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    geschockt Freund will wegziehen - Ich nicht

    Liebes Forum,

    ich habe folgendes Problem:

    Mein Freund ist damals, trotz Kind welches nun bei der Mutter lebt, 600km weit weg zu mir gezogen. Damals war an meinem Wohnort unter anderem auch die wirtschaftliche Lage besser. Dass ich zu ihm gezogen wäre, war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, da ich gerade eine zweite Ausbildung absolviert habe.

    Seit ich mit der Ausbildung fertig bin, hege ich einen Kinderwunsch. Nach meinem Gefühl hat er sich gut eingelebt und integriert und es war auch abgesprochen, dass wir irgendwann ein Kind möchten. Für mich wäre es das erste und ich bin nun 31,5 Jahre alt. Soviel Bedenkzeit habe ich quasi nun nicht mehr! Dazu muss ich allerdings sagen, dass kurz vor Ende meiner Ausbildung die Beziehung seiner Meinung nach schlecht lief, da ich sehr angespannt wegen den Prüfungen war und wenn ich nicht gelernt hab, habe ich gearbeitet. Dementsprechend war ich in dieser Zeit sehr gereizt.

    Nachdem ich ihn auf meinen Kinderwunsch angesprochen hatte, war er eher zurückhaltend, meinte, wir sollen noch warten, weil die Beziehung vorher nicht so gut lief. In der Zeit habe ich auch viel für die Beziehung getan, nicht, weil ich etwas beweisen wollte, sondern auch, weil ich endlich wieder die Zeit und die Energie hatte. Als ich ihn ein weiteres Mal dann darauf angesprochen habe, war es nicht mehr die Beziehung, sondern sein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Tochter, weil er sie oftmals wochenlang nicht sieht. Ich war (wie vorher auch schon) wieder am Boden zerstört. Wie soll man so etwas aus der Welt schaffen? Er bat mich dann wieder um Bedenkzeit. Ich war wie auf Kohlen sitzend!! Ich hab einechronische Schlafstörungen entwickelt (wache um Punkt 2 Uhr morgens auf, manchmal liege ca. 2,5 Stunden wach ehe ich wieder einschlafe). Ich bin ein richtiges Nervenbündel geworden und sehr angespannt. Wir hatten uns vor ca. zwei Monaten erneut über den Kinderwunsch unterhalten. Wir hatten nun den September diesen Jahres festgemacht, an dem wir den Kinderwunsch verwirklichen wollten. Und seitdem das beschlossen wurde, läuft es nicht mehr bei uns. Er war nun immer wieder launisch, gereizt, pessimistisch und alles was ihn aus seiner Komfortzone (PC) herauslocken könnte, stellte einen Kraftakt dar. Ständig haben wir gestritten und wegen Kleinigkeiten unsere Beziehung in Frage gestellt. Ständig ein auf und ein ab und dementsprechend ging es mir auch. Es gab Tage, da kam ich nach Hause und wollte nur noch, dass der Tag vorbei war und ich ins Bett gehen kann. Zwischenzeitlich lief es zwar immer mal wieder gut, aber die Stimmung war halt sehr angespannt. Ich bin auch nicht der Typ Mensch, der einfach mal alles "laufen lassen" kann, sondern ich will möglichst schnell Klarheit und alles geklärt haben.

    Nun ist es bei mir so, dass ich bereits die Pille abgesetzt habe, da ich so eine Vorahnung hatte, dass das dauern könnte, bis sich alles hormonell bedingt einpendelt. Seit Anfang des Jahres habe ich sehr unregelmäßige Zyklen (meine Mens. blieb bis vor zwei Wochen 3 Monate aus). Ich bin seitdem auch noch beim Frauenarzt in Behandlung um unterschiedliche Sachen zu testen. Es zieht sich wahrscheinlich ohnehin noch etwas hin bis ich schwanger werden könnte (!). Das habe ich ihm auch erklärt. Mich macht das wirklich fertig und alles, was sozusagen "daneben schießt" ist für mich "verschwendet", aber er hält an September fest und lässt sich auf gar nichts ein. Und das war dann wieder mal ein Streitthema gestern, weil ich, aus meiner Position heraus, einfach kein Verständnis zeigen kann, weil das immer mehr zu meinem Problem wird mit diesem Rumgeeiere. Und nun hatten wir gestern wieder darüber gesprochen. Und dann kam wieder das schlechte Gewissen ggü seiner Tochter zur Sprache. Ich verstehe es ja wirklich, aber meine Uhr tickt ja auch nicht weniger langsam dadurch! Ich hab ihm dann, schweren Herzens, vorgeschlagen, die Zelte hier abzubrechen und wieder in seine Heimat zu ziehen. Es ist ja niemandem ansonsten geholfen. Ihm geht es schlecht wenn er hier ist und mir geht es schlecht, weil er momentan unausstehlich ist. Das hat er auch eingesehen und nun sind wir an einem Punkt, wo ich darüber nachdenken soll, mit ihm zu gehen. Und ich komme da gedanklich mit mir auf keinen Nenner. Er will das natürlich sofort durchziehen, was ich auch verstehen kann. Ich hätte halt gerne noch zwei Jahre, was natürlich absurd ist... Dann könnte ich in Ruhe gedanklich einen Strich ziehen und müsste niemanden vor den Kopf stoßen! Natürlich könnte man sagen, dass ich irgendwann nachziehe und in Ruhe meine Zeug regle. Aber mir rennt ja auch die Zeit davon. Wenn ich Mitte 20 wäre, wäre das kein Problem! Das sind bei mir alles so selbstgemachte Probleme, aber ich komm auch nicht aus meiner Haut :-(

    Ein weiterer Nachteil wäre, dass ich halt keinen Bezug zu irgendeinem Menschen aus seiner Gegend habe, außer zu ihm. Seine Familie ist etwas "eigen" um es nett auszudrücken. Da ist jeder für sich. Halt so ganz anders als bei mir, wobei meine Familie jetzt auch nicht perfekt ist! Ich bin aber auch jemand, der gut mit sich selbst klarkommt. Ich brauch jetzt nicht ständig jemanden um mich rum, um mich gut zu fühlen. Aber niemanden zu haben außer ihn, ist schon etwas belastend!

    Es ist schon irgendwie interessant für mich, die Möglichkeit zu haben, ein Leben woanders neu aufziehen zu können. Ich bin da jetzt generell nicht so abgeneigt und auch kein "Heimscheißer". Aber ich muss ein Leben aufgeben, das ich eigentlich mochte und mit einem Umfeld, das ich mochte.

    Ich denke, er "erwartet" das irgendwo auch von mir, weil er das ja schließlich auch für mich getan hat.

    Ich liebe ihn wirklich und möchte das eigentlich nicht hinwerfen. Mir fehlt da ein Stück weit die Eigenschaft, alles rational zu betrachten, weil ich immer gleich so impulsiv reagiere.

    Kann mir vielleicht jemand einen guten Tipp geben oder hat schon Erfahrung?


    Vielen Dank vorab :)

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    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    Willkommen im Forum!

    Zitat Zitat von Puzzlestein Beitrag anzeigen
    Nun ist es bei mir so, dass ich bereits die Pille abgesetzt habe ...
    Gegen Eure Vereinbarung.
    Das ist in meinen Augen ein Vertrauensbruch.

    Du scheinst ziemlich viel Druck auf den Mann auszuüben,
    auf Dauer wird er dagegen wohl rebellieren.

    Gute Entscheidung, dass Du ihm vorgeschlagen hast, wieder
    in die Nähe von seinem Kind zu ziehen. Ich denke, das zählt
    jetzt mehr für ihn als Dein Kinderwunsch. Er scheint da sowieso
    nicht mit ganzem Herzen dabei zu sein.

    Und mit gerade mal 31 Jahren brauchst Du auch keine Torschlusspanik
    zu haben.

  3. Inaktiver User

    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    @Puzzlestein: Auf mich wirkt es so, dass dein Freund - zumindest derzeit/in der jetzigen Situation - kein weiteres Kind will. Ob das nun tatsächlich allein am schlechten Gewissen seiner Tochter gegenüber liegt oder andere Gründe hat, ist im Grunde egal. Er will offensichtlich einfach nicht. Anders kann ich deine Schilderungen leider nicht interpretieren.

    Weiß er denn, dass du die Pille bereits abgesetzt hast? Oder hast du das heimlich gemacht in der Hoffnung, ihn früher oder später mit einer Schwangerschaft "überraschen" zu können bzw. ihn so vor vollendete Tatsachen stellen zu können? Falls das so ist, finde ich das nicht in Ordnung, ehrlich gesagt. Ich glaube auch nicht, dass auf diese Weise dein Traum von einer glücklichen Familie in Erfüllung gehen würde.

    Ich finde auch deinen Threadtitel etwas unglücklich. Du willst eigentlich nicht wegziehen - was ja durchaus verständlich ist -, hast ihm aber dennoch von deiner Seite aus diesen Vorschlag gemacht. Das hättest du nicht tun sollen, wenn du das im Grunde gar nicht willst.

    Irgendwie scheint ihr beide recht unterschiedliche Vorstellungen von eurer Zukunft zu haben. Wäre es da nicht sinnvoll, jetzt mal klar und deutlich darüber zu sprechen, anstatt evtl. voreilig ein gemeinsames Kind in die Welt zu setzen? Ich glaube kaum, dass sich eure Situation dadurch zum Besseren verändern würde. Vorher sollte doch nach Möglichkeit erst mal eindeutig geklärt werden, wer was will und ob es überhaupt eine gemeinsame Zukunft (mit oder ohne Kind) geben kann.

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    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    Zunächst einmal vielen Dank für die Antworten:

    Um Klarheit in die Sache zu bringen, möchte ich klarstellen, dass ich die Pille nicht heimlich, sondern mit seinem Wissen abgesetzt habe. Nicht um jetzt und sofort schwanger zu werden, sondern damit sich mein Hormonhaushalt umstellen kann. Wir haben mit Kondom verhütet! Irgendwelche Heimlichkeiten könnte ich gedanklich mit mir nicht vereinbaren. Es hat aber (vermute ich) dennoch Druck auf ihn ausgeübt, weil es plötzlich "ernst" wurde. Ich denk, er hatte bzw. hat den Gedanken, dass wenn er ein Kind mit mir zeugt, er auch gleichzeitig keine Möglichkeit mehr hat, zurück in die Heimat zu gehen.

    Ich habe ihm zudem lediglich den Vorschlag gemacht, dass er umziehen kann - und nicht, wie angenommen, dass ich auch mit umziehen werde. Es ging eher in die Richtung dass es dann vorbei sein wird - Wir haben aber sehr lange geredet und letztendlich "beschlossen", dass ich mir darüber Gedanken machen muss, ob ich mit ihm mitgehen möchte. Es war also nicht von Anfang an geplant, dass ich auch umziehen werde.

  5. User Info Menu

    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    Ich finde es ziemlich verworren.

    Er will kein Kind zeugen, weil es in der Beziehung nicht lief.
    Dann besserst du nach und jetzt sollst du, obwohl es nach wie vor Probleme gibt dich entwurzeln, dein Leben aufgeben ?

    Da fehlt mir einiges an Verhältnismäßigkeit.

    Dazu soll dann genau in diese noch unsicherere Position doch ein Kind geboren werden?

    Was soll das lösen?

    Nur dass dieses Kind dann keine Mutter hat, welche im Trennungsfall in ihrem sozialen Umfeld die Stellung halten kann.

    Sollst du dann mit der Mutter des ersten Kindes eine Solidargemeinschaft gründen, wenn dein Freund wieder 600 km wegzieht?

    Grundsätzlich musst du überhaupt nicht. Du kannst es dir überlegen.

    Was dabei noch garnicht am Horizont bedacht ist:

    Du solltest dich in dem Zusammenhang auch mit der Nexten Problematik beschäftigen.

    Wie reagiert die Mutter. Ist sie diesem Plan gegenüber aufgeschlossen?

    Und wenn du mehr mit dem ersten Kind zu tun hast, wird es dich auch Kraft kosten, hier eine Beziehung herzustellen.

    Ich habe Bekannte, bei denen das super läuft. Aber da war der seltene Fall, dass alle drei Erwachsenen entsprechend Kraft und Arbeit reingesteckt haben.

    Als die Beziehung zum ersten Kind gut war, dann erst wurde Nachwuchs produziert. Meine Bekannte, die Next hatte eine sehr große Geduld mit der Erstgeborenen. Und es war nicht immer leicht den Weg zu finden.

    Als das Geschwisterchen kam, hat sich auch eine tolle Familienbeziehung entwickelt . Jetzt ist sogar Nr. 2 bzw gesamt 3 unterwegs.

    Aber unterschätze nicht, was dir das abverlangen wird, schon unter der Annahme, dass dein Freund derart ausgleichend und aktiv ist, wie mein Bekannter.

    Die Frage ist also: erwartet er ein Allheilmittel durch den Umzug?

    Ist er willens wirklich unter Respekt zu dem Leben, dass sich seine Ex mit dem Kind jetzt aufgebaut hat, hier eine neue Beziehung zu seinem Kind aufzubauen?

    Und auf der anderen Seite Energie in seine neue Familie zu stecken.

    Falls du eine Umzug in Erwägung ziehst, plane das Kind frühestens in 1- 2 Jahren.

    Den September würde ich Knicken.
    lg Lakotia

    -------------------------------------------------------------------------------------

    Never be afraid to act ridiculous

  6. User Info Menu

    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    Du baust unnötigen Druck auf. Für dich selber, deinen Partner, eure Beziehung. Komm doch nach der anstrengenden zeit erstmal wieder im Leben an.hast du schon einen job begonnen nach der Ausbildung? Probezeit um?
    Außerdem hattet ihr September vereinbart. Warum dann jetzt streiten und die Beziehung zerstören?

    Du forderst von ihm eine Entscheidung, stellst aber gleichzeitig fest, wie schwer es dir fällt, dich selber zu entscheiden...

    Was hälst du davon, erstmal zu schauen, was ihr beide braucht um wieder zu einer stabilen Grundbasis zurückzufinden??

    Auch wenn du selber inneren Druck verspürst. Mit Anfang dreißig hast du noch etwas Zeit! Vertrau darauf!

  7. Inaktiver User

    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    @jubidu

    Da brauche ich nichts weiter schreiben.

  8. User Info Menu

    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    Zitat Zitat von Puzzlestein Beitrag anzeigen
    Um Klarheit in die Sache zu bringen, möchte ich klarstellen, dass ich die Pille nicht heimlich, sondern mit seinem Wissen abgesetzt habe. Nicht um jetzt und sofort schwanger zu werden, sondern damit sich mein Hormonhaushalt umstellen kann.
    Mit seinem Wissen oder mit seinem Einverständnis?
    Vermutlich hat er gedacht "ach, wenn wir ab September nicht mehr verhüten dann dauert es ja sicher ein wenig bis sich ihr Hormonhaushalt umgestellt hat und sie dann schwanger wird". Nun bringst Du Deinen Körper jetzt schon in "Position" damit es auch ja sofort klappt. Das setzt ihn natürlich unter Druck.
    Für mich klingt das Beschreiben Eurer Beziehung sowieso nicht danach als wäre es sinnvoll, jetzt ein gemeinsames Kind zu planen.
    Und mit 31,5 hast Du noch jede Menge Zeit.

  9. Inaktiver User

    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    Zitat Zitat von willichdas Beitrag anzeigen
    Und mit 31,5 hast Du noch jede Menge Zeit.
    Geht so.
    Bei älteren Frauen (ab 35) nimmt das Risiko für Chromosomenschäden des Kindes zu und mit Ultraschall oder Fruchtwasseruntersuchung diagnostizierte kindliche Fehlbildungen können zu Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt führen.

    Ja, sie hat noch (etwas) Zeit, aber eben nicht mehr soooo lange, wie z.Bsp eine Frau von 25.

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Freund will wegziehen - Ich nicht

    Liebe TE, dein Partner will mit dir kein Kind. Meiner Meinung nach wird er es im September auch kaum wollen. Jetzt in seine Gegend unzuziehen wäre äußerst dumm, weil er momentan eure Beziehung generell infrage stellt. Die Belastung durch Schwangerschaft und Kleinkindzeit wäre für euch beiden zurzeit zu viel. Ob es demnächst besser wird, wird die Zeit zeigen.

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