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  1. Registriert seit
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    Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzogen.

    Hallo ihr Lieben,

    kann mir bitte jemand weiterhelfen?

    Zwischen Trennungszeitpunkt und dem Stichtag Scheidung hat mein Ex ohne meine Zustimmung >50% des Vermögenswertes eines ODER-Gemeinschafts-Aktiendepots an sein Einzeldepot überwiesen.
    Die Einreichung der Scheidung durch meinen Ex erfolgte zu einem Zeitpunkt sehr niedriger Aktienwerte, wodurch er das gemeinsame Endvermögen um Zigtausende erniedrigt hat.

    Meine Anwalt sagt, man hat keine Chance, das sei eben so. Er hätte ja auch für dieses Geld teure Urläube machen können un dman könne nichts machen.

    Ich hab irgendwo gelesen, dass er nicht mehr als die 50% von ODER-Girokonten hätte entwenden dürfen. Gilt das auch für ODER-Aktiendepots? Komme ich außer über den moralischen Apsekt irgendwie doch noch wenigstens an das über 50% durch ihn entwendete Geld?

    Herzliche Grüße
    Entisa

  2. Avatar von Vienna__
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Hallo Entisa,

    vertraust Du Deinem Anwalt nicht, was er sagt? Wenn dem so ist, würde ich schnellstmöglich wechseln. Ich sehe dies als das Wichtigste an, dass man seinem RA vertraut. Es ist also naheliegend, hier schnellstmöglich eine anderweitige fachkundige Meinung eines Fachanwalts einzuholen und ggf. dann das Mandat ggü. dem jetzigen RA zu kündigen.

  3. Avatar von Sneek
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Ich hab keine persönlichen Erfahrungen mit sowas, aber warum führt man trotz Trennung weiterhin ein gemeinsames Depot?


  4. Registriert seit
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Hallo Vienna,

    nd erst hat mein Ex die Vermögensaufstellung verschleppt und jetzt hab ich den Eindruck, mein RA kommt nicht ausm Knick. Es ist leider so: sobald die DInge komplizierter werden, fühle ich mich nicht gut beraten. Ich hab auch schon über Wechsel des Anwalts nachgedacht. Hoffentlich findet sich dazu ein Strang. Das Gericht wollte den Scheidungstermin aber schon terminieren, was passiert, wenn ich so spät den Anwalt nochmal wechsle?


    Beste Grüße
    Entisa
    W

  5. Avatar von Vienna__
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Zitat Zitat von Entisa Beitrag anzeigen
    Das Gericht wollte den Scheidungstermin aber schon terminieren, was passiert, wenn ich so spät den Anwalt nochmal wechsle?


    Da passiert gar nichts - außer dass der Termin verlegt wird auf Antrag des neuen RA - sowas geht selbstredend auch immer durch mit Begründung Anwaltswechsel. Aber wenn möglich, bitte nicht erst 2 Tage vor Termin neuen RA suchen. Das "nervt" natürlich auch die Richter - selbstredend, wenn Verlegungsantrag ein Tag vor T.z.mdl.V. kommt. Suche Dir bitte umgehend Rat bei einem neuen RA Deines Vertrauens. Es macht überhaupt keinen Sinn, in eine Scheidungsverhandlung zu gehen, wenn Du Deinem RA nicht traust! Übrigens mögen dies auch RAe nicht, dass Mdt. ihnen nicht vertrauen.

    Das "Misstrauensverhältnis" ist die Hauptursache eine Mandatskündiung - und zwar beiderseitig! Auch der RA kann das Mandat kündigen. Das sollte man nicht vergessen. Ein RA ist nämlich dazu verpflichtet, das Mandat zu kündigen, wenn das Mandatsverhältnis aus seiner Sicht "zerrüttet" ist. Das Ganze ist nämlich aus seiner Sicht hauptsächlich auch eine Haftungsfrage, wenn auch nicht nur.
    Geändert von Vienna__ (21.07.2019 um 19:03 Uhr)

  6. Avatar von Nocturna
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Zitat Zitat von Entisa Beitrag anzeigen
    Ich hab irgendwo gelesen, dass er nicht mehr als die 50% von ODER-Girokonten hätte entwenden dürfen. Gilt das auch für ODER-Aktiendepots? Komme ich außer über den moralischen Apsekt irgendwie doch noch wenigstens an das über 50% durch ihn entwendete Geld?
    Wem gehören denn die Wertpapiere? Eine Befugnis über das gemeinsame Konto heißt noch lange nicht, dass die Wertpapiere jedem zur Hälfte gehören. Eine Gesamtgläubigerschaft bei Aktien gibt es nicht. Habt ihr auf euer gemeinsames Depot auch gemeinsam eingezahlt oder vielleicht nur dein Mann? Sind nur seine Ersparnisse draufgeflossen oder auch deine und zu welchen Anteilen?
    Zitat Zitat von Entisa Beitrag anzeigen
    Die Einreichung der Scheidung durch meinen Ex erfolgte zu einem Zeitpunkt sehr niedriger Aktienwerte, wodurch er das gemeinsame Endvermögen um Zigtausende erniedrigt hat.
    Wenn das gemeinsame Endvermögen niedrig ist, spielt es doch keine Rolle? Und die Börse ist doch schon längst wieder gestiegen. Demnach dürfte deine Hälfte, ebenso wie die deines Ex doch längst wieder den alten Wert haben? Ich habe die Frage noch nicht ganz verstanden.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  7. Avatar von Sneek
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Wenn die Wertpapiere zum Zugewinn gehören, ist doch eigentlich auch egal, in welchem Depot sie liegen.

  8. Avatar von Nocturna
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Der Zugewinn wird für jeden Ehepartner getrennt berechnet. Falls dem Ehepartner im gemeinsamen Depot mehr Aktien gehören wird ihm auch nach Zugewinnausgleich ein größerer Anteil davon nach der Scheidung gehören.

    Die Gretchenfrage lautet: wer hat die Aktien von welchem Geld gekauft? Da kann man sich durchaus streiten und dieses Problem hat scheinbar die TE.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  9. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Zwischen Trennung und Stichtag Scheidung >50% von Gemeinschafts-Aktiendepot entzo

    Ich sehe das wie Nocturna, Entisa.
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