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  1. Registriert seit
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    Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Hallo zusammen,

    ich bin recht verzweifelt: Wir sind seit 5 Jahren verheiratet, seit 14 Jahren zusammen (zum 2. Mal, dazwischen 7 Jahre Pause!) - 3 kleine Kinder und Haus mit überschaubarer Restschuld. Das erstmal zur Information.

    Meine Partnerin fühlt nichts mehr für mich. Der Grund: Mehrfache Verletzungen, über die Sie aber auch nie mit mir gesporchen hat - leider. Die Verletzungen waren nicht überdramatisch, häufig ging es auch um subjektiv zu wenig Hilfeleistung von meiner Seite - was aber auch nur bedingt stimmt. Aber jeder Mensch nimmt das ja auch anders war, also sollte ich die Heftigkeit nicht beurteilen.

    Zu mir: Ich bin eigenltich sehr positiv eingestellt, aber schon recht lange sehr unzufrieden. Die Unzufriedenheit hat mich auch stark verändert - das stimmt soweit.

    Im Haushalt und mit den Kinder machen wir beide volle 50%, ich bin voll und auch zur Zufriedenheit meiner Frau im Haushalt und bei den Kindern am Start und gebe auch entsprechend Gas. Da ic Freiberufler bin, muss ich allerdings auch viele Situationen "puffern", wenn meine Frau aus irgendwelchen Gründen keine Zeit hat - Sie arbeitet allerdings auch nur zu 50%, so wie ich.

    Seit ca. 3 Wochen steht fest, dass keine Gefühle mehr bei Ihr vorhanden sind - ich habe gefragt, ob ich etwas Positives beitragen kann zur Situation - das wurde verneint. Im Frühjahr diesen Jahres, ca. April, bin ich zu Hause ein wenig ausgeflippt, weil seit der Geburt der Kinder nicht mehr an Zeit für uns übrig ist. Wir waren in den letzten 7 Jahren genau einmal aus essen.

    Und seit diesem Vorfall im April kamen immer wieder ca. im 4-6 Wochen-Zyklus Vorwürfe meiner Frau, bzw. wurden negative Gedanken von meiner Frau gehegt, die ebenfalls nie ausgesprochen wurden. Ich habe Sie mehrfach zur Rede gestellt,weil ich gemerkt habe dass was im Busch ist - was in meinen Augen sehr unklug war. Aber ich hatte Angst.

    Als ich vor 3 Wochen brutal festgestellt habe, und wir haben ja nun wirklich schon seit vielen Monaten Megakrise, dass Sie keine Gefühle mehr hat (ich kann das sogar verstehen!!!), habe ich dann mal angesprochen, was mit einer Trennung wäre. Das war die letzte Eskalation, wobei dieser Moment ruhig und sachlich war und ohne Vorwurf. Nur was soll das Ganze, wenn ja nunmal nichts mehr an Gefühlen da ist.

    Wir beginnen in der nächsten Woche gemeinsam ein Paarberatung, ich habe sofort eingewilligt, dass ich mitmache. Nur ich hänge jetzt seirt mehreren Wochen in der Position, dass keine Gefühle mehr da sind, man nicht weiss, ob noch was zurück kommt und bin quasi zum Abschuss freigegeben, im schlimmsten Fall.

    Ich kann mit der Situation echt schwer umgehen, weil ich meinen Vater in der Kindheit verloren habe und meine Mutter mit 21 Jahren - ich bin Mitte 40. Ich habe nun massive Verlustängste.

    Es gibt sicher noch viele Details, aber ich denke, das sollte eigentlich reichen für's erste. Was meint Ihr, hat das Ganze noch Sinn??? Ich bin ich völlig ratlos!

    Es gab auch einige berechtigte Kritikpunkte von Ihr, von denen viele schon angegangen wurden von meiner Seite - das ging recht fix, weil die Kritik auch durchaus berechtig war. z.B. besserer Umgang mit den Kinder, respektvoller und einfühlsamer und andere Punkte.

    Eigentlich waren wir immer ein Traumpaar, ich habe kürzlich Fotos von uns gesehen, wo alles wirklich bestens war, nur seit den Geburten ist scheinbar alles echt den Bach runter gegangen.

    Kann mir jemand was dazu sagen? Gerne auch Frauen mit evtl. ähnlichen Erfahrungen?

  2. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Wie alt und wie "dicht" sind denn die Kinder?

    Die Kleinkindphase ist anstrengend, und da verlieren sich viele Paare zumindest ein Stückweit.
    Da kann man auch wieder zusammenfinden.

    In der Phase müssen viele Bedürfnisse der Eltern hintenanstehen - oft haben beide das Gefühl, "zu kurz zu kommen", und beide haben Recht.

    "Keine Gefühle mehr" - das kann erloschen sein, aber oft ist die Liebe auch nur verschüttet, und wo noch ein Funken ist, kann auch wieder ein Feuer entfacht werden. Das weiß man oft selbst nicht.

    Also Fazit: Paarberatung ist gut.
    Und bitte in dieser Phase keine weitreichenden Entscheidungen treffen.


  3. Registriert seit
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Tja, was soll man da sagen?
    Ihr steht beide vor einem riesigen Haufen Mist.
    Ihr habt beide jahrelang gearbeitet, Kinder bekommen, euch um die gekümmert...aber nicht um eure Beziehung.
    Schließt jetzt Waffenstillstand bis zur paartherapie. Dort wird alles ausgepackt.
    Geht die Sache langsam an.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)

  4. Avatar von fairysister
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    ich wünsche Dir dass ihr in der Paarberatung offen und konstruktiv reden könnt und einen guten Umgang miteinander finden werdet. Vielleicht lässt sich Eure Partnerschaft ja doch noch retten.
    Was mir aufgefallen ist: Du bezeichnest die Verletzungen Deiner Partnerin als "nicht überdramatisch". Es kommt so rüber als würdest Du diese abtun, nicht so wichtig nehmen.
    life's a beach

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Willkommen im Forum, barneyy

    Ich lese aus Deinem Beitrag hauptsächlich Überforderung heraus,
    und zwar auf beiden Seiten. Dass Gefühle darunter leiden ist nicht
    weiter verwunderlich.

    Die Paarberatung ist ein guter Ansatz, sie sollte Euch aufzeigen können,
    was veränderbar ist.

    Darf ich fragen, was zu immerhin sieben Jahre "Pause" geführt hat?


  6. Registriert seit
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    155

    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    @Marta-Agata:
    Die Kinder sind sehr dicht beieinander, 2, 4 & 6 Jahre alt - die Bindung meinerseits zu den Kinder ist sehr stark, weshalb das alles so weh tut!

    @fairysister:
    Nein, ich wollte die Verletzungen nicht kleinreden, niemals. Wenn ich bei meinem "Kopfkarussell" (was sich zeitweise sehr schnell dreht!!) richtig wieder geben kann, basieren die "Verletzungen" (oder evtl. sogar nur Enttäuschungen , ich weiss es nicht!) - es sind in den letzten 10 Jahren ca. 5-6 Situationen gewesen - vielmals auf zu wenig Unterstützung (was teilweise absolut unbegründet ist!).

    Ich habe am Wochenende eine Auszeit nehmen müssen, ganz dringend und bin in den Wald gefahren zum spazieren - das hat mir sehr gut getan. Dabei ist mir in den Sinn gekommen, dass meine Partnerin ggf. zu schwach ist, um an mir festzuhalten und zu schwach ist, um mich zum Gehen zu bitten.

    Das habe ich meiner Partnerin leider mal wieder auch gesagt (was natürlich dumm war!) - neutral und ohne Vorwurf - Sie hat es wieder als Vorwurf interpretiert.

    @Schafwolle: Das mit der Überforderung ist sicher richtig, ich habe auch echt viel Einsatz gezeigt und mich nie gedrückt - ich habe auch den Großteil der Haussanierung gemacht, weil ich auch handwerklich sehr viel kann. Zu der Pause hat glaube ich die Geburt des ersten Sohnes geführt . Der wird jetzt bald 7! Ich lese ja hier im Forum schon lange passiv mit und habe vielfach gelesen, dass das nicht unüblich ist bei Frauen.

    Ich muss dazu sagen, dass ich im Grunde viel zu spät realisiert habe, dass meine Rolle in der Familie sich natürlich auch ändert nach der Geburt der Kinder. Ich fühle mich jetzt nicht vom Trohn geschubst oder so, aber ich bin nicht mehr an erster Stelle bei meiner Frau. Damit komme ich auch klar, nur kann es ja nicht sein, das man quasi "geschieden" ist in der eigenen Ehe wegen der Kinder. Das ist jetzt überzogen formuliert, aber ein Freund (in der gleichen Situation wie ich - also wirklich sehr gut vergleichbar!) sieht das im Grunde so.

    Für mich ist das eine Lebenslüge und es macht es schwer ertragbar, für meinen Freund ist das völlig normal - das geht so ein bisschen in die Richtung: Wenn die Kinder größer werden wird das alles wieder. Das sehe ich anders!

    Heute morgen ist mir noch eingefallen: Der Kinderwunsch stand immer im Vordergrund, meine Frau hat mir auch mal gesagt, wenn ich keine Kinder gewollt hätte, hätte sie sich einen neuen Partner gesucht. Ich habe nun doch dezente Ängste, dass die Paarberatung nur wegen der Kinder stattfindet.

    Als ich vor 2-3 Wochen gemerkt habe, dass meine Frau keine Gefühle mehr hat, habe ich eine Trennung ins Spiel gebracht, was sehr unklug war - das ich so unrational durchdrehe hat aber auch Gründe (Massive Verlustängste bzgl. unserer Familie!).

    Die Reaktion meiner Frau auf die Trennung war wie so häufig sehr merkwürdig: Sie fragt nicht, warum Trennung oder "Oh Gott - nein keine Trennung!" - Sie sagte, dass Sie nicht weiß wie Sie es alles schaffen soll.

    Da ich auch möchte, dass meine Frau nicht unglücklich ist, habe ich ihr für den Fall einer Trennung entsprechende Unterstützung von mir angeboten.

    Vor einigen Tagen hat Sie mir dann schon klar gemacht, dass Sie alles auch alleine schaffen kann. Sie gibt jetzt auch noch mehr Kraft für die Familie und erledigt einige Dinge jetzt selbst, die ich früher übernommen habe, z.B. abends kochen oder ähnliches.

    Das mit der Überforderung ist sicher richtig, ich habe auch schon seit geraumer Zeit eine Babysitterin ins Spiel gebracht, das Angebot wurde aber nie wirklich aufgegriffen von meiner Frau. Ich werde die Babysitterin jetzt trotzdem aktivieren, weil egal wie es ausgeht, wir oder meine Frau diese Hilfe gut gebrauchen können/kann.

    Danke schonmal für eure Ratschläge
    Geändert von barneyy (15.11.2018 um 08:44 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Ja, mach das mit dem babysitter.
    Frag deine Frau was sie mit dir zusammen machen möchte. Kino, was essen gehen, irgendwas in kultur. ..?
    Plant Zeit für euch beide ein. Und redet miteinander. Nimm sie ernst.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)


  8. Registriert seit
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Klar mach ich das. Aber wir können leider momentan nichts zusammen machen.

    Pass auf, ich hatte gestern morgen wieder einen extrem düsteren Morgen, richtig schlechte Laune und Ängste. Um 11.00 Uhr habe ich mir gesagt: So geht's auch nicht, reiß Dich am Riemen. Gesagt, getan - positiv gedacht. Mit dem Positiven bin ich nach Hause -da ist meine Frau nicht richtig mit klargekommen.

    Ich habe mich bei Ihr bedankt, dass Sie die Paarberatung mit mir macht. Ich bin nicht ständig schlecht gelaunt und pessimistisch, aber bei uns ist echt der Wurm drin.


  9. Registriert seit
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Wenn du Ängste hast musst du das für dich angehen.
    Da kann sie evtl nicht gut mit umgehen. Ein Partner der von Ängsten gefangen ist ist schwierig.

    Ihr könnt momentan nichts zusammen machen ?
    Das ist doch schon seit Jahren so. Kein Wunder wenn deine Frau unzufrieden ist.
    Frau ist nicht nur Mutter, Ehefrau und Putzfrau.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)

  10. Avatar von Mambi
    Registriert seit
    22.08.2017
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    AW: Angst vor Trennung mit Kindern und Haus

    Sag mal, barneyy … liebst Du Deine Frau eigentlich?
    Davon les ich hier nämlich nichts.

    Würdest Du sie heute treffen, wäre sie anziehen, attraktiv für Dich, würdest Du Dich HEUTE erneut in sie verlieben?

    Und jetzt bitte kein spontanes "ja, natürlich", sondern denk drüber nach und beantworte das ehrlich - und zwar zuallererst vor Dir selber.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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