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  1. Registriert seit
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    Trennung wegen erkrankter Tochter

    Erstmal zu mir:
    Ich bin 40, mein Mann 44 Jahre alt. Wir sind seit 12 Jahren verheiratet und haben 2 Töchter, 14 und 9 Jahre. Eigenheim mit Familienhund.
    Probleme gab es schon immer, aber in letzter Zeit gab es massive Vorfälle, die mich mehr und mehr an eine Trennung denken lassen.

    Hier nun zur Situation...nun ja. Lange Geschichte. Ich habe einen Mann, der quasi mit seiner Arbeit verheiratet ist. Es ist hier zu Hause Thema Nummer eins, über das er stundenlang philosophieren kann. Es ist mittlerweile schon so weit, das auch die Mädchen davon genervt sind, und sogar die Kleine schon meint, dass dem Papa die Arbeit viel wichtiger ist. Ständig hängt er an seinem Diensthandy; beantwortet dienstliche Emails: beim Frühstück, Mittag, Abendessen, unterwegs, im Urlaub usw.usw.

    Seit 2017 ist unsere ältere Tochter an Depressionen erkrankt. Ich habe das volle Programm mit ihr durch: Selbstverletzung, Suizidversuch, 2 Wochen stationär in der Kinderpsychiater, 3 Monate Tagesklinik, dutzende Besuche beim Kinderpsychiater, ambulante Psychotherapie, das mittlerweile zweite Antidepressivum. Ich habe alle Höhen und Tiefen mit ihr durchgemacht. Alles niederzuschreiben würde hier wahrscheinlich den Rahmen sprengen.

    Dazu kommt, dass mein Mann absolut empathielos ist. Er versteht überhaupt nicht, was es heißt depressiv zu sein.*

    Trotz mehrerer Gespräche der er mit Kinderpsychologen und Kinderpsychiatern geführt hat. ( auf mein Verlangen hin - er hält diesen ganzen Psychokram für Quatsch.)*

    Immer, in unregelmäßigen Abständen wirft er unserer Töchter vor, sie wäre einfach nur faul, sie soll sich EINFACH mal aufraffen und was machen. Wohlgemerkt hinter meinem Rücken! Dann tut er wieder eine zeitlang verständnissvoll. So geht das ständig... zum Thema Faulheit: sie geht aufs Gymnasium und hat trotz ihrer schweren Krankheit noch einen 1er Durchschnitt. Letztens hat er ihr in einem Streit vorgeworfen, sie hätte schon so viel in der Familie kaputt gemacht, und wir mussten schon so viel wegen ihr abbrechen...

    Dazu kommt noch eine Schwiegermutter, die seit Jahren versucht, meine Tochter gegen mich aufzuhetzen. Bei jedem Besuch lästert sie bei meiner kranken Tochter über mich, wie fett ich doch wäre, dass ich nix im Haushalt mache und der Papa alles machen muss, dass alle schlechte Angewohnheit die sie und ihre kleine Schwester haben von mir kommen!*Meine Tochter meinte letztens zu mir: Mama, dass macht Oma schon so lange ich denken kann!!!

    Und mein Mann? Der schweigt dazu!! Bzw. hat er unsere Tochter letztens als Lügnerin bezeichnet, als sie mir die neusten Lästereien von der Oma berichtet hat. Ich finde das so schlimm! Warum muss das alles über meine Große laufen? Sie hat dich schon genug mit ihrer Krankheit zu kämpfen!!!

    Ich habe das Thema Trennung schon angesprochen, er ist natürlich aus allem Wolken gefallen! Für ihn war immer alles ok.

    Mittlerweile befinden wir uns auch in einer Eheberatung - mit mäßigem Erfolg.
    Er sieht das mit seiner Mutter nicht so eng, die wäre halt so. Auch hat er bei der Beratung zugegeben, dass seine Mutter schon immer versucht hat auch ihn gegen mich aufzuhetzen.

    Ich könnte noch viel, viel mehr schreiben...das hier ist nur die Spitze von Eisberg...

    LG
    [editiert]
    Geändert von skirbifax (11.03.2019 um 16:05 Uhr) Grund: Realnamen editiert

  2. Avatar von PinkPoodle
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    Für mich gäbe es da nur die (vorläufige?) Trennung, Abstand, zur Ruhe kommen, weg von dem Einfluss der Schwiegermutter. Da würde ich auch überlegen den Kontakt komplett abzubrechen. Sie hat ja keinen positiven Einfluss, ganz im Gegenteil. Eine Oma mit schlechtem Einfluss braucht kein Kind.

    Vielleicht kommt dein Mann auch mal wieder in die Gänge. Natürlich ist die Umsetzung sicher nicht einfach, aber vielleicht hilft es auch deiner Tochter wieder gesund zu werden.


  3. Registriert seit
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    Eheberatung ist schon mal gut.

    Ansonsten.. Die Frage ist, was will dein Mann? Wie will er leben?
    So weiter machen? Falls nein, was wird dann anders werden müssen und sieht er sich in der Lage, Änderungen herbeizuführen, die dem Ganzen eine positive Wende geben würden?
    Mehr Zeit für dich, für seine Kinder..

    Oder soll es so wie bisher weiter laufen?
    Kann ja sein, dass es ihm am liebsten ist, es so weiter laufen zu lassen.
    Ist es so?
    Wenn ja, was würde das bedeuten?

    Mir scheint, es ist Zeit für Entscheidungen, welcher Art auch immer.
    Nicht nur für dich, auch für deinen Mann.
    Krisen können auch eine Chance sein.
    Auch deswegen ist Eheberatung gut.

  4. Avatar von luftistraus
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    Liebe TE

    da sitzt du ja ordentlich in der sch...e

    Was mir irgendwie fehlt ist wie du zu deinem Mann emotional stehst. Liebst du Ihn noch?

    -----

    Ich würde mit deinen Töchtern schleunigst aus diesem Chaos raus.

    Eine Oma die schlecht über dich spricht - einen Mann dem es egal ist usw.

    Die Depression deiner Tochter ist natürlich schwer, aber darf auch nicht zum Dauerthema werden.
    Schulisch bekommt sie alles auf die Reihe, das ist ein sehr gutes Zeichen und ein Teenager mit Depressionen - kann auch "rauswachsen"

    Wichtig wäre allerdings ein stabiles/sicheres emotionales Umfeld.

    Es würde mich auch fertig machen, wenn ich wie von Dir geschildert aufwachsen müsste.

  5. Avatar von brighid
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    war dein mann schon immer so berufsbezogen? familien-distanziert? hat er sich und erfolg schon immer auch über die zur schau stellung seiner wichtigkeit definiert?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  6. Registriert seit
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    Hallo beralda, wie reagiert deine Tochter, wenn ihr Vater sagt, sie solle sich doch "einfach mal aufraffen"?

    Und wie stehst du zu deinem Mann? Liebst du ihn?

  7. Avatar von linsemo
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    Die Schwiegermutter dürfte mein Haus nicht mehr betreten, sie bekäme Hausverbot.

    Was dein Mann macht, ist bei vielen Männer so üblich, das geht so lange gut, bis er zusammenklappt, bis die Ehe den Bach runtergegangen ist und dann wundern sie sich wieso das passiert ist, sie haben doch alles getan. Ich würde mich um ihn nicht mehr kümmern. Handy beim Essen, soll er woanders hingehen oder ihr steht auf und eßt woanders.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  8. Avatar von luftistraus
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    Zitat Zitat von beralda2512 Beitrag anzeigen
    Immer, in unregelmäßigen Abständen wirft er unserer Töchter vor, sie wäre einfach nur faul, sie soll sich EINFACH mal aufraffen und was machen.

    Einem Depressiven Menschen sowas regelmäßig um die Ohren zu hauen - ist schlimm.

    Deine Tochter macht seit 2017 einiges mit und es wird nicht besser. Das ist kein Umfeld um gesund zu werden.


    Dein Mann nimmt die Erkrankung nicht ernst - vielleicht kompensierst du das es zu ernst zu nehmen?
    Suizidversuch ist natürlich eine ernste Sache - gar keine Frage.

    Mir geht es um den Alltag, vielleicht wird alles von dir wegen der Depression "entschuldigt".

    Vielleicht hast du durch die letzten 2 Jahren wirklich innerlich so viel Angst angestaut?

    Hast du eine Therapie für Angehörige Kinder mit Depression begonnen?


    Du kommst mir vor wie in einem Boot voller Löcher und du versuchst verzweifelt das Wasser mit einem Becher raus zu schaufeln.... aber es kommt immer wieder Wasser nach.

    Versuche die Löcher zu stopfen - anstatt dich nur mit dem Wasser raus schippen zu betätigen.


  9. Registriert seit
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter


    Das ist wohl echt schwer zu ertragen.
    Allerdings wenn du von Trennung sprichst solltest du das auch machen.
    Sonst glaubt er dir nicht. Hört sich nach einem Narzissten an ^^.
    Du kannst ihn nicht ändern. Da arbeitest du dich ab. Du bist allerdings für dich und deine Kinder verantwortlich.
    Was meinst du wielange deine Kinder und du das noch aushalten ?
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  10. Avatar von Horus
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    AW: Trennung wegen erkrankter Tochter

    Mal eine Frage: du nennst den Strang "Trennung wegen erkrankter Tochter."

    Ist die Erkrankung der Tochter der EINZIGE Grund, weshalb du über Trennung nachdenkst? Oder ist das einer von mehreren Gründen? Oder ist das überhaupt kein massgebender Grund, sondern du hast x andere Gründe, die dich über Trennung nachdenken lassen, und "wegen" meint eher "um die erkrankte Tochter zu schützen"?

    Es handelt sich um mehr als eine Verständnisfrage. Sondern es ist ganz wichtig, dass du, solltest du dich trennen (was ich in dieser Situation wohl befürworten würde), deiner ältesten Tochter nie auch nur ansatzweise andeutest oder das Gefühl gibst, die Trennung sei um ihretwegen erfolgt.


    Was du ganz unabhängig von der Trennungsfrage machen kannst, sozusagen als akut-Sofortmassnahme: deiner Tochter den Rücken zu stärken, dass sie das Recht hat, den Kontakt mit ihrer Oma, deiner Schwiegermutter, zu verweigern, sollte ihr das Geläster der Oma allzu stark auf die Nerven gehen.
    Damit meine ich nicht, die Tochter gegen die Oma aufzuhetzen, sondern zu sagen: "wenn dich das Geläster der Oma nervt, dann hast du, Tochter, das gute Recht, dich diesem Geläster zu entziehen. Du musst dir das nicht anhören. Du hast das Recht, zu verlangen, dass die Oma aufhört. Und du hast auch das Recht, das Gespräch abzubrechen und in dein Zimmer zu gehen, wenn die Oma trotz Bitten, aufzuhören, nicht aufhört."

    Deine Tochter sollte wissen und bestärkt sein, dass sie sich nichts anhören muss, was sie stört.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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