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  1. Inaktiver User

    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Ich finde den Vergleich sehr treffend, wie alle Beiträge von Arne zum Thema.

    ich bin eine Gegenseite, eine Frau, die zweimal einen Partner verlassen hat. Arne trifft genau den Punkt: man kann als Verlassende/r Stunden und Tage reden: es ändert nichts - und es nützt auch nichts. Das Opfer versteht nicht (der Täter auch nur teilweise oder vermeintlich; die wahren Ursachen liegen meist tiefer). Hirn und Herz des Verlassenen brauchen Zeit, bis sie die Tatsache wirklich annehmen - ähnlich wie eine Diagnose "unheilbar krank". Auch bei vordergründiger Harmonie gab es ziemlich sicher Signale, die einer nicht sehen wollte.
    Eine Erklärung wird doch sofort hinterfragt: was, warum, wie, aber wenn, hätte, würde, wäre, will, noch eine Chance...
    Ich komme mir irgendwie missverstanden vor

    In einen Job bin ich doch wesentlich weniger emotional verbunden, wie in einen Ehepartner ...

    Beim Rest, stimme ich zu.

    Was der Mann von der TE gemacht hat, war jedoch unanständig. Probleme nicht offen anzusprechen, gemeinsamer Liebes-Urlaub, Zukunftspläne schmieden und dann von heute auf morgen weg.

    Das hätte man auch anders machen können

  2. gesperrt

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    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In einen Job bin ich doch wesentlich weniger emotional verbunden, wie in einen Ehepartner ...
    wenn ich mir 40 Jahre den A aufgerissen habe, wenn ich als junger Vater, nach einer Reihe von befristeten Verträgen und endlich Festanstellung und vergeblicher Wohnungssuche 50 Kilometer außerhalb grade ein Haus gebaut habe und meine Frau Zwillinge erwartet, wenn ich allein lebe und die Arbeit mein Leben ist, ist auch eine Kündigung ziemlich emotional

  3. Inaktiver User

    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    wenn ich mir 40 Jahre den A aufgerissen habe, wenn ich als junger Vater, nach einer Reihe von befristeten Verträgen und endlich Festanstellung und vergeblicher Wohnungssuche 50 Kilometer außerhalb grade ein Haus gebaut habe und meine Frau Zwillinge erwartet, wenn ich allein lebe und die Arbeit mein Leben ist, ist auch eine Kündigung ziemlich emotional
    Aber doch auf einer ganz anderen Ebene.

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    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber doch auf einer ganz anderen Ebene.
    Aber existenzbedrohend kann sowohl eine ungewollte Kündigung, wie auch eine ungewollte Trennung sein. Da schenkt sich die emotionale Ebene. Für den Betroffenen dürfte beides bitter sein...
    ****************************************

    In ein paar Jahren wird es nur noch
    zwei Gruppen von Fußgängern geben -
    die schnellen und die toten!


    ****************************************

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    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber doch auf einer ganz anderen Ebene.
    Mit diesem Satz erhebst Du den Anspruch auf Deutungshoheit und glaubst definieren zu können was emotionaler ist und was nicht.
    Du sprichst dem Gekündigtem somit das Gefühl ab, das ihm der Boden unter den Füssen weggerissen wurde. Kein Wunder wenn sich bei dieser Unterstellung der Gekündigte unverstanden fühlt.

    Ähnliches findet man auch in Partnerschaften. "Du brauchst dich doch nicht eingeengt fühlen, du wolltest doch diese Hochzeit,Hund, Haus, Kinder...."

  6. Inaktiver User

    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir hätte es viel geholfen, wenn er damals gesagt hätte:

    Du bist mir noch wichtig aber meine Gefühle reichen nicht mehr für eine gemeinsame Zukunft. Ich habe in letzter Zeit viele Leute kennengelernt und festgestellt, das ich mit meinem jetzigen Leben unzufrieden bin. Es tut mir leid, unseren gemeinsamen Traum - platzen zu lassen, aber ich kann und will nicht mehr so Leben.
    Das hatte mir mein letzter EX Freund zum Abschied so ähnlich gesagt, geholfen hat es mir nur in dem Sinne, dass ich dann aufstehen und gehen konnte. Ein weiteres Gespräch war dann nicht mehr nötig, auch nicht von meiner Seite aus.

    Allerdings hat es weder den Schmerz, die Trauer noch den Liebeskummer gelindert. Die kamen trotzdem mit voller Wucht auf mich zu

  7. Inaktiver User

    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    I
    Was der Mann von der TE gemacht hat, war jedoch unanständig. Probleme nicht offen anzusprechen, gemeinsamer Liebes-Urlaub, Zukunftspläne schmieden und dann von heute auf morgen weg.

    Das hätte man auch anders machen können
    Sorry, irgendwie kann ich es nie so recht glauben, wenn Leute hier schreiben, dass sie völlig ahnungslos waren und die Trennung nicht gesehen haben. Es kann doch nicht sein, dass man jemanden jahrelang als Partner erlebt, ihn glaubt zu kennen und dann nicht mal ansatzweise ahnt, wenn er auf dem Absprung ist?!? Und dann so zu tun, als sei alles in bester Ordnung gewesen.

    Da hat man dann oft die Augen mehr als zu gemacht. Bei einer Trennung kommen nur die Dinge ans Licht, zum Vorschein, die schon immer da waren, die einer aber nicht sehen wollte und der andere betätigt nun den LIchtschalter

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    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    @dieElvis #107
    Stimme Dir zu, mit einer Ausnahme, vielleicht nicht die Trennung aber doch eine gewisse Schieflage, Mißstimmung in der Partnerschaft.
    Denn ob es nun zu einer Trennung oder Affaire kommt, vorher war schon etwas im Argen. Nur wenn man auf Harmonie und Sicherheit bedacht ist, blendet man die Mißstimmung aus und hält sich an den schönen Momenten fest. Nur um nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren, aus Angst sich dem zu stellen, was auf einen zukommt.

    Die verbalen und nonverbalen Versuche des anderen werden überhört und übersehen. Wichtige Gespräche werden aufgeschoben, in der Hoffnung die Zeit wird alles zum Guten bringen.

    Der eine spricht nicht deutlich aus, um nicht zu verletzen und der andere fragt nicht nach,um nicht verletzt zu werden. Wichtige Gespräche finden nicht statt und irgenwann endet es in Trennung oder Affaire.

  9. gesperrt

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    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Da hat man dann oft die Augen mehr als zu gemacht. Bei einer Trennung kommen nur die Dinge ans Licht, zum Vorschein, die schon immer da waren, die einer aber nicht sehen wollte und der andere betätigt nun den LIchtschalter
    So habe ich das auch empfunden. Devise des Augenverschließers: Du bist/verhältst dich anders als ich möchte, das ist auch immer mal wieder ein Thema, aber ich setze mich schon durch/ich weiß schon, was auch für dich am besten ist. Meine Güte, streiten sic h doch alle mal. Variante: wir sind doch beide Veganer, gegen Braunkohle, mögen Slapstick und Rosenkohl und du hast nie wirklich was gegen meine Pläne zu Ferkel- und Hühneraufzucht gesagt, jedenfalls konnte ich dich immer überzeugen. Kann doch nicht sein, dass du das auf einmal alles nicht mehr willst!

  10. Inaktiver User

    AW: Ehemann trennt sich plötzlich

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hatte mir mein letzter EX Freund zum Abschied so ähnlich gesagt, geholfen hat es mir nur in dem Sinne, dass ich dann aufstehen und gehen konnte. Ein weiteres Gespräch war dann nicht mehr nötig, auch nicht von meiner Seite aus.

    Allerdings hat es weder den Schmerz, die Trauer noch den Liebeskummer gelindert. Die kamen trotzdem mit voller Wucht auf mich zu
    Ich habe nie behauptet, das es den Schmerz verringert oder etwas an der Situation/Trennung ändert

    Vielleicht können es auch nur die Personen wirklich verstehen, die ohne Erklärung, verlassen worden sind...


    Zitat Zitat von Arne Beitrag anzeigen
    Aber existenzbedrohend kann sowohl eine ungewollte Kündigung, wie auch eine ungewollte Trennung sein. Da schenkt sich die emotionale Ebene. Für den Betroffenen dürfte beides bitter sein...
    Beides "bitter" ja. Für mich persönlich ist eine Arbeitsstelle definitiv anders emotional - als eine Beziehung.

    Zitat Zitat von Hummelbein Beitrag anzeigen
    Mit diesem Satz erhebst Du den Anspruch auf Deutungshoheit und glaubst definieren zu können was emotionaler ist und was nicht.
    Du sprichst dem Gekündigtem somit das Gefühl ab, das ihm der Boden unter den Füssen weggerissen wurde. Kein Wunder wenn sich bei dieser Unterstellung der Gekündigte unverstanden fühlt.

    Ähnliches findet man auch in Partnerschaften. "Du brauchst dich doch nicht eingeengt fühlen, du wolltest doch diese Hochzeit,Hund, Haus, Kinder...."
    Ich schreibe hier mein Empfinden und meine Persönliche Wertung. Das bedeutet aber nicht, das mein persönliches Empfinden für alle gelten muss oder den Maßstab bildet.

    Jeder Mensch wird durch Erziehung/Erfahrungen geprägt und das ist bei jedem anders. Ein miteinander/Forum lebt von unterschiedlichen Meinungen und Ansichten. Ich freue mich über Austausch verschiedener Sichtweisen.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry, irgendwie kann ich es nie so recht glauben, wenn Leute hier schreiben, dass sie völlig ahnungslos waren und die Trennung nicht gesehen haben. Es kann doch nicht sein, dass man jemanden jahrelang als Partner erlebt, ihn glaubt zu kennen und dann nicht mal ansatzweise ahnt, wenn er auf dem Absprung ist?!? Und dann so zu tun, als sei alles in bester Ordnung gewesen.

    Da hat man dann oft die Augen mehr als zu gemacht. Bei einer Trennung kommen nur die Dinge ans Licht, zum Vorschein, die schon immer da waren, die einer aber nicht sehen wollte und der andere betätigt nun den LIchtschalter
    Ja, das stimmt. Die Reflexion wird auch bestimmt irgendwann einsetzen. Im Moment ist das aber bei TE noch nicht möglich.
    Für Sie ist es immer noch ein Schock

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