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  1. Registriert seit
    17.03.2019
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    Schwanger und verlassen

    Hallo!

    Ich bin hier ganz neu, habe aber schon öfter hilfreiche Dinge hier lesen können. Nun habe ich etwas auf dem Herzen, und ich kenne in meinem Umkreis niemanden, der in einer ähnlichen Lage schon einmal war oder ist. Ich suche nach Frauen, die ähnliches erlebt haben oder in ähnlicher Situation sich befinden...

    Also.
    Nach 5 Jahren Beziehung bahnte sich in meiner Beziehung seit einigen Monaten immer wieder die Trennung an, und das zentrale Thema unserer Krisen war dies, dass ich mir (35jährig) ein Kind wünschte, er sich nicht.
    Es ist aber alles etwas komplizierter: Er ließ sich trotzdem er es nicht vollständig wollte darauf ein, seit 2 Jahren schon, unverhütet mit mir zu schlafen. Es entstand aber kein Kind, wohl wegen PCO.
    Dann ging es im letzten Sommer zum Kinderwunschzentrum, er ging mit, und kniff dann im letzten Moment, kurz bevor ich ein hormonelles Mittel nehmen wollte.
    Wir standen also schon letzten Sommer kurz vor der Trennung. Aber ich glaubte nicht daran, wollte nicht glauben, dass es vorbei ist und ging weiter mit ihm und er mit mir. Dann überredete er mich, in den Stadtrand zu ziehen, eine Wohnung zu renvieren, kurz, sehr viel Aufwand zu betreiben, weil er sich dort Kinder besser vorstellen könne. Mir passte das nicht, aber in der Hoffnung, dass seine Aussage stimmt, ging ich mit. Es waren schwierige Monate voller Krisen. Dann landeten wir da. Und ich konnte das mit meinem Kinderwunsch nicht totschweigen. Es führte zu weiteren Krisen, bis er verkündete, er wolle gar keine Kinder, nie.
    Aber er wolle sich nicht trennen. Ich wurde wütend, mir wollte er also zuweisen, dass ich mich trenne.
    Aber das tat ich nicht. Denn ich glaubte immer noch, dass er ein guter Vater sei. Vielleicht, vielleicht klammerte ich aber auch einfach fest. Kennt ihr das? Nicht unterscheiden können im Schlamassel zwischen klammern und lieben?
    Ich blieb dabei und trennte mich nicht. Er sich auch nicht.
    Dann gingen quälende, meist quälende Monate vorbei. Nach diversen Streits, immer wieder vergeblichen Versuchen, Land zu gewinnen, wollte er sich dann trennen, am 6. März war das. Ja, es lag auf der Hand. Aber:
    Er und ich, wir schafften es einfach nicht, mit dem Trennen. Ein paar Tage Funkstille, dann ein zweites Gespräch, dann schafften wir es wieder nicht. Ich wollte wieder ein paar Tage Pause, in mich gehen, mich nicht verstricken, Abstand. Dann machte ich, um sicher zu gehen, dass ich nicht schwanger bin, bevor wir uns trennen, einen Bluttest beim Frauenarzt (es war noch zu früh für einen Schwangerschaftstest): Und dabei kam raus, jetzt komm ich zum Punkt: Ich bin schwanger.
    Einen Tag später treffe ich ihn. Ich sage es ihm. Er bleibt ruhig, sagt, es fühle sich richtig an, aber sagt dann seine Wahrheit: Er hat mit einer anderen Frau geschlafen, 3 Tage zuvor. Am Tag vor unserem vorherigen Treffen habe er sie schon (ein tinder-Date) gedatet. Er hat sich, das sage ich dazu, Mut angefickt, um sich trennen zu können.
    Ja, Bestätigung, Verzweiflung, Not, was auch immer, es tat ihm leid, er bat um Verzeihung, ich ging auf ihn los, und so weiter.
    Ich bin davon vor allem total zerstört. Diese Aktion, ich bin entsetzt. So eine Feigheit, Schwäche, und das, obwohl er beim vorherigen Treffen sagte, ich fehle ihm, er sei immer noch da, wir trennen uns nicht, wir geben uns ein paar Tage Abstand UND wir versprachen uns, nichts mit anderen anzufangen (in diesen sage und schreibe 4 Tagen).
    Als ich erfuhr, noch ohne ihn, dass ich schwanger bin, konnte ich mich noch freuen, gleichzeitig gab es ein spontanes OH MEIN GOTT; OH NEIN BITTE NICHT. Aber: dann eine tiefe innere Freude und eine ganz mir bisher fremde innere Ruhe. Ich spürte deutlich, noch ohne es ihm gesagt zu haben, dass ich jetzt nicht anders kann, ich muss jetzt sehr sehr stark sein.
    Also. Vor einer Woche und zwei Tagen haben wir uns tatsächlich getrennt.
    Ich wohne woanders, während er Zeit hat, auszuziehen.
    Ich leide entsetzlich und kann mich inzwischen kaum mehr freuen über das schwangersein. Gleichzeitig weiß ich, es nicht abtreiben zu wollen, niemals.
    Also, mehrere Dinge kommen zusammen und überfordern mich total.
    Trennung. Schwangersein. Betrogen worden sein.
    Eigentlich alle drei Erlebnisse schon für sich zu viel.
    Zusätzlich stehe ich finanziell nicht gut da, bin zwar nicht von ihm abhängig. Aber wenn es ein Kind gibt, dann will ich auf keinen Fall alleine alles machen.

    Also. Ich möchte mit ihm ein Verhältnis schaffen, dass mir so viel Achtung vor ihm ermöglicht, ein Kind gemeinsam zu erziehen, ohne zusammen zu leben und zu sein. Das heißt, ich MUSS eigentlich lernen, ihn zu verstehen und ihm zu verzeihen, wenn ich will, dass er kein Zahlvater wird.
    Er selbst sagt, ich soll entscheiden. Ich kann entscheiden, wie viel er teilhaben soll, an Schwangerschaft, Geburt, Kind, und so weiter. Er selbst wünsche sich, dass wir friedlich beide für das Kind sorgen können.
    Will sich aber weiterhin trennen.

    ich schwanke zwischen Rage und Zorn darüber, was er getan hat/ großem Weh, im Herzen, überall/ mir immer wieder erhoffen, dass wir doch zusammenfinden wieder.
    Aber ich habe noch nicht losgelassen. Ich will es nicht wahrhaben, ich merke das, ich kann ihn nicht loslassen. OBWOHL er sich absolut respektlos verhält, wenn wir jetzt die Tage kommunizieren über Mail und Telefon.
    Manchmal schreibt er verständnisvolle Mails und sagt auch, ich fehle ihm, er stochere im Nebel und wisse nicht, warum das ganze Leid usw. Dann bekomme ich Hoffnung, so ein Scheiß. Und dann wieder, am Telefon, ist er nur genervt und schlägt mit Worten um sich, wird grob. und so weiter.
    Die Trennung ist also vollzogen, ich klebe aber immer noch an ihm, vor allem, weil ich es verstehen will, weil ich ihn als Vater meines nicht aus meinem Leben löschen will. Als Betrogene und Verlassene würde ich genau das gerne tun! Aber andererseits. Ist es nie gut, in Zorn auseinander zu gehen. ABER. Wenn er so etwas getan hat. Da gibt es nur entweder Qual und Leid oder Zorn, so kurz danach.

    Heilt Zeit alle Wunden?
    Kann man aktiv dazutun, loslassen zu können?
    Ich will loslassen, kann es nicht, will es doch nicht?

    Entschuldigt, vielleicht ist das alles etwas verworren, und sehr lang, Ich habe aber mein Bestes versucht, meine Lage darzustellen..

    Auch von Frauen, die so etwas nicht erlebt haben, würde ich mich sehr über Gedanken und Ideen freuen!

    Danke euch!


  2. Registriert seit
    02.04.2017
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    6.148

    AW: Schwanger und verlassen

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen. Ihr habt beide nicht konsequent gehandelt.

    Du weißt doch schon lange, dass er keine Kinder will. Eure Beziehung ist auch schon lange ein Scherbenhaufen.

    Gibt es in deiner Nähe eine Familienberatungsstelle? Das wäre nach meiner Meinung die richtige Anlaufstelle. Dort bekommst du auch Auskunft von wem du Hilfe beantragen kannst.


  3. Registriert seit
    28.12.2018
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    175

    AW: Schwanger und verlassen

    Oh je, das ist ja nicht ganz so gut gelaufen.

    Wären du und dein Ex denn bereit, sich einer Paarberatung zu unterziehen? Vielleicht findet ihr in dem Rahmen eine gemeinsame Lösung, wie die Betreuung und euer Umgang ausschauen könnte.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft, das alles durchzustehen. Einfach wird es bestimmt nicht, doch da musst du jetzt durch. Alles Gute!

  4. Avatar von Frau_Beere
    Registriert seit
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    367

    AW: Schwanger und verlassen

    Ganz ehrlich, mir tut dieses arme Kind jetzt schon leid.
    16.01.2020 unser Marienkäferchen soll landen
    08.12.2018 Minimo mein Goldlöckchen Winteredition
    05.04.2014 Rumpelstilzchen, mein kleiner Vagabund
    20.02.2013 struppel Früchten, meine kleine Naschkatze
    30.09.2011 Herbstbeerchen meine Räubertochter



  5. Avatar von Tatra
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    AW: Schwanger und verlassen

    Mir tut auch eigentlich das Kind leid. Davon mal abgesehen ist das in den ersten drei Monaten eh noch eine wackelige Geschichte, das Theater drumherum macht das nicht sicherer.
    Du wolltest deinen Kinderwunsch unter allen Umständen durchsetzen, er wollte sehr offensichtlich kein Kind und hat das auch ganz klar geäussert, das solltest du dann halt einfach mal zur Kenntnis nehmen und akzeptieren.Du hast es gegen seinen Willen durchgesetzt und wirst den Haupteil des damit verbundenen Drumherums, mit Ausnahme des finanziellen Anteils von ihm tragen müssen, das Kind wird ebenfalls damit klar kommen müssen. Er wird seine gesetzlichen Pflichten erfüllen und damit für seine Verantwortungslosigkeit bezahlen müssen. Das sind sehr viele „müssens „ aber so ist es jetzt halt. Du hast keine Wahl, akzeptiere die Umstände und beende das Drama, damit das Kind nicht auch noch darin aufwachsen muss, die Zeit für Soapoperas ist jetzt einfach rum.


  6. Registriert seit
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    AW: Schwanger und verlassen

    Glück und Unglück, was raten? Keine Ahnung, fokussiere Dich auf Dich selbst und lass ihn außen vor, erstmal Kontaktabbruch damit Du zur Ruhe kommen kannst und klarer sehen kannst....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  7. Inaktiver User

    AW: Schwanger und verlassen

    TE - bitte die Moderatorinnen, deinen Strang zu verschieben. Er gehört nicht in dieses Unterforum

    Zum Vorgehen - Mach dir klar, dass du keinen Einfluss darauf hast, was er tun wird, er wird allein entscheiden.

    Du bist schwanger und hast einen gemeinsamen Mietvertrag in einer Wohnung, die du alleine nicht bezahlen kannst. Also erster Schritt - Wohnungssuche, zweiter Schritt dich beraten lassen - vielleicht macht pro familie das - was du an Kinderunterhalt bekommst und ob ggf. eine staatliche Leistung möglich ist - ich kenne mich mit den häufigen wechseln der Geschichte nicht mehr aus - dritter Schritt wenn dir deine Finanzen bekannt sind - planen, wie du das Kind das erste Jahr betreuen kannst.

    Es wäre verkehrt, mit ihm zu versuchen eine Mitbeteiligung zu vereinbaren - ihr beide habt euch selbst über lange Jahre hin belogen, und dieses Verhalten führt zu einem Kuddelmuddel.


  8. Registriert seit
    26.01.2009
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    AW: Schwanger und verlassen

    Zitat Zitat von Frau_Beere Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, mir tut dieses arme Kind jetzt schon leid.
    Wieso das denn? Es ist ein Wunschkind für die Mama!!!! Es wird geliebt und versorgt werden was soll da einem Leid tun?
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  9. Avatar von Zuza.
    Registriert seit
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    16.880

    AW: Schwanger und verlassen

    Hallo Fujiyama,

    herzlich willkommen im Forum. Ich verschiebe dein Thema mal in ein passenderes Forum, wo es besser aufgehoben ist als im Willkommensforum, wo es eigentlich nur um eine kurze Vorstellung geht.

    Einen guten Austausch hier!

    Zuza
    .
    Glück ist ein Tuwort.

  10. Avatar von Zuza.
    Registriert seit
    12.12.2008
    Beiträge
    16.880

    AW: Schwanger und verlassen

    Und eine Bitte noch, weil es immer wieder auffällt und sehr unpersönlich ist:

    Neue User haben wahrscheinliche keine Ahnung, was TE heißen soll und sitzen evtl. mit Fragezeichen in den Augen da. Sie wählen bei ihrer Registrierung einen Nick und es macht eine Diskussion persönlicher, wenn zumindest die direkte Ansprache über ihren Nick erfolgen würde.

    Danke fürs Lesen.
    .
    Glück ist ein Tuwort.

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