Ich tue mir mir bei deinen Pauschalisierungen schwer. Alles nur auf die Religion zu schieben, halte ich für zu einfach. Deshalb habe ich den entscheiden Satz unterstrichen. Manche Frauen bleiben in der Situation, weil sie nie gelernt haben für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Dafür kann aber die Religion nichts.
Ich komme auch aus einen sehr katholischen/konservativen Umfeld. Ich bin mit 19 ungeplant schwanger geworden. Meine Eltern hätten ja nach deiner Argumentation verstoßen müssen. Im Gegenteil, sie haben mich nicht zur Heirat mit dem Kindsvater gezwungen (Im Gegenteil, am Anfang davon abgeraten) und sie haben mich nicht aus der Familie verstoßen. Meiner Mutter war immer wichtig, dass auch wir Mädchen (wir sind vier Geschwister) einen hohen Bildungsabschluss haben, und wir uns selbständig versorgen können. Ich habe studiert und verfüge über einen Masterabschluss. Soviel zu den "Kirchen-Dogmen".
Ich finde Religion und deren Auslegung ist Haltungssache. Mein Wahlmotto lautet: "Hilf dir selbst, dann hilf dir Gott". Ich hätte nach der Schwangerschaft in Lethargie verfallen können, den Kindsvater heiraten (habe ich zwar gemacht, aber deutlich später) und jammern können, dass ich keine Chance im Leben hatte weil es Gott so gewollt hat. Gott wollte, dass ich Kinder bekomme. Habe ich aber nicht, sondern ich habe Verantwortung übernommen und jetzt bin ich heilfroh, dass ich diesen Weg gegangen bin.
Was ich sagen will: Warum manche Frauen in solchen Situation bleiben hat für mich rein gar nichts mit Religion zu tun. Das ist nur eine weitere bequeme Ausrede, ähnlich wie Kinder.
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13.01.2018, 10:16
AW: Outtake: Wenn Frauen sich nicht trennen wollen /Geschichtenstrang
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13.01.2018, 10:18
AW: Outtake: Wenn Frauen sich nicht trennen wollen /Geschichtenstrang
Ich habe beim EP auch erstmal gedacht., wie einseitig gedacht, wieder mal alles auf rk-Religion geschoben, wieder mal zum Ausdruck gebracht, dass Frau, die nur für Mann, Kinder und Haushalt lebt, unglücklich sein muss und in Folge dessen, die Ehe respektive der Mann die Hölle ist.
Das liegt sicherlich daran, dass ich mit totalitären Meinungen ganz schlecht umgehen kann. Und, Avocada, du hast hier ganz schön totalitär geurteilt.
Aber...
Auch ich kenne diese Frauen. Sogar Freundinnen. Sie leiden nicht so, wie beschrieben, der Mann ist auch kein Monster. Aber sie sind unglücklich.
Auch ich diskutiere mit Ihnen, warum sie dann weiterhin in dieser Ehe verharren und bekomme ähnliche Argumente wie Haus, finanzielle Abhängigkeit etc.
Meinen Standpunkt kennen sie und ich habe es ihnen vorgemacht: ich habe mich getrennt. Nur, wieso sollte ich mich anmaßen, ihnen Vorwürfe zu machen, weil sie mir nicht folgen? Jeder lebt so, wie er dazu fähig ist.
Man wird immer auf dieser Welt Menschen finden, die in kaputten Ehen, in beschixxenen Jobs, über ihre Verhältnisse .... usw leben. Die wenigsten von ihnen sind seelisch und geistig nicht in der Lage, dies zu ändern. Warum sollte ich dies also anprangern?
Und da sind wir wieder bei deinem EP. Man kann das sicherlich ansprechen, aber ganz sicher nicht verurteilen.
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13.01.2018, 10:24Inaktiver User
AW: Outtake: Wenn Frauen sich nicht trennen wollen /Geschichtenstrang
Genau diese Wortklaubereien machen das Diskutieren mühselig.
Die Verwendung des richtens als Metapher für moralisierend bewerten muss ich hier noch erklären? Immerhin zitierst du Rilke?
Natürlich musst du nichts gutheißen und jeder kann anderer Meinung sein.
Mir geht es um moralisierendes Abwerten - und das passiert hier im Eingangsstrang.
Wenn hier jetzt vielleicht noch die Frage kommt: Wo wird denn abgewertet in diesem Beitrag? (prophylaktisch): Das wäre dann genau dieser verständnislose Empathiemangel, der mich beim Lesen mancher Beiträge fassungslos macht.
Gut, dass der Beitrag aus dem Ursprungsthread herausgelöst wurde.
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13.01.2018, 10:27Inaktiver User
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13.01.2018, 10:31
AW: Outtake: Wenn Frauen sich nicht trennen wollen /Geschichtenstrang
Kommt bitte zum Thema zurück.
Margali
Moderatorin im Forum
Trennung und Scheidung,
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13.01.2018, 10:33Inaktiver User
AW: Outtake: Wenn Frauen sich nicht trennen wollen /Geschichtenstrang
Du hast Probleme mit Pauschalisierungen und pauschalisierst selber ? ...und wertest die Motive anderer als bequeme Ausrede (Abwertung)
@Admaro:
@Margali: Diese üblichen Pauschalisierungen und Abwertungen gehören für mich zum Thema - denn ich bin der Meinung, das Anprangern von anderen Lebensstilen von Frauen in der getätigten Art sollte in einem Diskussionsforum nicht unwidersprochen bleiben.
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13.01.2018, 11:01
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13.01.2018, 11:03
AW: Outtake: Wenn Frauen sich nicht trennen wollen /Geschichtenstrang
Ja...JEDE Lebensform kann toleriert werden, WENN sie ohne Drohungen, Angst und Gewalt FREI gewählt und solange nicht geschadet wird.
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13.01.2018, 11:05Inaktiver User
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13.01.2018, 11:09Inaktiver User
AW: Outtake: Wenn Frauen sich nicht trennen wollen /Geschichtenstrang
Das finde ich eine merkwürdige Auffassung von Meinungsfreiheit. Das möcht ich mir ungern vorschreiben lassen, was ich verurteile und was nicht.
Vor allem weil das über meine persönliche Haltung hinaus ja keinerlei Konsequenzen für andere hat, wie ich etwas sehe - so viel sollte man schon differenzieren wenn man hier mit Begriffen wie Gericht, Urteil oder Pranger um sich schmeisst.



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