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  1. Inaktiver User

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Er ist ein sehr sensiber, einfühlsamer und hilfsbereiter Mensch der schlecht "nein" sagen kann und immer und zu jeder Zeit für alle da ist um zu helfen.

    Obwohl das Thema Alkohol bzw. ein zu viel davon für mich ein großes Problem ist, da ich aus einer Alkoholikerfamilie stamme.

    Ich wollte nie einen Partner haben der trinkt und habe mit meinem Noch-Mann leider einen bekommen ohne das Anfangs zu bemerken.
    Als wir dann zusammen zogen hab ich mir auch noch nichts dabei gedacht das er zum Feierabend gern mal 1 - 2 Radler trank. War ok, wenn auch im Rückblick und in der Regelmäßigkeit betrachtet doch da schon viel zu viel. Im Laufe der Zeit stellte ich dann fest, das er es völlig normal und auch männlich fand, wenn ein Mann abends zum Feierabend sein Bier trinkt. Argument: " Das hat der Vater auch schon immer so gemacht, das ist für einen echten Mann völlig normal." Ein Argument das ich schrecklich fand und mit seiner Verteidigung seines Konsums fingen meine Probleme an.


    Du hast ihn bereits zu einem Zeitpunkt angegriffen, zu dem offenbar noch kein Alkoholproblem bestand, das hatte wohl mit deinen Erfahrungen zu tun, kam bei ihm aber sicher ganz anders an.

    Danach hat sich offenbar eine ungute Dynamik entwickelt, die sich letztendlich mit deiner Trennungsentscheidung explodierend entlud. Wahrscheinlich am besten für euch Beide, und man kann nur hoffen, dass ihr beide mit entsprechender Hilfe wieder aus euren Tiefs herausfindet.

    lg jaws

  2. User Info Menu

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Liebe TE, ich seh das leider auch so, dass du deinen Mann schon wegen Alkohol kritisiert hast als es unproblematisch war. Auch ich würde mir wegen einem Radler, einem (kleinen) Bier am Tag oder einem Glas Wein am Abend kein schlechtes Gewissen machen oder einreden lassen.

    Viele Substanzen und unendlich viele Handlungen des täglichen Lebens bergen Suchtpotential. Internet, Handy, Einkaufen, Fernsehen, Computerspiele, Essen, natürlich Trinken, Sport, Gesundheit, Sex, Aufräumen, sammeln,..........
    Deswegen aus lauter Angst vor Sucht aufhören zu leben ... sozusagen .... ist auch kein Leben. Sich nur von Wasser und gesunden Lebensmitteln zu ernähren und alles "richtig" zu machen hat auch einen Krankheitsnamen....

    Vielmehr sollte die Frage immer klar sein, genieße ich was ich tue und habe ich die Wahlmöglichkeit es zu tun oder zu lassen oder konsumiere ich etwas um damit zB mein Gefühlsleben zu stabilisieren und besteht der Zwang dies zu tun.

    3 Liter Bier, jeden Tag, ist zu viel. Das wird den Rahmen des Genusses bei weitem sprengen, keine Frage.

    Dennoch hab ich die Sache mit dem Schlafzimmer auch nicht durchblickt. Dein Mann trank nichts mehr (hielt sich an die Vereinbarung), du mußtest dennoch woanders schlafen weil du ihn nicht riechen konntest, er schnarcht und dir war es zu warm im Raum war.

    Hätte es einen Rahmen für Alkoholkonsum gegeben mit dem du leben hättest können oder wäre für dich nur 0 Alkohol zu Hause in Frage gekommen? War dein Mann grundsätzlich uneinsichtig bei Gesprächen darüber das er sensibler mit dem Thema umgehen sollte?

    Oder hat er aus Trotz über die ständige Kritik von dir gerade erst recht das unerwünschte Verhalten verstärkt. So nach dem Motto: "Wenn du mich sowieso deswegen prügelst, kann ich es auch tun."
    Ich nehme an dein Mann war und ist in der Lage ein normales Leben zu führen, er hat seinen Arbeitsplatz?

    Vermutlich hattet ihr beide schlechte persönliche Voraussetzungen um miteinander umgehen zu können. Da sich daran nichts mehr ändern wird ist die Trennung sicher das einzig richtige Mittel. Jeder von euch beiden hat jetzt eine neue Chance sich zu stabilisieren.

    Dafür ob du einen Freundeskreis aufbauen und pflegen kannst finde ich, ist nicht unbedingt der Partner zuständig. Obwohl natürlich deine eigene Abhängigkeit und Depression sicher nicht förderlich ist und war ein soziales Leben zu führen. Die Familie deines Mannes "gehört" eher ihm als dir. Wenn es gilt sich für einen zu entscheiden, wie es leider oft geschieht, wird es eher der Blutsverwandte sein. Das solltest du ihnen nicht zum Vorwurf machen. Wenn dir der Kontakt zur Familie deines Mannes sehr am Herzen liegt solltest du keine negative Stimmung ihrem Verwandten gegenüber einfordern oder entstehen lassen sondern einfach neutral den Kontakt beibehalten.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

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    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Wie sich das anhört habt ihr beide eueren Senf dazu gegeben. Eine weitere Aussrpache könnte vielleicht helfen, ansonsten ist das schon heikel :/

  4. Inaktiver User

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Die Trennungsursache liegt im Zusammenspiel eurer jeweiligen Dispositionen.

    Offensichtlich habt ihr euch gegenseitig nicht gutgetan.

  5. Inaktiver User

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Liebe TE, ich seh das leider auch so, dass du deinen Mann schon wegen Alkohol kritisiert hast als es unproblematisch war. Auch ich würde mir wegen einem Radler, einem (kleinen) Bier am Tag oder einem Glas Wein am Abend kein schlechtes Gewissen machen oder einreden lassen.
    Ich habe erst begonnen seinen konsum zu hinterfragen als ich mitbekam das er nicht mehr nur am WE sondern auch unter der Woche so viel trank das man es ihm anmerkte. Habe aber NIE Vorwürfe gemacht, sondern nur meine Bedenken geäußert. Schließlich ist er erwachsen und sollte wissen was er tut. Bin ja nicht seine Mama.


    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Dennoch hab ich die Sache mit dem Schlafzimmer auch nicht durchblickt. Dein Mann trank nichts mehr (hielt sich an die Vereinbarung), du mußtest dennoch woanders schlafen weil du ihn nicht riechen konntest, er schnarcht und dir war es zu warm im Raum war.
    Kurzzeitig hielt er sich an die Vereinbarung und verfiel dann in alte Gewohnheiten, so das es mir einfach zu viel wurde und ich die Konsequenzen daraus zog. Ein gesunder Schlaf ist wichtig und den hatte ich unter den Umständen nicht mehr.

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Hätte es einen Rahmen für Alkoholkonsum gegeben mit dem du leben hättest können oder wäre für dich nur 0 Alkohol zu Hause in Frage gekommen? War dein Mann grundsätzlich uneinsichtig bei Gesprächen darüber das er sensibler mit dem Thema umgehen sollte?
    Ich habe und hatte nie etwas gegen ein Bierchen hin und wieder oder in geselliger Runde. Aber dabei blieb es ja nicht. Täglich mehr als das unbedenkliche Maß an Alkohol, oft den ganzen Tag nichts gegessen und "zur Entspannung" das beliebte Feierabendbier. Wenn ich dann von der Arbeit kam war er öfter angetrunken als nüchtern. Er war grundsätzlich uneinsichtig und und stellte den Vergleich zu meinem Vater. Das kam nicht von mir!

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    Oder hat er aus Trotz über die ständige Kritik von dir gerade erst recht das unerwünschte Verhalten verstärkt. So nach dem Motto: "Wenn du mich sowieso deswegen prügelst, kann ich es auch tun."
    Ich nehme an dein Mann war und ist in der Lage ein normales Leben zu führen, er hat seinen Arbeitsplatz?
    Im letzten halben Jahr war das sicher so, das er aus Trotz noch mehr trank.

    Ich bin kein Mensch der ausflippt und rumbrüllt und das habe ich in all den Jahren auch nie getan. Beim letzten Streit fühlte ich mich so hilflos das ich anfing zu schreien und war über mich selbst erschrocken deswegen. Vorher hab ich trotz Beleidigungen seinerseits immer noch alles in ruhigem Ton und in der "ich-Form" ohne Vorwürfe versucht ihm zu vermitteln warum mich das so beschäftigt. Ich hab ihn geliebt und wollte ihn nicht reglementieren sondern war in Sorge. Ebenso wie seine Mutter und seine Geschwister übrigens. Denen gegenüber reagierte er bei dem Thema auch gleich ungehalten und bockig.

  6. User Info Menu

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zurück ins Rheinland würde ich gerne, schaffe das aber aufgrund meiner Gesamtsituation zurzeit finanziell nicht.
    .
    Erstmal hast Du alles richtig gemacht!!! Dein Weg scheint gut zu sein!!! Im übrigen kannst Du Dich auch im Rheinland bewerben, wenn Du dort was findest kann es sein dass das Jobcenter bei den Umzugskosten hilft.

    Miete musst Du überall zahlen!
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  7. Inaktiver User

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    @ Veranoazul

    Ich komme jetzt erst mal für 48 Monate aus dem Mietvertrag nicht raus und im Grunde fühle ich mich hier "auf dem Land" inzwischen so wohl das ich die Großstadt nicht mehr vermisse.

  8. User Info Menu

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Hallo, Platonic,
    ich kann voll nachvollziehen, dass Du bei Deiner Vorgeschichte sehr sensibel bei dem Thema Alkohol bist.
    Auch wenn es bei Deinem Mann zu Beginn vielleicht noch kein gefährlicher Konsum war, bei Deiner Vorgeschichte hätte er aus Rücksicht auf Dich sich doch einschränken können? Wusste er denn von dem Missbrauch und Deiner Familiengeschichte?
    Gerade, wenn er da noch nicht suchtgefährdet war, wäre es ihm doch ein leichtes gewesen, auf sein Feierabendbier zumindest unter der Woche zu verzichten, um Deine negativen Gefühle nicht hervorzurufen.

    Ich finde, das gehört zu einer Partnerschaft dazu, dass man auch Rücksicht auf den anderen nimmt, v.a. wenn da so ein sehr ernster Hintergrund vorliegt. Du hast es ihm ja nicht aus Jux und Dollerei "verboten".
    Dass der Konsum dann stärker wurde, evtl. aus Trotz, hat zwar das Geschmäckle einer "self-fullfilling prophecy", aber letztlich war es seine Entscheidung.

    Sei es, wie es sei, es ist sicherlich richtig, dass Du die Trennung vollzogen hast und Dich nun um Dich und Deine Erkrankung kümmern kannst.

    Vielleicht versuchst Du, neue Kontakte zu knüpfen, z.B. über Hobbys, bei denen man sich trifft, VHS-Kurse, Sportvereine oder so? Oder kannst Du vielleicht Kontakte, die eingschlafen sind, wieder beleben? Freundschaften wollen gepflegt werden, aber wer freut sich nicht, auch mal wieder von jemanden zu hören, von dem man schon lange nichts gehört hat?
    Ich habe z.B. immer noch eine WA-Gruppe von Mädels, die ich auf Reha kennengelernt habe und wenn wir nicht so weit auseinander wohnen würden, würde ich mich sicherlich auch treffen... eine gemeinsame Krankengeschichte schweißt ja auch irgendwie zusammen...

    Ich wünsche Dir alles Gute!
    LadyGlitzerfunkel

  9. Inaktiver User

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Zitat Zitat von Ladyglitzerfunkel Beitrag anzeigen
    Hallo, Platonic,
    ich kann voll nachvollziehen, dass Du bei Deiner Vorgeschichte sehr sensibel bei dem Thema Alkohol bist.
    Auch wenn es bei Deinem Mann zu Beginn vielleicht noch kein gefährlicher Konsum war, bei Deiner Vorgeschichte hätte er aus Rücksicht auf Dich sich doch einschränken können? Wusste er denn von dem Missbrauch und Deiner Familiengeschichte?
    Gerade, wenn er da noch nicht suchtgefährdet war, wäre es ihm doch ein leichtes gewesen, auf sein Feierabendbier zumindest unter der Woche zu verzichten, um Deine negativen Gefühle nicht hervorzurufen.
    Ich habe von Anfang an Alles ganz offen kommuniziert, denn wenn man eine ernsthafte Beziehung aufbauen will gehört das mit dazu. Wie soll der Partner sonst verstehen warum man so und so tickt.

    Er hatte vor mir eine 10 Jahre andauernde Beziehung und laut seiner Aussage hat Sie ihn rausgeschmissen als er keine Ersparnisse mehr hatte und ihr nichts mehr bieten konnte. Er hatte alles in ihr Haus gesteckt an Geld und Arbeitskraft. Er ist handwerklich super gut. Ich habe kürzlich durch einen Zufall aber erfahren ( eine seiner Schwestern hat sich nach unserer Trennung dann verplappert), dass seine Ex Ihn rausgeschmissen hat weil er schon damals zu viel trank und sie das, ebenso wie ich, nicht mehr mitmachen wollte.
    Er ist ein verdammt guter Schauspieler und so hab ich leider sehr lange nicht wirklich was gemerkt.

  10. Inaktiver User

    AW: Ursache für Trennung meine Psyche oder sein Trinkverhalten??

    Warum ist es für dich so wichtig, die Trennung auf eine dieser Erkrankungen zurückzuführen?

    Die Entwicklung zwischen dir und deinem Partner war ein wechselseitiges Geschehen. Das kann man nicht monokausal begründen.

    Kannst du das nicht erkennen?

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