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  1. Registriert seit
    21.12.2018
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    verwirrt Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    Hallo,
    vielleicht erstmal zu meiner Grundsituation: Ich habe mich vor nun fast 3 Monaten von meinem Freund nach 4 Jahren Beziehung getrennt. Vor der Trennung habe ich schon ca. ein Jahr darüber gegrübelt, ob ich noch genug empfinde. Der eigentliche Schlussstrich wurde dann aber von meinem Freund angestoßen, der gemerkt hat, dass ich mich immer mehr zurückziehe.
    In der Anfangszeit nach der Trennung war ich sehr traurig und habe meine Tränen eigentlich nur zurückhalten können, wenn ich unterwegs war. Mittlerweile weine ich nicht mehr, aber ich denke trotzdem sehr viel an ihn und unsere Beziehung.
    Als wir noch zusammen waren habe ich oft gedacht: wenn ich schon fast 1 Jahr über Trennung nachdenke, ist die Beziehung nicht mehr richtig.
    Jetzt denke ich: Wie kann die Trennung richtig sein, wenn ich ihn so vermisse, oft an ihn denke und alles was ich erlebe mit ihm teilen möchte?
    Ich frage mich jetzt, ob ich vielleicht falsche Vorstellungen von Liebe habe. Gibt es wahre Liebe überhaupt? Oder ist es vielleicht einfach wichtig jemanden zu finden dem man vertraut, der sich um einen sorgt und der die gleichen Werte teilt. Ich glaube es gibt Menschen die besser zu mir passen würden, aber bestimmt noch viel, viel mehr die viel schlechter wären. Bin ich vielleicht zu wählerisch, zu kritisch und suche nach einer utopischen Vorstellung? Oder bin ich vielleicht ein grundsätzlich eher unzufriedener Mensch, der das wunderbare um ihn herum nicht genug schätzt?
    Ich versuche viel zu unternehmen, ich schreibe meine Gedanken auf, ich rede mit Freunden … und trotzdem weiß ich im Moment einfach nicht weiter. Ich habe das Gefühl alles zu zerdenken und mich nur im Kreis zu drehen. Ich schaffe es nicht eine klare und eindeutige Entscheidung zu treffen. Jedem zunächst total logisch erscheinenden Gedanken, lässt sich ein ebenso logischer Gedanke entgegenbringen.
    Ich weiß, dass keiner mir die Entscheidung abnehmen kann, aber ich wäre für Ratschläge sehr dankbar, da es mir im Moment einfach nicht gut geht.

  2. 21.12.2018, 04:31

    Grund
    Respektlosigkeit gelöscht


  3. Registriert seit
    08.01.2014
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    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    Zitat Zitat von 1234456789 Beitrag anzeigen

    Ich habe mich vor nun fast 3 Monaten von meinem Freund nach 4 Jahren Beziehung getrennt.

    Ich weiß, dass keiner mir die Entscheidung abnehmen kann, aber ich wäre für Ratschläge sehr dankbar, da es mir im Moment einfach nicht gut geht.
    Drei Monate sind ein kurzer Zeitraum und da ist es doch noch ganz natürlich, wie Du reagierst.

    Auch derjenige, der die Trennung ausspricht, muss seine Trauerarbeit leisten und braucht seine Trauerzeit.
    Das ist m.E. eine völlig normale und gesunde Reaktion, irgendwann wirst Du damit fertig sein und wieder anders fühlen, gib dir halt einfach die Zeit, die für dich nötig ist.

    lg jaws
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.


  4. Registriert seit
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    487

    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    Zitat Zitat von 1234456789 Beitrag anzeigen
    ....
    Ich frage mich jetzt, ob ich vielleicht falsche Vorstellungen von Liebe habe. Gibt es wahre Liebe überhaupt? Oder ist es vielleicht einfach wichtig jemanden zu finden dem man vertraut, der sich um einen sorgt und der die gleichen Werte teilt.

    .....

    Bin ich vielleicht zu wählerisch, zu kritisch und suche nach einer utopischen Vorstellung? Oder bin ich vielleicht ein grundsätzlich eher unzufriedener Mensch, der das wunderbare um ihn herum nicht genug schätzt?

    .......

    Ich versuche viel zu unternehmen, ich schreibe meine Gedanken auf, ich rede mit Freunden … und trotzdem weiß ich im Moment einfach nicht weiter. Ich habe das Gefühl alles zu zerdenken und mich nur im Kreis zu drehen. Ich schaffe es nicht eine klare und eindeutige Entscheidung zu treffen. Jedem zunächst total logisch erscheinenden Gedanken, lässt sich ein ebenso logischer Gedanke entgegenbringen.

    ....

    Hallo :-)

    Ich kann mir gut vorstellen, was sich da bei dir grad abspielt, gefühls- und gedankenmäßig

    Für mich ist "wahre Liebe" eh ziemlich viel von dem, was du auch selber schreibst - Vertrauen, Zugewandtheit, "Fürsorge" füreinander und gleiche/weitgehend ähnliche Werte. Plus halt noch die Anziehung, die für partnerschaftliche Liebe halt mit im Paket wäre.

    Ähnliche Gedanken, wie du sie grad wälzt (Vorstellungen, kritisch...) kenne ich von mir auch, leider auch mit ähnlichem Ergebnis - das Im-Kreis-drehen und ja, jedem Gedanken steht ein anderer diametral gegenüber. Man steht irgendwie an.
    Manchmal platzt dieser Knoten aber dann, das kenne ich inzwischen auch. Oder man findet genau noch den einen letzten Impuls, der gedanklich gefehlt hat und das "Bild ist rund".

    Gespräche mit Freunden halfen auch mir nur bedingt, viele Menschen gehen gar nicht so sehr in die Tiefe oder können/wollen trotz der Freundschaft nicht so recht sich mit dem Thema auseinandersetzen. Und nicht zuletzt hat ja jeder ein individuelles Vorleben und Mind-set, das da ja auch in die Meinung zu deiner Fragestellung hineinspielt und vielleicht so gar nciht recht dazupassen mag.

    In Summe kann ich dir jetzt auch leider nichts wirklich "raten", aber zumindest dir versichern: Du bist da in bester Gesellschaft ;-)


  5. Registriert seit
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    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    Zitat Zitat von 1234456789 Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass keiner mir die Entscheidung abnehmen kann, aber ich wäre für Ratschläge sehr dankbar, da es mir im Moment einfach nicht gut geht.
    welche entscheidung?


  6. Registriert seit
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    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    mir scheint, du vermisst vor allem die zweisamkeit und fühlst dich jetzt allein.

    das ist ganz normal. du wirst dich noch daran gewöhnen und sowieso steht dir ja offen, dir einen neuen mann zu suchen!

    und von mir ein eindeutiges ja: es ist möglich, jemanden zu finden, wo klar ist, dass man mit ihm zusammen sein will. trotz vielleicht zwischendurch mal nervigen oder blöden situationen.


  7. Registriert seit
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    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    Das tut mir leid für dich das Du dieses Gefühlschaos hast. Du hast 1 jahr gegrübelt ob Du noch genug Gefühle für ihn hast,ob Du ihn noch liebst oder ihn nur gern hattest,wie kommt das? Wie waren die 3 Jahre zuvor das diese Frage bei Dir aufkam? Hast Du mit ihm darüber gesprochen oder hast Du dich wortlos zurück gezogen? Hat er Dich angesprochen und Du bist ausgewichen?

    Wenn es so war, kann ich verstehen das er Dir die Entscheidung abgenommen hat.
    Jeder Mensch hat seine eigenen Bedürfnisse und die wollen erfüllt sein.Hör in Dich rein was Du brauchst um glücklich zu sein, dann schau auf Dein Gegenüber ob der jenige das erfüllen kann ohne das sich einer verbiegen muss.

    Wir haben meist mehr Bedürfnisse als der andere erfüllen kann, was sind Deine wichtigsten? Worauf kannst Du in deiner Partnerschaft nicht verzichten? Was hast Du für deinen Freund zuliebe gemacht und hast deine Bedürfnisse vernachlässigt? Damit Du mit der jetzigen Situation abschließen kannst, ist ganz ganz wichtig das Du bei Dir bleibst. Hirne nicht rum wieso,weshalb hat er das gemacht/nicht gemacht,liebt er mich noch oder nicht. Nein nicht darüber nachdenken, richte Deine Gedanken auf Dich. Wenn Du 1 Jahr schon gegrübelt hast, hat Dir doch irgendwas gefehlt, Du hattest vielleicht nur nicht den Mut das zu beenden?

    Du fragst ob Du falsche Vorstellungen hast, das was Du beschreibst sind Deine Bedürfnisse um glücklich zu sein. Wie kann das falsch sein? Wir entwickeln uns immer weiter im Leben, auch in einer Partnerschaft. Und manchmal entwickelt man sich in eine andere Richtung als der Partner und man müsste sich verbiegen, nur dann sind wir nicht mehr glücklich.


    Geändert von Hummelbein (21.12.2018 um 20:37 Uhr)

  8. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    Wie alt seid ihr denn ungefähr?
    Und was waren deine Zweifel?

  9. Avatar von Beachnoodle
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    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    LIebe TE,
    eure Trennung liegt noch nicht lange zurück. Ist also völlig ok. Du solltest jetzt nicht Dich und deine Entscheidung in Frage stellen. Ja auch wenn man selbst geht, ist es nicht unbedingt leicht.
    Habt ihr geredet, Versucht dieGründe für das Grübeln aufzudecken, versucht etwas zu ändern?

    Es klingt als hättest du grad lieber den Spatz in der Hand als die Taube aufm Dach.
    Lieber Ex zurück als allein.
    Man trifft Entscheidungen und lebt mit den Konsequenzen.
    Du vermisst vermutlich das gemeinsame Leben.
    Aber Hätte,hätte Fahrradkette.
    Du hast in der Beziehung gemerkt: es ist nicht so, wie ich es brauche. Dass ist sehr individuell und daher schwer mit anderen vergleichbar. Was ist denn aus DEINER Sicht überzogen?
    Hättest Du dir gewünscht, dass dein Ex um Euch kämpft anstatt dann seinerseits den Schlusstrich zu ziehen?

    Mal ehrlich, wenn Du jetzt jemanden Neues hättest, ihr beide total verknallt ineinander wärt würdest du noch eine Millisekunde an Dir zweifeln ? Oder gar den Ex zurückwollen. Wohl kaum.
    Also lern was draus für die Zukunft und wenn es nur ist, dass es eben nicht leicht ist für sich einzustehen und dann eben auchmal ne Durststrecke zu überstehen. Du packst es!
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer


  10. Registriert seit
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    AW: Leid, Zweifel und Entscheidung nach der selbstverursachten Trennung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bin ich vielleicht zu wählerisch, zu kritisch und suche nach einer utopischen Vorstellung? Oder bin ich vielleicht ein grundsätzlich eher unzufriedener Mensch, der das wunderbare um ihn herum nicht genug schätzt?

    Ich habe das Gefühl alles zu zerdenken und mich nur im Kreis zu drehen. Ich schaffe es nicht eine klare und eindeutige Entscheidung zu treffen. Jedem zunächst total logisch erscheinenden Gedanken, lässt sich ein ebenso logischer Gedanke entgegenbringen.
    .
    Es beruhigt mich, hier zu lesen , dass auch andere sich genau diese Gedanken machen.....warum ist man nur so, dass man, wenn man vorher lange überlegt hat und eine Entscheidung für richtig hielt(oder eigentlich auch hält) nun diese Zweifel an der eigenen Person kommen..... Der Thread ist nun drei Monate alt, mich würde es interessieren, wie es Dir jetzt geht ?

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