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  1. Avatar von Gesa76
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    AW: Trennung wegen einseitigem Kinderwunsch - war das richtig?

    Zitat Zitat von Meerwollen Beitrag anzeigen
    Liebe Gesa, liebe huppsi,
    vielen Dank für eure Anregungen!

    Keine Ahnung inwieweit ich mich da "umprogrammieren" kann. War das bei euch ein bewusst gelenkter Prozess (wenn ja, wie?) oder kam es eher automatisch?

    Und Gesa, wie lange hat es für dich gebraucht, bis du nach deiner Trennung wieder so weit auf den Beinen warst, dass du neu auf Partnersuche gehen konntest? (Ich weiß, das ist sehr individuell, aber diese Geschichten helfen mir, wenn ich denke, dass das Trauern nie (oder jedenfalls nicht mehr in den 30ern) vorbeigeht...)
    Liebe Meerwollen,

    erst mal tut es mir leid, dass es Dir heute nicht gut geht. Solche Träume kenne ich. Sie machen einem die Trauerarbeit, die man schon geleistet hat, wieder ein Stück zunichte. Da hat man sich zusammen gerissen, sich gezwungen nicht an ihn zu denken. Wenn die Gedanken an ihn aufkamen, hat man sich gezwungen, diese zu verdrängen und wenn das nicht ging, an die negativen Seiten der Beziehung zu denken. Man ist rausgegangen, hat sich körperlich betätigt, hat Freunde angerufen und getroffen, sich abgelenkt. Und dann kommt so ein Traum und der Kummer ist wieder präsent. Meine Erfahrung sagt mir aber, dass die Träume irgendwann aufhören!

    Dann wollte ich dir schreiben, dass ich meine Geschichte nicht aufgeschrieben habe, um Dir damit eine Anregung oder einen Rat zu geben. Ich kenne Dich nicht und habe auch keine Ahnung von den Kriterien, nach denen Du Deine Partner auswählst. Ich habe nur von mir berichtet, ohne einen Hintergedanken damit zu verbinden!

    Ein „Umprogrammieren“ hat es bei mir auch nicht gegeben. Ich habe mich vielmehr gefragt: „Was willst Du wirklich?“ Was passt wirklich zu mir und was sind Fehlvorstellungen, die ich von mir und auch von meinem Leben habe. Zum Beispiel hatte ich so eine Vorstellung, dass ich unbedingt in der Großstadt, in der ich damals lebte, bleiben wollte. Natürlich musste es dann auch die große Altbauwohnung (damals noch bezahlbar) mit den alten und knarrenden Dielen sein. Ein Mann, der mir vor meiner „Ausmistaktion“ gesagt hätte: „Nein, ich möchte lieber in einem Haus auf dem Land/in der Vorstadt wohnen“, wäre für mich nicht mehr in Frage gekommen. Ich habe mich aber gefragt, warum das so ist, denn ich bin ständig aus der Stadt geflohen aufs Land, wo ich aufgewachsen bin. Ich finde Altbauwohnungen in der Großstadt immer noch schön und bin gerne in der Stadt. Aber tatsächlich leben möchte ich da heute nicht mehr (kommt vielleicht wieder, wenn die Kids aus dem Haus sind). Zu mir passt derzeit besser das Leben auf dem Land im Umfeld der Großstadt.

    Wie lange hat es gedauert, bis ich wieder offen für einen neuen Partner war? So genau weiß ich das nicht mehr, aber ich habe mit der Suche einfach irgendwann angefangen, vielleicht nach einem halben Jahr. Beschleunigt wurde der Prozess durch die Familiengründungen um mich herum, also im Freundeskreis. Da merkte ich, dass ich mir einfach nicht so viel Zeit zum Trauern nehmen kann oder will, wie ich es früher getan habe. Mein Motto damals war, einfach versuchen und nach vorne blicken. Aktiv sein.

    Was habe ich gemacht? Sport, Hobby und dann noch die Suche im Internet. Gerade bei der Letzteren war es sehr hilfreich, dass ich wusste, was ich will, weil sich hier einige Möglichkeiten ergaben, mit denen ich meine Zeit hätte verschwenden können, wenn ich nicht so klar bei mir gewesen wäre. Ich habe dann tatsächlich vor etwa 9 Jahren meinen heutigen Mann im Internet kennengelernt. Hätte man mir das vor 15 Jahre gesagt, hätte ich es nicht geglaubt.

    LG Gesa


  2. Registriert seit
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    AW: Trennung wegen einseitigem Kinderwunsch - war das richtig?

    Zitat Zitat von Gesa76 Beitrag anzeigen
    Dann wollte ich dir schreiben, dass ich meine Geschichte nicht aufgeschrieben habe, um Dir damit eine Anregung oder einen Rat zu geben. Ich kenne Dich nicht und habe auch keine Ahnung von den Kriterien, nach denen Du Deine Partner auswählst. Ich habe nur von mir berichtet, ohne einen Hintergedanken damit zu verbinden!
    So meinte ich es auch nicht, aber Anregungen kommen ja auch gerne und eigentlich auch am wirkungsvollsten, wenn sie nicht beabsichtigt sind, sondern man "einfach so" auf einen neuen Denkansatz stößt

  3. Inaktiver User

    AW: Trennung wegen einseitigem Kinderwunsch - war das richtig?

    Liebe Meerwollen,
    die Zeit arbeitet auch .....
    Ich sag immer, diese traurigen Phasen sind der Nährboden für Kreativität.

    Was hälst du davon mal Tagebuch zu schreiben? Irgendwie, sich einfach mal was notieren.
    Aber auch nur wenn du magst.

    Ich mach das immer nur so mal phasenweise, andauernd wäre mir das zu sehr Nabelschau.
    Oder besser noch: schreib auf für was du dankbar bist, einfach so.

    Nach jeder richtigen Trennung fühlte ich mich wie ein Hund ohne Schwanz. Völlig paradox zudem.
    Und zwar im Sinne von - ich suchte ja doch noch die Gesellschaft des Menschen von dem ich mich getrennt hatte....

    Rein zufällig - geht man dann an Orte von denen man weiß dass er sich da aufhält....
    So richtig überwunden hatte ich die Trennung von meiner ersten großen Liebe eigentlich erst als ich ganz woanders hin ging und auch als eine Andere wieder kam....

    Und ich war immer diejenige von der die Trennung ausgegangen ist...
    Verlassen zu werden kenne ich nicht.

    Vielleicht ist das sogar leichter. Man kriegt mehr Mitleid...schnief....
    Letzten Endes - ich weiß es nicht.

    Mit Partner ist Frau meist satter, zufriedener, hoffe ich ....
    Aber, echt mal, meine besten Ideen hatte ich bei Kummer....

    Es hilft auch, keinen Kitsch auszulassen. Traurige dramatische Lieder hören. Das zog mich nie runter, weil es ja zu meiner Stimmung passte.

    So eine Trauer ist wie eine Welle - im wahrsten Sinne des Wortes, du wirst den Drill nach oben regelrecht spüren.
    Manchmal einfach so beim Aufstehen. Plötzlich sieht die Welt wieder anders aus, so als ob du die Fenster geputzt hast.

    Am besten ist das bei Künstlern zu beobachten. Am Anfang ihrer Karrieren sind sie voller Weltschmerz und auch Wut.
    Und wenn sie dann zu glücklich und zufrieden werden fällt ihnen nüscht mehr ein.

    Mach was Verrücktes, tanz im Regen.....und so....


  4. Registriert seit
    08.01.2014
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    AW: Trennung wegen einseitigem Kinderwunsch - war das richtig?

    Zitat Zitat von Heute_kekslos Beitrag anzeigen
    Ich staune doch beim Lesen einiger Beiträge. Wer unbedingt Kinder möchte, dem kommt es also nicht darauf an, mit wem, sondern einfach nur auf das Geschlecht. Interessant, interessant. Man lernt hier echt noch was fürs Leben...

    Arterhaltungstechnisch gesehen ist das wohl einfach so, evolutionsbedingt war es wichtiger für Nachwuchs zu sorgen, als sich Gedanken um einen Partner zu machen.

    Glücklicherweise ist das aber vielen potentiellen Vätern nicht klar.


  5. Registriert seit
    13.08.2019
    Beiträge
    1

    Frage AW: Trennung wegen einseitigem Kinderwunsch - war das richtig?

    Hallo Meerwollen,

    darf ich fragen, wie es Dir denn inzwischen ergangen ist?
    Ich habe mich auch gerade wegen eines Kinderwunsches von meiner Partnerin trennen müssen und würde gerne wissen, ob es für Dich die richtige Entscheidung war?

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