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  1. Registriert seit
    07.03.2018
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    1

    Beitrag AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Liebe immerdar,
    ich kenne viel von dem, was Du schilderst: Zweifel an der eigenen Wahrnehmung; Depressionen; Alleinfühlen bei Freude wie Traurigkeit etc. obwohl der Partner da ist, weil dieser in keiner angemessenen Weise reagiert; obskures Verhalten und obskure Interpretation des Verhaltens anderer Menschen; sportliche Aktivitäten mit der Partnerin- ja, Zusammensein wegen des Miteinanderseins- nein, kein Wir-Gefühl bezüglich Partnerschaft, Familie oder anderer Gruppen, deren Teil man ist.
    Ich denke, es war gut, daß Ihr Euch getrennt habt.
    Ich war war 18 Jahre mit einem Mann verheiratet, der Asperger ist, wie auch sein Vater und sein Bruder, alle naturwissenschaftlich, mathematisch versierte, beruflich etablierte Akademiker. Ich habe zwei inzwischen erwachsene Kinder, eine Tochter und einen Sohn, der diagnostiziert Asperger hat.
    Voll Neid habe ich oft wahrgenommen, was andere Väter für und mit ihren Kindern machen.
    Es war alles andere als ein in etwa normales Familienleben. Viel zu spät habe ich mich scheiden lassen.

    Liebe Grüße
    Costanze


  2. Registriert seit
    20.11.2017
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    47

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Hallo immerdar,

    ich kann deine Geschichte in vielen Bereichen verstehen. Mein Partner ist ebenfalls diagnostizierter Asperger Autist und es ist in vielen Bereichen eine echte Herausforderung, die es meiner Ansicht nach aber absolut wert ist.

    Mich würde interessieren, ob er nach der Diagnose eine spezielle Autismus Therapie gemacht hat? Die gibt es mit Beteiligung der Angehörigen und hilft z.b. Paaren mit genau diesen Schwierigkeiten und unterschiedlichen Sichtweisen umzugehen und das gegenseite Verständnis in den anderen zu stärken bzw. zu erhöhen.


  3. Registriert seit
    14.02.2018
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    32

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Hallo TE,

    ich kenne nicht die Trennung von einem Asperger, aber die Trennung von einem Mann, ohne sich entliebt zu haben, mit dem aber die Beziehung nicht funktionierte. Das also ist ähnlich wie bei Dir.

    Er: Depression, keine Compliance der Partnerin, also mir, bzw. der Beziehung gegenüber...Ich: musste über viele Jahre meine Bedürfnisse/Wünsche an seinen momentanen Therapieaufenthalten etc. ausrichten
    Irgendwann ging es nicht mehr und ich wollte als Partnerin behandelt werden, wollte mehr Sex, mehr gesunde Zeit miteinander verbringen.

    Auf die Trennung folgte eine wahnsinnig harte Zeit, die ich nicht nochmal durchmachen möchte. Es ist mir sehr lange sehr schlecht gegangen. Aber ich denke, es war auch richtig so. Richtig, zu gehen und zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen. Insofern denke ich auch, Du hast es richtig gemacht.

    Für mich ist es allerdings im Rückblick so, dass ich denke, ich würde die Beziehung zu ihm wieder eingehen. Denn in den seltenen Momenten, als es ihm (und somit uns) mal gutging, war es das Paradies und ich habe nie wieder auch nur etwas andeutungsweise Vergleichbares erlebt.

    Das wünsche ich Dir allerdings nicht, sondern vielmehr dass Du bald einen Mann findest, mit dem Du Deine Wünsche in die Realität umsetzen kannst!

  4. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    ...................habs wieder gelöscht und ich setz mich lieber auf meine Finger...

  5. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Ich habe mal gelesen, dass man Asperger auch noch bei Erwachsenen behandeln kann, und zwar durch Gruppentherapie und durch Behandlung mit Tieren, z. B. mit einem Pferd.

  6. Moderation
    Registriert seit
    20.08.2010
    Beiträge
    34.231

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mal gelesen, dass man Asperger auch noch bei Erwachsenen behandeln kann, und zwar durch Gruppentherapie und durch Behandlung mit Tieren, z. B. mit einem Pferd.
    Eeeek.
    Naja, man lernt dabei bestimmt Bewältigungsstrategien. Und darum geht es ja.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    "Behandeln" nur in dem Sinne, dass der Betroffen mit seinem Leben und seiner Umwelt besser zurecht kommt...

    das Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen muss gelernt werden wie eine Fremdsprache- sehr schwierig

    ... und seltsam anmutend für das Gegenüber, da keine echte Authentizität spürbar wird...
    es fühlt sich irgendwie "falsch" an, und das ist sehr verwirrend und verunsichernd...

    .. und somit letztlich keine Basis für eine Partnerschaft

  8. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mal gelesen, dass man Asperger auch noch bei Erwachsenen behandeln kann, und zwar durch Gruppentherapie und durch Behandlung mit Tieren, z. B. mit einem Pferd.


    ach, ich muss wider Willen grinsen-
    sag ich eben mal zu meinem Schützling : " komm, wir lassen Dich mal von einem Pferd behandeln..."


  9. Registriert seit
    20.11.2017
    Beiträge
    47

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    monika_1025
    Ich finde deine Aussage ziemlich merkwürdig, dass mit einem Asperger Autisten keine Basis für eine Partnerschaft bestehen kann, aufgrund seiner Besonderheiten.
    Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass Asperger nicht in der Lage sind eine glückliche Beziehung zu führen? Oder habe ich das falsch verstanden?

    Sicherlich ist es für den Betroffenen als auch den Partner ein hartes Stück Arbeit, dass sehr viel Verständnis voraussetzt, allerdings ist es das meiner Erfahrung nach absolut wert.
    Und das keine echte Authentizität spürbar ist, kann ich auch absolut nicht bestätigen.

  10. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Monika, du hast ja Recht. Wie ich das ausgedrückt habe, ist wirklich zum Lachen.
    Bei einer Gruppentherapie lernen Asperger Sozialverhalten. Bei einer Therapie mit einem Pferd müssen sie sich ganz und gar auf das Tier einstellen, der eigene Wille steht zurück.

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