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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen

    Damals hat es nach seinen Wünschen geklappt, wahrscheinlich ging er davon aus (sicher nicht bewusst und berechnend, das unterstelle ich ihm nicht), dass es diesmal wieder klappen wird und du dich nach ihm ausrichtest. War nicht so, also muss er stärkere Geschütze auffahren.
    .
    IGenau. Allermeist setzen wir die Strategien ein, die wir schon kennen. Und er hat bisher ja auch nie eine andere Strategie entwickeln müssen, denn diese hat ja zum Erfolg geführt.
    Aber sie ist halt keine Basis zu einer Beziehung auf Augenhöhe. Die du jetzt, mit Recht, aber einforderst bzw. einfach aufgrund deiner Entwicklung nicht mehr mit weniger zurecht kommen kannst und willst.

    Bei ihm dürfte anstelle eines Bildes von einer gleichberechtigten und gleichwertschätzenden Beziehung jedoch ein weißes Loch klaffen. Theoretisch hat jeder Mensch, auch bis ins hohe Alter, die Möglichkeit seine weißen Löcher zu erkennen und ihnen Farbe zu geben. Praktisch finden Menschen aber immer wieder andere Menschen oder Inhalte, die ihnen helfen, genau da nicht hingucken zu müssen. Also du wirst es nicht richten können. Das kann nur er selbst. Und wenn er es nicht kann, dann hilfst du ihm auch nicht damit, dass du weiter sein Unvermögen auf deine Kosten kompensierst.

    Ich hatte für mich mal ein etwas drastisches Aha-Erlebnis in einer ähnlich scheinbar ausweglosen Situation: Ich kann für ihn in den Abgrund springen, das würde aus ihm aber keinen glücklichen oder zufriedenen Menschen machen. Das Opfer wäre also völlig umsonst.

    Das hat mir sehr geholfen, zu gehen und mein eigenes Leben wieder aufzunehmen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Ich dachte beim Lesen des Eingangsthreads, ich lese hier die Kurzfassung des Buches von Anne Gesthuysen: Mädelsabend:
    Jahrzehntelanges Stillhalten, geknechtet sein unter der unsichtbaren Peitsche eines Ehemannes.

    (Überhaupt ein sehr gutes Buch...)

    Nein, geh deinen Weg, finde zu dir.... Die Ursache ist schon so groß wie der Baum im Wald, der nicht mehr gesehen wird.

    Rechne damit, dass du von Seiten des Gatten dann noch mehr Unverschämtheiten hörst, denn eine Trennung ist für so einen Narzissten etwas, was er nicht verdauen kann. Schließlich bist und warst du schon immer das Übel überhaupt.

    Du hast schon so viel ausgehalten, das Ohr muß komplett auf Durchzug gestellt werden. Keine Verteidigung mehr, bitte. Das Problem mußt du da lassen, wo es hingehört: es liegt bei ihm.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Muss der Mann jetzt eigentlich wieder zum Narzissten gemacht werden?

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Muss der Mann jetzt eigentlich wieder zum Narzissten gemacht werden?
    ist halt schicker, als darüber zu sinnieren, aus welcher Kultur- bzw Sittengeschichte wir kommen...
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Es ist sicher auch ein Generationding, aber letztlich gehört seine Art der (Nicht-)Wertschätzung ja sehr häufig mit zu dieser Art der Rollenverteilung. Er ist der Erfolgreiche draußen und der Geldheimbringer, sie bereitet ihm dafür ein schönes Heim und gehört ihm (Besitzansprüche). Ich weiss nicht, ob man dafür Narziss sein muss, für mich ist das das übliche patriarchalische Rollenverhalten, das praktisch der Kern unserer jüngeren Kulturgeschichte war.

    Das mag in manchen Gegenden oder Familien das übliche Verhalten bei klassischer Rollenaufteilung sein, aber "generell üblich" war das nun wirklich nicht. Kommt sehr auf das Umfeld an.


    Dein Mann läuft völlig aus dem Ruder, vielleicht midlife-crises, oder sonst was. Das ist vielleicht auch ein Generationending, solche erfolgreichen Hengste mussten sich nie selbst hinterfragen, hatten schon alleine aufgrund ihres Geschlechts einen Respektbonus und einen Vorfahrtschein fürs Karrieretreppchen.
    Die TE ist mit dem Mann zusammen seit sie 16 ist, sie ist also vermutlich noch nicht einmal 50!

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Katzi-Mi Beitrag anzeigen
    Jetzt frage ich mich, was mache ich nur? Kann mich jemand verstehen?

    Ja, ich verstehe dich und ich wünsche dir sehr, dass es nichts und niemanden auf der Welt geben wird, der oder das dich wieder zurück in diese Ehe bringt. Ich wünsche dir das du in deinem neuen Haus glücklich und in Frieden leben kannst und du nur mehr tun und lassen kannst was du magst. Das du die Größe einnehmen kannst, die du gerne einnehmen möchtest, dass du treffen und Kontakt haben kannst mit wem immer du es gerne hast, das du stolz darauf sein kannst was du in deinem Leben gemacht hast und was du alles geschafft hast bisher. (Da du seit so jungen Jahren in dieser Beziehung warst bist du ja noch eine junge Frau)

    Vor dir liegt noch viel Leben, in dem du noch eine Menge Spaß haben wirst können.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Muss der Mann jetzt eigentlich wieder zum Narzissten gemacht werden?
    Anscheinend schon.

    Was mir auch fehlt, ist der eigene Anteil daran, dass diese Beziehung sich so entwickelt hat.

    Lese ich die Beschreibung des Mannes, hätte sich doch daraus nie und nimmer eine 30-jährige Beziehung entwickelt.

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Wolfgang, bedenke, die Partner waren bei Zusammenkommen Teenager.

  9. gesperrt

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Katzi-Mi Beitrag anzeigen
    Gleich darauf hatte ich wieder dieses unangenehme Gefühl: Ich muss doch wieder meinem Mann die Chance geben, das wir wieder zusammen kommen. Vielleicht kann es doch einen Weg geben für uns, dass wir auch einmal so miteinander reden.

    Jetzt frage ich mich, was mache ich nur? Kann mich jemand verstehen?
    hm.

    ich bin gegenüber Männern, die ich liebe, durchaus auch leidensfähiger und leidenswilliger, als mein Verstand für gut erachtet, aber eins habe ich mir immer verbeten, nämlich mir vorschreiben zu lassen, mit wem ich Kontakt habe!

    Diese erste Krise, vor vielen Jahren, wo du zugelassen hast, dass du Kontakte mit Männern generell nicht hast, weil er eifersüchtig ist - war Chance genug.

    Dass es nicht deins sondern sein Problem ist, zeigt sich auch daran, dass er jetzt sogar auf deine Freundinnen eifersüchtig wird. Und wenn du diese nicht mehr treffen würdest... würde er wohl irgendwann auf den Staubsauger eifersüchtig werden.

    ja ich kann verstehen, wie mies sich das anfühlt, nein es ist nicht dein Fehler, ja er hat von dir mehr als genug Chancen bekommen! und nicht genutzt!

    ogar die Themen von vor 9 Jahren wirft er mir vor Und ich kann gar nichts tun. Es gibt nichts, was ich richtig mache. Er sagt, ich kann nicht richtig kommunizieren (?) und sogar mein Kontakte zu anderen Frauen (weil ich de Umgang mit Männern bis auf ein paar schwule Freunde mittlerweile im Freundeskreis meide) hat er mir vorgeworfen.
    Auf sowas kann man ja nur antworten "Junge, du spinnst. Ich rede dann wieder mit dir, wenn du normal denkst, aber nicht, wenn du in deinem Film bist. Was du jetzt sagst, ignoriere ich, das kann ich nicht ernst nehmen" - ich hatte dies zu mehreren Gelegenheiten gesagt, einmal hat's genützt. (nur einmal). Man kann eben niemandem zum Zuhören zwingen, dieser Wille muss von selbst da sein beim Gegenüber.

    Sorg gut für dich selbst!

    Du hast deinem Mann viele Brücken gebaut, viel Verständnis gezeigt - irgendwann ist das zuende.

    gruss, barbara
    Geändert von Bae (30.11.2019 um 11:45 Uhr)

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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wolfgang, bedenke, die Partner waren bei Zusammenkommen Teenager.
    Das ist mir durchaus bewusst.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, begannen die Probleme vor rund 10 Jahren, nach den 8 Jahren Fernbeziehung.

    Mir scheint, die TE hat in dieser Zeit ein gewisses eigenständiges Leben aufgebaut, welches ihm zu schaffen gemacht hat und aus dem er sich ausgeschlossen fühlte.

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