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  1. Registriert seit
    13.09.2016
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    AW: Ich brauche Trost...

    Liebe Schneehanne,
    Du bist, denke ich, auf dem richtigen Wege. Versuche doch weiter, die bisherige gemeinsame Lebensphase quasi von außen zu betrachten und positiv zu verarbeiten. Das Ziel sollte natürlich sein, Deine Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit wieder herzustellen.
    Wer weiß, was Dein Mann macht, wenn Du nicht mehr die Problemtusse bist und ihm positive Energie geben kannst? Das kann natürlich nur eine Option sein, wenn Du innerlich wieder frei bist. Versuche auch, Neugier auf das, was noch kommt, zu entwickeln.
    LG whatson


  2. Registriert seit
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    AW: Ich brauche Trost...

    Zitat Zitat von Schneehanne Beitrag anzeigen
    Guten Abend!
    Danke für eure Antworten! sie trösten mich tatsächlich. Erstaunlich, wie so ein paar klare, wohlwollende Worte von Außenstehenden guttun können.

    @Wolfgang11: es muss auch schlimm sein, auf der "anderen Seite" zu stehen. Ich weiß nicht, was bei euch vorgefallen ist. ich wünsche dir auch alles Gute. Ist es schon länger her? oder sind eure Schwierigkeiten aktuell?
    Es war nicht einfach. Was mich am meisten fertig gemacht hat, war das ständige hin und her zwischen Hoffnung, Vereinbarung zum Neuanfang, erneutem Rückzug und den damit verbundenen Heimlichkeiten und Lügen.

    Irgendwann war auch bei mir einfach der Punkt erreicht, da konnte ich nicht mehr und da wollte ich nicht mehr.

    Heute bin ich alleinerziehend und habe zwischenzeitlich eine neue Partnerin.

    Wenn ich heute zurück schaue, denke ich mir manchmal schon: "Boah, was hast du dir da alles bieten lassen, nur um irgendwie zu retten, was zu retten ist?"


  3. Registriert seit
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    AW: Ich brauche Trost...

    Zitat Zitat von Schneehanne Beitrag anzeigen
    ich fühle mich mit einem Schlag alt und hässlich und dumm, mein ganzer Lebensmut hat mich verlassen. Ich bin eigentlich lebenshungrig, hab mich schon durch vieles durchgekämpft, jetzt fühle ich mich wie abgestorben.
    Ich weiß, das Selbstmitleid Mist ist. Aber ich sitze hier und die Tränen laufen.


    Danke fürs lesen!
    Hanne
    Wenn alles verloren scheint, dann kommt man oft an den Punkt an dem man heilen kann. So blöd das klingt, aber ich halte z.B. viel von dem Traumabuch von Mike Hellwig. Es geht dabei um die Integration dieser alten Kinderseele mit ihren furchtbaren emotionalen Erlebnissen, anstatt dem ewigen Überdeckeln, was nicht funktioniert. Ich denke, dass Du jetzt die Chance zur Heilung hast und diese bringt auch viel Kraft. Habe Geduld mit Dir auch wenn der innere Kritiker Dir heftige Vorwürfe macht und das Eltern-ich Dir erzählt, was Du alles falsch gemacht hast.
    Wenn Du das auflöst, wirst Du viel mehr verstehen als manch anderer und Menschen einschätzen und mit ihnen umgehen wird viel leichter. Du wirst viel besser einschätzen können, wer was mit sich an ungelösten Problemen rumschleppt.
    Und sonst, such Dir doch mal paar ältere Frauen als Vorbilder, die auch spät ihren Weg gegangen sind. Probier Dich bisschen aus. Das ist eben jetzt eine Phase der Unsicherheit und der starken Weiterentwicklung und klar tut das erst mal weh, wenn man erkennt an was man arbeiten möchte. Allerding würde ich mir akut mindestens 1- bis 2 Jahre Zeit geben und danach ist lebenslanges normaleres Arbeiten an sich angesagt. Ausdauer ist da also gefragt und tägliches Training. Aber dann kannst Du Dich über Deine Fortschritte freuen.
    Geändert von fromanotherplanet (18.06.2019 um 15:13 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Ich brauche Trost...

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wenn ich heute zurück schaue, denke ich mir manchmal schon: "Boah, was hast du dir da alles bieten lassen, nur um irgendwie zu retten, was zu retten ist?"
    Der Punkt ist m.E. nicht die gekränkte Eitelkeit oder der Gram über die vergiftete Lebenszeit in der Retrospektive, der Punkt ist die Freude über die wieder gewonnene Autonomie und darüber, dass die Zurückweisungen, Verletzungen u.s.w. es nicht geschafft haben, den Glauben an den Neu-Anfang und die Liebe zu zerstören.

    Immer wieder aufstehen! Die Liebe lebt! (etwas pathetisch aber so versteht man, was ich meine)


  5. Registriert seit
    21.02.2019
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    AW: Ich brauche Trost...

    Hab keine Angst, wenn alles um Dich herum zusammen zu brechen scheint.
    Es sortiert sich nur neu :)

    Und auch Du wirst diese üble Zeit überstehen und Dein Glück wieder finden (egal ob als Single oder mit Partner) und
    dann wirst Du wissen wozu das alles gut war :)

  6. Inaktiver User

    AW: Ich brauche Trost...

    Zitat Zitat von Mondkatze80 Beitrag anzeigen
    Hab keine Angst, wenn alles um Dich herum zusammen zu brechen scheint.
    Es sortiert sich nur neu :)

    Und auch Du wirst diese üble Zeit überstehen und Dein Glück wieder finden (egal ob als Single oder mit Partner) und
    dann wirst Du wissen wozu das alles gut war :)



  7. Registriert seit
    09.03.2019
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    AW: Ich brauche Trost...

    Wow, noch mehr Antworten! Ich finde jede einzelne tröstlich und aufbauend. Als würdet ihr mich kennen, verrückte Wirkung. Danke euch.
    Das mit den "älteren Frauen" mache ich auch schon. Eigentlich fand ich älterwerden bisher auch immer gut. Es ist erst seit dieser Trennung dass ich mich so schlecht damit fühle, weil ich mich immer mit dieser jüngeren, strahlenderen, besseren Frau vergleiche (die ich gar nicht kenne).
    Danke, whatson, für die Erinnerung an die Lebensfreude und danke euch anderen für die Ermutigung in puncto Heilen, sich kennenlernen und sich zeit nehmen. Tut mir gut.
    und ich bin auch traurig, weil es mir auch im bett noch nie besser ging, ich dachte, jetzt kommen die schönsten Jahre, das war auch einfach toll mit ihm, und nun bin ich alleine. Naja, was solls.
    hallo Wolfgang: das klingt ja ziemlich schwer. Auch für die Kinder. Ich glaube, ganz so arg war es bei uns nicht. Mein Ex redet auch noch gern mit mir und so. Aber schon schlimm. Ich wusste einfach zu wenig über mein Problem, keine Therapie, keine Medikamente, verkehrte Ratschläge, kein Durchblick. Jetzt weiß ich etwas mehr und kann daran arbeiten.
    Im Moment versuche ich mir immer klarzumachen, dass mein Ex zwar ein toller Mann ist, in den ich sehr verliebt war (oder bin, leider), aber dass er wenig Verständnis für Schwäche hat, und ich wäre nie die unkomplizierte, sichere Frau geworden, die er sich eigentlich gewünscht hat. Manchmal denke ich, er hätte gern eine andere, "leichtere" Version von mir gehabt und wollte nicht wahrhaben, dass ich die nicht sein kann. Und ich wäre das so gern gewesen... aber es klappte nicht.
    Trotzdem, whatson hat recht: man muss nicht für immer die Problemtusse sein :) !!
    ich wünsche euch allen eine gute Nacht
    Hanne


  8. Registriert seit
    09.03.2019
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    AW: Ich brauche Trost...

    und danke auch für den Buchtipp, das gucke ich mir an. In guten Momenten kann ich mir auch sagen, ja, es ist okay, dass jetzt vieles rauskommt, ich habe mich mein ganzes Leben so auf dieselbe Art zusammengerissen, und dann ging es nicht mehr, jetzt muss ich was anderes versuchen. Wenn ich ihn nur nicht so sehr vermissen würde. .. Aber danke, ihr habt mir echt Mut gemacht.

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