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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Na ja. Jeder kann halt mal eine Beziehung aus den falschen Gründen aufnehmen bzw. hoffen, dass sich doch noch etwas tut.
    Ist ja erst einmal nicht verwerflich, es zu versuchen.

    Da musst halt jetzt ehrlich sein und da raus. wenn du nicht in einer Beziehung bist, die dich nicht befriedigt.

    Lieber ehrlich aus der Sache raus, statt, dass du jemanden kennenlernst und da das große Gelüge anfängt.

    So ist es doch für ihn viel leichter zu verkraften, als wenn du jemand dann jemand anderen hast.

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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Na ja. Jeder kann halt mal eine Beziehung aus den falschen Gründen aufnehmen bzw. hoffen, dass sich doch noch etwas tut.
    Ist ja erst einmal nicht verwerflich, es zu versuchen.

    Da musst halt jetzt ehrlich sein und da raus. wenn du nicht in einer Beziehung bist, die dich nicht befriedigt.

    Lieber ehrlich aus der Sache raus, statt, dass du jemanden kennenlernst und da das große Gelüge anfängt.

    So ist es doch für ihn viel leichter zu verkraften, als wenn du jemand dann jemand anderen hast.
    Ob es verwerflich ist, mal auszuprobieren, ob sich vielleicht eine Beziehung ergibt, ist Ansichtssache.

    Ich jedenfalls sehe eben, dass eine Beziehung nicht "auf Probe" eingegangen wird und dann wie bei einem Kleidungsstück innerhalb von 14 Tagen mit Kassenzettel gegen Kaufpreisrückerstattung zurückgegeben werden kann.

    Man muss sich vielleicht immer vor Augen halten, dass es hier auf beiden Seiten um Gefühle geht. Und der, der es dann mit der Beziehung ernst und ehrlich gemeint und möglicherweise auch mehr in die Beziehung investiert hat, hinterher als "großer Verlierer" dasteht und zu Recht auch dementsprechend enttäuscht ist, obwohl er eigentlich gar nichts falsch gemacht hat.

    Wenn ich eine Beziehung eingehen, übernehme ich in gewisser Weise auch eine Verantwortung für den anderen Partner, der man auch gerecht werden sollte.

    Und wenn ich eine Beziehung aus Gründen der TE eingehe, in der Hoffnung, dass es in Zukunft noch etwas wird, weiß ich nicht ehrlich, ob sie damit dieser Verantwortung gerecht geworden ist.

    Klar ist Alleinsein nicht unbedingt schön, aber aus diesen Beweggründen "halbherzig" eine Beziehung einzugehen, kann nicht die "Lösung" dieses Problems sein. Insbesondere, da es nun neue wesentlich größere Probleme schafft, wobei das größte Problem wohl der (ehemalige) Partner der TE haben dürfte. Er wird nämlich sicherlich nicht nur ziemlich herb enttäuscht sein, sondern sich auch noch ziemlich "vera.....t" vorkommen. Wer investiert schon gerne in Kontakte, Freundschaften und Beziehungen um hinterher "mit leeren Händen" dazustehen?

    Sicher ist es in dieser Konstellation besser, die Beziehung zu beenden, auch wenn es für den ehemaligen Partner der TE sicherlich schmerzhaft werden dürfte. Aber alle anderen "Lösungen" helfen jetzt wohl auch nicht weiter...

    Trenne Dich wenigstens behutsam und fair und versuche unnötige Verletzungen zu vermeiden und lasse Deinen ehemaligen Partner dann erst mal lange Zeit vollständig in Ruhe! Und erwarte vor allem bitte nicht, dass er von Deiner Entscheidung "begeistert" sein wird und Lust auf weiteren Kontakt oder eine "Freundschaft" mit Dir verspürt. Aber das musst Du dann eben auch akzeptieren und aushalten!
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    In ein paar Jahren wird es nur noch
    zwei Gruppen von Fußgängern geben -
    die schnellen und die toten!


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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Arne Beitrag anzeigen
    ... mehr in die Beziehung investiert hat,...
    ...

    Wer investiert schon gerne in Kontakte, Freundschaften und Beziehungen um hinterher "mit leeren Händen" dazustehen?
    Was meinst Du mit investieren?

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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    In der Sache hat er irgendwo Recht - in der Wortwahl.....das ist eben die Wortwahl heute, man gibt nicht einfach frei, man "investiert" und "will was rausbekommen".

    Und sich mit der Denke dann wundern dass es nicht klappt...

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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Mir ging es vor ein paar Jahren mal ähnlich. Ich bin eine Beziehung eingegangen bei der ich nach der ersten Verliebtheits Phase, als die rosarote Brille weg war, gemerkt habe dass da keine Grundlage vorhanden ist. Meine Gefühle haben schlichtweg nicht ausgereicht. Das war so nach circa einem Jahr der Fall
    Im ersten Moment war ich selbst darüber verwundert. Weil mir so etwas noch nie passiert war. Quasi von 100 auf null. Ich habe also ab gewartet weil ich dachte es ist nur eine schlechte Phase. Und die Gefühle würden wieder mehr werden. Wurden sie natürlich nicht.
    Also hatte ich die für mich damals auch schwere Aufgabe die Beziehung zu beenden.

    Als mir klar war dass das keine Phase ist sondern die Gefühle nie mehr reichen werden habe ich schnellstmöglich das Gespräch gesucht. Ich habe die Beziehung beendet. Er hat es nicht so gut aufgenommen. Aber er war in dem Moment nicht traurig sondern furchtbar wütend auf mich.
    Für ihn war die Welt ja komischerweise bis dahin in Ordnung. Streit gab es nie.

    Im Nachhinein finde ich das mein einziger Fehler war es so lange hinauszuzögern. Ich glaube das hat uns beiden nichts gebracht.
    Also nur Mut.
    Ihr werdet das beide überstehen.

    Alles Gute!

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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Frage123 Beitrag anzeigen
    ja, ich versuche ehrlich zu sein. ich wollte es eben beenden, dann hat er so schlimm zu weinen angefangen, dass ich Angst bekommen habe...dass er gegen einen Baum fährt in der Unachtsamkeit, oder sonst was blödes macht, z.B. nicht mehr zur Arbeit geht. Ich glaube eigentlich nicht, dass er sich was antun würde, aber wie kann ich mir sicher sein? Habe auch Angst davor. Er hängt so an mir! Ich habe mir dann solche Sorgen gemacht, dass ich den Kontakt nicht abgebrochen habe. Ich habe wahnsinnige Angst davor wie er reagiert, wenn ich ihn verlasse. Wie geht man damit um?
    Frage, das alles ist nicht deine Verantwortung! DU bist nicht für sein Leben oder sein Glück verantwortlich.
    Wenn er dir das aufbürdet, dann ist klar, dass du dich beengt fühlst.
    Und eine Drohung sich etwas anzutun (wenn es denn so war und das nicht nur deine Befürchtung ist), kann auch ein Manipulationsversuch sein - dass du darauf anspringst, merkt man ja.
    Du kannst ihn in so einer Situation fragen, ob er nur deshalb mit jemandem zusammensein will, weil derjenige sich nicht traut sich zu trennen, weil er Angst um ihn hat, oder ob er jemanden möchte, der auch echte Gefühle hat.

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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Frage123 Beitrag anzeigen
    ja, ich versuche ehrlich zu sein. ich wollte es eben beenden, dann hat er so schlimm zu weinen angefangen, dass ich Angst bekommen habe...dass er gegen einen Baum fährt in der Unachtsamkeit, oder sonst was blödes macht.... Ich habe wahnsinnige Angst davor wie er reagiert, wenn ich ihn verlasse. Wie geht man damit um?

    Alle meine Ampeln gehen auf Rot - soviel Angst vor der Beendigung ist schon ein Zeichen, dass du da raus musst.

    Wenn der andere derart labil ist, hätte ich auch einen Fluchtreflex.

    Du bist die falsche Person, ihn zu trösten.

    Gib ihm die Tel.Nr. der Seelsorge und wünsche ihm alles Gute.

    Ihr werdet beide kein gutes Gefühl haben - aber da müsst ihr jetzt durch.

    Du konntest zum Beginn der Beziehung nicht abschätzen ob sich bei dir Gefühle verstärken. Jetzt ist es klar.

    Sags ihm wertschätzend, gib ihm die Nummer der Seelsorge und dann geh.
    Wenn er zum Drama neigt, lass dich da nicht weiter mit hineinziehen.

    Jedes mitfühlende weitere Wort kann bei labilen Menschen für diese bedeuten:
    "Oh, sie liebt mich ja doch." Erspare dir und ihm weitere leere Kilometer.

    ps: Wenn wir gehen, dann sind wir oft nicht mehr die Netten für die verlassenen Partner ....damit musst du fertig werden - das ist dein Part - er hat seinen.

    Alles Gute

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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    In der Sache hat er irgendwo Recht - in der Wortwahl.....das ist eben die Wortwahl heute, man gibt nicht einfach frei, man "investiert" und "will was rausbekommen".
    So wie @Arne schreibt, ist es für mich irgendwie befremdlich, beklemmend, einengend. Indirekt unterstellt er der TE es nicht ernst und ehrlich gemeint zu haben. Nur vergisst er, das die TE ihrem Freund gegenüber von Anfang an ehrlich war. Sie hat ihn nicht im Unklaren über ihre Gefühlslage gelassen.

    Und nur weil einer mehr investiert, liebt der andere ihn nicht mehr dafür. Das ist schräges Verhalten, Liebe ist freiwillig und lässt sich nicht willentlich steuern. Ich liebe meinen Partner nicht mehr weil er mehr investiert, mehr klammert, öfter den Müll runterbringt, mir teure Geschenke macht, mir einen Urlaub schenkt...was auch immer. Mein Partner kann nicht meine Liebe einfordern, er kann sie nur ersehnen. Erwartet er von mir in der emotinalen Liebe (darum geht es hier, um mehr Gefühl), kann das zu Enttäuschung führen.

    Da heißt es Augen aufmachen und der Partnerin zuhören und nicht blind weiterklammern. Und sich nicht einreden "ich hab ja eigentlich nichts falsch gemacht, ein jeder hat seinen Anteil an einer Beziehung. Sonst würde ein jeder Stalker an sein Ziel kommen, dass das OdB ihn abgöttisch lieben würde. Wobei wäre es so mit dem Einfordern, gäbe es den Begriff "Stalker" nicht.

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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Also wenn ich einige Antworten hier in diesem Thread oder auch in anderen Threads lese, bin ich froh, Single zu sein. Denn wenn ich so lese, welche Meinungen und Ansichten so vorhanden sind und ernsthaft vertreten werden, wird mir Angst und bange, wieder eine Beziehung einzugehen.

    Ich war bisher eigentlich immer der Ansicht, dass zu einer Beziehung neben Liebe, auch Symphatie, Interesse am Leben des Anderen... dazugehört. Und nur weil ich meinen Partner vielleicht nicht mehr liebe, muss ich ihn nicht "wie einen leeren Kaffeebecher entsorgen" und mir diese Person gleichgültig und egal sein. Und sicherlich ist jeder für sein Leben selber verantwortlich, aber wenn ich eine Beziehung eingehe, übernehme ich auch eine gewisse Verantwortung für meinen Partner. Und auch wenn ich die Beziehung beenden möchte, sollte diese Verantwortung eigentlich nicht vollständig abbrechen. Das Wohlergehen meines ehemaligen Partners sollte mir eigentlich nicht gleichgültig und egal sein. Immerhin war man mit dieser Person mal zusammen, hat mehr oder weniger Zeit (gute, wie schlechte Zeiten) miteinander verbracht und sicherlich auch einiges gemeinsam erlebt. Und wenn es meinem ehemaligen Partner nach einer Trennung schlecht gehen sollte, sollte mir dies eigentlich nicht gleichgültig und egal sein. Sicherlich kann ich ihm die Schmerzen nicht abnehmen, aber wenn ich ihm die Situation erleichtern kann, sollte ich diese Möglichkeit in Betracht ziehen, denn Menschlichkeit sollte auch bei einer Trennung nicht auf der Strecke bleiben.

    Wenn ich hier und anderswo so lese, wie manche Personen ihren ehemaligen (geliebten) Partner "entsorgen", wundert es mich schon lange nicht mehr, wie manche Zeitgenossen ihre (ehemals ebenfalls geliebten) Haustiere "entsorgen". Als Mitglied eines Tierschutzverein könnte ich da Geschichten erzählen, da würde einigen hier der Atem stocken. Das Aussetzen oder Anbinden an einer Autobahnraststätte ist da noch als das Harmloseste zu nennen. Dass wir bisher noch keine " ungeliebten" Haustiere per Paketdienst zugesandt bekommen haben, ist wohl auch nur noch eine Frage der Zeit.

    Und auch wenn mich nun einige hier fragen, was das eine mit dem anderen zu tun hat: Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, aber auf den zweiten Blick sind dann doch gewisse Parallelen ersichtlich. Denn es ist mit auch eine Frage des Charakters, wie ich mit solchen Situationen in meinem Leben umgehe. Und einige (leider meiner Ansicht nach viel zu wenige) Beispiele zeigen, dass man auch eine Trennung gemeinsam vernünftig abwickeln kann, ohne in Hass und Gleichgültigkeit zu enden, dass trotzdem noch Menschlichkeit, Symphatie und Respekt vorhanden bleibt.
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    AW: Beziehung beenden - Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Arne Beitrag anzeigen
    ... Und nur weil ich meinen Partner vielleicht nicht mehr liebe, muss ich ihn nicht "wie einen leeren Kaffeebecher entsorgen" und mir diese Person gleichgültig und egal sein. Und sicherlich ist jeder für sein Leben selber verantwortlich, aber wenn ich eine Beziehung eingehe, übernehme ich auch eine gewisse Verantwortung für meinen Partner. Und auch wenn ich die Beziehung beenden möchte, sollte diese Verantwortung eigentlich nicht vollständig abbrechen. Das Wohlergehen meines ehemaligen Partners sollte mir eigentlich nicht gleichgültig und egal sein. ...

    Wenn ich hier und anderswo so lese, wie manche Personen ihren ehemaligen (geliebten) Partner "entsorgen", wundert es mich schon lange nicht mehr, wie manche Zeitgenossen ihre (ehemals ebenfalls geliebten) Haustiere "entsorgen".
    Da ich ein sehr klares Post für Distanzierung gegeben habe, reagiere ich mal ...

    Jeder von uns bringt natürlich seine eigenen Erfahrungen mit. Mein Ex-Mann hat mich lange emotional unter Druck gesetzt ("Wenn du dich trennst, möchte ich nicht mehr leben"). Das hat mich enorm belastet. Um seelisch nicht selber zugrunde zu gehen, musste ich es schaffen, ihm seine Selbstverantwortung zuzuordnen - dadurch löste sich meine Angst.

    Er hat einstweilen gelernt, ohne mich zu leben, war heute mit seiner neuen Freundin zum Essen bei mir. Er ist mir nach wie vor wichtig - aber damals, als unsere Beziehung scheiterte, konnte ich nicht mehr schlafen, weil ich nicht wollte, dass er sich etwas antut.

    Als ich mich trotz seiner Suizidandrohungen trennen wollte, wurde er aggressiv und bedrohte mich. Mein Ex-Mann war emotional - sagen wir mal - intensiv.

    Natürlich habe ich da einen Abgrenzungsprozess damals hinter mich gebracht - die harten Worte vom vorhergehenden Post sind so vielleicht leichter für dich nachvollziehbar.

    Ich weiß nicht, ob die TE ähnliche Ängste hat wie ich damals - aber Ihre Schilderungen weckten bei mir Erinnerungen.

    Du hast vollkommen recht - nur weil die Liebe weg ist, darf ich nicht herzlos in der Trennung sein.

    Aber bei emotionaler Erpressung gehts für mich eben um Selbstschutz.

    @Tierschutz: Schön, dass du dich engagierst. Meine Katzen lieben mich und habens gut bei mir 😉
    Geändert von gundulabalduin (18.04.2019 um 23:42 Uhr)

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