Liebe alle,
Ich habe mich vor einem Monat getrennt und bin mit unserer 12jährigen Tochter ausgezogen.
Wir haben eine wunderschöne Wohnung gefunden und kommen endlich zur Ruhe.
Die Klassenlehrerin meiner Tochter sagte, sie hätte den Eindruck, dass es ihr besser gehe seit wir getrennt sind.
Wir haben Struktur, Leichtigkeit und genießen viel Zeit und Nähe.
Mein Ex Partner ist ein sehr unsicherer Mensch.
Sein Vater war Alkoholiker, seine Mutter sehr dominant.‘
Er hat sich in unserer 29jährigen Beziehung nie wirklich geöffnet.
Wir reden seit bestimmt 6 Jahren konkret über Trennung. Er sagte immer, dass er es nicht ertragen könne, sein Kind nicht mehr jeden Tag zu sehen.
Ich habe mich sehr schlecht behandeln lassen.
Ich habe zugelassen, dass er mich klein macht und mich auch in der Öffentlichkeit zum Beispiel als dumm tituliert.
Ich hatte immer das Gefühl, ich bin seine Projektionsfläche für das was er in seinem Leben nicht auf die Reihe bekommt.
Ich bin immer noch fassungslos über mich selbst. Ich bin gutaussehend, beruflich erfolgreich und von Menschen umgeben, die mich lieben und mich als tolle Person sehen.
In Sachen selbstliebe habe ich große Fortschritte gemacht.
Es gab diesen Abend im November als er mir sagte :“ ich halte das nicht mehr aus, einer von uns muss sich eine Wohnung suchen“ ich sagte, dass ich das mache.
Eine Woche später hatte ich eine Wohnung.
Ich war eine von 155 Bewerbern.
Als ich ihm das sagte, meinte er, das was er sagte sei nicht ernst gemeint gewesen und er nehme es zurück.
Er hat mich drei Wochen bis zum Auszug unter Druck gesetzt und alle Register gezogen dass ich bleibe.
Dabei sagte er mir, es gehe ihm nicht um mich.
Nur um Geld und um seine Tochter.
Das was ich mir wünsche, Zuneigung, Respekt sei bullshit.
Ich zog aus. Stemmte streichen, möbelkauf und so viekes das ich noch nie gemacht habe.
Seitdem ist rosenkrieg. Er sagt offen, er will mich am Boden sehen.
Kaputt, ohne irgendwas.
Ich bin fassungslos.
Der Mann mit dem ich 29 Jahre zusammen war und ein Kind habe, ist zum niederträchtigen arschloch mutiert.
Ist das das männliche Ego?
Nach einem tränenreichen Wochenende denke ich, ich brauche eine Strategie.
Hat jensbf Tipps?
Ist das die Regel oder die Ausnahme wie er reagiert?
Hat irgendwer das schon erlebt? Wann hört das auf? Wie kommt man da raus?
Ich danke euch für eure Unterstützung!
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 23
Thema: Männliches Ego nach Trennung
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03.02.2019, 23:42
Männliches Ego nach Trennung
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04.02.2019, 00:07Inaktiver User
AW: Männliches Ego nach Trennung
Ich denke es ist die Regel wenn man ein Arschloch ist und eine Ausnahme 29 Jahre mit einem verheiratet zu sein und es nicht zu merken....
Er hat dich ja schon vor der Trennung nicht gut behandelt und er war es gewohnt das mit Dir machen zu können.
Das du nach vielen unschönen Dingen, wirklich gegangen bist, kratzt bestimmt an seinem Ego.
Er hat anscheinend echt einen an der Waffel. Du bist die Mutter des Kindes und allein wegen dieser Tatsache ist sein Verhalten unter aller Kanone.
Wie ist die Beziehung deines Kindes zu ihm?
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04.02.2019, 00:35
AW: Männliches Ego nach Trennung
es hoert so schnell nicht auf
versuche den kontakt auf eine minimum zu beschraenken, und passe auf eure tochter auf
der mann kann nicht verknusen, das es DIR wo du doch IHN verlassen hast, jetzt besser geht
deshalb mein ratschlag mit dem minimum an kontakt zu ihm
nutze eine einzige kommunikationsquelle um den umgang mit eurer tochter zu regeln, und ansonsten reagierst du am besten auf gar nichts, was er von sich gibt
bleibe sachlich freundlich und gehe auf nichts ein, außer auf die umgangsregelungen
wenn du glueck hast, findet er moeglichst schnell eine neue frau, dann bist du als projektionsflaeche dann eher weniger interessant
und nimm dir einen guten anwalt fuer die scheidung
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04.02.2019, 06:01
AW: Männliches Ego nach Trennung
Ich danke euch!
Das gute ist, wir sind nicht verheiratet... Er wollte nie-jetzt bin ich sehr froh.
Er war ein sehr guter Vater und war ziemlich am Start während ich Karriere gemacht habe.
In der letzten Zeit hat er begonnen, unsere Tochter zu kritisieren, so wie er es auch mit mir gemacht hat.
Als ich ihn darauf ansprach, sagte er, sie werde immer mehr wie ich und das könne er nicht ertragen.
Da wusste ich, dass ich gehen muss-auch um sie zu schützen.
Ich habe einen professionellen Coach und sehr gute Freunde.
Meine Tochter wird auch begleitet.
Sie ist zum Glück schon größer so dass vieles über ihren Vater direkt läuft, z.B.organisatorisches was die Wochenenden betrifft an denen sie bei ihm ist.
Ich denke, mir war vieles lange nicht bewusst weil es Parallelen in meiner Biografie gibt.
Mein Vater ist ähnlich.
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04.02.2019, 08:49
AW: Männliches Ego nach Trennung
Wieso mutiert?
Er hat Dich doch schon viele Jahre schlecht behandelt?!
Verhalten bei einer Trennung lässt sich nicht verallgemeinern.
Aber sieh es doch mal realistisch. Was will er denn gross machen?
Warst Du schon beim Anwalt?
Habt ihr Umgangszeiten für das Kind geregelt?
Konten getrennt?
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04.02.2019, 09:20
AW: Männliches Ego nach Trennung
@greeneyeredhair
das klingt doch deinerseits sehr gut
wie gesagt, beschraenke den kontakt auf ein minimum
und vor allen dingen, lasse das ganze nicht zu sehr an dich herankommen, auch wenn du dich ueber ihn aergerst
und wenn du mal wieder wut hast, und ihm etwas schreiben oder antworten willst, verfasse eine mail speichere sie ab und schicke sie nicht weg
dann ist deine wut verraucht...
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04.02.2019, 09:54Inaktiver User
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04.02.2019, 10:15Inaktiver User
AW: Männliches Ego nach Trennung
Das ist ein Teil einer Erklärung.
Deine Beschreibung deines ex klingt nach einem Narzissten.
Google mal narzisstische Persönlichkeitsstörung.
Ich war lange mit so einem verheiratet. Auch mit heftigem Rosenkrieg.
Was du machen kannst ? Leben !den Kontakt mit ihm auf ein Minimum beschränken. Scheidung ist bei euch nicht nötig. Sei froh darüber.
Habt ihr trotzdem gemeinsame finanzielle Verpflichtungen? Haus finanziert ? Gebe dich daran Alles zu trennen.
Sei froh das du keine finanziehen sorgen hast, denn du sagst du hättest Karriere gemacht.
Ich drück dir die Daumen
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04.02.2019, 10:20Inaktiver User
AW: Männliches Ego nach Trennung
aussage einer polizistin, die hier für gewaltprävention und ähnliches vorträge und kurse gehalten hat:
der gefährlichste mann für eine frau, ist der DEN SIE verlässt.
er hat dich jahrelang als emotionalen, verbalen bunching-ball benutzt. du hast mitgespielt. und jetzt nimmst du ihm sein lieblingsspielzeug mit. er will nicht deine spiele (reden, zuwendung etc- stichwort: bullshit) spielen.
er spielt nur sein spiel. tut mir leid, wenn das jetzt hart klingt: aber das war abzusehen, dass er zum a.....l..h mutiert. bzw. es jetzt richtig raushängen lässt.
ich möchte dir, auch wenn du jetzt schon gut aufgestellt bist (coach) den rat geben- gönne dir eine beratung bei der polizei und hole dir, gerade wegen deiner tochter, auch rechtssicherheit bei einem anwalt. fachanwalt für familienrecht.
der tanz hat erst begonnen.
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04.02.2019, 10:23
AW: Männliches Ego nach Trennung
Ich denke, dass er eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat
Wir haben nichts gemeinsames außer unserer Tochter.
Alles getrennt schon immer.
War irgendwie mein Bauchgefühl das mich das so machen lassen hat.
Ich bin auf einem sehr guten Weg, schon länger und darüber freue ich mich.
Die Herausforderung wird sein, das nicht so sehr an mich ranzulassen
Gibt es dafür Methoden oder Übungen?


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