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Thema: Nichts hilft


  1. Registriert seit
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    AW: Nichts hilft

    Zitat Zitat von Senay Beitrag anzeigen
    Mir tut die Arbeit in solchen Fällen gut, da sie dem Tag Struktur gibt und die Gedanken zwangsläufig auch mal in eine andere Richtung lenkt.
    Ich sitz dann durchaus auch mal zwischendurch auf dem Klo und heule, aber ich hab dann was zu tun, muß mich konzentrieren und kann mich nicht permanent im Schmerz "suhlen".
    Wenn ich dagegen zuhause bin, steiger ich mich immer mehr in die Traurigkeit rein.
    Ich bin froh, wenn ich dann was zu tun habe.
    Kopf hoch, das wird wieder besser!
    Mir hilft Arbeit auch, aber das hängt ja sehr vom Kollegenumfeld ab. Bei uns kann man auch mal unfit kommen und jeder hat Verständnis. Es ist aber völlig legitim sich eine Auszeit zu nehmen und mitunter schützt es auch die berufliche Reputation.

  2. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Nichts hilft

    Zitat Zitat von kokostier Beitrag anzeigen
    Ich hatte gehofft, dass es helfen wird, die Gedanken von der Seele zu schreiben. Freunden kann man ja doch nicht alles so sagen, wie es einem im Kopf vorgeht. Jetzt bin ich fertig mit dem ersten Text und es hat kein bisschen geholfen. Ich muss einfach weiter weinen und kann nicht damit aufhören.
    Schreib trotzdem weiter, kokostier. Was dir weh tut, was du nicht verstehst ...

    Schadeschade, dass es so enden musste und du so leidest. Wie lange ist die Trennung her? Und es gab gar keine Vorzeichen?
    Der Adler fängt keine Mücken.


    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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  3. Registriert seit
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    AW: Nichts hilft

    Doch es gab Vorzeichen. Ich habe sie auch wahrgenommen und angesprochen, er ist aber nicht darauf eingegangen. Ich habe auch gedacht, das sei einfach nur eine Phase, die wieder vergeht. Es ist ja niemals alles toll. Dennoch hat sich nichts verändert an Ritualen und er hat mir auch noch gesagt, dass er mich lieb hat und mir das auch gezeigt. Dennoch sieht er keine Zukunft für uns, es sei nichts mehr zu machen und lieben tut er mich auch nicht.
    Das fühlt sich so unglaublich schlimm an. So als wäre alles eine einzige große Lüge.

    Die Trennung ist erst ein paar Tage her und es fühlt sich an, als wäre ich innerlich vollkommen zerrissen worden. Es ändert sich mit einem Schlag das ganze Leben. Wo vorher zwei waren, ist man jetzt allein. Was man vorher teilen konnte, muss man jetzt alleine durchstehen.

  4. Inaktiver User

    AW: Nichts hilft

    Zitat Zitat von kokostier Beitrag anzeigen
    Wenn ich all die Beiträge lesen von Menschen, die betrogen und belogen wurden, wo Kinder im Spiel sind oder der gehende Partner den anderen furchtbar schlecht behandelt hat; dann denke ich mir: kokostier, andere hat es viel schlimmer getroffen, du wirst es auch überleben.
    Wirst du auch, und du weißt das auch. Aber das sagt dein Verstand, und dein Herz fühlt (noch) halt was anderes. Das ist doch aber ganz normal, das braucht seine Zeit.

    Sei doch nicht so streng mit dir!!

  5. Inaktiver User

    AW: Nichts hilft

    Liebe Kokostier,

    fühl dich erst mal gedrückt....

    Und ja, es ist schwer und es fühlt sich ganz schlimm an.
    Du bist noch in der 1.Phase der Trennung, du kannst die Trennung noch nicht annehmen.
    Wenn dir danach ist, such mal im Internet nach den Phasen /Wellen der Trennungsgefühle. Fand ich damals interessant und hilfreich, wenn ich rausbekommen hatte, in welcher Phase ich grad stecke, dass die Phasen wie Wellen kommen und gehen und die Wellen mit der Zeit immer kleiner werden. Das hatte mir Hoffnung gemacht.

    Du stehst noch gaaanz am Anfang. Lass dir Zeit.

    Wenn dir so miserabel ist, lass dich krankschreiben (ob Ablenkung auf Arbeit besser für dich ist, kannst nur du wissen).

    Ich konnte nicht essen, ich konnte nicht schlafen.
    Mir hat geholfen, es Verwandten und Bekannten/Freunden zu erzählen.

    Trotzdem bin ich nach ein paar Wochen in eine Depression gerutscht. Davor hatte ich Angst gehabt.

    Irgendwie habe ich mich aber immer !!! so weit aufgerafft und den Alltag geschafft, mich mit Leuten getroffen, viel an der frischen Luft gewesen und Sport gemacht (Sportgruppe ein mal in der Woche).
    Und nach diesem Sport ging es mir oft für 2-3 Stunden gut, richtig gut. Da hatte ich dann endlich elan, liegengebliebene Dinge zu erledigen. Diese Zeit habe ich ganz bewusst genossen.

    Und so vergingen irgendwie Tage, Wochen, Monate...

    Bitte gib dir Zeit. Es stimmt, dass die Zeit Wunden heilt, auch wenn Narben zurück bleiben.

    Versuche mal, einen lustigen Film anzuschauen, lies Witze, mach lange Spaziergänge. Irgendetwas.
    Versuche immer dich und deinen Haushalt in Ordnung zu halten.
    Geh raus und triff Leute.

    Mir etwas gutes zu gönnen hat bei mir nicht geholfen. Z.B. mag ich Massagen, aber die konnte ich am Anfang über haupt nicht genießen. Finde du raus, was dir vielleicht gut tut, das ist bei jedem anders.

    Mach dir eine Liste, was dir an deinem Ex gut gefallen hat und was nicht so toll war.
    Schreibe ihm einen Brief, den du nicht abschickst.

    Ich hatte in dieser Zeit angefangen, mir vieles von der Seele zu schreiben, das tat mir gut. Gedanken, Gefühle, kleine Lichtblicke. Und irdendwann kommen zwischendurch schon kurze Momente der Freude, des Glücks, der Liebe. Genieße diese Momente. Erinnere dich an sie in schweren Zeiten.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

  6. Avatar von Lorenia
    Registriert seit
    02.01.2018
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    56

    AW: Nichts hilft

    Der Schmerz ist so unglaublich gewaltig groß, dass er unüberwindbar scheint.
    Der wird auch noch eine ganze Weile groß und schrecklich bleiben.
    Aber, versprochen, er ist nicht unüberwindbar.
    Jetzt ist er es. Aber nicht dauerhaft.

    Ich stelle es mir ein wenig vor, wie ein verschneiter Weg hoch oben in den Bergen. Im Winter ist er nicht passierbar. Und da nützt es auch nichts, jeden Tag mit der Schneeschaufel anzurücken und sich dann dafür zu hassen, dass man nicht vorwärts kommt. Wind und Schnee sind zu mächtig. Es muss jetzt nur Zeit vergehen. Es werden noch viele eisige Tage kommen an denen du frierst und nur noch weg willst. Richte dich für eine kurze Weile im Schnee ein. Baue dir ein Zelt, dass die schlimmsten Schneestürme abhält. Schaue, dass du den Winter überlebst. Tue alles, was deine Situation im hier und jetzt - auf dem eisigen Berg ohne die Möglichkeit vorwärts oder rückwärts zu kommen - verbessert. Irgendwann wird es Frühling. Und mit jedem Tag wirst du ein paar Meter weiter laufen können.

    Und falls du aktuell noch die Gewissheit brauchst, dass du dich mit der Schneeschaufel nicht doch noch durchgraben kannst, wenn du dich ganz arg anstrengst: Probier es aus. Manchmal ist es noch zu früh, um aufzugeben. Manchmal braucht man die Erkenntnis: Es geht wirklich überhaupt nicht mehr, obwohl ich jetzt schon seit 48 Std. ununterbrochen Schnee schaufele. Achte nur darauf, dass du dir bei allen Anstrengungen noch selbst in die Augen schauen kannst. Mach dich nicht klein.

    Ich drück dich und wünsche dir ganz viel Kraft


  7. Registriert seit
    18.08.2017
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    AW: Nichts hilft

    Liebes kokostier,

    Ich schreibe dir ein wenig aus meiner Welt, da ich erst vor kurzem vermutlich ähnliches erlebt habe. Ich bin auch Ende 20 und wir waren fast ein Jahrzehnt zusammen.

    Er war alles für mich. Ich dachte, wir bleiben für immer zusammen. Sicherlich war auch nicht immer alles rosarot, aber wir hatten so eine Nähe und verbundheit, die ich bisher und auch heute von nirgends wo anders her kannte. Ich bin ein ruhiger, eher in sich Gekehrter Mensch, doch bei ihm und für ihn war ich wie ein offenes Buch und konnte immer meine Gedanken mit ihm teilen. Dabei habe ich mich stets wohl gefühlt und seine Gegenwart immer genossen.

    Bis er sich dann auch plötzlich von mir trennte. Letztes Jahr im April. Ich wollte es 3 Monate nicht wahrhaben und in dieser Zeit hab ich wirklich fast nur heulend im Bett gelegen. Ich bin ein gewohnheitsmensch, mag Veränderungen schon per se nicht und konnte und wollte mich mit der Situation einfach nicht abfinden.

    Dann fing ich an wie wild andere Männer zu treffen, um mich irgendwie von ihm abzulenken, um irgendwie ein bisschen Freude oder Spaß zu empfinden und wohl auch, um nicht allein zu sein.

    Ich bin seither schrecklich alleine und sehr einsam. Ich versuche mir wieder Freunde und Kontakte aufzubauen.

    Von den vielen Männern habe ich erst mal wieder genug. Da ich trotzdem meist nur an IHN dachte. Aber es hat mir in gewisser Weise geholfen, den Schmerz zu betäuben. Zumindest vorübergehend.

    Ich hatte sogar einen wirklich netten Mann kennen gelernt. Allerdings,wenn ich ehrlich bin, war es immer nur um Ablenkung zu kriegen und ich habe mir meine Gefühle und Interesse für den anderen Mann auch nur eingeredet.

    Wenn du fragst, wie man damit umgehen kann und was man gegen den Kummer machen kann. Ich weiß es nicht genau. Ich habe versucht, so gut wie möglich einfach weiter zu machen, habe mir nach außen wenig anmerken lassen, habe so getan, als ob alles gut sei. Manche wissen bis heute nicht dass wir getrennt sind. Versuche vielleicht dass dir nicht alles wegbricht und du dir deine Kontakte behälst, um ein wenig Normalität zu gewähren. Lass dich mit deiner Arbeit ablenken. Und die Abende habe ich mir mit Dates und partY zugelegt - das musst du wissen, ob das für dich in Frage kommt.

    Der erste Kerl, der mich anfassen wollte, nach meinem Freund, vor dem bin ich quasi schreiend davon gelaufen und hab ihn stehen lassen. Ab da ging es dann...

    Heute liege ich immer noch oft weinend da und denke an ihn. Was er macht, wo er ist, wie es ihm geht.

    Ich habe ein Bild von ihm bei mir und seinen Duft. Das beruhigt mich oft.

    Jetzt warte ich, was mir die Zukunft bringen wird....

    Dir viel Glück :) vll waren ja ein paar Gedanken für dich dabei.

    Vg
    Tristesse

  8. Avatar von Petersilie72
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    AW: Nichts hilft

    Lorenia, Das hast du Bildlich sehr schön geschrieben

    Armes Kokostier,, lass dich mal drücken, das ist eine Scheiß Situation, davor ist wirklich kaum einer gefeit.

    Wenn die erste ohnmächtige Angst und Erstarrung etwas weichen wird, dann kommt meist etwas Schönes.. ,

    Was mir dann immer sehr geholfen hat, es kommt die Wut.

    Wut auf den Ex, warum das alles so laufen musste, warum es nicht schon vorher Gespräche gab, was doch nicht alles so toll lief, wie man sich das immer vorgemacht hat.

    Diese Wut ist sehr sehr hilfreich, vor allem die Beziehung in einem realen Licht zu sehen. Ich glaube, dass so wuchtige Trennungen uns im tiefsten der Seele treffen, weil man sich wie ein verlassenes Kind fühlt, völlig schutzlos und einer Situation ausgeliefert, wo man meint, dass man sie niemals stemmen kann.

    Aber auch dieses Gefühl wird weichen, und nach und nach kommt man wieder in seine eigene Kraft, letztendlich wächst man an Trennungen,

    ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht für deine nächste Zeit,

    ganz liebe Grüße vom Petersilchen
    ...ach wie gut, dass niemand weiß, auf wen und was ich alles schei....ja, ich könnte auch nett sein, bringt aber nix...

  9. Avatar von brighid
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    AW: Nichts hilft

    Zitat Zitat von kokostier Beitrag anzeigen

    Das fühlt sich so unglaublich schlimm an. So als wäre alles eine einzige große Lüge.

    Die Trennung ist erst ein paar Tage her und es fühlt sich an, als wäre ich innerlich vollkommen zerrissen worden. Es ändert sich mit einem Schlag das ganze Leben. Wo vorher zwei waren, ist man jetzt allein. Was man vorher teilen konnte, muss man jetzt alleine durchstehen.
    ein paar tage erst? dann habe doch ein wenig geduld mit dir.

    klar kannst du jetzt eine mords-wut entwickeln, dich in alles mögliche reinsteigern und eure zeit verbal niedermetzeln.- aber das hilft dir auch nicht weiter.

    trauere um das was nicht mehr da ist. und wenn du kannst, versuche es einmal- nimm das was gut war mit in deine zukunft.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  10. Avatar von Bibi_35
    Registriert seit
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    AW: Nichts hilft

    Liebe kokostier,

    zuerst einmal: fühle Dich gedrückt!!!!
    Ich weiß wie Du Dich fühlst, bin ich doch seit knapp drei Wochen in der gleichen Situation. Plötzlich - und zumindest für mich unterwartet - getrennt, tief verletzt und so viele offenen Fragen. Du hast dieses elende Gefühl so treffend beschrieben! Auch ich bin nur am weinen und am verzweifeln, muss aber im Job funktionieren. Und - glücklicherweise - die Arbeit lenkt mich ab.
    Ich setze auf den Faktor "Zeit" und bin über jeden Tag glücklich, der mich von diesem Tag entfernt. Schlafen kann ich nur mit Schlaftabletten, essen kommt sofort wieder raus und ich habe das Gefühl, nie wieder lachen zu können.

    Halte durch, es wird besser. Versprochen!

    Lass von Dir hören, wie es Dir geht!

    Ganz liebe Grüße
    Bibi

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