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    Durch Höhen und Tiefen

    Eigentlich gehört dieser Beitrag vielleicht eher in "Beziehung im Alltag".
    Ich schreibe ihn hier hin, weil ich ihn oft am Ende einer Beziehung (von anderen) gehört habe:
    "Wir sind durch Höhen und Tiefen gegangen".

    Ich ahne zwar, was damit bspw gemeint sein könnte.
    Trotzdem hatte ich diesen Spruch in meiner langjährigen Partnerschaft nie auf den Lippen oder im Kopf.
    Nicht mal den Spruch "wir haben viel erlebt".

    Es gab keine schweren Krankheiten, keine Hürden im Job, keine finanziellen Schwierigkeiten, keine grossen Sorgen um die Kids, oder, oder.
    Auch keine besonderen Höhen bzw positiven Highlights.

    Habe ich das alles nicht wahrgenommen?
    Oder nur nicht als explizite Höhe/Tiefe anerkannt?
    Oder erwähne es nicht, weil es nichts gemeinsames war?

    Ich weiss es nicht.

    Redet ihr von Höhen und Tiefen? Oder ist es nur eine Floskel?
    Was sind bspw 'eure' Höhen und Tiefen?

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    AW: Durch Höhen und Tiefen

    Zitat Zitat von Lichtblick2017 Beitrag anzeigen
    "Wir sind durch Höhen und Tiefen gegangen".

    Habe ich das alles nicht wahrgenommen?
    Ich denke, dass "Höhen" und "Tiefen" nur aus der Retrospektive
    also solche erkennbar sind.


    Trotzdem hatte ich diesen Spruch in meiner langjährigen Partnerschaft nie auf den Lippen oder im Kopf.

    Es gab keine schweren Krankheiten, keine Hürden im Job, keine finanziellen Schwierigkeiten, keine grossen Sorgen um die Kids, oder, oder.
    Auch keine besonderen Höhen bzw positiven Highlights.
    Hm, in einer langjährigen (!) Partnerschaft keine großen Sorgen gehabt
    zu haben ist eine feine Sache.

    Allerdings keine positiven Highlights … klingt ein wenig abgestumpft
    und monoton.

  3. Inaktiver User

    AW: Durch Höhen und Tiefen

    Natürlich gibt es in einer langjährigen Beziehung Höhen und Tiefen.
    Mit einer Höhe hat sie hoffentlich mal angefangen.
    Allerdings halte ich das Durchleben solcher Höhen und Tiefen für keine besondere Leistung, sondern für den existentiellen Teil einer funktionierenden Partnerschaft.
    Daher nichts, was man im Nachhinein besonders hervorheben müsste.
    DAS hat für mich nämlich, im Rahmen einer Trennung eh, den Geschmack von Aufrechnen - "ich hab ALLES für Dich getan, wir haben SOVIEL gemeinsam durchgemacht, Du hast gesagt, Du willst MIT MIR bis ans Ende der Welt" ... das ist so ein unter die Nase reiben des Versagens beim anderen.
    Sehe ich keinen Sinn drin.

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    AW: Durch Höhen und Tiefen

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen




    Hm, in einer langjährigen (!) Partnerschaft keine großen Sorgen gehabt
    zu haben ist eine feine Sache.

    Allerdings keine positiven Highlights … klingt ein wenig abgestumpft
    und monoton.
    Das stimmt schon - so hat es sich für mich auch angefühlt, erst recht aus der Retrospektive.
    Daher versuche ich quasi gerade, im Nachhinein die Höhen und Tiefen als solche erkennen zu können.
    Nur für mich, für das Verständnis.

    Klar, wir sind jahrelang durch ein Beziehungstief gegangen.
    Aber das ja irgrndwie nicht wirklich gemeinsam. Und es war eeeein langes Tief.
    Sorgen bzgl. Kinder/Eltern gab es auch - schwere emotionale Themen teilweise. Aber das waren dann 'meine Tiefs ', weil sie in der Beziehung keinen Raum hatten.

    Nichts oder wenig also, wo wir gemeinsam durchgegangen sind.

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    AW: Durch Höhen und Tiefen

    @ Mambi,
    als ein Aufrechnen war das bei mir auch nicht gedacht.

    Und klar, mit einer Höhe hat es begonnen.
    Und es gab auch schöne Zeiten. Dummerweise nicht so viele. Und selbst die (z.B Schwangerschaft, Geburt) war gefühlsmäßig nichts gemeinsames.

    Hilfe, ich glaube, mir ist durch den Satz "Höhen und Tiefen" gerade nochmal bewusst geworden, dass wir eine wirkliche Beziehung (mit Bezug aufeinander) nicht geführt haben.

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    AW: Durch Höhen und Tiefen

    Zitat Zitat von Lichtblick2017 Beitrag anzeigen
    Redet ihr von Höhen und Tiefen? Oder ist es nur eine Floskel?
    Nein. Ich habe keine Höhen und Tiefen durchlebt, nicht in Bezug auf meine Partnerschaft noch auf mein restliches Leben obwohl ich demnächst 55 werde. Mir fallen zumindest spontan keine ein.

    Ich bin ein pragmatisch veranlagter, eher introvertierter Typ. Ich mag kein himmelhochjauchzend, weil man danach tief fällt. Mein Leben ist wunderbar, wenn es ohne Ausrutscher nach oben und unten verläuft. Ich ziehe meine Kraft aus der Gleichmäßigkeit.

    Selbst die Trennung von meinem ersten Mann hat mich nur kurzzeitig, also knapp 2 Monate, durcheinandergebracht, dann habe ich mich wieder gefasst. Die Scheidung war dann nur noch eine Formalie.

    Wenn mich unangenehme Situationen überfallen, dann kommt kurzfristig ein Gefühl des Ausgeliefertseins auf. Danach entwickle ich einen Plan und der wird abgearbeitet. Funktioniert bei allen, nicht lebensbedrohenden, Ereignissen ganz hervorragend.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Durch Höhen und Tiefen

    Höhen und Tiefen einer Liebe/Beziehung?

    Kann ich mir nicht anders vorstellen, das ist das Leben, beides wichtig, lehrreich, bemerkenswert. Ja, ich kenne Höhen und Tiefen gut. Gewohnheit und Trott dagegen halte ich dagegen nicht so gut aus.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

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    AW: Durch Höhen und Tiefen

    Zitat Zitat von Lichtblick2017 Beitrag anzeigen
    Hilfe, ich glaube, mir ist durch den Satz "Höhen und Tiefen" gerade nochmal bewusst geworden, dass wir eine wirkliche Beziehung (mit Bezug aufeinander) nicht geführt haben.
    Ich glaube, das hast du gut erkannt.

    Höhen und Tiefen gibts wohl immer, bei manchen schlägt das Leben größere Wellen, bei manchen kleinere.

    Der Punkt ist wohl eher der, dass man in einer Beziehung diese gemeinsam erlebt. Das schront bei dir/ euch nicht der Fall gewesen zu sein.

    Was meinst du, warum ist das so?
    Fühlt sich das nach emotionaler Distanz an?

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    AW: Durch Höhen und Tiefen

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen

    Was meinst du, warum ist das so?
    Fühlt sich das nach emotionaler Distanz an?
    Emotionale Distanz trifft es irgendwie gut.
    Es waren schon Gefühle füreinander da.
    Wobei ich schwer einordnen kann, was davon wirklich noch Gefühle waren und was Gewohnheit bzw. das Festhalten an der "guten Anfangszeit".

    Emotionale Distanz.... Muss ich ein wenig drüber nachdenken, über den Begriff...

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