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    Trennung wegen eines Ponies

    Hallo zusammen,

    seit 9 Jahren kenne ich meine Frau und wir haben zwei Kinder von 8 und 4 Jahren; ein Mädchen und einen Jungen. Wir sind beide mitte Vierzig.
    Meine Frau habe ich in der Tierarztpraxis in der sie als Fachangestellte gearbeitet hat kennengelernt.
    Dass sie ein besonderes Verhältnis zu den Tieren hat, war mir von vorn herein klar und ich habe es auch akzeptiert.
    Als unsere Tochter zur Welt kam haben wir das erste halbe Jahr ganz zufrieden gelebt und das unternommen, was Eltern mit ihrem Nachwuchs halt so machen. Einig waren wir uns auch darüber, das jeder von uns beiden vorher ein gutes Leben gelebt haben und auch nichts vermissen oder irgendetwas nachtrauern.


    Zum Ausgleich hatte ich noch zwei alte Vespas in der Garage an denen ich schrauben konnte und sie halt noch ein paar Katzen und den Hund um die sie sich auch kümmern konnte.


    Allerdings ergab es sich, dass sich ihre Mutter immer mehr in unser Leben schlich und uns quasi vorgeschrieben wurde was wir zu tun haben.

    So hat sie z.B. entschieden, dass sie ein Stück Campingplatz pachtet, was wir zu bewirtschaften haben. Ist ja schliesslich für die Kinder. Das war in 2012. Ich war nicht wirklich damit einverstanden, da meine Eltern ein Haus in Griechenland haben und ich meine Urlaube lieber am Meer verbringe. Den Plan hatten wir zuerst auch...

    Naja; ich habe mich überreden lassen(vielleicht fühlte ich mich auch durch die Schwiegermutter eingeschüchtert...(;o) )

    Jedenfalls fahren wir seit sieben Jahren regelmäßig zu dem Campingplatz und nicht in den Süden...

    Spätestens da habe ich gemerkt dass ich es irgendwie verpasst habe eine Grenze zu setzen.

    Ich bin eher ein friedliebender Mensch und schränke nur ungerne Leute ein; schon gar nicht meine Partnerin. Aber gut...


    Dann kam noch hinzu, dass sie beschlossen hat nicht mehr arbeiten zu gehen. Sie wollte für unsere Tochter da sein. Gute Idee habe ich gedacht. Auf Parties gehen wir eh beide nicht mehr, das Geld zum einkaufen und die weiteren laufenden Kosten hat gereicht und das Bedürfnis nach Markenklamotten war bei mir zu dem Zeitpunkt auch vorbei. Ausserdem haben wir in einer sehr günstigen Wohnung meiner Eltern gewohnt- meine Eltern wohnten nicht im selben Haus (;o)


    Da scheine ich wohl wieder einen Zeitpunkt verpasst zu haben. Da ich ja nun Alleinverdiener war und meine Frau der Meinung war dass unsere Tochter dies und das braucht kamen mit der Zeit immer mehr Pakete von verschiedenen Versandhäusern mit z.T. wirklich unnützem Zeug gefolgt von dem Kommantar "...das ist von meiner Mutter..."


    Auch die Pille habe ich schlucken müssen, da mit beiden nicht zu reden war. So habe ich halt damit leben müssen dass ich die Situation erst einmal ertragen muss wie sie ist. Es ging mal eine Weile gut, dann krachte es mal zwischen uns beiden, so dass wir beide uns entschlossen haben eine Familientherapie zu beginnen.


    Die Therapie haben wir gemeinsam mit unserer damals zweijährigen Tochter besucht. Die Therapeutin hat uns auch nicht aufgegeben, sondern war sogar der Meinung dass wir ein super Team sind, da wir uns gegenseitig ergänzen. Sie hat uns dazu geraten unser Leben gemeinsam in die Hand zu nehmen und unsere Entscheidungen selber zu treffen.


    Nach einen 3/4Jahr Therapie ging es uns soweit auch ganz gut, so dass 2015 unser Sohn zur Welt kam.


    In der Zeit hat sich das Verhältnis zu den Schwiegereltern stabilisiert. Sie ist meinen Eltern aus dem Weg gegangen, ich ihren Eltern. Ich wurde allerdings das Gefühl nicht los, dass sich da wieder was zusammenbraut, da von Seite meiner Schwiegermutter immer wieder so Anspielungen in Richtung Eifersüchtelei kamen, wie z.B. "die Wohnung die Du erbst ist nix wert..."


    Also fing es wieder an. Ich würde am liebsten Mal ein Bild von unserem Weihnachtsbaum posten. Der halbe Raum ist voll mit Geschenken... Das war hinterher soweit, dass mein Schwiegervater mich mal zur Seite genommen hat und mich bat meiner Frau zu sagen die Schwiegermutter soll nicht mehr so viel bei Otto bestellen, weil die Schulden, die sie da hat, die können weder mein Schwager noch ich bezahlen, wenn die mal abnippelt…
    Das gleiche hat sie übrigens auch bei den anderen Enkeln gemacht, das hat meine Schwägerin aber irgendwann unterbunden.

    Jedenfalls fing meine Tochter irgendwann mit dem reiten an. Meine Frau arbeitet immer noch nicht und ich bin immer noch Alleinverdiener.
    Seit zwei Jahren hat sie ein eigenes Pony. Wer bezahlt das alles? --> Natürlich meine Schwiegermutter.
    Am Anfang konnte ich das Hobby auch unterstützen, da das Pony in unserer Nähe gestanden hat.


    Nach ca einem Jahr folgte irgendwann der Stallwechsel.

    Nur dass der neue Stall genau in der anderen Richtung und 30Km weit weg liegt.

    Den Umzug habe ich ebenfalls unterstützt und sogar einen Pferdeanhänger dafür gekauft.

    Jedenfalls waren wir, wie andere auch irgendwie gezwungen unseren Diesel zu verkaufen. Daraufhin habe ich einen Neuwagen mit 15000Km/Jahr finanziert. Also kann sie knapp 350Km/Woche im Schnitt fahren. Das Auto hat sie zur Verfügung, ich fahre mit der Bahn oder dem Mopped zur Arbeit. Mittlerweile fährt sie aber 300Km nur zum Stall in der Woche, plus die anderen Wege die sie zu erledigen hat.


    Wir saßen gemeinsam am Tisch und sie sagte mir dass es reiche 2-3 mal pro Woche zum neuen Stall zu fahren, da Stalldienstmäßig nicht ansatzweise so viel zu tun sei wie am alten Stall.


    Gut habe ich gedacht. Dann kommt ja alles hin.
    Doch irgendwie hat sie sich das mal wieder anders überlegt. Seit Oktober sind Frau und Kinder 4-5mal pro Woche für 4-5 Stunden am Stall und muss noch vormittags für ihre Eltern Sachen erledigen. Vor 20:00h sind die manchmal nicht zu Hause. Dann müssen die Kinder noch was essen und die Große muss noch ihre Hausaufgaben machen.

    Hinzu kommen dann noch, wenn Sätze damit anfangen: ..:das Pony braucht...-> das wird teuer.

    Ich habe ihr dann wieder mal versucht klar zu machen dass wir nur das ausgeben können, was wir haben und auch nur die Kilometer verfahren können, die wir vereinbart haben-> das war wohl mein Fehler. Von da an war ich geizig, eifersüchtig auf das Pony und ausserdem habe ich sie ja schliesslich geheiratet und bin also auch für sie verantwortlich.


    Im Januar brauchte ich den Wagen, da ich dienstlich was zu erledigen hatte. Ich rief sie an uund bat sie gegen 17:30 zu Hause zu sein, damit ich das Auto nehmen kann.


    Als sie um 18:00h immer noch nicht da war, rief ich an. Da war sie immer noch am Stall und warf mir vor ich würde sie kontrollieren. Ausserdem sei sie da einer Frau begegnet, die ihr was zu den Pusteln am Bauch von dem Pony sagen konnte. Daraufhin habe ich ihr entgegnet: dann bring das Vieh zum Schlachter.

    Was ich nicht wusste ist, dass unsere Tochter meine Äusserung mitbekommen hat, da sie auf Lautsprecher telefoniert hat.

    Seitdem war die Situation immer angespannter und sie hat mich immer öfter bei meiner Schwiegermutter schlecht gemacht. Das Verhältnis zu meiner Tochter war aber in der zeit normal.

    Als am Sonntag die Schwester mit Familie zu Besuch kam, wurde mir kurzerhand mitgeteilt, dass die Schwiegermutter gleich kommt um einen Ordner abzuholen. Naja habe ich mir gedacht, kann ja mal sein dass es total wichtig ist an einem Sonntag genau den Ordner haben zu wollen.

    Daraufhin habe ich zu meiner Frau gesagt, dass ich dann mal weg bin und sie mich ja anrufen kann, wenn ihre Mutter weg ist. Ihre Schwester meinte wie ich denn von der Mutter sprechen würde, worauf hin ich ihr laut zu verstehen gegeben habe, dass ich keinen Bock mehr habe mir von der alten unser Leben diktieren und mich wieder runterputzen zu lassen.

    Diese Situation haben meine Kinder nicht mitbekommen!

    Daraufhin bin ich raus und mit dem Mopped ne Runde gefahren.

    Keine Zehn Minuten später hat meine Schwägerin bei meinen Eltern angerufen und behauptet ich sei ihr und meiner Frau gegenüber aggressiv geworden und jetzt hat sie Angst vor mir.

    Seitdem darf ich mein zu Hause nicht betreten, weil sie es nicht möchte, meine Tochter geht mir seit Sonntag aus dem Weg und ich habe keine Ahnung wie es weitergeht.

    Das alles zum Wohlergehen des Ponies und zur Selbstverwirklichung meiner Frau, weil sie ja jetzt eine schöne Aufgabe am Stall hat...

    Also meine Tochter macht das mit dem Pony echt toll und mir gefällt es wirklich gut, was sie schon alles kann und weiß. Aber seinem Hobby mit acht Jahren 3x die Woche nachzugehen reicht doch vollkommen aus-oder? Zumal beide Kinder einmal die Woche auch noch vereinsmäßig schwimmen gehen und ich denke, das man nur das ausgeben kann was man hat...

  2. Avatar von Vienna__
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Nun, lieber TE, in Deinem Text liest man nur "ich musste". Nö. Du musstest nicht, war einzig und allein Deine Entscheidung, das mitzumachen. Und mit dem Pony hat das alles mal gar nichts zu tun.

    Du scheinst ja wirklich alles mit Dir machen zu lassen, obwohl Du es nicht willst, Campingplatz vs. Urlaub am Meer usw. Ändere es. Jetzt. Die Vergangenheit bis jetzt kannst Du nicht ändern. Nur die Zukunft. Es liegt ausschließlich an Dir.

  3. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Zitat Zitat von Einzylinder Beitrag anzeigen
    Daraufhin habe ich ihr entgegnet: dann bring das Vieh zum Schlachter. .


    Du fängst an, dich zu wehren, das ist gut. Die tanzen dir nur soweit auf der Nase rum, wie du es zulässt.

    Zitat Zitat von Einzylinder Beitrag anzeigen
    ausserdem habe ich sie ja schliesslich geheiratet und bin also auch für sie verantwortlich
    Oha.
    Das wird nicht leicht, da raus zu kommen. Die soll mal wieder arbeiten gehen ... hat sie da so gar keinen Nerv drauf? Wie wär's wenn du ihr vorschlägst, dass du deine Arbeitszeit reduzierst, damit du mehr Zeit mit den Kindern verbringen kannst!
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    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Tja. Mehr kann ich auch nicht dazu sagen.
    Du scheinst ein Ehemann mit einem langen Geduldsfaden zu sein, aber hast Dir wohl eindeutig zu lange auf der Nase rumtanzen lassen.

  5. Avatar von Vienna__
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen


    Du fängst an, dich zu wehren, das ist gut. Die tanzen dir nur soweit auf der Nase rum, wie du es zulässt.


    Finde ich nicht lustig! Das Pony kann am wenigsten dafür. Für diesen dummen Ausspruch wäre bei mir sowieso mal 2 vor 12, ne eher nach 12.

    Aber der TE scheint ja nicht wirklich klar auf die Kante zu kriegen, um was es überhaupt geht. Sieht man ja schon allein an der Überschrift: "Trennung wegen eines Ponies"

  6. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Für diesen dummen Ausspruch wäre bei mir sowieso mal 2 vor 12, ne eher nach 12.
    Für mich auch .... aber für ihn ist es eine Revolution in die richtige Richtung. Stellvertretend wird das Pony imaginär geschlachtet, dann folgt eine Beziehungsneubewertung.
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  7. Avatar von Vienna__
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen
    Für mich auch .... aber für ihn ist es eine Revolution in die richtige Richtung. Stellvertretend wird das Pony imaginär geschlachtet, dann folgt eine Beziehungsneubewertung.


    was für ein bullshit - Tochter und Frau werden really happy über das Schlachten des Ponys sein ....... und die Ehe und Vater-Tochter-Bziehung kann aufblühen ...

    Wenn mein Vater mein Pferd hätte schlachten lassen, würde ich niemals nie wieder ein Wort mit ihm wechseln! Niemals. Er wäre längstens mein Vater gewesen. Und eigentlich reicht schon die Aussage, dass das Pferd zum Schlachter soll. Damit wäre es das für mich. So einen Partner / Vater braucht die Welt nicht.
    Geändert von Vienna__ (08.03.2019 um 21:45 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    ich mache ja auch nicht dem Pony den Vorwurf. Ich denke halt das ist die Prioritätenverteilung meiner Frau. Klar ist das schön jeden Tag zum Stall zu können; nur wird das schwierig wenn man in der Stadt wohnt. Und wie Rotweinliebhaberin schon bemerkt hat; arbeiten schadet nicht, vor allem dann, wenn man damit das Hobby selber finanzieren kann und nicht von der Schwiegermutter abhängig ist.

  9. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Zitat Zitat von Einzylinder Beitrag anzeigen
    arbeiten schadet nicht, vor allem dann, wenn man damit das Hobby selber finanzieren kann und nicht von der Schwiegermutter abhängig ist.
    Traust du dich, ihr das mal so zu sagen? Oder hoffst du, dass sie von selber drauf kommt? Was hatte sie denn für einen Job davor?
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  10. Avatar von Vienna__
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    AW: Trennung wegen eines Ponies

    Zitat Zitat von Einzylinder Beitrag anzeigen
    ich mache ja auch nicht dem Pony den Vorwurf. Ich denke halt das ist die Prioritätenverteilung meiner Frau. Klar ist das schön jeden Tag zum Stall zu können; nur wird das schwierig wenn man in der Stadt wohnt. Und wie Rotweinliebhaberin schon bemerkt hat; arbeiten schadet nicht, vor allem dann, wenn man damit das Hobby selber finanzieren kann und nicht von der Schwiegermutter abhängig ist.
    Ich habe es schon in #2 geschrieben: Warum änderst DU nichts an der Situation? Es liegt ausschließlich an Dir! Mach halt entsprechende Ansagen und sonst trenne Dich. Du bist doch kein Opfer!

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