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  1. Registriert seit
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    Das Loch nach der Trennung

    Liebes Forum,

    ich war früher schon mal hier, jetzt einige Zeit nicht mehr. Ich schreibe euch, weil ich grad absolut ratlos und traurig bin und das Gefühl habe, dass meine Freunde auch schon total überlastet sind.

    Mein Partner hat sich nach 7 Jahren Beziehung von mir getrennt und ist aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Es lief schon etwas länger nicht mehr komplett rund, wir haben uns oft gestritten, irgendwie war der Wurm drin. Es ging noch nicht mal um grundlegend andere Ansichten. Im Nachhinein weiß ich selber gar nicht mehr richtig, warum wir so oft gestritten haben. Er hat mir gesagt, dass er keine Energie mehr hat und nicht mehr kann. Dass er das Gefühl hat, nicht mehr das nötige Level an Gefühlen zu erreichen. Im letzten Jahr hatten wir schon einmal ein "Krisengespräch" weil er schon damals darüber nachgedacht hat, sich zu trennen. Dass er sich keine Zukunft mehr mit mir vorstellen kann. Er ist Hals über Kopf ausgezogen und seitdem hatten wir keinen Kontakt mehr. Ich glaube er war selber ziemlich überrascht davon und sagte nur, dass es nicht mehr anders ginge.

    Ich bin absolut am Ende. Für mich ist er immer noch der Mann, mit dem ich mein Leben verbringen und Kinder bekommen möchte. Aber das einzige, was ich seitdem von ihm gehört habe, ist, dass er gerne mit mir über die organisatorischen Dinge sprechen würde, sobald ich bereit dafür bin.

    Ich will ihn unbedingt zurück, aber ich denke nicht, dass das passieren wird. Aktuell bin ich einfach nur verzweifelt.


  2. Registriert seit
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    AW: Das Loch nach der Trennung


    Moin.
    Was hat euch denn in den 7 Jahren daran gehindert Kinder zu bekommen?
    Du wolltest welche, er nicht ?
    Am Anfang wird es doch schön gewesen sein mit euch. Wann hat der Stress angefangen. Versuch das mal aufzudröseln.
    Aber lass ihn ziehen. Besinn dich auf dich !es gibt jetzt nichts wichtigeres als zu dir zu kommen
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)


  3. Registriert seit
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Das Thema Kinder war nie richtig akut, weil wir beide grad knapp 30 sind und es einfach noch nicht an der Zeit war. Er will auf jeden Fall welche und ich auch.

    Der Stress hat wegen tausend kleiner Sachen angefangen. Er war zwischendurch schwer krank, seine Familie ist nie wirklich mit mir warm geworden, unsere Freundeskreise haben sich nicht überschnitten, ich bin schon seit längerem unglücklich mit meiner Arbeit, er ebenfalls...einfach viele Dinge, die wir irgendwie nie richtig angegangen sind, weil wir nicht genau wussten wie. Alles äußere Faktoren, die es uns immer mehr erschwert haben und durch die die Atmosphäre zwischen uns immer angespannter wurde.

    Ich weiß, dass ich ihn nur ziehen lassen kann, aber gleichzeitig nagt es total an mir und ich frage mich, ob wir es jemals wieder schaffen. Ob er in einem Jahr erkennt, was er verloren hat. Ob wir wieder zueinander finden können....


  4. Registriert seit
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Schnegge, ihr seid 30. Das Leben ist jetzt nicht vorbei !
    Wenn du mit deinem Job unzufrieden bist mach was dran ! Such dir noch ein Hobby und Fang ein neues Leben an.
    Dein Leben hängt nicht von dem Mann ab.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)


  5. Registriert seit
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Schnegge, ihr seid 30. Das Leben ist jetzt nicht vorbei !
    Spielt Alter da wirklich eine Rolle, wenn man jemanden verliert, den man so sehr liebt?


  6. Registriert seit
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Das tut immer weh, egal ob mit 30 oder 50.
    Aber mit 30 hast du noch soviel Jahre vor dir und kannst noch viel aus deinem Leben machen.
    Aber Kunst noch andere Männer kennen lernen. Am besten nicht suchen, sondern einfach beim leben ups läuft dir dir der richtige vor die Füße
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)

  7. Avatar von Nilanjana
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Ich glaube, in dieser Situation kann man sogar von "Schockstarre" sprechen. Und ist erst mal handlungsunfähig. Miteinander reden bringt in der Regel in dieser Phase nicht viel, weil man doch nur immer wieder um dieselben Themen kreist und keinen Ausweg findet. Eine dritte Person, die einen objektiven Blick darauf wirft, wäre gut an dieser Stelle.

    Wäre denn eine Paarberatung/therapie eine Möglichkeit? Würde dein Partner da mitmachen? Es könnte ja auch eine Trennungsberatung sein, die euch hilft, diese Zeit möglichst gut zu überstehen. Und aus Erfahrung weiß ich: man kann ganz anders miteinander reden und sich austauschen, wenn jemand das Gespräch moderiert.

    Sollte dein Partner das nicht wollen, dann würde ich an deiner Stelle das für dich selbst machen. Aus diesem Verzweiflungskarussell im Kopf selbst herauszukommen, ist schwierig. Man muss ja nicht gleich zum Therapeuten gehen, oft helfen schon ein paar Gespräche in den frei zugänglichen Beratungsstellen. Und sogar bei den kirchlichen Beratungsstellen sitzen heutezutage Leute, die sehr modern denken und helfen können.


  8. Registriert seit
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Zitat Zitat von Nilanjana Beitrag anzeigen
    Ich glaube, in dieser Situation kann man sogar von "Schockstarre" sprechen. Und ist erst mal handlungsunfähig. Miteinander reden bringt in der Regel in dieser Phase nicht viel, weil man doch nur immer wieder um dieselben Themen kreist und keinen Ausweg findet. Eine dritte Person, die einen objektiven Blick darauf wirft, wäre gut an dieser Stelle.

    Wäre denn eine Paarberatung/therapie eine Möglichkeit? Würde dein Partner da mitmachen? Es könnte ja auch eine Trennungsberatung sein, die euch hilft, diese Zeit möglichst gut zu überstehen. Und aus Erfahrung weiß ich: man kann ganz anders miteinander reden und sich austauschen, wenn jemand das Gespräch moderiert.

    Sollte dein Partner das nicht wollen, dann würde ich an deiner Stelle das für dich selbst machen. Aus diesem Verzweiflungskarussell im Kopf selbst herauszukommen, ist schwierig. Man muss ja nicht gleich zum Therapeuten gehen, oft helfen schon ein paar Gespräche in den frei zugänglichen Beratungsstellen. Und sogar bei den kirchlichen Beratungsstellen sitzen heutezutage Leute, die sehr modern denken und helfen können.
    Danke Ich habe ihm eine Paartherape vorgeschlagen, aber er ist der Meinung, dass das übertrieben sei, weil wir nie verheiratet waren. Ich sehe das anders. Allerdings befürchte ich, dass für ihn die Sache gerade so abgeschlossen ist, dass das für ihn überhaupt gar keine Option wäre.

    Was Beratungsstellen angeht bin ich ehrlich gesagt ratlos....wo fängt man da an, vor allem, wenn man einen ziemlich ausfüllenden Job hat?

  9. Avatar von Nilanjana
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Als ob eine Paar/Trennungsberatung/Therapie nur dann sinnvoll wäre, wenn man verheiratet war...

    Aber gut. Das scheint mir eine typisch männliche Denkweise zu sein. Und ein Hinweis darauf, dass er wirklich nur eins will: weg. Übersieht aber, dass es auch für ihn ganz gut wäre, das ordentlich abzuschließen. Dass man geht und eine Beziehung verlassen will, heißt nicht, dass einen irgendwann später das ganze nicht doch wieder einholt. Und sei es nur, dass einem so eine Beratung/Therapie auch dabei helfen kann, eigene Anteile zu erkennen und zu verarbeiten und bestenfalls in was Positives umzuwandeln. Und sich auch nach einer Trennung freundlich wiederbegegnen zu können ist auch etwas, das beiden gut tut, irgendwann. Aber sei's drum.

    Aber tu Dir wenigstens was Gutes. Ich weiß ja nicht, in welcher Stadt Du wohnst, aber beispielsweise gibt es Caritas-Beratungsstellen flächendeckend. Zwar ist auf der Website die Rede von Paar und Familie, aber sie beraten auch einzelne Personen.
    Eine Freundin von mir hat dort sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie war skeptisch, weil kirchlich und so, aber sie traf auf eine tolle Beraterin, hatte mit dieser insgesamt 6 Gespräche über einen längeren Zeitraum und fühlte sich verstanden und gut begleitet, auch wegen einer schwierigen Trennungssache. Sie hat einen Job, bei dem sie ziemlich spät erst aus der Firma kommt und konnte auch spätere Termine vereinbaren. Da lässt sich bestimmt eine Lösung für Dich finden.
    Nicht dass ich gerade diese Beratungsstelle besonders empfehlen möchte, ich weiß eben von dieser Freundin darüber und wenn Du mit entsprechenden Suchwörtern in einer Suchmaschine recherchierst, findest Du bestimmt auch andere Stellen bei Dir in der Nähe.


  10. Registriert seit
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    AW: Das Loch nach der Trennung

    Zitat Zitat von Nilanjana Beitrag anzeigen
    Und ein Hinweis darauf, dass er wirklich nur eins will: weg.
    Ja, das Gefühl habe ich leider auch. Kann sich eine Beziehung von sowas überhaupt irgendwann nochmal erholen?

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