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  1. Registriert seit
    10.04.2016
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    316

    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Zitat Zitat von Krumen Beitrag anzeigen
    Heute sind die Kinder bei mir, planmäßig und ich sehe sie danach dann einige Tage nicht. Er fragte mich, ob wir zu viert heute Abend essen wollen. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass wir uns ja ab morgen 6 Tage am Stück sehen können und ich den Abend heute mit den Kindern gerne alleine verbringen würde. Vielleicht war das wieder falsch? Er reagiert pampig, ignoriert mich komplett, antwortet auch nicht mehr auf meine Nachrichten :(
    Er verhält sich wie ein trotziges fünfjähriges Kind, das eifersüchtig ist auf seine Geschwister, die von Mami bevorzugt werden.
    Bei einem Erwachsenen in diesem Alter, der zudem selber Vater ist, wächst sich das nicht mehr aus.
    Willst du noch ein Kind?


  2. Registriert seit
    12.04.2009
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    1.432

    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Ich sehe , das nicht so wie du Ikare.
    Warum Krumen hast du die Einladung zum Essen mit deinen Kindern abgelehnt? Weil für dich die Trennung ins Haus steht und du das den Kindern nicht mehr zumuten willst? Oder willst du die Entwicklung zurückdrehen?
    Nach dem Motto:"Ich kenne deine Kinder nicht. Also will ich meinen nun auch keinen neuen Partner zumuten".??????
    Da du die Beziehung ja nur ungern aufgibst, wäre es doch ganz gut wenn ihr euch erst ein Mal richtig zu zweit unterhalten würdet. Du hättest ihm ja sagen können, dass Du erst ein Mal mit ihm allein etwas besprechen möchtest, dich erklären möchtest. Das tust du nicht in dem du sagst, dass du die nächsten 6 Tage frei bist ohne Kinder.
    M.E. fährst Du so eine weitere mögliche Beziehung, etwas anders gestaltet vielleicht, an die Wand.
    Für mich käme das so rüber: Erst schmeißt sie mich raus, letztendlich wegen der Kinder und dann darf ich die Kinder auch nicht mehr treffen. Ich finde das völlig normal, zu Mal ihr ja schon einen Schritt weiter wart, wenn er verletzt ist und für ihn damit eventuell ein Zeichen gesetzt ist.
    Für deine Kinder muss das auch eigenartig sein, dass er erst zu euch zieht und nun Knall auf Fall einfach ganz weg ist. Was meinst du denken deine Kinder? Hast du mit ihnen eigentlich gesprochen, dass er zu euch zieht und später erklärt wieso er wieder auszieht?
    Im Übrigen finde ich wie viele andere hier, dass das mit dem Zusammenwohnen viel zu schnell gegangen ist.

    Nun zum Patchwork. Auch ich sehe das so, dass du einen "Ideal"-Zustand von Patchwork im Kopf hast.
    Du erklärst hier ja, wie du es gerne als Kind gehabt hättest.
    Du kannst nicht davon ausgehen, dass die Wünsche anderer Menschen, die sind, die du hast.
    Einige hier haben ja auch geschrieben, dass sie andere Ideen hatten, als sich ihre Eltern trennten und neue Partner hatten.
    Du weißt nicht was die Kinder deines Partners eigentlich wollen. Wenn sie lieber bei der Mutter ihren Lebensmittelpunkt haben, dann würde ich das ernst nehmen. Es kann auch sein, dass der Vater nicht so präsent war und ihre Bindung zur Mutter viel enger ist.
    Es kann auch sein, dass die Mutter aus welchen Gründen auch immer, ihre Kinder nicht der Next anvertrauen möchte. Zumindest nicht so schnell. In so fern hat dein Freund schon recht, wenn er sagt, dass "Dein" Patchwork Gedanke noch gar nicht zur Debatte steht.
    Also muss man sich keine Gedanken um ein weiteres Kinderzimmer machen.
    Ich versuche Mal kurz einen Inhalt einer Reportage und Interview mit einem erwachsenen Trennungskind wieder zu geben.
    Die Eltern hatten sich für das Wechselmodell entschieden. In beiden Wohnungen gab es dieselben Dinge für die beiden Söhne, so dass man ganz einfach wöchentlich wechseln konnte. Der Vater hatte eine neue LG, die ehrlich und sehr bemüht war eine Beziehung zu den Söhnen aufzubauen. Für die Söhne war das immer etwas angespannt, sie fanden sie nett, aber hatten keine Lust sich stärker emotional auf sie einzulassen.
    Beide Söhne (einer berichtete das im Rückblick) waren eher abgenervt von der Wechselei. Sie hätten lieber ihren Mittelpunkt bei der Mutter gehabt und ihren Vater ab und zu gesehen. Für die Eltern war das Wechselmodell sehr vorteilhaft, da eine Woche Kinder frei und gleichzeitig jeder die Kinder. Den Kindern soll nichts vorbehalten sein. Die Beiden hätten sich nie getraut etwas zu sagen, um keinen zu verletzen.
    In der Rückschau meinte der eine Sohn, dass beide das Gefühl hatten, völlig fremd bestimmt gewesen zu sein und es letztendlich nicht um ihr tatsächliches Wohl gegangen wäre. Die ganze Geschichte kam ihm noch ein Mal hoch, er wohnte inzwischen woanders, war im Studium, sein Bruder auch, als der Vater anrief und erklärte, dass er sich mit der Mutter wieder nahe gekommen sei und sie erneut heiraten wollten und ob er Trauzeuge sein wolle. Beide lehnten das ab aufgrund des ewigen Hin und Hers. Sie hatten die Nase voll.

    Das heißt nicht, dass Patchwork oder Wechselmodell nicht funktionieren kann. Aber man sollte eben bestimmte Bedingungen beachten und die Wünsche der Betroffenen.


  3. Registriert seit
    17.08.2016
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    7.228

    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Da vermischt sich einiges bei dir und bist vielleicht auch Opfer deiner Traumvorstellungen:

    Die Beziehung zu deinem Freund hatte zur Folge, dass ihr zu schnell zusammengezogen seid.
    Nun hast du gesehen, dass dein Freund gar nicht in die in deiner Vorstellung für ihn vorgesehene Rolle passt und sein Leben mit seinen Kindern anders lebt, als du es dir wünschst.

    Dann fühlst du dich schlecht wegen deiner Kinder, denen du mehr zugemutet hast als er seinen Kindern. Im Grunde ist es ja auch eine kleine Spitze gegen dich: Er geht behutsam vor und du mutest deinen Kinder den Einzug eines fremden Mannes mit dem umgehenden Auszug zu. (Ist nun mal passiert.)

    Dann hast du überzogene, rosafarbene Traumvorstellungen als Patchworkfamilie zusammenzuleben, was mit deiner eigenen Lebensgeschichte zu tun hat.

    Und dann wenn die Wünsche umgesetzt werden sollen, erkennst du das weite Auseinanderklaffen von Traum und Wirklichkeit. Und suchst du die Gründe im Haus (Wo hat denn der Vater deiner Kinder während der Beziehung gelebt? Wie ist euer Verhältnis heute? Trennungsgrund?)

    Aber: Wir sind alle Lernende auf dieser Welt. Gehe einen Schritt zurück


  4. Registriert seit
    29.03.2019
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Zitat Zitat von Massashi Beitrag anzeigen
    Krumen,

    ich finde es problematisch, dass Du zweimal schreibst, er schmollt bzw. ist beleidigt.

    Diese Perspektive ist nicht angemessen angesichts der Tatsache, dass Du ihn rausgeschmissen hast. Er hatte sicherlich bestimmte Zukunftsvorstellungen, die sich dadurch zerschlagen haben. Wenn ich mir das so an seiner Stelle vorstelle, dann ist das sehr, sehr enttäuschend und auch verletzend.

    Ich frage mich, ob Du seine Gefühle auf angemessene Weise ernst nimmst?

    Für mich wäre das schlimm, wenn mich mein Partner rausschmeißt und dann in seiner Wahrnehmung sagt: "nun schmollt sie" - ja, das wäre der Realität meiner Gefühle absolut nicht entsprechend.

    Ich kann mir einen geeigneten Umgang mit einem solch gravierenden Konflikt nicht vorstellen, ohne wenigstens die Gefühle des anderen ernst zu nehmen.
    So sehe ich das auch und bin einigermaßen überrascht, wie Einige hier den Mann verurteilen. Hätte sowas ein Mann mit mir abgezogen, dann würde ich nicht schmollen, sondern die Beziehung beenden. Und dass er plötzlich nicht mal mehr beim Essen mit deinen Kindern dabei sein durfte - das hätte mir persönlich den Rest gegeben. Ich denke, diese Beziehung ist kaputt. Ich glaube nicht, dass man das noch reparieren kann. Zumal du diese völlig überzogenen Ansprüche einer Rama-Patchworkfamilie hast. Es geht dich schlicht nichts an, wie dein Freund den Umgang mit seinen Kindern regelt. Wenn du damit nicht leben kannst (ich könnte das ganz hervorragend, bin aber auch keine Mutti), dann passt es eh nicht. Wie eine Vorschreiberin schon sagte: Trefft euch und habt Spaß, für eine tragfähige Beziehung passt es zwischen euch schlicht nicht.


  5. Registriert seit
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Mir war ja von Beginn an klar, dass getrennt wohnen halt auch heißt, dass es eine sachte Ankündigung einer Trennung ist. Ich hatte davor Angst, weil ich gemerkt habe, dass es nicht funktioniert bei uns. Und ich hätte die Beziehung fairerweise auch gleich beenden sollen. Ich liebe ihn trotzdem.
    Letztendlich verstehte ich seine Wut und seinen Schmerz, allerdings kann ich gegen meine eigene Ablehnung dieser ganzen Sache nichts tun. Es war jetzt unter den Tagen meist so dass ich am liebsten auch kinderfrei meine Ruhe gehabt hätte. Unfair, das weiter in die Länge zu ziehen und sich und den anderen zu verarschen. Ich muss auf mich hören. Es steht mir der Sinn danach wieder meine Ruhe zu haben. Er hat mich genervt. Ich wollte wieder nur Mama sein und keine Hemden mehr bügeln.
    Das hätte mir früher einfallen müssen. Aber wie erdrückend es sein würde habe ich nicht erahnt. Ich dachte wirklich es würde angenehm werden.


  6. Registriert seit
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    5.788

    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Du hast schlicht Liebeskummer .
    Das ist verständlich und normal. Gib dir Zeit. Jo, dann lass das Hemdenbügeln.
    Lizzy 27.11.2019

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  7. Avatar von brighid
    Registriert seit
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    liest sich vielleicht nach kalenderspruch, ist aber ein erworbene weisheit von mir: nicht jede liebe ist auch lebbar und alltagstauglich.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  8. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Krumen, hat er sich denn nochmal gemeldet jetzt?
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache


  9. Registriert seit
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Du lässt ihn bei Dir einziehen bzw. Ihr zieht bei Dir zusammen. Finde ich nach 7 Monaten jetzt nicht so ungewöhnlich früh, zumal er seine Wohnung ja noch behalten hat. Nach vier, fünf Wochen setzt Du ihn wieder vor die Tür, aus Gründen, die ich nicht verstehe (das Haus war schon immer so klein, den Umstand, dass seine Kinder nicht Teil seines Lebens sind, wie es Deine Kinder sind, kanntest Du). Zumindest wenn das nicht nur vorgeschobene Gründe sind.

    Zitat Zitat von Krumen Beitrag anzeigen
    ...
    Heute sind die Kinder bei mir, planmäßig und ich sehe sie danach dann einige Tage nicht. Er fragte mich, ob wir zu viert heute Abend essen wollen. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass wir uns ja ab morgen 6 Tage am Stück sehen können und ich den Abend heute mit den Kindern gerne alleine verbringen würde. Vielleicht war das wieder falsch? Er reagiert pampig, ignoriert mich komplett, antwortet auch nicht mehr auf meine Nachrichten :( Ich weiß einfach nicht wie ich es richtig mache
    Hab mich schon gefragt ob Paartherapie was bringen könnte.

    Er redet einfach nicht mit mir, wie er sich fühlt oder was er denkt. Er stellt sich grade tot. Mich ärgert es so!
    Warum hast Du dieses Angebot denn abgelehnt? Nach dem, was vorher passiert ist, muss er sich doch nun irgendwie abserviert vorkommen. Was ich mich daher frage: Liebst Du ihn tatsächlich? Insbesondere der Umstand des vor-die-Tür-setzens lässt mich daran zweifeln.

    Ganz grundsätzlich: Auseinanderziehen ist für mich (!) in den meisten Fällen sowieso quasi der Anfang vom Ende. So wird er es für sich möglicherweise auch empfinden.

    Nachtrag, falls das, was ich schrieb, etwas drastisch klingt:
    Ich habe es so geschrieben, weil ich denke, dass es sich für ihn genau so anfühlen könnte. Ob es so ist, weiß ich natürlich nicht.
    Geändert von MannMann (18.12.2019 um 08:49 Uhr)


  10. Registriert seit
    29.01.2017
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    AW: Wieder getrennt leben, ist das der Anfang vom Ende?

    Hast du denn die Beziehung nun auch beendet? Oder schwebt das nun weiterhin so unausgesprochen im Raum?

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