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    30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Hallo !

    Wie oben schon steht, versuche ich gerade gedanklich zu ordnen, wieso ich in der Situation bin, in der ich gerade bin. Und wie es weitergeht. Vielleicht gehört dieser Beitrag auch eher in den Bereich Persönlichkeit ?

    Versuche zu verstehen, warum ich mich nach 30 Jahren Beziehung von dem Mann abgewandt habe, den ich eigentlich immer noch liebe - zumindest glaub(t)e ich, ich ihn noch zu lieben.

    Ich suche in meiner und seiner Persönlichkeit nach den Ursachen. Und versuche herauszufinden, ob ich mit der Persönlichkeit und den Bedürfnissen meines Partners zukünftig umgehen kann - oder ob es besser für alle wäre, eigene - neue - Wege zu gehen. Was ich eigentlich will und was gut und gesund ist.

    Wir sind von den 30 Jahren Beziehung - 23 Jahre verheiratet - 2 Kinder -sind beide berufstätig. Haus. Schönes Privatleben Freundeskreis. Familienleben. Alles gut auf dieser Seite - Kinder gehen langsam aus dem Haus.

    In der Zeit in der unsere Kinder im Grundschulalter waren, hat er während der Woche 200 km weit weg gearbeitet. Wochenendbeziehung fast 8 Jahre lang. Gute und schlechte Tage waren das. Ich war mit den Kindern in unserem Zuhause. Teilzeit berufstätig dabei. Habe alles gewuppt. Haushalt - Schule - Wochenendbeziehung. Trotzdem eigentlich eine gute Zeit.

    Die Liebe am Wochenende war auch spannend - zumindest empfand ich es so. Dann irgendwann die erste Krise. Grund : mein "Umgang ". Arbeitskollegen von mir wurden als Rivalen angesehen. Der Umgang wurde als Bedrohung empfunden. Private Unternehmungen mit den Kollegen waren nicht gerne gesehen und wurden von meinem Mann eifersüchtig beäugt. Ich arbeitete in einem von Männern dominierten Bereich. Die Situation wurde so bizarr, dass wir uns damals für einige Zeit getrennt haben. Paartherapie und viele Wochen später sind wir wieder zusammen gekommen.

    Unter der Prämisse, dass ich keine privaten Beziehungen mehr zu den Kollegen unterhalte, haben wir einen Neustart versucht. Ich war nicht glücklich in der Gesamtsituation - aber meine Familie war - und ist - mir wichtig. Es wurde eigentlich relativ schnell wieder ganz gut zwischen uns. Das ist 9 Jahre her.

    Beruflich habe ich mich die letzten Jahre sehr weiterentwickelt. Ich liebe meine Familie und meinen Beruf - auch wenn es nicht wirklich mein Traumjob war - ich mache ihn gerne und mag die Menschen um mich herum.

    Von meinem Mann habe ich relativ wenig positives Feedback zu meiner beruflichen Entwicklung bekommen, die ich immer als Nebentätigkeit zu meiner Familie gesehen habe. Er ist beruflich auch recht erfolgreich - aber ist mir gegenüber immer eher - wie ein neidisches Geschwisterkind - ich hoffe es ist verständlich. Kein Partner auf Augenhöhe, der Wertschätzung oder erwachsenes Verhalten zeigt. Ich ertappe mich dabei, das ich mich "klein" mache, damit er "besänftigt" ist. Nicht gut von mir. Er motzt meistens über seinen Job und die Mitarbeiter. Er mag es nicht, wenn ich von meinem Job erzählt habe. Das frustrierte mich.


    Wir sind beide schon seit dem wir 16 sind zusammen. Haben uns logischerweise entwickelt. Aber er macht mir Vorwürfe deswegen. Ich habe auch schon versucht mehr Augenmerk in private Aktivitäten zu legen. Aber er ist oft sehr müde und eher passiv und ich mache deshalb privat auch oft sehr viel alleine (Schwimmen, Radfahren, Sport, Freundinnen treffen) Er braucht abends seine Ruhe und entspannt beim Fernsehen. Ich brauche eher Bewegung und Austausch. Kann aber auch die Ruhe und Entspannung genießen. Trotzdem unternahmen wir auch einiges gemeinsam. Haushalt und Garten haben aber trotzdem zu 90% bei mir gelegen.

    Jetzt ist in den letzten 12 Monaten die Situation wieder ohne ersichtlichen Grund so eskaliert, dass er wieder auf diese "Eifersuchtsnummer" abgefahren ist. Sogar die Themen von vor 9 Jahren wirft er mir vor Und ich kann gar nichts tun. Es gibt nichts, was ich richtig mache. Er sagt, ich kann nicht richtig kommunizieren (?) und sogar mein Kontakte zu anderen Frauen (weil ich de Umgang mit Männern bis auf ein paar schwule Freunde mittlerweile im Freundeskreis meide) hat er mir vorgeworfen. Er hat dann zum Beispiel gefragt, ob ich jetzt auf Frauen stehen würde.... ohne Worte.

    Es ist Psychoterror und dann tat er so nach außen, als ob alles gut ist. Und zuhause wirft er mir vor, ihn zu betrügen. Immer und immer wieder kommt das Gespräch in diese Richtung. Anfangs habe ich noch versucht besonders viel mit ihm zu unternehmen und bewusst Zeit mit ihm zu verbringen - aber es wurde immer schlimmer mit ihm. Paartherapie will er nicht mehr - meine Psychothemen nerven ihn, sagt er. Wir waren dann beim Mediator - es war die Hölle für mich. Mir wurden Sachen unterstellt, bei denen habe ich mich selber nicht mehr erkannt. Ich wurde provoziert und wusste zum Schluss nicht mehr, ob ich spinne oder nicht. Ich war kurz vorm Durchdrehen. Mit Hilfe meiner Freunde habe ich mich wieder gefangen. Immer wieder diese Vorwürfe, die völlig haltlos sind.

    Ich wusste nicht mehr weiter und bin ausgezogen. In die Nähe und in ein ausreichend großes Haus, damit meine Kinder jederzeit vorbeikommen können - oder vielleicht auch bei mir Leben können. Es war unheimlich schwer mich emotional am Anfang zu distanzieren. Er ist logischerweise sehr verletzt -
    versucht mich über die materielle Schiene zu verletzten. Fragt nie, wie es mir geht.
    Ich wollte mit dem Auszug erstmal Abstand - aber er hat die Beziehung sofort beendet. So etwas geht mit ihm nicht, sagt er. Ok, muss ich akzeptieren. Ich musste mich schützen.

    Mit mir gingen diese Vorwürfe nicht mehr. Wenn ich so wäre, wie er mir vorwirft, ok. War ich aber nicht.

    Jetzt habe ich vor einigen Tagen ein tolles Gespräch mit einem entfernten Bekannten gehabt. Es war so angenehm mit jemandem zu sprechen, der scheinbar auf Augenhöhe mit dir redet. Der auch mal lobt. Positives Feedback gibt. Der sich freut, wenn man ihm nette Sachen sagt und zuhört. Ich hingegen kam mir vor wie ein Schwamm, der alles aufsaugt, wie ein verdurstende Pflanze. Es war so schön, das es jemanden gibt, der auf meine Emotionen freundlich reagiert. Gleich darauf hatte ich wieder dieses unangenehme Gefühl: Ich muss doch wieder meinem Mann die Chance geben, das wir wieder zusammen kommen. Vielleicht kann es doch einen Weg geben für uns, dass wir auch einmal so miteinander reden.

    Jetzt frage ich mich, was mache ich nur? Kann mich jemand verstehen?

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Was ich in deinen Worten vermisse ist das, was euch 30 Jahre lang verbunden hat, was euch zusammengeführt hat und was euch bewogen hat, ein gemeinsames Leben führen zu wollen.

    Beim Lesen ist in meinem Kopf das Bild eines unsympathischen und trägen Mannes entstanden.

    Entspricht das der Wirklichkeit?

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Katzi-Mi Beitrag anzeigen
    Hallo !

    Jetzt habe ich vor einigen Tagen ein tolles Gespräch mit einem entfernten Bekannten gehabt. Es war so angenehm mit jemandem zu sprechen, der scheinbar auf Augenhöhe mit dir redet. Der auch mal lobt. Positives Feedback gibt. Der sich freut, wenn man ihm nette Sachen sagt und zuhört. Ich hingegen kam mir vor wie ein Schwamm, der alles aufsaugt, wie ein verdurstende Pflanze. Es war so schön, das es jemanden gibt, der auf meine Emotionen freundlich reagiert.
    Gleich darauf hatte ich wieder dieses unangenehme Gefühl:
    Ich muss doch wieder meinem Mann die Chance geben, das wir wieder zusammen kommen.

    Vielleicht kann es doch einen Weg geben für uns, dass wir auch einmal so miteinander reden.

    Jetzt frage ich mich, was mache ich nur? Kann mich jemand verstehen?

    Hallo Katzi-Mi

    Wahrscheinlich bist du so erzogen und hast es im Laufe deines Lebens so gelernt, dass du nach einem angenehmen Gespräch mit einem anderen ein unangenehmes Gefühl haben musst?
    Das machst du ja nun schon seit langem mit, und was hat es dir gebracht?
    Was hat es euch beiden gebracht?
    Ihr habt euch gänzlich auseinander entwickelt, und irgendwann muss es auch mal gut sein!
    Genug ist genug!
    Wieso MUSST DU deinem (gefühlskranken?) Mann die Chance einräumen, dass ihr wieder zusammenkommt?
    Wer sagt das?
    Willst du das?
    Oder denkst du, dass müsste so sein?
    Weil sich das so gehört?

    Nach der Zeit gehört es sich überhaupt nicht mehr.
    Wenn dein Mann wieder mit dir zusammen kommen will, dann könnte er sich doch auch um dich bemühen, oder etwa nicht?
    Und wenn ihr wieder zusammenkommen solltet, meinst du, dass die Vorwürfe und Unterstellungen weniger werden oder aufhören?
    Im Leben nicht, dass scheint bei deinem Mann schon automatisch so abzugehen ...

    Meine Meinung: hab weiter gute Gespräche, triff dich mit Freunden, geniesse dein Leben ...ohne Vorwürfe und Unterstellungen ...einfach nur mal leicht und unbeschwert.

    Dein Mann hat die Beziehung beenden wollen, und nach meiner Ansicht MUSST du jetzt gar nichts mehr in dieserRichtung tun ...ausser dich des Lebens zu freuen.
    Und wegen der Kinder ...es wäre schön, wenn ihr wegen der Kinder normal miteinander umgehen könntet ...
    die Kinder aber gehen in Kürze sowieso eigene Wege ...

    und wenn du dich nicht glücklich machst, wer soll es dann tun?

    Ich verstehe dich.
    Alles Liebe für dich.

    PS.
    das Leben ist zu kurz, um zu versauern oder jemandem hinterherzurennen, der nur an einem rumnörgelt und nichts Positives zum gemeinsamen Leben beizutragen hat.
    Geändert von Lyanna (30.11.2019 um 04:28 Uhr)
    Es ist immer JETZT

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Liebe TE,
    ganz ehrlich wen. Ich das Verhalten deines Mannes lese wird mir schlecht.

    Er ist neidisch, missgünstig, eifersüchtig, träge und mitnichten ein Mann zu dem du zurückkehren solltest.
    Du hast in der Zeit in der er zwar auch gearbeitet hat, 1. gearbeitet, 2.Kinder erzogen und 3. Haus und Garten alleine gewuppt.
    Zusätzlich wurdest noch mit gegenstandslosen Unterstellungen verdächtigt und beleidigt.
    Das ist maximal respektlos Dir gegenüber. Dazu der Neid? Dass geht überhaupt nicht.

    Ganz ehrlich, lass es mit dem Neuanfang.
    Der Mann wird nur schlimmer...warte mal wenn der pensioniert wird,
    Was glaubst du was dann passiert? Der terrorisiert dich früh bis spät.
    Bleib in deinem Haus, mach deinen Job, geniesse deine Aktivitäten und lass ihn bei sich aufm Sofa hocken und eifersüchtig sein.
    Er hatte seine Chance.
    Eure Kinder gehen ihrer Wege und du willst mit DEM zusammenleben.
    Tu dir dass nicht an. Lass die Paarberatung etc. etc. Den änderst du nicht mehr.
    Du must nicht rumstreiten, aber du musst dir seine Verdächtigungen nicht mehr gefallen lassen.

    Schmeiss ihn beim nächsten Treff raus bei dir, wenn er unverschämt wird. oder noch besser treff
    dich mit ihm nur noch da, wo du ungehindert abhauen kannst.
    Er muss es merken, dass du dich Nicht mehr kleinmachst.

    Lass es mit dem Mann auf glückliches Paar zu machen. Der will dich kleinkriegen.
    Lass dass nicht zu.
    Geändert von Beachnoodle (30.11.2019 um 01:47 Uhr)
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Mir fällt dazu nur Küchenpsycho ein. Dein Mann: seit Jahren unzufrieden mit sich? jedenfalls offenbar mit seiner Arbeit. Fühlt sich im Vergleich zu dir unzulänglich, nicht nur beruflich - du bist auch das Familienzentrum. Er projiziert seine negativen Gefühle auf dich, wahrscheinlich auch seine klammheimlichen Wünsche nach einer Außenbeziehung, lagert seine dunklen Seiten aus auf dich. Du bist der klassische Sündenbock, da hast du keine Chance. Ihr könntet vielleicht eine haben, wenn er sich einer Therapie stellt, ausnahmsweise keiner gemeinsamen. Aber vermutlich ist es einfacher für ihn, sich als Opfer zu fühlen, dass sich bzw er damit sein Kopfkino erst realisiert, kann er nicht erkennen

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Liebe TE,

    beim Lesen sind bei mir mehrmals rote Lämpchen aufgeflackert.

    Gaslighting, Verwirrung, sich klein machen müssen ("walking on eggshells"), Herunterspielen deiner Erfolge, nach außen hui/nach innen pfui... Google mal Narzisst / Beziehung und die o.g. Begriffe, vielleicht findest du ein paar Erklärungen für deine Situation. Sehr zu empfehlen ist auch das Buch "Masken der Niedertracht".

    Ich möchte dir raten, dich jetzt vorrangig um dich selbst und deine Kinder zu kümmern.

    Wer dich nach 30 Jahren immer noch meint festhalten, kontrollieren und maßregeln zu müssen, der wird sich schwerlich jetzt noch zu einem Partner weiter entwickeln, mit dem du dein Leben in Ruhe leben kannst. Zumal er ja eure gemeinsame Therapie abgebrochen hat.

    Es tut mir leid, dass du Wertschätzung und positive Gespräche als Ausnahme erlebst. Bitte tu dir und den Kindern diese Behandlung nicht mehr an. Es besteht ja auch die Gefahr, dass sein Verhalten von den Kindern als "normal" erlebt wird und eine entsprechende Prägung hinterlässt.
    Geändert von feddy (30.11.2019 um 03:51 Uhr) Grund: Ergänzungen

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Mir fielen beim Lesen auch einige Parallelen zu narzisstischem Verhalten auf. Ich finde es ganz furchtbar, wenn ein Partner es nötig hat, den anderen klein zu machen.

    Ziemlich schlimm finde ich auch, dass du deine männlichen Bekannten “aussortiert“ hast, dass er dir jetzt auch noch vorwirft auf Frauen zu stehen sagt ja hauptsächlich was über ihn - Freundschaft und normakes Interesse an Menschen existiert offensichtlich nicht in seiner Gedankenwelt, es geht eigentlich immer nur um Sex?

    Nachdem du die räumliche Trennung nun also bereits vollzogen hast solltest du dabei auch bleiben, es hört sich alles ziemlich schlimm an, auch dass du so bedürftig nach normaler Zuwendung, einem normalen Gespräch bist ... alles ganz furchtbar ...

    Ich wünsche dir alles Gute, pass auf dich auf und versuche, deinen Kindern, wie alt sie auch sein mögen, die Situation gut zu erklären. Ich bin mir sicher, dass sie das verstehen werden.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  8. Moderation

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Ich denke, es geht nicht eigentlich um Ursachenforschung. Die Ursachen für eure Trennung hast du sehr klar herausgearbeitet.

    Es geht vermutlich eher darum, dass du dir die Erlaubnis gibst abzuschließen. Diese Ehe hinter dir zu lassen. Wie Lyanna schreibt, dir zu gestatten, schöne Erfahrungen genießen zu dürfen ohne schlechtes Gewissen.


    Vielleicht geht es auch um Trauer, was aus euch geworden ist. Aber vielleicht liegt auch das schon hinter dir.


    Dein Mann ist anscheinend von einem Gefährten zu einem Satelliten ohne befriedigende eigene Entwicklung geworden und hat dafür weder selbst die Verantwortung übernehmen noch es gemeinsam mit dir in einer Paartherapie betrachten wollen. Das ist seine Entscheidung, das musst du ihm zubilligen. Du hast über viele Jahre dir seine Verantwortung aufgeladen, dadurch die Schieflage mitgetragen und aufrechterhalten.


    Und jetzt steht eben an, dass du dir ein gutes Leben zubilligst. Dich wieder aufrichtest, zu voller Lebensgröße, und nach vorne weitergehst .
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Da benötigt man keine Küchenpsychologie, um zu erkennen, was sein muss.


    Was passiert, wenn der Erste von Euch Beiden in Rente geht, TE?
    Mag man nicht dran denken.

    Willst Du länger die mittlerweile 9 Jahre andauernde Unzufriedenheit und Jasagerei "um des lieben Friedens willen" durchhalten, statt zu leben?

    Ich finde es wirklich erschütternd, dass immer wieder Frauen so ein Leben erdulden und krampfhaft jahrelang klammern,......statt zu gehen einfach.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    So einfach geht man nach so langer Zeit halt nicht, ich verstehe das schon...

    Wenn die Kinder erwachsen werden und aus dem Haus gehen erledigt sich der jahrzehntelange "Trott", in dem man unterwegs war.
    Ist bei uns gerade ähnlich, wir sind 32 Jahre zusammen.
    Zum einen hat man damit zu tun, dass eine der wichtigsten Rollen im Leben (die der Mutter in meinem Fall) plötzlich deutlich weniger Raum einnimmt als bisher, daran musste ich mich erst gewöhnen, musste gucken, wie ich die freien "Kapazitäten" neu nutze... Ich glaube, den Vätern geht es da ähnlich. Das sorgt schon für "Unruhe" in einer Beziehung.
    Und dann stellt man oft fest, dass man sich als Paar mit den Jahren irgendwie aus den Augen verloren hat, was bislang nicht auffiel.
    Dieses plötzlich wieder überwiegend zu Zweit sein wirbelt auch Beziehungen auf, in denen es keine Probleme wie bei euch gab.

    Ich sehe nicht, dass Du Deinem Mann derzeit irgendeine Chance geben musst.
    Durch Deinen Auszug hast Du ihm doch schon deutlich gezeigt - so nicht mehr.

    Er hätte längst wach werden können.

    Ich würde erstmal Stück für Stück ein eigenes, selbstständiges Leben aufbauen, das ist sicher am Anfang ungewohnt, herausfinden, wer bin ich eigentlich jetzt, was möchte ich, wie möchte ich mein weiteres Leben verbringen.. Und wenn es angenehme Gespräche und Begegnungen gibt, diese vorbehaltlos genießen.
    Um den Ehemann würde ich mich erstmal nicht kümmern.
    Natürlich ist es schade, dass es nach so vielen Jahren eine Trennung gab. Das würde ich auch entsprechend für mich "betrauern". Es gab ja auch schöne Zeiten.

    Aber man kann den Karren nicht alleine aus dem Dreck ziehen - besonders, wenn der Partner anstatt mitzuziehen noch Steine in den Karren legt.

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