Hallo ihr Lieben,
Gern würde ich mal eure Meinung dazu hören, wie ich mich klug verhalten könnte.
Zuerst ein paar Eckdaten:
Wir sind seit mehreren Jahren getrennt, ich verdiene ganz gut mit einer Teizeitstelle, mein Ex ist Spitzenverdiener und verdient ein Vielfaches. Der Umgang findet regelmäßig und vernünftig statt und Absprachen funktionieren gut. Das Kind lebt in meinem Haushalt. Ich betreue es ganz überwiegend, er sieht sie nur am WE.
Nun zum eigentlichen Thema, er bezahlt seinem Kind an KU den Höchstsatz nach Düsseldorfer Tabelle, ich bestreite damit einen Teil der laufenden Kosten und spare davon etwa auch 25-30%, auf einem Konto für die Tochter. Ich arbeite aufgrund der Betreuung unserer Tochter Teilzeit (75%+Bereitschaftsdienste) und habe durch die Betreuung eben auch deutliche Gehaltseinbußen, mache das aber gern und würde ihm das auch nicht anrechnen.
Nun ist er der Meinung, dass er zu viel bezahlen würde und ich mich an dem KU bereichern würde. Er würde gern den ganzen KU anlegen und ich solle doch alles für das Kind aus meinem Teilzeitgehalt bestreiten. Ich finde das ehrlich gesagt nicht fair, weil eben durch den KU uns ein leichteres Leben ermöglicht wird. Und für ihn (im Verhältnis zu seinem Einkommen) ist der KU das, was für mich eine Monatskarte ist.
Er möchte jetzt eine Aufstellung davon, wie ich den KU verwende, damit er eine Vorstellung davon hat.
Zu mir: ich bin wirklich gar nicht materialistisch, ich kaufe für mich gebrauchte Kleidung, ich gebe eigentlich nur Geld fürs Wohnen, Freizeit mit meiner Tochter (Sportverein, Schwimmen, Museum, was auch immer) und für Lebensmittel aus, ich habe kein Auto und fahre nicht in den Urlaub.
Was würdet ihr machen? Eine Aufstellung machen? Den Konflikt eingehen? Das Problem ist allerdings, dass er sich aufgrund seiner persönlichen Geschichte immer sehr ungerecht behandelt fühlt, das weiß er selbst auch und ich davon überzeugt bin, dass das Problem auf der emotionalen und nicht auf der finanziellen Ebene liegt und meine Verstand sagt mir, dass das dann auch nur da zu lösen ist.
Vielen lieben Dank fürs Lesen!
Antworten
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26.11.2019, 11:59
Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
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26.11.2019, 12:05Inaktiver User
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Hallo, ich sag es mal ganz deutlich : es geht ihn einen feuchten an...
Eine Aufstellung?
Das ist schon mehr als dreist.
Erzähl das mal dem Jugendamt, die lachen sich tot..
Es spielt überhaupt keine Rolle wofür du den Unterhalt einsetzt, und es geht ihn absolut nichts an.
Du bist ihm keinerlei Rechenschaft schuldig.
Wenn er Schwierigkeiten macht richte beim Jugendamt eine Beistandschaft ein.
Die kümmern sich dann um alles.
Und, ganz wichtig, runter von der emotionalen Ebene.
Mach das nicht zu deinem Problem.
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26.11.2019, 12:08
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Pucki1 hat vollkommen Recht.
Ich würde auf dieses Ansinnen nicht reagieren.
Nahezu alle unterhaltspflichtigen Väter gehen davon aus, dass sich die Mutter durch den Kindesunterhalt ein feines Leben macht. Nur die Düsseldorfer Tabelle, das Jugendamt und die Familiengerichte sehen das komplett anders.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.11.2019, 12:08
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Nichts von alledem. Und es ist auch nicht an dir, sein emotionales Problem zu lösen. Ist schließlich seines.
Der Unterhalt dient den laufenden Kosten für das Kind - ob du nun davon einen Teil investierst (z.B. für unerwartete Ausgaben für das Kind), geht ihn mit Verlauf einen sich neigenden Reisbeutel an.Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.
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26.11.2019, 12:09
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Überhaupt nicht darauf einlassen! Aufstellung - also ehrlich.
Der Kindesunterhalt, den er zu zahlen hat richtet sich nach seinem Einkommen und nicht nach deinem.
Wurde das gerichtlich so festgesetzt?,- gibt es einen Titel Oder zahlt er auf freiwilliger Basis?
Fange bloß nicht an, dich für irgendwas zu rechtfertigen. Der Unterhalt steht dir und dem Kind zu.
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26.11.2019, 12:11Inaktiver User
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Hallo,
er darf den Kindesunterhalt nicht anlegen
Der KU gehört dem Kind zum Leben.
Einen Teufel würde ich tun und ihm eine Aufstellung über meine Lebenskosten geben.
Eher eine Aufstellung der Betreuungskosten für das gemeinsame Kind, welche du selbst leistest.
Man braucht da gar nicht in den Konflikt gehen, weil der Gesetzgeber dafür die Düsseldorfer Tabelle hat.
Da steht wie viel er zu zahlen hat.....
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26.11.2019, 12:12Inaktiver User
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Er hat keinerlei Rechte, eine Aufstellung über die Verwendung des KU zu verlangen.
Was er zu zahlen hat(=Zahlbetrag) kann man hier errechnen:
UNTERHALTSRECHNER 2019 | 2020 *** Kindesunterhalt kostenlos berechnen
Die Düsseldorfer Tabelle alleine ist nur die Basis dafür.
Dein Gehalt spielt keine Rolle.
Anlegen darf er es auch nicht, weil es dem Kind zum Unterhalt der Lebensbedürfnisse gezahlt wird.
Wie alt ist das Kind denn?
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26.11.2019, 12:15Inaktiver User
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Genau für solche Konflikte gibt es die Beistandschaft.
Dann läuft alles übers Jugendamt.
Auch sein Einkommen wird dann jährlich geprüft und gegebenenfalls angepasst.
Ist kein Muss, aber das solltest Du im Hinterkopf behalten wenn er weiter Druck auf Dich ausübt.
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26.11.2019, 12:18Inaktiver User
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Nö, ich würde ihm auch keine Aufstellung machen.
Der geschuldete Unterhalt ist auf Grund seines Einkommens errechnet worden und fertig.
Wenn er immer schon ein Problem hat zu kurz zu kommen soll er sich in professionelle Hände dafür begeben.
Da wär ich pers. misstrauisch. Liegt aber an meinem Ex. Dem konnte ich da nicht trauen. Das Geld das der anlegte haben meine Kinder nie wieder gesehen.Er würde gern den ganzen KU anlegen ......
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26.11.2019, 12:23Inaktiver User
AW: Kindsvater stellt Unterhalt in Frage
Der KU ist für den laufenden(!) Unterhalt der Tochter. Monatlich.
Wie das verwendet wird (Aufstellung) geht ihn gar nichts an. Ein unverschämtes, dreistes Ansinnen, von dir da eine Aufstellung zu verlangen.
Keinesfalls machen.
Wenn er für sie was anlegen will, soll er das von seinen sonstigen Einkünften machen. Monatlichen Unterhalt der Tochter komplett anzulegen, läuft dem Sinn des Kindsunterhalts ad absurdum.


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