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    Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Hallo,

    schon eine Weile lese ich hier mit und muss mir einfach alles von der Seele schreiben. Ich bin langsam echt verzweifelt, weil ich einfach auf keinen Punkt komme.

    Ich bin 34, seit 15 Jahren mit 2 Unterberechungen mit meinem Lebensgefährten zusammen und wir haben 2 Kinder, 7 und 14.

    Die ersten 13 Jahre war es einfach nur schlimm, deshalb auch 2 Trennungen, erste 2008, zweite dann 2017. Ich habe viel mitgemacht mit ihm, weil er anstatt sich um seine Familie zu kümmern, ständig in Kneipen war, 5 Tage die Woche kam er betrunken nach Hause und wenn mal nicht lag er nur im Bett rum. Er hat sich nie in die Familie eingebracht, war mir nie ein liebevoller unterstützender Partner. Klar gab es zwischendurch gute Tage, auch Urlaube, aber nie eine Zeit, die durchgehend lange gut war mit ihm. Trennen konnte ich mich trotzdem schwer, hab es dann aber aus einer Situation heraus geschafft und dachte eigentlich, nochmal mit ihm nicht. Ausgezogen ist trotz der Trennung niemand von uns.

    Ich habe riesen Verlustängste, Angst vor Veränderung und konnte es nie, auch wegen ihm nicht, da er viele finanzielle Probleme hat. 2007 hat er sich selbstständig gemacht und seit dem nur Schulden, mittlerweile Insolvent, Gewerbe entzogen, er macht trotzdem weiter, jemand anderes hat sein Gewerbe, was er mir schon die ganzen Jahre aufdrängeln wollte. Ein 2. Verfahren wegen Steuerhinterziehung steht noch aus. Er will einfach weiter machen egal wie.

    Jedenfalls war es dann so im September 2018 hat er sich in einem anderen Bundesland, wo wir ein Wochenendgrundstück hatten, eine Wohnung gemietet und auch einen Job im Hotel angenommen, den er neben seiner Selbstständigkeit dort ausübt. Ich weiß nicht was mit mir los war, ich wusste ich liebe ihn nicht mehr und das schon seit Jahren aber als ich davon erführ, ging alles mit mir durch, ich war enttäuscht, verletzt, dachte jetzt ist er weg, kümmert sich nicht mehr um die Kinder. Ich wusste aber, wäre das so nicht gekommen, ich hätte mich nicht nochmal verliebt.

    Dadurch, dass ich mich so emotional geöffnet habe, kamen wir uns auch wieder näher und schwups waren wir wieder zusammen, so kanll auf Fall, obwohl ich da schon dachte, ob ich das überhaut will und ich hatte doch ganz andere Ziele, neue schöne Wohnung mit den Kindern, schön eingerichtet, wie ich es schon immer wollte. Dafür habe ich mein Geld gespart seitdem ich 2016 meinen Job anfing indem ich auch sehr gut verdiene. Ich wollte nur ein ruihges Leben mit den Kindern, ohne Sorgen.

    Das Trinken hat er seit einem Jahr gelassen, ja ab und zu mal was, aber nie wieder so wie früher. Ich war auf der einen Seite so glücklich über unser Zusammenfinden nach all der Zeit, empfand das Gefühl als besonders, auf der anderen Seite unglücklich, dass er nur an den Wochenenden da war, ungeliebt habe ich mich auch wieder gefühlt, so wie die Jahre davor, denn für ihn war ich wieder selbstverständlich, ich habe vollgas gegeben und er sich zurück gelehnt und sich keine Mühe gegeben, es drehte sich alles um seine Arbeit aus der selbstständigkeit, die er nun dort und bei uns Zuhause ausübte, was mich sehr störte, überall die Kartons, Chaos.

    Aber ja ich war verliebt, habe drüber hinweg gesehen. Wir hatten so schöne Momente an die ich die ganze Zeit denke.

    Irgendwann habe ich aber auch gemert, dass wir nur oberflächliche Gespräche führten, dass uns soviel gar nicht verbindet. Klar habe ich auch oft gesagt, mir fehlt die anfängliche Leidenschaft, da hab ich wirklich gemerkt, er hat mich auch vermisst, ich habe ihm gesagt, alles ist wie früher, immer mache ich, komme an suche Nähe, aber er sagt immer nur ach quatsch. Also ich fühlte mich mit meinen Gefühlen nie richtig ernst genommen, so wie auch schon früher nicht.

    Bei der Beziehung ständig als ob ich um Liebe und Aufmerksamkeit kämpfen müsste, er macht sein Ding und erwartet, ich toleriere alles, finde alles was er macht gut und warte Zuahse sehnsüchtig mit einem Lächeln auf ihn. Die Beziehung war schon vor vielen Jahren kaputt und vor ein passr Moanten war es so, als wäre mir die rosa Brille abgefallen, ich habe ihm die Verletzungen aus der Vergangenheit nie verziehen und er hat auch nie eingesehen, warum es damals richtig war, sich zu trennen. Selbst da hat er noch erwartet, dass ich wieder auf ihn zukomme, nach all dem wie er zu mir war, ich habe mich bei ihm nur klein gefühlt, Angst emfpunden, weil er auch oft Stress machte, wenn er trank.

    Plötzlich waren meine Gefühle weg. Ich kann seine Nähe nicht mehr annehmen, ich vermisse ihn nicht mehr, ich bin froh, wenn er nicht Zuhause ist.

    Ich weine um meine verlorenden Gefühle.

    Erst wollte ich es nicht wahrhaben, habe es auf meine unzufriedenheit geschoben, dass ich nun immer noch da sitze, in der selben Wohnung und die alten Möbel, ich wollte doch umziehen, dien Kindern ein schönes Kinderzimmer machen, der jüngere hat immer noch keins, schläft bei uns im Bett.

    So habe ich eine Wohnung gesucht, gefunden, genauso wie ich sie wollte. Dann bekam ich wieder riesen Panik, wenn ich dran dachte, mich zu trennen und auszuziehen also habe ich ihm gesagt, WIR ziehen um und dann bin ich bestimmt wieder zufriedener und kann wieder mehr auf ihn zugehen.

    Ich habe es wirklich versuch, meine Gefühle umzulenken, mich wieder fallen lassen zu können aber ich schaffe es nicht mehr.

    Ich könnte nur weinen, ich komme aus meinem Gedankenkarussel nicht mehr raus, kann mich bei der Arbeit nicht konzentrieren, habe kaum Freude an etwas, könnte morgens im Bett liegen bleiben um diese traurifge Stimmung nicht mehr zu haben.

    Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr, was ich will warum es mich so traurig macht, der Gedanke an einer Trennung, weil es doch eigentlich so schön war unser Zusammenfinden.

    Aber ich fühle mich unwohl in der Beziehung, sehe keine perspektive, habe immer das Gefühl, ich lebe sein Leben mit, welches ich mir so nie vorgestellt hatte. Seine ständigen Probleme aus der Selbstständigkeit, seine immer wiederkehrenden Strafen, weil er ohne Führerschein fährt, diese wurde ihm schon vor vielen Jahren wegen Trunkenheit am Steuer abgenommen aber er ist trotzem weiter gefahen und tut es immer noch. Durch meine Verliebtheit war ich so blöd und habe das Auto auf mich gemeldet, aber er fährt damit. Ich habe Angst, ich würde Dinge tun,die ich noch mehr bereueh, zum Beispiel, wenn er wieder in Berlin arbeiten will, für ihn einen Laden mieten, wenn der andere das Gewerbe nicht mehr will, dass er mich wieder überreden will.

    Sein Traum wäre, wir machen das zusammen. Er repariert, ich bin für den Papierkram zuständig. Am besten irgendwo in nem Häußchen aufm Land, dami tich auch bloß nicht davon laufen kann. Ich bin ein Stadtmensch und werde es auch bleiben.

    Wir sind irgendwie grundverschieden und mir kamen auch Gedanken, wie es mal ist, wenn die Kinder große sind, was wir eigentlich zusammen haben und uns verbindet. Ich sehe da nicht viel. Er lebt sein Leben wie er es will, kennt keine Gesetze und zieht andere Menschen da rein, damit er alles so machen kann wie er will. Er denkt auch nach 12 Jahren noch, irgendwann wird er noch mit seiner Selbstständigkeit reich.

    Trotzdem bin ich unhemlich traurig, ich wünschte ich könnte ihn wieder so lieben, dann würde ich über alles hinweg sehen. Dann wäre alles einfacher und ich müsste nicht an Trennung denken.

    Durch diese Traurigkeit weiß ich nicht mehr, ob die Gefühle noch irgendwo verschüttet sind und ich durch meine negativen Gedanken zu blockiert bin oder ob da wirklich keine Liebe mehr ist.

    Ich habe so Angst, dass er mir dann doch fehlt, wenn ich alleine umziehe, der Alltag kehrt ein, dass ich dann wieder merke ich liebe ihn doch. Ich muss noch sagen, ich kenne das gar nicht, alleine leben, das hatte ich noch nie.

    Ich weiß nicht mehr, wie ich das rausfinden soll. Ich denke an alles und jeden und male mir jedes Szenario aus, bevor ich eine Entscheidung treffe. Ich fühle mich so kraftlos.

    Ich habe ihm auch gesagt, dass ich unglücklich bin, dass ich keine Sehnsucht verspüre und selbst nicht weiß. was dazu geführt hat. Denn das frage ich mich die ganze Zeit, warum gingen die Gefühle so plötzlich. Ich denke immer, wenn ich so traurig darüber bin, muss doch da noch was sein :-(

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    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Es ist alles etwas durcheinander, ich bin es selbst. Könnte eigentlich noch so viel schreiben, wie die Beziehung von Anfang an war, aber da würde ich morgen noch schreiben. Habe im August einen Termin zur psychologischen Beratung, denn ich habe viel mit Verlustangst zu tun und will natürlich auch rausfinden, was mit mir los ist. Ich kann ja jetzt nicht mehr alles auf die alte Beziehung schieben, er hat sich doch geändert, trinkt nicht mehr, unternimmt auch mit uns zusammen was. Habe ich mir die Beziehung durch meine negativen Gedanken vielleicht selbst schlecht geredet?
    Einen anderen Mann gibt es übrigens nicht. Aber mir fehlt meine Zufriedenheit, die ich im letzten Jahr hatte, ich war viel entspannter auch mit den Kindern und konnte mein selbstbestimmtes Leben leben, auch, wenn er trotzdem noch an den Wochenenden da war, aber ich habe mich gut gefühlt. Aber als wir wieder zusammen waren hab ich mich doch auch irgendwie gut gefühlt und es als so besonders empfunden. Wie kann das plötzlich weg sein:-( ich weiß wann es anfing, dass ich plötzlich gezweifelt habe aber vielleicht war das mein Fehler, dass ich mich dann so zurück gezogen habe und jetzt nicht mehr zurück finde

  3. Inaktiver User

    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Wenn die Gefühle nicht mehr da sind und/oder die Liebe weg ist, kann man nichts machen
    Eine Beratung und anzunehmen, ist sicher eine sehr gute Idee und ein Anfang, um klarer zu sehen.

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    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    So vom Innerem her weiß ich das ja auch, die Gefühle kann man nicht beeinflussen.
    Wahrscheinlich suche ich ständig nach dem genauem Grund und komme daher nicht mehr aus meinem Karussell raus. Denn er wird auch fragen, warum und ich kann es nicht erklären. Für ihn kommt nur in Frage, ich häte jemand anderen oder so und er sagte er hat mir doch nichts getan.
    Ich dachte nur, da es im Februar noch anders aussah mit meinen Gefühlen und ja noch nicht lange her ist, könnte ich da wieder anknüpfen, Nähe aufbauen aber jedesmal, wenn er dann wieder Zuhause isz und ich weiß. er hofft jedesmal, weiß ich, ich kann nicht und ich weiß, selbst wenn, früher oder später würde ich wieder an diesem Punkt stehen. Ich habe so einen innerlichen Druck.

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    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Das hoffe ich auch mit der Beratung, meine Ängste und blockieren muss ja viel tiefer sitzen.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Es bringt nichts, den Grund raus finden zu wollen, denke ich.
    Es sind viele Dinge bei Euch passiert und oft machen Enttäuschungen und viele Probleme auch irgendwann die Gefühle kaputt. Manchmal ist auch einfach so.
    Und natürlich darf man auch traurig sein darüber

  7. Inaktiver User

    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Zitat Zitat von Maus2019 Beitrag anzeigen
    Die ersten 13 Jahre war es einfach nur schlimm, deshalb auch 2 Trennungen, erste 2008, zweite dann 2017. Ich habe viel mitgemacht mit ihm, weil er anstatt sich um seine Familie zu kümmern, ständig in Kneipen war, 5 Tage die Woche kam er betrunken nach Hause und wenn mal nicht lag er nur im Bett rum. Er hat sich nie in die Familie eingebracht, war mir nie ein liebevoller unterstützender Partner.
    Zitat Zitat von Maus2019 Beitrag anzeigen
    Trotzdem bin ich unhemlich traurig, ich wünschte ich könnte ihn wieder so lieben, dann würde ich über alles hinweg sehen. Dann wäre alles einfacher und ich müsste nicht an Trennung denken.
    Mich wundert, dass du überhaupt so lange über die schlimmen Jahre hinwegsehen konntest.

    Einfacher ist es im Endeffekt wahrscheinlich für dich, wenn du getrennt bist. Warum tust du dir das all die Jahre an? Aus Angst, alleine zu sein? Echt? Du verschwendest ganz viel wertvolle Zeit.

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    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Danke für eure Meinungen.

    Ja, warum habe ich mir das all die Jahre angetan...?
    Ganz viel Angst spielte da rein, Angst vor ihm, damals hat er oft Stress gemacht, wenn er getrunken hatte, keine körperliche Gewalt aber seelische dafür umso mehr
    Ja dann früher, als ich arbeitslos war,die Angst es finanziell nicht zu schaffen, Angst, dass die Kinder dann traurig sind, wenn er sich nicht kümmern sollte, viel Angst vor dem Alleinsein, wobei ich ja die meiste Zeit allein war und auch jetzt noch bin, mich aber wohl fühle. Ich verstehe mich ja selbst kaum noch.
    Ja jetzt hab ich auch Angst vor seiner Reaktion wenn ich einfach sage, die Gefühle sind weg. Die Angst ist mir hängen geblieben.
    Angst, ob ich ihn dann doch vermisse, weil wir ja nach unserem Zusammenfassenden schöne Momente, Tage hatten und ich gesehen habe, es geht auch schön mit ihm. Aber dann denke ich an all die Probleme die er mit sich bringt, die er sich selbst macht. An das Gefühl, dass er mich nicht vom Herzen liebt und mich auch irgendwie braucht, denn wenn was ist,bin ich ja zu Not schnell da.

  9. Inaktiver User

    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Das sehe ich auch so. Du bist noch so jung und solltest vor allem auch auf Deine Kinder aufpassen.
    Angst ist ganz schlimm und hindert auch daran, vernünftig zu handeln.
    Aus Angst weiter zu machen, wäre die Allerschlechteste Lösung für alle.
    Ganz furchtbar finde ich, wenn Männer merken und wissen, dass die Frau Angst hat. Dann können sie machen was sie wollen, weil sie wissen, dass es keine Konsequenzen hat

  10. User Info Menu

    AW: Ich weine um meine verlorenen Gefühle :-( (Lang)

    Ja, ich denke, er weiß genau, dass ich Angst habe und weiß welche Knöpfe er bei mir drücken muss.
    Für ihn ist es halt jetzt so, was früher war, ist vergessen und jetzt hatten wir uns ja nicht gestritten, er hat mir nichts getan, also versteht er nicht, warum ich mich zurückgezogen habe, er sieht jetzt nur, ich renne ihm nicht mehr hinterher, funktioniere nicht mehr so, wie er es sich wünscht.

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