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  1. Avatar von leigh0511
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß es ist schwer. Egal ob man selbst geht oder verlassen wird. Aber wir kommen drüber weg!
    So ist es! Auch wenn es sich für dich im Moment nicht so anfühlt, liebe Polylux, siehst du das in wenigen Monaten oder vielleicht sogar Wochen sehr wahrscheinlich komplett anders. Ich war vor einigen Jahren in einer fast identischen Situation (Alkohol, Midlife Crisis etc.), habe mich schlussendlich getrennt und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
    Es kann -wenn du es zulässt- auch ein Neuanfang sein. Nicht für euch als Paar (obwohl das zu diesem Zeitpunkt keineswegs ausgeschlossen ist - manche Kerle kommen tatsächlich wieder zur Besinnung), aber für DICH!
    Heulen und Zähneklappern ist im Moment völlig normal, lass den Schmerz zu, sei traurig, wütend, verzweifelt... was auch immer. Das gehört zum Verarbeiten einer Beziehung dazu.
    Irgendwann siehst auch du wieder Licht am Ende des Tunnels. Bis dahin heißt es durchhalten. Du schaffst das wie so viele von uns es auch geschafft haben. Entweder weil sie wollten oder weil sie mussten.


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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    du kannst im Moment sowieso nichts ändern.
    Das ist mir in vollem Umfang bewusst, dehalb brauche ich IHN jetzt am allerwenigsten. Ich bin so verletzt, so unendlich vor den Kopf gestoßen, fühle mich von ihm so herabgesetzt, dass mir dazu die Worte fehlen und (nur im Moment), die Kraft, danach zu suchen. Mich wirft die Angst und Verzweiflung immer wieder um und die Wunden der letzten Wochen schmerzen. Ich bin noch nicht wieder bei mir, im positivem Sinne.

  3. Avatar von leigh0511
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Zitat Zitat von polylux Beitrag anzeigen
    Ich bin noch nicht wieder bei mir, im positivem Sinne.
    Das erwartet doch auch niemand. Nimm dir die Zeit, die du brauchst um das ganze zu verarbeiten und zum Durchatmen.


  4. Registriert seit
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Danke an alle, die sich meiner hier annehmen. Euer Zuspruch, das Vergewissern, dass das Leben wieder ins Lot kommt tut so gut.

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ist er denn beruflich jetzt zufrieden?
    Nach Jahren der Suche (abgebrochene Studium, eigenes Geschäft) und verschiedenen Jobs danach, hat er vor 5 Jahren mit einer Ausbildung eine Richtung in einen "richtigen" Beruf eingeschlagen und war damit super zufrieden und glücklich. Diese 5 Jahre Beständigkeit im Beruf ist neu. Er durchläuft dort seit dem verschiedene Bereiche und genießt die Anerkennung, die er bekommt, wenngleich er sich in dem jeweiligen Bereich recht schnell unterfordert fühlt und langweilt.

    Zitat Zitat von leigh0511 Beitrag anzeigen
    Das erwartet doch auch niemand.
    Doch, ich. Deshalb brauche ich zur Zeit immer wieder jemanden wie dich, der mir sagt, dass das OK ist und dass es vorbei geht, dass meine Fassungslosigkeit berechtigt ist, aber das mich das nicht zerstört.
    Geändert von polylux (05.02.2019 um 13:15 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Zitat Zitat von polylux Beitrag anzeigen
    wenngleich er sich in dem jeweiligen Bereich recht schnell unterfordert fühlt und langweilt.

    Zieht sich das nicht irgendwie durch sein Leben, diese Langweile?

    Deshalb auch die Suche nach Abenteuern etc.?

    Es gibt Menschen, die sind immer auf der Suche nach irgendetwas, niemals zufrieden mit dem Leben, niemals irgendwo und vor allem bei sich selbst angekommen, stets unstet, unruhig, Hektik verbreitend, ohne jegliche Sozialkompetenz und für die Mitmenschen belastend, unangenehm und ermüdend.

    Findest Du da etwas wieder bei deinem Mann?
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.


  6. Registriert seit
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Hallo polylux,

    du hast auch mein tiefstes Mitgefühl. Nach 9 Tagen geht die ganze Energie noch für simples Weiterleben, Weiteratmen drauf, an mehr ist fast nicht zu denken. *Drückdichmal*

    Ich lese in diesem Forum seit 3 Monaten still mit, seit ich unfreiwillig getrennt wurde. Die Erkenntnis, daß man wahrlich nicht alleine ist, hilft schon weiter. Und daß die anderen es auch, früher oder später, geschafft haben aus diesem Sumpf rauszukrabbeln. Und daß die ganzen Sprüche, die man vom (ehemaligen) Partner zu hören bekommt, auch gar nicht so speziell und individuell sind. Er muß sich selbst finden, nur noch für sich selbst da sein, es niemand anderem mehr Recht machen, er verpasst was, tralala etc. pp. Irgendwo gibt es da doch ein Drehbuch mit den beliebtesten Trennungsphrasen, grrr.

    Man kann hier gute Tipps finden. Meinen ersten Monat hab ich nur damit verbracht, mir jeden Tag irgendeine Kleinigkeit vorzunehmen. Einmal durch den Park gehen (um mir zu beweisen daß ich wenigsten ne halbe Stunde nicht heulen kann), oder zu doofen Youtube-Videos Sport machen (damit wenigstens irgendjemand mit mir redet), oder das Bad putzen. Einfach nur eine minikleine Sache, sonst nichts. An Essen oder Schlafen oder Arbeiten war eh nicht zu denken. Keinen Hunger und nachts ständig panisch aufgewacht.

    Es wird besser, insgesamt. Es wird auf jeden Fall besser als es jetzt die ersten Tage und Wochen für dich ist. Es geht aufwärts, und dann wieder ein bisschen abwärts, uuuund wieder aufwärts, eine Wellenbewegung. Die Angst wird durch Wut ersetzt, dann wieder Trauer, chaotisch und anstrengend ist es schon. Aber es wird besser. Ich wünschte ich könnte dir sagen, wie es am schnellsten besser wird, aber das versuche ich selber noch rauszufinden. Immer ein Tag nach dem anderen!


  7. Registriert seit
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Aufgerafft und zurück vom Hosenkauf mit der Tochter, für die Tochter. Hinsetzen und Luft holen.

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Zieht sich das nicht irgendwie durch sein Leben, diese Langweile?

    Deshalb auch die Suche nach Abenteuern etc.?

    Es gibt Menschen, die sind immer auf der Suche nach irgendetwas, niemals zufrieden mit dem Leben, niemals irgendwo und vor allem bei sich selbst angekommen, stets unstet, unruhig, Hektik verbreitend, ohne jegliche Sozialkompetenz und für die Mitmenschen belastend, unangenehm und ermüdend.

    Findest Du da etwas wieder bei deinem Mann?
    Mein kluger Sohn (26) zu mir gesagt: "Guck mal Mama, früher hat ... immer den Job gewechselt. Der ist jetzt aber zu einer Konstanten geworden, das kennt er so nicht und braucht etwas anderes von dem er sich befreien kann, weil er so etwas wie Routine nicht aushält."

    das geht etwa in die gleiche Richtung, oder?
    Sozialkompetenz würde ich ihm nicht absprechen und als belastend, unangenehm und ermüdend, auch nicht beschreiben. Im Freundeskreis (über den darf ich gerade nicht nachdenken!) ist er der, der immer gut drauf ist, bei keiner Feier fehlt und mit dem man gut Pferde stehlen kann. Sehr beliebt, wenn auch als hin und wieder unzuverlässig bekannt.

    Naja, für diese Abenteuer bleibt dann nur noch der Feierabend. Der reicht nicht für Freunde und Familie. Da musste er sich entscheiden. Sorry, ich könnte gerade ko...

  8. Avatar von leigh0511
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Zitat Zitat von polylux Beitrag anzeigen
    Doch, ich. Deshalb brauche ich zur Zeit immer wieder jemanden wie dich, der mir sagt, dass das OK ist und dass es vorbei geht, dass meine Fassungslosigkeit berechtigt ist, aber das mich das nicht zerstört.
    So sind wir Frauen. Wollen/sollen/müssen immer funktionieren -und das möglichst auch noch perfekt-, egal was von außen auf uns einstürzt. Sich davon freizumachen ist nicht leicht aber durchaus machbar.
    Du hast keine kleinen Kinder mehr daheim, die versorgt werden wollen. Deine Kinder können das ja auch mal selber tun.
    Und wenn die Staubflusen mal einen Tag lang (oder eine Woche) nicht weggemacht werden, dreht sich die Erde trotzdem weiter.
    Es ist ein wunderbares Gefühl der Freiheit und Leichtigkeit, das sich da einstellt, wenn man sich von diesen Zwängen mal löst. Klar, den Job sollte man nicht aufs Spiel setzen, soweit würde auch bei mir die Freiheit nicht gehen (wenn du nicht kannst, einfach mal den Hausarzt um einen gelben Schein bitten). Aber alles andere kann man ruhig mal schleifen lassen.

    Ich verstehe total, dass du wütend bist (mit Recht!). Aber sehr wahrscheinlich wird sich wird sich diese Wut irgendwann verziehen und in eine gewisse Gleichgültigkeit umschlagen.
    Das ist der Zeitpunkt, an dem für dich ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Und wer weiß, vielleicht wartet da wie bei vielen anderen auch etwas großes und wunderbares auf dich. Bei mir war es so. Und ich hätte das auch nie für möglich gehalten.
    Geändert von leigh0511 (05.02.2019 um 16:29 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Liebe Taba, jetzt sitz ich doch hier und weine, was noch ganz, ganz selten passiert. Magst du erzählen, was dir passiert ist? Auch eine Art Midlifecrises, oder wie auch immer man das nennen will? Die Zeitspanne von drei Monaten mag ich mir noch gar nicht vorstellen. Andererseits wäre ich jetzt gerne zwei Jahre weiter und hätte das alles einigermaßen hinter mir.
    Ich versuche, so mich die Ärztin lässt, nächste Woche wieder zu arbeiten. Das ist einer der ganz wenigen Punkte, die mit ihm absolut nichts zu tun haben. Zum Glück habe ich dort nie viel von meinem Privatleben preiszugeben. Ich hatte früher mal Mut und so halbwegs mein Hobby zum Beruf gemacht. Vielleicht lenkt sie mich ab und verschafft mir wenigstens phasenweise Abstand vom Kopfkino und Bauch.


  10. Registriert seit
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    AW: Mein Mann verlässt mich gerade

    Zitat Zitat von leigh0511 Beitrag anzeigen
    So sind wir Frauen. Wollen/sollen/müssen immer funktionieren -und das möglichst auch noch perfekt-, egal was von außen auf uns einstürzt.
    Ich nenn' das immer meine preußisch-protestantische Erziehung ;-)
    Seit gestern bin ich bereits krank geschrieben. Zum Glück mit "echtem" Krankheitsbild, da letzte Woche schon mein Schatten hustend auf dem Zahnfleisch durchs Büro gekrochen ist.

    Zitat Zitat von leigh0511 Beitrag anzeigen
    Und wer weiß, vielleicht wartet da wie bei vielen anderen auch etwas großes und wunderbares auf dich.
    Das dachte ich zu haben? Wirklich! Jetzt habe ich Angst davor, irgendetwas von ihm oder über ihn zu hören. Vielleicht weil ich buchstäblich die Augen zu kneife und die Ohren zu halte.

    Das ich eine rosarote Brille sagt man mir, glaube ich nicht nach, dazu bin ich zu rational und hinterfrage manchem eher zu viel als zu wenig. Aber hier und jetzt ist es mir, so mir nichts dir nichts, durch die Finger geronnen. Ich habe mich komplett vertan. Das muss ich mit einem Fachmann für mich klären.

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