich selbst zu besinnen.

    Ich wünsche dir alles Gute.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"


  6. Registriert seit
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    AW: Trennung nach Streit

    Guten Morgen,

    nein, Cara, nicht das meine ich, sondern die Standardlösung: da muss ne Andere dahinter stecken, der Arsch ist nur zu feige und Kati zu doof.

    Danke, Sasapi, du hast mich verstanden

    Blue, du hast mir in dem Beitrag unterstellt, dass ich nur keine ehrlichen Antworten gegeben habe und rum gedruckst und Ausreden erfunden hätte. Das ist ja gerade das Problem, es gab nicht Konkretes, keine ehrlichen Antworten in medias res. Die ehrlichste Antwort war: ich würde gerne Mountainbiken gehen und ich würde mich gerne einfach darauf unbefangen freuen können, aber in mir ist keine Freude. Es wäre toll, zwei Tage nur wir zwei, aber ich fühl mich nur kalt wie ein Fisch. Ich weiß nicht woran das liegt und ich kann es nicht beeinflussen. Das drückt mich nieder wie ein Stein (und dann die Vorbereitungen).

    Das hab ich ganz so schonungslos nicht gesagt, es lag ja nicht an ihm. Seine Nähe hat das noch abgepuffert, er (und die Kinder) waren diejenigen, mit denen es mir am besten ging. Deswegen waren Urlaube auch so gut. Ich hab mich von anderen auch/ stärker zurückgezogen.

  7. Avatar von bifi
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    AW: Trennung nach Streit

    Zitat Zitat von KKolumna Beitrag anzeigen
    Das ist ja gerade das Problem, es gab nicht Konkretes, keine ehrlichen Antworten in medias res. Die ehrlichste Antwort war: ich würde gerne Mountainbiken gehen und ich würde mich gerne einfach darauf unbefangen freuen können, aber in mir ist keine Freude. Es wäre toll, zwei Tage nur wir zwei, aber ich fühl mich nur kalt wie ein Fisch. Ich weiß nicht woran das liegt und ich kann es nicht beeinflussen. Das drückt mich nieder wie ein Stein (und dann die Vorbereitungen).

    Das hab ich ganz so schonungslos nicht gesagt, es lag ja nicht an ihm.
    @KKolumna
    Und der Sex ist immer gut gewesen? Wie geht das? Kann ich mir nicht vorstellen, wenn ich mich so lustlos fühle.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph


  8. Registriert seit
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    49

    AW: Trennung nach Streit

    Zitat Zitat von bifi Beitrag anzeigen
    @KKolumna
    Und der Sex ist immer gut gewesen? Wie geht das? Kann ich mir nicht vorstellen, wenn ich mich so lustlos fühle.
    Zitat Zitat von KKolumna Beitrag anzeigen
    Seine Nähe hat das noch abgepuffert.
    Ja, Sex war immer gut und auch genauso oft wie früher.


  9. Registriert seit
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    AW: Trennung nach Streit

    Manchmal ist etwas passiert unverhofft und ich hab mich "normal" einfach freuen können. Da war er immer sofort über dem Mond, wie ein kleines Kind unter dem Weihnachtsbaum.
    Es stimmt nicht, dass er emotional ausgestiegen war.
    Ich konnte das aber nicht steuern.


  10. Registriert seit
    26.01.2009
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    AW: Trennung nach Streit

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    .

    Fakt ist, dass es ausser Vermutungen in diese Richtung nichts Belastbares gibt. Und solange das so ist, finde ich derartige Behauptungen sehr unfair.
    und unnötig das kann ein Feuer schüren was gar nicht vorhanden ist.....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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