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    Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Ich bin männlich, 47 Jahre alt und seit 15 Jahren verheiratet. Wir haben einen gemeinsamen Sohn (12 J.).
    Im letzten Jahr ist meine Frau in eine Art Midlife Crisis gekommen und hat sich komplett verändert. Sie treibt ohne Ende Sport und achtet nur noch auf Ernährung. Im September erzählte Sie mir, dass sie sich in einen anderen Mann verliebt hat und gerne mit ihm zusammen ziehen möchte. Ich habe den Mann angesprochen, doch er wusste von nichts und wollte auch kein Verhältnis mit meiner Frau haben. Ich muss dazu sagen, dass ich ihn seit 30 Jahren kenne.

    Wir sind dann zu einer Paartherapie gegangen. Am Anfang bestand noch Hoffnung, doch es wurde nicht mehr besser. Im letzten Monat haben wir dann zu zweit ein Wochenende in einer anderen Stadt verbracht. An dem Freitag teilte sie mir mit, dass Sie sich von mir trennen möchte. Am Samstag Morgen war es wieder ganz anders. Wir fingen wieder an uns zu küssen und hatten auch leidenschaftlichen Sex miteinander. Das hielt auch die nächsten 4 Wochen an. Letzten Sonntag war es dann wieder soweit, dass Sie nun endgültig die Trennung im Sommer durchführen will.

    Ich verstehe Sie absolut nicht mehr.

    Ich muss dazu sagen, dass ich meine Frau nie betrogen oder belogen habe. Ich habe 15 Jahre gut funktioniert. Bin selbstständig und finanziell unabhängig. Wir haben ein Haus und alles was man so benötigt. Ich möchte mich auch nicht trennen, aber Liebe kann man nicht erzwingen.

    Das schmerzhafte steht noch bevor. Es muss unseren Sohn gesagt werden. Seit einem halben Jahr muss auch unser Sohn unter den Launen meiner Frau leben. Er muss auf einmal sich wie ein 16 Jähriger verhalten. Ihm wird immer mehr abverlangt. Mein Gott, er ist noch ein Kind.

    Ich werde meine Frau nicht vor ihm schlecht reden. Ich habe mich nie wie ein Arsch benommen und werde es auch nicht tun. Ich möchte aber, dass er weiß, dass ich diese Trennung nicht will.

    Das Schlimme wird aber noch später kommen. Ich kenne meine Frau seit 18 Jahren. In spätestens 3-4 Monaten, nach ihrem Auszug, wird sie wieder kommen wollen. Dann ist es für mich aber zu spät. Ich werde nach Ihrem Auszug mein Leben neu orientieren (mit meinem Sohn). Wir werden zwar weiterhin beide das Sorgerecht haben, doch mehr als unseren gemeinsamen Sohn gibt es dann nicht mehr. Sie hat mir genug weh getan und ich bin über Schock und Trauer hinweg.

    Wie soll ich mich weiterhin Ihr gegenüber verhalten? Loslassen oder hoffen?

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    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Ich würde loslassen. Ich kenne dieses verhalten von meinem Exfreund, der zwar deswegen in Behandlung war (Depressionen und irgendwelche Persönlichkeitsstörungen, die ich gerade nicht medizinisch definieren kann), mich auf diese Weise seelisch aber total kaputt gemacht hat (an einem Tag war ich die große Liebe, am nächsten morgen nicht mehr. Heiratsantrag heute, drei Tage später die Trennung).

    Du sagst selbst, sie hat dir genug weh getan und dass du über den Schock bereits hinweg bist. Bei ihr zu bleiben wäre nur ein Rückschritt. Wahrscheinlich wäre es kurzzeitig wieder schön (so war es bei mir), aber irgendwann kommt wieder der Einbruch und du musst ganz von vorne anfangen, alles zu verarbeiten.

    Was mich stutzig macht, ist der andere Mann, der gar keine Beziehung mit deiner Frau haben wollte.. hat sie das einfach nur so erzählt oder hat sie tatsächlich geglaubt, dass da was zwischen den beiden wäre?

  3. Inaktiver User

    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    herzlich willkommen in der bri

    Zitat Zitat von PA71 Beitrag anzeigen
    Sie hat mir genug weh getan und ich bin über Schock und Trauer hinweg.

    Wie soll ich mich weiterhin Ihr gegenüber verhalten? Loslassen oder hoffen?
    ich dachte du wärst darüber hinweg und sie hat dir genug weh getan?

    doch angst vor der eigenen courage?

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    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Der Typ ist von natur aus eher ein Einschmeichler. Er hat geistig nicht so viel drauf und beruflich eher Hilfsarbeiter (bitte nicht falsch verstehen, Beruf und Bildung ist mir eigentlich egal). Seine Art ist das
    Küsschen hier und Küsschen da und er verteilt viele Komplimente an die Damen. Da fallen dann welche drau rein.

    Ich gebe Dir Recht, dass man besser loslassen soll. Im Moment ist die Situation halt nicht so einfach. Ich liebe meinen Sohn über alles und möchte nicht, dass er dadurch gekränkt wird.

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    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Ich denke nicht, dass es die Courage ist. Ich denke es ist eher die Angst um meinen Sohn und das was man hat.

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    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    vielleicht doch Courage

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    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Aber du schreibst ja, dass dein Sohn mittlerweile auch durch das Verhalten deiner Frau leidet.

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    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Zitat Zitat von PA71 Beitrag anzeigen
    Ich liebe meinen Sohn über alles und möchte nicht, dass er dadurch gekränkt wird.
    Hat Euer Sohn denn noch gar nichts mitbekommen von den wechselnden
    Plänen seiner Mutter? Oder von den Spannungen, die vermutlich zwischen
    Euch bestehen?

    Die allermeisten Kinder sind durchaus verletzt und auch traurig darüber, wenn
    sich die Eltern trennen. Ich fürchte, das wirst Du nicht gänzlich vermeiden können.

    Worüber ich mich etwas wundere:
    Deine Frau macht keinerlei Anstalten, den Sohn mitzunehmen?
    Damit meine ich übrigens keinesfalls, dass er bei Dir nicht gut aufgehoben sein wird.

  9. Inaktiver User

    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Hallo Pa71,
    ich kann das Ganze ein kleines bisschen nachvollziehen. Ist Deine Frau in Deinem Alter?
    Wenn ja, können die Wechseljahre der Auslöser sein.
    Wie alt ist sie?

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    AW: Loslassen oder hoffen? Bin völlig durcheinander

    Meine Frau wird nächste Woche 39 Jahre. Ob Wechseljahre oder Midlife Crisis kann ich nicht sagen.

    Mein Sohn hat bestimmt schon etwas mitbekommen. Er soll aber erst Anfang der Ferien eingeweiht werden, damit er das Schuljahr noch gut übersteht.

    Meine Frau hat im letzten Jahr gesagt, dass Sie auch alleine ausziehen würde. Jetzt haben wir uns erst einmal darauf geeinigt, dass er Nachmittags bei Ihr ist und Abends dann bei mir. Wochenenden dann abwechselnd.
    Im Moment spielt sie auch ab und zu die liebevolle Mutter. Je nach Laune.

    Wir streiten uns nicht. Ich habe aber auch keine Lust mehr auf die "Gespräche". Was soll ich auch sagen?
    Zum hundersten Mal, dass ich mich nicht trennen möchte. Oder zum hundersten mal, dass sie gehen will?

    Manchmal denke ich, dass diese Launen vorbei gehen. Dann kommt aber wieder so viel Arroganz entgegen, dass ich fast selber die Trennung möchte.

    Es tut auch mal gut darüber zu schreiben.

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