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  1. Registriert seit
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    Trennung kurz nach Hochzeit

    Hallo ihr lieben,

    ich wende mich an euch, weil sich mein Mann [editiert] Wochen nach unserer kirchlichen Hochzeit von mir getrennt hat. Dies ist inzwischen [editiert] Wochen her.

    Wir waren insgesamt [editiert] Jahre zusammen (er ist [editiert], ich bin [editiert]). Bereits kurz vor der Hochzeit teilte er mir mit, dass ihm das alles zu viel Stress sei und er das Gefühl habe, dass wir uns durch die stressige "Vorhochzeitszeit" aus den Augen verloren haben. Er hat mich das zu keiner Zeit vorher spüren lassen oder sich anders verhalten usw. Ich sagte zunächst, dass ich die Hochzeit natürlich nur möchte, wenn er an diesem Tag das was er mir sagt (dass er mich liebt, in guten und schlechten Zeiten blabla) auch ernst meint. Zwei Tage später entschuldigte er sich bei mir und sagte, dass er die Hochzeit auf jeden Fall möchte und mich liebt. Ich glaube ihm, weil er mich in den [editiert] Jahren kein einziges Mal (richtig) angelogen hat.

    Die Hochzeit war wunderschön und entspannt. Er sagte vor allen Gästen in einer Rede, wie froh er sei, dass ich seine Frau bin und er sich keine Bessere wünschen könne. Er küsste mich viel und zeigte offen seine Zuneigung zu mir.

    Leider merkte ich nach der Hochzeit schon, dass irgendwas weiterhin bei uns nicht richtig stimmte. Er war nicht wirklich abweisend, aber auch nicht sonderlich liebevoll. Auf alle Nachfragen reagierte er mit "es ist alles gut, du bildest dir nur was ein". Irgendwann habe ich dann körperliche Beschwerden (Magendarm) bekommen. Er sprach mich dann darauf an und ich sagte ihm, dass ich das Gefühl habe, dass es eher psychisch als körperlich ist. Danach packte er aus, dass er kaum Gefühle mehr für mich habe und ging.

    Wir hatten in den [editiert] letzten Wochen noch insgesamt 3 Gespräche mit vielen Tränen auf beiden Seiten. Er versicherte mir, dass er keine andere hätte, aber davon überzeugt ist, dass er keine Gefühle mehr für mich aufbauen kann und daher eine weitere Arbeit an unserer Ehe keinen Sinn mache (er sagte sogar, dass er eine Beratung usw. nur aus Mitleid zu mir machen würde - und ich brauche definitiv kein Mitleid von ihm).

    Mich verletzt es am meisten, dass er in den [editiert] Wochen einen Charakter zeigt, den er in [editiert] Jahren nicht gezeigt hat. Wir haben eine gemeinsame Wohnung aus der wir beide [editiert] ausziehen. Dennoch müssen wir natürlich bis [editiert]weiterhin die Miete zahlen. Ihm wäre es am liebsten, wenn er mir [editiert] den Schlüssel geben könnte und dann nichts mehr mit der Wohnung zutun haben. Er möchte schließlich mit der ganzen Situation abschließen (stimmt - weil er natürlich der ist, der am meisten leidet ). Dass er sich weiterhin genauso um die Wohnung kümmern muss wie ich (abwechselnd mal zum lüften und heizen hinfahren usw.) sah er gar nicht wirklich ein. Er wollte mir auch noch die Verantwortung mit den Hochzeitsfotos (Rechnung begleichen usw.) in die Schuhe schieben. Ich solle mich auch weiterhin um die Tiere kümmern, er hätte da kein Interesse dran. Er bräuchte von allem einen Cut um damit abzuschließen und es aufzuarbeiten. Und noch viele andere Kleinigkeiten, die er mir aufhalsen wollte, obwohl ich eigentlich die bin, die im Moment einfach mal Entlastung und Ruhe braucht.

    Ich weiß, dass ich ihn gehen lassen muss. Aber es fällt mir unfassbar schwer zu akzeptieren, dass unsere [editiert] jährige Beziehung und unsere kurze Ehe ihm gar nichts wert ist. Mir wird kotzübel, wenn ich darüber nachdenke, dass er die ganze Hochzeit nur gespielt hat und vor allem mir, meiner Familie und meinen Freunden ins Gesicht gelacht hat, obwohl er schon wusste, dass dies eine einzige Farce ist. Er beteuert, dass seine Gefühle an der Hochzeit echt gewesen wären - aber ganz ehrlich, wenn dies so wäre, würde er versuchen für die Beziehung zu kämpfen. Wir hatten wirklich noch nie eine richtige Beziehungskrise und ich bin wütend, dass er sich bei der ersten Krise sofort aus dem Staub macht und mich sitzen lässt. Ich bin die letzte, die an einer richtig kaputten Beziehung festhalten möchte (zu viel Mist bei anderen Freunden gesehen), aber wir hatten immer eine gute Beziehung auf Augenhöhe, die zumindest ein kurzes Aufbäumen verdient hätte.

    Ich weiß gar nicht, warum ich hierhin schreibe. Vielleicht um mich mal bei neutralen Personen auskotzen zu können. Ich habe natürlich nur meine Freunde und meine Familie, die auf meiner Seite sind. Das ist natürlich wenig objektiv. Er hat es außer einem Freund und seinen Eltern keiner Menschenseele erzählt und hat es auch in den kommenden Wochen nicht vor.
    Geändert von skirbifax (14.01.2019 um 14:22 Uhr) Grund: Zur Wahrung der Anonoymität Daten editiert

  2. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Oh je, das ist natürlich bitter.
    Er wird ja die Gefühle nicht erst am dem Tag der Hochzeit verloren haben...
    So was passiert leider, aber er hätte es vor der Hochzeit sagen können.
    Was heißt für ihn Stress vor der Hochzeit?


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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Liebe Avada,

    ich möchte dich hier erstmal willkommen hier 🌷!

    Mir fehlen grad die Worte.
    Mein Mitleid mit deinem „Ehemann“ hält sich da sehr in Grenzen.

    Lass dich mal drücken!
    Was für eine sch... Situation, in der du da steckst. 😕

    Nein, aus der Verantwortung für eine anständige Auflösung eures gemeinsamen Lebens würde ich ihn nicht entlassen. Seine Entscheidung wirst du nicht umkehren können (falls du das noch wolltest), aber die Konsequenzen muss auch er mittragen. Das gehört dazu.

    Was denken sich die Leute nur immer? Hinterlassen einen Scherbenhaufen und irgendeiner wird schon aufräumen? 😡

    LG na_ich


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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Das tut mir leid für dich .
    Was ein arxxxxx. Nee, echt jetzt .
    Ihr seid, für euer alter, schon total lange zusammen. Seid Teenager -Zeit.
    Vermutlich hat er plötzlich Panik was zu verpassen. Meint wohl da draussen laufen noch so viele tolle Mädels rum,
    Die nur auf ihn warten.
    Lass ihn mal. Also das du ihm jetzt nicht hinterher läufst und fragst warum er denn nicht mehr mehr will.
    Rein auf sachlicher Ebene würde ich ihn wg der finanzielle Dinge ins Boot nehmen. Forder die kosten von ihm.
    Das ist er dir echt schuldig.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)


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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Klar würde ich wollen, dass er mir sagt, dass er sich getäuscht hat und wir nochmal versuchen uns anzunähern. Ich meine, er ist meine (erste) große Liebe und ich verstehe immer noch nicht, was wirklich bei uns schief gelaufen ist. Gestern war ich mit einem Freund im Kino. Eigentlich wollte ich den Film mit meinem Mann schauen und dachte, dass ich das auch ohne ihn kann. Danach ging es mir natürlich den ganzen Abend schlecht.

    Mit Stress meinte er wohl, dass ich natürlich viel mit den Vorbereitungen beschäftigt war. Er steht nicht gern im Mittelpunkt, wollte aber unbedingt diese "klassische" Hochzeit. Hat sich aber dann kaum an der Planung aktiv beteiligt (wenn ich gefragt habe, ob er was machen kann, hat er das aber immer gern übernommen). Deswegen war ich wahrscheinlich die letzten 3-4 Monate vor der Hochzeit einfach ausgelaugt und auch manchmal gestresst/enttäuscht.

    Ich verstehe ja, dass es vorbei ist. Aber ich fühle mich einfach, als wäre mir was amputiert worden. Gar nicht unbedingt Beziehungstechnisch, sondern auch einfach menschlich. Er war 10 Jahre ein toller Wegbegleiter, mit dem ich immer alles teilen konnte. Und andersherum war es nicht anders. Wir haben uns wirklich sehr geliebt. Wir haben zusammen die Welt bereist. Ich identifiziere mich natürlich auch über Ihn/die Dinge die wir erlebt haben. Und ich weiß, dass ich jetzt erstmal herausfinden muss, wer ich ohne ihn bin. Aber ich will das eigentlich gar nicht, weil er mich immer zu einem guten Menschen gemacht hat.

  6. Avatar von Gedankentiefe
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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Tststs… wenn's dem Esel zu gut geht...

    Wie kann man als erwachsener Mensch so leichtfertig und verantwortungslos mit den Gefühlen eines anderen Menschen, des Partners umgehen?!

    Noch dazu, wo Du ihn darauf angesprochen hast, ob sich bei ihm etwas geändert habe/etwas im Busche sei...

    Das tut mir sehr leid für Dich, liebe TE... solch eine Erfahrung wünscht man seinem ärgsten Feind nicht.

    Wahrscheinlich sind die Gründe für sein unterirdischen Verhalten ganz profan - kalte Füße gekriegt, Angst, etwas zu verpassen, sich zu früh festzulegen...

    Das Leben ist leider meistens banaler als man denkt.

    Versuch jetzt tough zu sein und die Trennung mit all ihren praktischen Aspekten gut über die Bühne zu bringen.

    Und lass Dich dabei weder finanziell noch arbeitsmäßig von ihm ausbeuten!

    Ansonsten: den Mann abhaken und nicht zu selbstzerfleischend analysieren.

    Du schaffst das, denn Du klingst sehr reflektiert, stark und vernünftig.



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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Hallo Avada,

    Das ist echt eine richtig miese Nummer, die mit Dir da abgezogen wird!

    Weißt Du denn schon, wie es praktisch weitergehen soll -

    Wohnung?
    Ihr wolltet ausziehen? Sicherlich irgendwohin - hast Du denn eine Wohnung, oder kannst Du in der alten bleiben?

    Du schreibst nur von einer kirchlichen Hochzeit - seid ihr den staatlich verheiratet, oder auf der Ebene noch nicht?
    Wenn ja - sichere Unterlagen (Kontoauszüge, Renten/Steuerbescheide) seinerseits.
    So fies wie er sich gerade benimmt, er Dir „Arbeit zuschustert“ - könnte da Ärger drohen - auch wenn ihr nur kurz verheiratet seid.
    Ich hoffe, ihr habt keine Gütergemeinschaft vereinbart und Du bist die „Vermögende“?
    Wenn irgendsoetwas vorliegt - geh sofort zum Anwalt - es könnte Um deine finanzielle Sicherheit gehen!

    Einen Vorteil kann die kurze Ehedauer haben - Du kannst den Ausgleich des Versorgungsanspruchs widersprechen, wenn das zum Thema wird.
    "Der Klügere gibt nach" heißt es - solange, bis die Dummen an der Regierung sind, oder was?


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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    kurz zu Sacrebleu:

    wir verdienen exakt gleich viel (beide ÖD) und sind [editiert] verheiratet. Ich ziehe vorerst zu meinen Eltern bzw. zu meiner Schwester, weil ich mir die doppelte Miete nicht leisten kann und daher danach nach was eigenem schaue (in der gemeinsamen Wohnung bekomme ich Panik-/Heulanfälle und habe daher entschieden, dass ich dort nicht für drei Monate bleiben kann). Miete und laufende Kosten teilen wir uns bis Ende Januar auf.

    An Unterlagen von ihm komme ich nicht ran. Hat er alle mit zu sich/seinen Eltern genommen. Da wir keinen Ehevertrag haben gehe ich davon aus, dass wir eine Gütergemeinschaft haben?! Gemeinsames Vermögen haben wir beide in der kurzen Ehezeit keines gebildet.

    Ist es möglich, dass er mir da trotzdem noch irgendwie einen reindrückt?
    Geändert von skirbifax (14.01.2019 um 14:23 Uhr) Grund: zur Wahrung der Anonymität Daten editiert


  9. Registriert seit
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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Avada,

    lass dich einfach mal virtuell knuddeln.

    ich habe in meinen 57 jahren ja schon viel selbst erlebt und von andren mitbekommen, aber so eine miese nummer hab ich noch nie erlebt. mensch Mädel, das muss erst mal sacken bei dir.

    alles liebe luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  10. Registriert seit
    08.06.2013
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    AW: Trennung kurz nach Hochzeit

    Wie soll er dir einen reindrücken können ?
    Hast du Vermögen? Selbst wenn. Wenn es dir vor der Ehe gehört hat geht es ihn nichts an.
    Lass dir nicht bange machen. Gemeinsames Konto? Änder das. Dein Gehalt auf dein Konto und fertig.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)

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