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  1. Registriert seit
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Vielleicht macht er das selbst, was er Dir unterstellt?
    Du hast Dich ihm viel zu viel untergeordnet. Hast Deine Grenzen nicht abgesteckt und jetzt geht er immer weiter.
    Ich glaube, da ist keine Liebe mehr. Er bemüht sich nicht und er selbst will die Trennung ja beibehalten. Ich glaube, er hat sich innerlich schon getrennt, vielleicht schon vor langer Zeit.
    Du hast jetzt die Chance, Dich selbst glücklich zu machen, Dein Leben zu genießen. Natürlich steckt man 30 Jahre nicht einfach weg, aber auch das geht vorbei.

  2. Avatar von Mediterraneee
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Ich möchte mich den anderen Posts anschließen: ich finde, dass Du sehr klar siehst, was Eure Schwierigkeiten angeht und warum Eure Ehe in die Brüche geht.

    Ursachenforschung ist da vielleicht noch in Detailfragen nötig, aber die Mechanismen in Eurer Beziehung sind Dir bewusst.
    Jetzt geht es darum, was Du damit anfängst. Und hier wünsche ich Dir, dass Du Deinen Fokus auf einen Aspekt legst: DICH

    Tu, was Dir gut tut, ohne darüber nachzudenken, was Dein Mann davon halten könnte. Und vor allem ohne Dich zu rechtfertigen oder klein zu machen. Seine Maßstäbe sind ungesund und schädlich. Mache Dich frei von ihnen.

    Das wird nicht einfach sein, nach all den Jahren, in denen Du Dich nach seinen Vorstellungen gerichtet hast, musst Du erst mal wieder entdecken, was eigentlich Deine eigenen Maßstäbe sind. Aber das wird mit der Zeit passieren und Du wirst ein besseres Gefühl für Dich selbst entwickeln.
    Wie gut es Dir tut, Dich selbst anders zu sehen und anders gesehen zu werden, siehst Du ja an dem Gespräch mit dem Bekannten. Du hast seine Wertschätzung wie ein Schwamm aufgesaugt, weil Du sie von Deinem Mann seit Jahren nicht bekommst.

    Einen Neuanfang sehe ich bei Euch nicht. Höchstens eine Fortsetzung der alten, ungesunden Strukturen. Sei Dir dazu zu schade.
    Auch wenn es schmerzt, etwas/jemanden nach so vielen Jahren loszulassen - wenn dieses Etwas/dieser Jemand Dich in Deiner Entwicklung und in Deiner Entfaltung nur ausbremst, dann gehört es/er weg.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



  3. Registriert seit
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Selbst wenn man mal davon ausgeht, dass die TE ja nur ihren eigenen Standpunkt beschreiben kann und da deswegen zwangsläufig einiges fehlt:


    Der Mann wirft Dir (vor 9 Jahren) Deine Freundschaften zu anderen Männern vor (in Männerbranchen kaum zu vermeiden dass man die hat, ich kenne das auch), Du hast Dir aber tatsächlich nichts zuschulden kommen lassen.

    Und trotzdem gibst Du diese Freundschaften auf.


    Einerseits: Irgendwo verständlich, dass er nun denkt, da war doch was, sonst hättest Du doch diese Freundschaften nicht so schnell aufgegeben?

    Andererseits: Warum hast Du?

    Ich glaube Dir das da nichts war - nur warum bist Du nicht damals schon wirklich sauer geworden?

    Ich sehe das wie Chaos - das Seltsame ist nicht, dass es jetzt knallt, sondern, dass es erst jetzt knallt.


  4. Registriert seit
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen

    - das Seltsame ist nicht, dass es jetzt knallt, sondern, dass es erst jetzt knallt.
    Diese Frage stellt sich mir auch.

    Ich möchte die Frage aus meinem ersten Beitrag nochmal stellen.

    Was waren die schönen Seiten dieser Ehe? Was waren die angenehmen Seiten an seiner Person, die sie zu ihm hingezogen haben?

    Im EP wird ein durchgängig negatives Bild seiner Person gezeichnet. Mit so einem Menschen ist man doch keine 30 Jahre zusammen.

    Oder ist das nur die Momentaufnahme aus der jetzigen Perspektive?
    Geändert von Wolfgang11 (30.11.2019 um 09:38 Uhr) Grund: Korrektur

  5. Avatar von Sentenza_
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    ... Ich glaube Dir das da nichts war - nur warum bist Du nicht damals schon wirklich sauer geworden?
    Ich sehe das wie Chaos - das Seltsame ist nicht, dass es jetzt knallt, sondern, dass es erst jetzt knallt.
    Sie wird wohl - sorry für die Formulierung - auch damals schon wirklich sauer gewesen sein, aber aus welchen Gründen auch immer kann man das ja eine Weile mitmachen bzw. hinnehmen, ertragen. Aber irgendwann hat man dann so richtig den Kaffee auf, und dann knallt's eben erst jetzt.
    Never argue with idiots. They drag you down to their level and beat you with experience.

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    Sentenza
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  6. Avatar von Mediterraneee
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Ich denke, wir können davon ausgehen, dass der Mann auch viele gute Seiten hat und die TE schöne Erinnerungen an die gemeinsame lange Zeit.
    Aber das, was sie im EP beschreibt, ist eben das, was sie jetzt umtreibt und was sie dazu bringt, über einen Neuanfang ohne ihren Mann nachzudenken.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  7. Avatar von Amelie63
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    ich habe den EP nicht so negativ gelesen. Und mir erschließt sich das schon, warum es jetzt erst knallt.
    Bis dahin war sich das Paar wohl in seinen Vorstellungen über Werte und die dazugehörige Rollenaufteilung einig. Die TE hat ihre Prioritäten ganz klar gehabt: Familie über alles, Beruf an zweiter Stelle.

    Es ist sicher auch ein Generationding, aber letztlich gehört seine Art der (Nicht-)Wertschätzung ja sehr häufig mit zu dieser Art der Rollenverteilung. Er ist der Erfolgreiche draußen und der Geldheimbringer, sie bereitet ihm dafür ein schönes Heim und gehört ihm (Besitzansprüche). Ich weiss nicht, ob man dafür Narziss sein muss, für mich ist das das übliche patriarchalische Rollenverhalten, das praktisch der Kern unserer jüngeren Kulturgeschichte war.

    Liebe Katzi-Mi,

    ich lese eine Menge "Reflexe", die mit diesem - ich nenns mal - traditionellen kulturellen Verständnis - einhergehen und in uns Frauen selbst dann noch oft zuschlagen, wenn wir gar nicht in solchen traditionellen Lebensverhältnissen sind:


    Dein Beruf diente lebenslang nur der Selbstverwirklichung (so seine Anschauungsweise)
    Deine Reaktionen dienen dazu, ihn zu beschwichtigen
    Als Reaktion auf sein Unvermögen hinterfragst du dich erstmal ganz stark
    Du fühlst dich verpflichtet, einem Menschen eine Chance geben zu müssen, der dich herabwürdigt und schlecht behandelt.


    Wenigstens funktionieren Deine Reflexe, dich zu schützen, anscheinend genauso gut. Du bist erstmal in Sicherheit, kannst Wunden lecken, und du hast anscheinend ein freundliches Umfeld, das dir gut tut. Fokusiere dich erst mal da drauf. Und schau nicht mehr auf ihn.
    Um konstruktiv zurückblicken zu können, also dass es der eigenen Entwicklung dient, dazu braucht es oft erstmal Abstand und Ruhe. Nimm dir die Zeit, die du dafür brauchst.

    Dein Mann läuft völlig aus dem Ruder, vielleicht midlife-crises, oder sonst was. Das ist vielleicht auch ein Generationending, solche erfolgreichen Hengste mussten sich nie selbst hinterfragen, hatten schon alleine aufgrund ihres Geschlechts einen Respektbonus und einen Vorfahrtschein fürs Karrieretreppchen.

    Jetzt ist er ein alternder Gaul in einer Zeit, in dem dieses männliche Selbstverständnis starke Risse bekommen hat, und dann offenbart sich vielleicht, dass es da sonst eben auch nichts gibt, was die Persönlichkeit ausmachen würde. Mir gefällt das Bild von Mary mit dem Satelliten da recht gut.

    Das ist sein Päckchen. Du warst immer in diverse Lebensbereiche eingebunden und hast dadurch Stabilität in deinem Leben und Fähigkeiten, die dir helfen, dich an neue Zeiten und Umstände anzupassen. Du kannst dir selbst vertrauen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
    Geändert von Amelie63 (30.11.2019 um 10:09 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Ich denke, wir können davon ausgehen, dass der Mann auch viele gute Seiten hat und die TE schöne Erinnerungen an die gemeinsame lange Zeit.
    Aber das, was sie im EP beschreibt, ist eben das, was sie jetzt umtreibt und was sie dazu bringt, über einen Neuanfang ohne ihren Mann nachzudenken.
    Das denke ich auch. Nur warum kommen diese guten Seiten so überhaupt nicht zur Sprache?

    Ich denke, wenn man nur das Negative hervorhebt und das Positive überhaupt nicht mehr sieht, geht's doch eigentlich gar nicht mehr um eine Entscheidung. Die ist doch in diesem Moment längst gefallen und es geht nur noch darum, diese vor sich selbst und vor Anderen zu rechtfertigen.

  9. Avatar von Amelie63
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Ich denke, wenn man nur das Negative hervorhebt und das Positive überhaupt nicht mehr sieht, geht's doch eigentlich gar nicht mehr um eine Entscheidung. Die ist doch in diesem Moment längst gefallen und es geht nur noch darum, diese vor sich selbst und vor Anderen zu rechtfertigen.
    oder es geht einfach darum, für sich Klarheit zu gewinnen, weil der gesunde Selbsterhaltungstrieb eigentlich schon viel weiter ist und Entscheidungen umgesetzt hat, die der Kopf, bzw. unsere Sozialisierung noch nicht so richtig begriffen (ist was anderes als verstanden) hat.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  10. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: 30 Jahre zusammen: Trennung ?! Eine Versuch der Ursachenforschung

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Das denke ich auch. Nur warum kommen diese guten Seiten so überhaupt nicht zur Sprache?

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    oder es geht einfach darum, für sich Klarheit zu gewinnen, weil der gesunde Selbsterhaltungstrieb eigentlich schon viel weiter ist und Entscheidungen umgesetzt hat, die der Kopf, bzw. unsere Sozialisierung noch nicht so richtig begriffen (ist was anderes als verstanden) hat.
    Sehe ich auch so. Auch wenn es in der Vergangenheit gute, schöne, außergewöhnliche Momente und Zeiten gegeben hat - das wiegt keineswegs auf, dass Katzen-Mi abwertend und respektlos behandelt wurde und wird.

    Katzen-Mi, du wolltes Abstand, um für dich Klarheit zu schaffen. Dein Mann hat jetzt "Nägel mit Köpfen" gemacht und die Trennung ausgesprochen. Seine Entscheidung, die du nun akzeptieren musst. Ich ganz persönlich bin auch der Meinung, dass er dir damit einen großen Gefallen getan hat. Du hast jetzt die Möglichkeit, dich wirklich selbst zu entfalten. Eine Chance hattest du ihm vor 9 Jahren gegeben - die hat er nicht wirklich genutzt, bzw. er hat aus damals nicht wirklich etwas gelernt und etwas verändert. Das zeigt sich allein daran, dass er sein altes Verhalten wieder einsetzt, wenn er befürchtet, dass du "zu" selbständig und unabhängig von ihm wirst.

    Damals hat es nach seinen Wünschen geklappt, wahrscheinlich ging er davon aus (sicher nicht bewusst und berechnend, das unterstelle ich ihm nicht), dass es diesmal wieder klappen wird und du dich nach ihm ausrichtest. War nicht so, also muss er stärkere Geschütze auffahren.

    Lass ihn ziehen, hinterfrage dich nicht, du bist richtig so, wie du bist. Eure Zeit ist rum - das ist traurig, darüber darfst und sollst du trauern um dann erhobenen Hauptes nach neuen Abenteuern und Herausforderungen zu suchen.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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