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  1. Registriert seit
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    Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Ich liebe meinen Freund sehr. Wir haben beide Kinder im Kindergarten und der Grundschule und sind beide geschieden.
    Ich lebe in einem Haus, das allerdings für uns 6 Personen zu klein ist. Aber es gehört mir und ich hänge dran. Uns fehlt hier ein Kinderzimmer und ein Raum zum Rückzug bzw als Büro. Meine Kinder leben hier 60 %, seine Kinder sieht er unregelmäßige und angeblich möchten sie nur bei ihrer Mutter schlafen insofern sind sie wenig da und fehlen mir sehr. Sie fehlen mir als Menschen und in diesem Konstrukt.

    Wir sind leider dennoch viel zu schnell zusammen gezogen. Obwohl uns beiden klar ist, dass wir hier nicht leben können haben wir uns wohl um eine echte Lösung gedrückt. Wir sind nach nur 7 Monaten zusammen gezogen. Das liegt nun 6 Wochen zurück. Und ich will es rückgängig machen.
    Mein Problem ist, dass mein Freund sehr persönlich davon getroffen ist. Ich hatte es direkt ansprechen müssen, ich hatte das Gefühl zu ersticken. Mir war alles zu eng, die Stimmung zum Schneiden und hier ist es selbst für 2-3 Personen etwas zu eng, einfach blöd geschnitten.

    Nun haben wir den Luxus, dass mein freund selbst noch eine eigene Wohnung hat, die leer steht. Insofern steht er auch nicht aif der Straße und wir konnten das sofort umsetzen. Vorgestern angesprochen und gestern umgesetzt. Er hat die meisten seiner Klamotten mitgenommen.

    Als Grund hab ich angegeben, dass diese Entscheidung zu schnell und unüberlegt war und auch für die Kinder womöglich zu viel war. Sie mögen ihn sehr gerne, aber sie sind beide sehr genügsam und äußern sich ohne sehr selten oder beklagen sich.
    Nach 6 Wochen habe ich meine Entscheidung bereut und wollte mein altes Leben zurück.

    Er war tief getroffen, etwas eingeschnappt und ist seither sehr distanziert. Er meldet sich im Prinzip überhaupt nicht mehr. Ein ausführliches Gespräch steht noch aus. Er meinte er sei bereit an allem zu arbeiten, ich sehe es ebenso, aber ich merke auch, dass das nun Spuren hinterlassen hat.

    Mir ist klar, dass ich unsere Beziehung dadurch gefährde und ich weiß, dass es für ihn total beschissen ist. Andererseits wünsche ich mir in unserem Leben auch seine Kinder und ein echtes, gemeinsames Leben mit geeigneten Räumlichkeiten. Das habe ich vorgestern so angesprochen und die Antwort bekommen "Das ist eine Situation in vielen, vielen Jahren. Über die denke ich heute noch nicht nach." (Heißt: gemeinsam mit seinen Kindern leben in einem passenden Haus oder einer Wohnung als richtige Patchworkfamilie). Er denkt seine eigenen Kinder ziemlich weg, was ich schwierig finde. Er triftt sie dann eben auf dem Spielplatz, auf ein Eis oder bei ihrer Mutter.

    Jetzt stehe ich heute an einem Punkt, an dem ich mich frage, wohin die Reise geht, wie viel Invest wirklich richtig ist und wie ich heraus finde, ob es eigentlich doch das große Ganze ist, das mich stört.
    Ich liebe ihn, das weiß ich. Ich habe aber keine Luft mehr bekommen, wenn er hier war.
    Nun muss ich mit seiner Ablehnung umgehen und damit, dass er schmollt. Wir werden uns erst am Dienstag wieder sehen und ich fürchte, er wird die Beziehung dann ganz beenden. Ob ich mich wirklich fürchte oder nicht das meine Intention war, ist mir alles gerade selbst ein Rätsel. Ich weiß gar nichts mehr. Das weiß ich noch. Ich hab den Schritt jetzt getan. Fühle mich so dazwischen...wenn ich nur wüsste was richtig ist.

  2. Avatar von brighid
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    ich glaube, du hast das richtige getan.

    du hast gemerkt, dass es sich für dich nicht richtig anfühlt. und du hast daraus die konsequenz gezogen.

    auch im hinblick auf deine kinder: du hast ihnen gezeigt: man/frau kann auch entscheidungen wieder rückgängigmachen. man/frau sollte dazu stehen, dass es einem gut geht.

    wenn er da auf beleidigte leberwurst machen sollte- dann sollte er nicht sein.

    -kein mann ist deine tränen wert. derjenige, der deine tränen wert ist- der würde dich nicht zum weinen bringen. -

    hat mir meine grossmutter mitgegeben. (ich habe sehr lange gebraucht um das auch zumzusetzen)



    es ist ja nicht so, dass du ihn bei nacht und nebel, nackt auf die strasse gesetzt hast.

    wenn man/frau fehler macht (zu schnell zusammengezogen) - dann darf man/frau auch dazu stehen , diese fehler zu korrigieren.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  3. Registriert seit
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Liebe/r brighid,
    Ja, es war gerade akut das richtige.
    Trotzdem ist die Liebe da und der Wunsch diese Beziehung zu retten. Ich möchte uns. Und er betrachtet diesen Schritt viel eher als Ablehnung.

    Wo ich sage: HIER geht es nicht. Es ist zu eng, wir haben keinen Platz für deine Kinder.
    Sagt er: Daran denke ich noch nicht. Das wird in vielen, vielen Jahren ein Thema.

    Das wiederum gibt mir eher das Gefühl, er sei nicht bereit für eine echte Veränderung, für eine zusammen Veränderung. Er ist bei mir und das passte nicht, aber ändern möchte er nichts.
    Ich bin wohl heute sehr niedergeschlagen. Vielleicht sogar über mein eigenes Handeln. Danke dir dennoch für deine Worte.


  4. Registriert seit
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Irgendwie irritiert mich gerade, dass Du so darauf bestehst, dass seine Kinder zu Euch ziehen - wenn die das doch selbst nicht möchten und bei der Mutter leben?

  5. Avatar von brighid
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    auf der einen seite erpressung: wenn du meine variante zusammenzuleben nicht akzeptierst, auf eigenes bestehst- dann ist es das. dann willst du mich nicht wirklich.

    und auf der anderen seite: keine wirklichen kompromisse vorschlagen können.


    manipulationsversuche der übelsten art

    sorry
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  6. Registriert seit
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Irgendwie irritiert mich gerade, dass Du so darauf bestehst, dass seine Kinder zu Euch ziehen - wenn die das doch selbst nicht möchten und bei der Mutter leben?
    Doch nicht zu uns ziehen.
    Es sind seine Kinder und ich fände es schön, wenn sie ein kleiner Teil unseres Lebens wären. In 7 Monaten habe ich sie nur einmal kurz gesehen.
    Er blendet sie so aus, das stört mich tatsächlich. Als wären sie kein Thema und er kinderlos. Für mich gehören sie dazu. Es sind seine Kinder und wir sind nun einmal noch viele Jahre aktiver Begleiter in deren Leben. Das möchte er gar nicht. Ja, was juckts mich? Mich juckt es aber. Er ist Vater und nicht kinderlos und seine Kinder sind ein Thema.

  7. Avatar von Sneek
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Das hat doch aber wohl erstmal nichts mit der Wohnsituation zu tun. Wie oft waren die Kinder denn vor dem Umzug zu Dir bei ihm?


  8. Registriert seit
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Das hat doch aber wohl erstmal nichts mit der Wohnsituation zu tun. Wie oft waren die Kinder denn vor dem Umzug zu Dir bei ihm?
    Naja doch. Ein gemeinsames Leben kann ich mir nicht vorstellen, wenn seine Kinder darin nicht vorkommen.
    Sie waren 2x hier bei uns, ich aber nicht, das wollte mein Freund nicht, er wollt ihnen zeigen wo er gerade wohnt. In seiner Wohnung haben sie auch noch nie längere Zeit verbracht.

    Ich weiß, ich bin nicht die helfende Habd hier, aber ich erwarte, dass er an einem besseren Verhältnis zu seinen Kindern arbeitet. Ich sehe das irgendwo als seine Aufgabe. Er ist ihr Papa. Ich habe eben die sehr romantische Idee von einem Patchworkleben, das mal besser ubd mal weniger besser läuft.
    Und in dem Moment wo er mit sack und Pack hier war, sah ich ja auch ok hier ist nicht einmal Platz für eines seiner Kinder. Und dann merkte ich in den Gesprächen immer mehr, dass es ihm wurst ist.

    Wo ich auch dran zu knabbern habe, dass ich denke er macht es besser. Er gibt seinen Kindern Zeit.
    Meine haben die volle Ladung neue Partnerschaft nun abbekommen als er hier einzog. Vielleicht macht er es besser und ich hatte das Gefühl ich müsste verantwortungsbewusst agieren und meinen Kindern ihr gewohntes Leben wieder geben.

  9. Avatar von Vienna__
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Zitat Zitat von Krumen Beitrag anzeigen
    Doch nicht zu uns ziehen.
    Es sind seine Kinder und ich fände es schön, wenn sie ein kleiner Teil unseres Lebens wären. In 7 Monaten habe ich sie nur einmal kurz gesehen.
    Er blendet sie so aus, das stört mich tatsächlich. Als wären sie kein Thema und er kinderlos. Für mich gehören sie dazu. Es sind seine Kinder und wir sind nun einmal noch viele Jahre aktiver Begleiter in deren Leben. Das möchte er gar nicht. Ja, was juckts mich? Mich juckt es aber. Er ist Vater und nicht kinderlos und seine Kinder sind ein Thema.
    Wie @sneek richtig sagt - das hat null mit der Wohnsituation zu tun. Sondern Du kommst nicht klar damit, dass Dein Partner seine Kinder ausblendet. Und wenn Du schreibst "das möchte er gar nicht", dass seine Kinder noch Jahre aktive Begleiter von ihm (!) sind - hast Du ein Problem damit doch mit seinem Denken ggü. seinen Kids. Der "Wohnraum" ist hier nicht relevant. Sondern seine Einstellung zu seinen Kids.

    Und ja, wie Du sagst: Als wären sie kein Thema und er kinderlos - damit hätte ich persönlich auch ein Thema mit einem "Partner den ich so sehr liebe". Hinterfrage doch das erstmal, wie Du einen Menschen so sehr lieben kannst, dem seine Kids - zumindest augenscheinlich - nicht sehr wichtig sind. Das ist aber einzig und allein Dein Thema. Nicht seines. Er hat sich klar positioniert, was seine Kids angeht. Die Frage ist: Kannst Du mit seiner Positionierung ggü. seinen Kids?

  10. Avatar von Sneek
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Zitat Zitat von Krumen Beitrag anzeigen
    Wo ich auch dran zu knabbern habe, dass ich denke er macht es besser. Er gibt seinen Kindern Zeit.
    Ja, sehe ich auch so.

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