Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 28
  1. User Info Menu

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er hat etwas viel besseres verdient.


    .......

    Ich glaube manchmal, dass wir es erst schaffen, den Kontakt abzubrechen, wenn einer von uns jemanden kennenlernt. Es tut wahnsinnig weh daran zu denken, dennoch wünsche ich es ihm von ganzem Herzen. Ich will, dass er glücklich ist und dennoch bin ich so egoistisch, ihn nicht komplett loszulassen.

    .......

    Das ist alles nicht fair von mir.
    Du weißt es doch alles selber...

    DU wartest darauf, dass Dir der Absprung leicht gemacht wird und so lange hältst Du ihn noch hin - den dicken, zu hellhäutigen Mann, bis Dir ein rassiger Typ über den Weg läuft, der Dich endlich ablenkt. Die inneren Schönheit und Intelligenz Deines Ex werden nie ausreichen für eine lange, glückliche Beziehung.

    Es dürfte bei Deiner Attraktivität nicht allzu schwer fallen, Deinen Traummann zu finden. Ich hoffe für Deinen Ex, dass das recht bald passiert.

  2. User Info Menu

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    ich verstehe dich und dein dilemma gut!

    man kann sich in einen menschen verlieben und gleichzeitig von ihm als mann (oder frau) nicht soooo angezogen sein, nicht so verknallt.

    das hat mit chemie zu tun,
    aber leider auch mit dem männerbild/frauenbild, mit dem man aufgewachsen ist.
    und dem ist man manchmal ausgeliefert!
    (leider. man kann dazu lernen, aber es beherrscht einen doch trotzdem noch lange, manchmal wider besseres wissen.)

    ich finde es gut, dass du den mut hattest, dich von so einem von dir so geschätzten mann zu trennen.
    das ist eine form der ehrlichkeit.
    dass du ihm nicht alle gründe gesagt hast, verstehe ich: man schämt sich ja auch, so etwas auszusprechen ("nicht mein typ" etc., ausgerechnet wo alle welt von den inneren werten spricht.).

    lass ihn wirklich los (nur das ist fair) und geh tapfer durch den kummer.
    es wird wahrscheinlich nochmal ganz schlimm für dich, wenn er sich entliebt und jemand neues findet.
    aber wenn du das packst, dann kannst du (SPÄTER) nochal auf ihn zugehen und sehen, ob er für eine freundschaft offen ist. und die kann kostbar sein!

    meinen besten freund habe ich so gefunden...

    alles liebe
    kaffeewasser
    Das Leben ist schön.

  3. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen

    Ich kann mir ebenfalls nicht vorstellen wie es zusammengehen soll einen Menschen aus tiefem Herzen zu lieben und ihn gleichzeitig physisch so schrecklich zu finden das man nicht anders kann als sich zu trennen. Ich tippe auf, du liebst ihn nicht, wünschtest aber du würdest es tun, da du objektiv erkennen kannst, dass er ein toller Mann ist.
    So liest sich das für mich auch. Das hört sich nicht nach tiefer Liebe an, denn bei tiefer Liebe würde so ein äusserliches Abgestossensein nicht passieren.

    Es liest sich für mich eher so, dass die TE den Mann NICHT liebt und deswegen ein schlechtes Gewissen hat, denn sie sieht ja, dass er ein toller Mann wäre.

    Das bringt aber nix. Jemanden lieben zu WOLLEN, weil er eigentlich so toll ist, ist nicht das Gleiche wie wirklich zu lieben. Besser sein lassen.

  4. Inaktiver User

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Vielen Dank für all eure Antworten. Es fällt teilweise schwer sie zu lesen, weil sie so ehrlich sind. Aber genau das wollte ich ja und es tut irgendwie auch gut mal zu hören, dass es nicht richtig ist, wie ich mich verhalte und man dem anderen damit schadet. Die meisten Freunde mit denen ich darüber spreche packen mich in Watte und es hilft mir einfach nicht so sehr weiter.

    Nun zum Thema:
    Ich glaube ich muss erstmal klarstellen, dass ich ihn weder hässlich noch unschön finde. Daher brachte ich den Ausdruck "nicht mein Typ". Er ist alles andere als "physisch schrecklich" und "unschön anzusehen". Für mich ist er, wenn ich ihn ansehe trotz seine objektiven "Unschönheit" schön und das macht ganz allein sein Charakter aus. Aber dennoch ist er nicht mein Typ.

    Ich bin als kleines Mädchen mit meinen Eltern für mehrere Jahre in ein südliches Land gezogen. Mein Vater hat uns nach kurzer Zeit verlassen (bis heute wenig/kaum Kontakt), meine Mutter blieb erstmal trotzdem mit mir dort. Sie lernte nach einiger Zeit dort jemanden kennen, den sie viel später auch heiratete. Mein Stiefvater ist zu einer Art Ersatzvater für mich geworden (die Adoption wird dieses Jahr erfolgen) und daher kommt wahrscheinlich auch die Vorstellung, dass ich jemanden an meiner Seite will, der ihm ähnelt (optisch und charakterlich) und nicht meinem Vater (was mein Ex LEDIGLICH optisch tut).
    Ich habe mir immer gewünscht irgendwann wieder in den Süden zu ziehen (mein Ex übrigens auch, nach seinem langen Auslandsaufenthalt, das hat uns ebenfalls in gewisser Weise verbunden). Zu dieser Vorstellung gehörte aber eben auch, dass ich einen Partner habe, der quasi von dort stammt, sodass wir hier und dort leben können, ohne von den jeweiligen Gesellschaften "ausgegrenzt" zu werden. Vielleicht kann ja der ein oder andere das nachvollziehen. Man wird eben leider anders beäugt, wenn man als Paar anders aussieht als der Durchschnitt der Gesellschaft, als würde man nicht dazugehören, nicht integriert sein.

    Die Antworten klingen zum Großteil so, als würde ich ein Model mit Adoniskörper suchen und mein Ex würde dem Bild nicht entsprechen. Ganz so einfach ist es aber nicht. Ich habe auch in den letzten 2 Monaten zahlreiche Männer per Zufall kennen gelernt und war an keinem interessiert. In der Regel habe ich nach dem 2. Satz schon das Interesse verloren, egal wie schön sie sind (und egal ob hell oder dunkel). Mein Ex war da einfach anders, sein Charakter hat etwas magisches für mich und ich hatte gleich von Anfang an das Gefühl, dass ich ihn in meinem Leben haben möchte. Auch damals war er nicht der einzige Mann, der Interesse zeigte, ich war aber dennoch an keinem so sehr interessiert, wie an ihm. Ich würde auch gerne klarstellen, dass die Gewichtssache an sich für mich jedenfalls niemals ein Ausschlusskriterium wäre. Ja, ich finde es optisch nicht sehr anziehend und mir gefallen dünne Menschen optisch besser, aber erstens ist es nichts, was nicht zu ändern wäre und zweitens würde ich deswegen allein niemals eine Beziehung beenden, die ansonsten funktioniert. Wenn ich wüsste, wie ich diese Vorstellung, die ich habe abschalten könnte, würde ich es sofort tun. Denn es stimmt nicht, wie viele hier annehmen, dass man einen Menschen nicht lieben kann, wenn er äußerlich nicht der Vorstellung entspricht. Man kann das sehr wohl und genau deshalb habe ich mich getrennt.

    Ganz so unbekannt sind meinem Freund die Gründe (anderer Typ, Vorgeschichte mit den Eltern) übrigens nicht, am Anfang der Beziehung haben wir darüber gesprochen (es war eigentlich immer sehr offen zwischen uns), ich glaube nur, dass wir dachten, das sei nicht Unüberwindbares, er vermutlich noch mehr als ich.

    Der letzte Beitrag von kaffeewasser1 gibt mir sehr viel Hoffnung, dass wir vielleicht irgendwann doch eine Aussicht auf Freundschaft haben könnten.

    Ich danke euch für eure Antworten und würde mich auch über weitere sehr freuen.

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Ich finde nicht, dass Du irgendetwas klarstellen oder erklären musst. Eigentlich "musst" Du aus meiner Sicht nur etwas erkennen: Dass Du diesen Mann offenbar nicht genug liebst, um mit ihm zusammen zu bleiben.

    Deshalb lass ihn los.

  6. User Info Menu

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...) Ich bin als kleines Mädchen mit meinen Eltern für mehrere Jahre in ein südliches Land gezogen. Mein Vater hat uns nach kurzer Zeit verlassen (bis heute wenig/kaum Kontakt), meine Mutter blieb erstmal trotzdem mit mir dort. Sie lernte nach einiger Zeit dort jemanden kennen, den sie viel später auch heiratete. Mein Stiefvater ist zu einer Art Ersatzvater für mich geworden (die Adoption wird dieses Jahr erfolgen) und daher kommt wahrscheinlich auch die Vorstellung, dass ich jemanden an meiner Seite will, der ihm ähnelt (optisch und charakterlich) und nicht meinem Vater (was mein Ex LEDIGLICH optisch tut).
    Ich habe mir immer gewünscht irgendwann wieder in den Süden zu ziehen (mein Ex übrigens auch, nach seinem langen Auslandsaufenthalt, das hat uns ebenfalls in gewisser Weise verbunden). Zu dieser Vorstellung gehörte aber eben auch, dass ich einen Partner habe, der quasi von dort stammt, sodass wir hier und dort leben können, ohne von den jeweiligen Gesellschaften "ausgegrenzt" zu werden. Vielleicht kann ja der ein oder andere das nachvollziehen. Man wird eben leider anders beäugt, wenn man als Paar anders aussieht als der Durchschnitt der Gesellschaft, als würde man nicht dazugehören, nicht integriert sein.

    (...)
    Ich danke euch für eure Antworten und würde mich auch über weitere sehr freuen.
    Ich habe mir mal o.g. Zeilen herausgepickt, weil sie das Dilemma, in dem Du steckst, zwar erstmal nicht lösen, aber zumindest erklären können. Nach meinen küchenpsychologischen Erfahrungen geht es darum, dass Du im Grunde 2 Väter hast, die aber alle beide keine für Dich verlässliche Bindung zu Dir haben, d.h., Dein leiblicher Vater hat Dich und Deine Mutter verlassen: er hat also dafür gesorgt, dass Dein kindliches Bindungsbedürfnis (das zunächst erfüllt worden war?!) frustriert wurde. Dein Stiefvater hat dann anscheinend im Laufe der Zeit einen positiven Vaterersatz zu Dir aufbauen können, soweit, dass er Dich sogar adoptieren will. Was aber noch nicht "durch" ist.

    Du hast also zu Deinem leiblichen Vater (schon sehr lange) keine verlässliche Bindung mehr., währenddessen Du zu Deinem Stiefvater noch keine wirklich 100% verlässliche Bindung aufbauen konntest. Du hängst also, was die Bindungssicherheit zu Deinen wichtigsten Bezugspersonen (neben Deiner Mutter) angeht, wirklich zwischen 2 Stühlen. Wenn das kindliche Bindungsbedürfnis frustriert wurde, entsteht Bindungsunsicherheit und Angst. Diese stehen Dir aber später, bei dem Eingehen einer Beziehung zu einem Partner im Wege und hindern Dich, Dich wirklich einzulassen.

    Dieses Dilemma wird noch durch die äußere Verschiedenheit Deiner Väter verstärkt. Irgendwie ist das Äußere Deines leiblichen Vaters für Dich eher negativ besetzt (er hat Dich ja auch verlassen) und das Äußere Deines Stiefvaters positiv (er hat sich ja auch in den Folgejahren um Dich und Deine Mutter gekümmert).

    Und nun kommt der nächste wichtige Mann in Deinem Leben ins Spiel: Dein Freund, der anscheinend eine Mixtur aus Deinen beiden Vätern ist: Äußerlich ähnelt er Deinem leiblichen Vater (was für Dich negativ besetzt ist) , innerlich wahrscheinlich Deinem Stiefvater (für Dich positiv besetzt).

    Kein Wunder, dass Du hin- und hergerissen bist. Das ist kein angenehmer Zustand! Puh!
    Noch dazu verstärkt diese Wirrnis Deine Bindungsängstlichkeit und Du bist bereit, Deinen Freund, mit dem Du im Grunde eine gute, stabile, wundervolle Beziehung führen kannst (und Du liebst ihn ja auch. Außer was die Äußerlichkeiten angeht sprichst Du sehr warmherzig und positiv über ihn), "abzusägen".

    Das Problem des Aussehens ist also m.E. ein Stellvertreterproblem für Deine Bindungsunsicherheit.

    Ich glaube , dass Du Dich erst dann auf eine wirkliche Bindung zu einem Mann einlassen kannst, wenn Du Dir dieser Unsicherheit wirklich bewusst wirst.

  7. Inaktiver User

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich habe tiefe Schuldgefühle, weil es ihm so schlecht geht und bin selber fertig, weil ich den tollsten Menschen der Welt von mir gestoßen habe.

    Wegen der Trennung brauchst Du keine Schuldgefühle zu haben, da diese Entscheidung für deinen Ex jetzt zwar schmerzen mag, langfristig für ihn aber etwas Gutes sein wird (und sicherlich auch für deine Nachfolgerin).

    Was an deinem Verhalten fragwürdig war, das weißt Du selbst und hast dies ja auch erkannt. Wenn du jetzt noch ein Kontaktverbot aussprichst und einhältst, dann hat dein Ex eine bessere Chance den notwendigen Abschluss zu finden.

    Vielleicht würde ihm zu diesem Abschluss auch schonungslose Offenheit deinerseits helfen, und Du erklärst ihm die dafür ausschlaggebenden Punkte. Womöglich motiviert ihn das auch zu einer Gewichtsabnahme und dadurch verbesserter Gesundheit.
    So gesehen wird das noch ein gutes Jahr für ihn werden können.

  8. Inaktiver User

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Ich habe mir mal o.g. Zeilen herausgepickt, weil sie das Dilemma, in dem Du steckst, zwar erstmal nicht lösen, aber zumindest erklären können. Nach meinen küchenpsychologischen Erfahrungen geht es darum, dass Du im Grunde 2 Väter hast, die aber alle beide keine für Dich verlässliche Bindung zu Dir haben, d.h., Dein leiblicher Vater hat Dich und Deine Mutter verlassen: er hat also dafür gesorgt, dass Dein kindliches Bindungsbedürfnis (das zunächst erfüllt worden war?!) frustriert wurde. Dein Stiefvater hat dann anscheinend im Laufe der Zeit einen positiven Vaterersatz zu Dir aufbauen können, soweit, dass er Dich sogar adoptieren will. Was aber noch nicht "durch" ist.

    Du hast also zu Deinem leiblichen Vater (schon sehr lange) keine verlässliche Bindung mehr., währenddessen Du zu Deinem Stiefvater noch keine wirklich 100% verlässliche Bindung aufbauen konntest. Du hängst also, was die Bindungssicherheit zu Deinen wichtigsten Bezugspersonen (neben Deiner Mutter) angeht, wirklich zwischen 2 Stühlen. Wenn das kindliche Bindungsbedürfnis frustriert wurde, entsteht Bindungsunsicherheit und Angst. Diese stehen Dir aber später, bei dem Eingehen einer Beziehung zu einem Partner im Wege und hindern Dich, Dich wirklich einzulassen.

    Dieses Dilemma wird noch durch die äußere Verschiedenheit Deiner Väter verstärkt. Irgendwie ist das Äußere Deines leiblichen Vaters für Dich eher negativ besetzt (er hat Dich ja auch verlassen) und das Äußere Deines Stiefvaters positiv (er hat sich ja auch in den Folgejahren um Dich und Deine Mutter gekümmert).

    Und nun kommt der nächste wichtige Mann in Deinem Leben ins Spiel: Dein Freund, der anscheinend eine Mixtur aus Deinen beiden Vätern ist: Äußerlich ähnelt er Deinem leiblichen Vater (was für Dich negativ besetzt ist) , innerlich wahrscheinlich Deinem Stiefvater (für Dich positiv besetzt).

    Kein Wunder, dass Du hin- und hergerissen bist. Das ist kein angenehmer Zustand! Puh!
    Noch dazu verstärkt diese Wirrnis Deine Bindungsängstlichkeit und Du bist bereit, Deinen Freund, mit dem Du im Grunde eine gute, stabile, wundervolle Beziehung führen kannst (und Du liebst ihn ja auch. Außer was die Äußerlichkeiten angeht sprichst Du sehr warmherzig und positiv über ihn), "abzusägen".

    Das Problem des Aussehens ist also m.E. ein Stellvertreterproblem für Deine Bindungsunsicherheit.

    Ich glaube , dass Du Dich erst dann auf eine wirkliche Bindung zu einem Mann einlassen kannst, wenn Du Dir dieser Unsicherheit wirklich bewusst wirst.
    Liebe bruennette_2,

    dein Beitrag hat mich heute Nachmittag sehr zum Weinen gebracht und tut es ehrlich gesagt immer noch . Ich denke meine Reaktion auf den Beitrag ist Antwort genug, um zu sehen, wie viel Wahrheit in diesem steckt.

    Die Ansichtsweise höre ich nicht zum ersten Mal. Ich habe relativ am Anfang meiner Beziehung einen Therapeuten aufgesucht, weil mich diese "oberflächlichen Gedanken" störten und ich sie nicht verstand. Der Therapeut hat ziemlich schnell das von dir Erläuterte festgestellt. Ich wollte es damals nicht hören und habe die Therapie beendet, weil ich meinen Exfreund in keinerlei Beziehung zu meinem Vater sehen wollte; sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich habe als Kind unter seiner Abwesenheit und insgesamt seiner aufbrausenden, unreflektierten Art sehr gelitten.
    Charakterlich entspricht mein Exfreund, wie du auch annahmst, sehr meinem Stiefvater. Und in der Tat, äußerlich ist es genau umgekehrt. Ich denke das muss eine unterbewusste und sehr tiefsitzende Wahrnehmung sein, da ich bisher immer noch nicht die Brücke schlagen konnte zwischen meinem Vater und meinem Exfreund. Es fällt mir sehr schwer sie miteinander zu vergleichen, weil ich sofort ein ungutes Gefühl und schlechtes Gewissen meinem Exfreund gegenüber kriege und es erfüllt mich sehr mit Trauer. Vermutlich eben weil sich dahinter mehr verbirgt, als ich mir eingestehen möchte.

    Ich bin dabei, mir wieder einen Therapeuten zu suchen, da ich merke, dass ich aus der Trauer nicht mehr rausfinde. Ich glaube auch nicht, dass ich es ohne Unterstützung schaffe wirklich zu verstehen, was da in mir vorgeht. Und ich weiß nicht, ob ich es meinem Exfreund wirklich erzählen soll. Er weiß, wie schwer mein Verhältnis zu meinem Vater ist und wie sehr mich das die Jahre über belastet hat. Während mein Exfreund mir in jeder Sekunde ein Gefühl von Sicherheit und Glück gegeben hat, war es bei meinem Vater das absolute Gegenteil. Ihm jetzt zu erzählen, dass ich eine - wenn auch nur optische - Ähnlichkeit (die womöglich unterbewusst dazu führt, dass ich nicht mit ihm zusammen sein kann) zwischen ihnen sehe, muss ihn sehr kränken. Ich weiß nicht, ob er wirklich etwas davon hat, wenn er es erfährt.

    Ich danke dir wirklich sehr für deinen Beitrag, liebe bruennette_2.

  9. User Info Menu

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Liebe label,

    Nimm dir nicht alles zu Herzen was geschrieben wird.Ich sehe es zweierlei.
    Ich denke nicht dass man wirklich von wahrer Liebe sprechen kann wenn der Partner so unattraktiv für Einen ist.Denn dann gibt es gewöhnlicherweise kaum Jemand Schöneren als Diesen.
    Dann liebt man Alles an ihm,seine Stärken,Schwächen,Fehler und eben auch das Äußerliche.

    Auf der anderen Seite glaube ich dass man immerhin trotzdem Gefühle entwickeln kann.Nicht in diesem Maße dass Alles zusammen passt,aber eben in dem,dass der Charakter sehr anzieht und verzaubert.

    Die Väter-Theorie kann ich nur unterschreiben.Man sagt ja auch dass man sich Jemand Ähnlichen sucht wie sein Vater,wenn das Verhältnis gut war und das Gegenteil von ihm wenn es schlecht war.Mein Partner ist auch groß und sehr schlank,mein Vater das komplette Gegenteil.Ich hatte auch schon ein ähnliches Problem wie du & einen Ex der meinem Vater ähnelte.Ich kann dazu nur sagen: So wie meinen jetzigen Partner habe ich ihn niemals geliebt,weil eben das Gesamtpaket passen muss,nicht NUR das Aussehen und nicht NUR der Charakter.

    Wenn du ihn schon anfangs eher unattraktiv fandest ist es ganz logisch dass sich das immer so durchziehen wird,du hast wohl zu sehr gehofft dass sich das irgendwie ändern könnte.

    Ich würde ihm jedenfalls alle Gründe nennen,sonst wird er sich vllt ständig fragen was er falsch gemacht hat.Aber das musst du wissen.
    Ich verstehe bloß nicht wieso ihr anfangs eine Affäre hattet und auch sonst oft im Bett gelandet seid.
    Bei sexuellen Kontakten ist doch gerade das Optische ein sehr großer Punkt?

  10. Inaktiver User

    AW: Hin- und Hergerissenheit nach Trennung, Schuldgefühle

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Du bist oberflächlich, kindisch, egoistisch und dazu verlogen.

    In der Tat hat er etwas Besseres verdient.
    .
    Würdest Du ihm ehrlich sagen warum Du Dich getrennt hast, würde er niemals mehr ein Wort mit Dir sprechen. Daher lügst Du lieber weiter, um Dir egoistisch die Chance auf eine "Freundschaft" (was für eine Freundschaft wäre das eigentlich, wenn einer so unehrlich ist?) nicht kaputt zu machen.

    Es ist Zeit für Dich, endlich erwachsen zu werden!

    Lass den Mann in Ruhe, Du hast ihm schon genug angetan!

    Unterschreib*

    Und es zeigt, dass die Denke, wenn man jemanden zum Sex über eines ONS hinaus sucht, nur Äusserlichkeiten zählen, grundfalsch ist.

    Wegen Oberflächlichkeiten jemanden, den man liebt, verlassen....das ist wirklich Generation FB.
    Sich auf sein Verhältnis zum Vater zurückzuziehen mit als Entschuldigung, ist nicht weniger übel.
    "Tschuldigung, dass ich ne Menge für Dich empfinde, aber meine Kindheit ist schuld, dass ich Dich liebe"...????

    Welche Entschuldigung muss beim nächsten Mann herhalten?

    Es könnte der Eindruck entstehen, dass Du hier nach einer Formulierung und Gründen fragst, um nicht ehrlich Dir und ihm ggü. zu sein...um es mal nett auszudrücken.
    Und da enden Nettigkeit und Mitgefühl bei mir.
    Geändert von Inaktiver User (03.05.2018 um 07:47 Uhr)

Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •