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  1. Avatar von Avocado_Diaboli
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    Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Trennungen ereignen sich oft wegen Kleinigkeiten.
    Die 100ste offene Zahnpasta-Tube. Der vergessene Geburtstag. Irgendeine Nachlässigkeit. Es sind oft gar nicht die großen Dinge wie Betrug o.ä., die eine Beziehung kippen lassen, sondern ein einziger Moment besonderer Klarheit, in dem es einem wie Schuppen von den Augen fällt: Das will ich nicht mehr!

    Was war bei euch dieser Moment?

    Dies interessiert mich vor allem für langjährige Beziehungen, in denen man doch schon das eine oder andere geschluckt hat, aber genau in dieser einen Sekunde läuft das Fass über.
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  2. gesperrt
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    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Als mir meine Freundin die Pistole auf die Brust setzte "Entweder du änderst das das das das das das das das das das das oder ich mache Schluss!"
    "Dann mach schluss"
    "Du SCHWEIN DU HAST MICH NIE GELIEBT!"

  3. Avatar von Meagan
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    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Ich glaube, so einen Strang gab es schon. Es gibt Millionen Gründe, jeder hat einen anderen. Warum willst du das wissen? Stehst du kurz davor?
    Gruss
    Meagan

  4. Avatar von Sintonia
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    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Bei der Trennung vom Vater meines Sohnes war das ein langer Prozess ohne besonderen Moment. Nach einem ausführlichen Gespräch über meine Unzufriedenheiten (er war nicht unzufrieden) habe ich dem Ganzen noch eine Chance gegeben. Erst als ich merkte, dass sich nichts tut, bin ich dann gegangen.

    Ein besonderer Knall-Moment bei meiner zweiten Langzeitbeziehung war die Zubereitung einer Speise.

    Als ich mit dem Mann noch nicht zusammen wohnte, fand er alles an mir toll: meine Selbständigkeit in den alltäglichen Dingen des Lebens, meinen Erziehungsstil, meinen Kleidungsstil, mein Auftreten, meinen Musikgeschmack, die Auswahl der Sprache in unseren bilingualen Freundschaften usw.

    Kaum lebten wir zusammen, wollte er alles kontrollieren. Er hätte am liebsten alle Ausgaben selber bestimmt. Meinen Kleidungsstil wollte er ändern. Ich sollte nur noch eine der beiden Sprachen mit unseren Freunden sprechen (seine, aber nicht meine Muttersprache). Diese Änderungsanordnungen kamen schleichend. Immer peu a peu was.
    An einem Freitag bereitete ich eine Speise vor. Etwas, was ich schon 1000 mal gemacht hatte, und immer Begeisterung bei allen Essern ausgelöst hatte. Und auch da meckerte er plötzlich los, dass ich es wohl nicht richtig mache.
    Und da bin ich ausgetickt. Das Fass war übergelaufen. Ich habe stantepede alles in den Müll gekippt.

    Am Samstag mir die Zeitung geholt und am Nachmittag Wohnungen besichtigt. Die Woche drauf habe ich den Vertrag unterschrieben und innerhalb von 2 Wochen war ich mit meinem Sohn ausgezogen. Ich habe es nicht einen Moment bereut.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf


  5. Registriert seit
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    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Für meinen Mann war es eine Beleidigung, die ich ihm in höchster Not entgegen geschleudert habe. Meine Intention war, die Dinge mal richtig auf den Tisch zu bringen, aber die Eskalation war zu heftig. Manchmal reichen wenige Worte, die unter die Gürtellinie gehen. Ich habe um Verzeihung gebeten, aber es war nicht mehr zu kitten.

  6. Inaktiver User

    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Trennungen ereignen sich oft wegen Kleinigkeiten.

    ...

    Dies interessiert mich vor allem für langjährige Beziehungen, in denen man doch schon das eine oder andere geschluckt hat, aber genau in dieser einen Sekunde läuft das Fass über.
    Das kenne ich so von keiner meiner Trennungen.

  7. Avatar von Avocado_Diaboli
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    2.254

    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Zitat Zitat von Meagan Beitrag anzeigen
    Ich glaube, so einen Strang gab es schon. Es gibt Millionen Gründe, jeder hat einen anderen. Warum willst du das wissen? Stehst du kurz davor?
    Es interessiert mich grundsätzlich, weil dieser Anlass in tragisch-komischer Weise oft in keinem Verhältnis zu einem "echten" Grund steht - wie z.B. die bemäkelte Speise-Zubereitung von Sintonia. Es ist oft verblüffend, was bei dem einem zum Knall führt und beim anderen nicht.

    Wenn man eine ehrliche Antwort auf die Frage gibt, warum man sich getrennt hat, müsste man eigentlich sagen: "Er fand, in die Soße gehört kein Koriander."
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud

  8. Avatar von brighid
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    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    ich kann dir auf deine frage keine konkrete antwort geben. irgendwann wusste ich: ich will hier raus. und dann ging es nur noch um das: wie?

    die summe hats gemacht.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  9. Avatar von overknee
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    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Hochzeit unseres Sohnes. Ich tanze hgern, mein Ex nicht. Ich habe also viel getanzt (wir sind niemals tanzen gegangen).
    Um 23.30 Uhr hat er mich rausgerufen und gesagt, er will sofort ins Hotelzimmer und ich soll mit. Wenn ich nicht aufs Zimmer mitkomme, fährt er sofort nach Hause (250 km).
    Ich habe versucht ihn umzustimmen (nein, die Musik ist zu laut, nein, er will sich nicht mit der Familie unterhalten), ich musste mit hoch und lag dann heulend im Bett, während unten die Party bis 4.00 Uhr ging.
    Das war das Ende meiner Gefühle. Eine lange Kette, aber das war der berühmte Tropfen, der mich bewogen hat, nach 33 Jahren zu gehen.

  10. Inaktiver User

    AW: Was war bei euch der "Aha"-Moment für eine Trennung nach langjähriger Beziehung?

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Wenn man eine ehrliche Antwort auf die Frage gibt, warum man sich getrennt hat, müsste man eigentlich sagen: "Er fand, in die Soße gehört kein Koriander."
    Kann so einiges zur Metapher werden und ja, es ist mir allemal lieber, jemand sagt mir: "Koriander hat in der Soße nix zu suchen", als mir haarklein, en detail zu berichten, warum, wieso, weshalb nun die Trennung …. gähn und oft habe ich dabei schon Fremdscham empfunden. Nee, brauch ich nicht mehr.

    Bei mir war es eine Reise nach Paris, die ich unbedingt machen wollte und mein K. sollte mitkommen, drehte sich dann aber demonstrativ in diesem Drehstuhl im Reisebüro weg und meinte nur lapidar: "Och Amboise … Du weißt doch, ich bin kein Pflasterläufer."

    Das als I-Tupf hat gereicht, dieser inzwischen zur Schmonzette verkommenen "Beziehung" ein Ende zu machen. Jedoch: Anständig, ohne ein böses Wort, sondern die Tatsachen benannt und dann war es überstanden.

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