+ Antworten
Seite 4 von 13 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 121
  1. Moderation
    Registriert seit
    20.08.2010
    Beiträge
    34.249

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von immerdar Beitrag anzeigen
    Wieso passiert sowas ? Was ist der Sinn dahinter?
    Die Welt braucht keinen Sinn. Die Welt ist.

    Sinn ist etwas, das wir uns machen. Wenn du aus der Situation einen Sinn erzeugen willst, überlege dir, welcher Sinn dir am meisten gibt und dich mehr zu der Person macht, die du sein willst.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  2. Registriert seit
    13.06.2017
    Beiträge
    824

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Liebe Immerdar,

    auch für mich ist dein Strang interessant zu lesen und bringt mich zum Nachdenken bzgl. meiner eigenen Beziehungen.

    Ich denke schon, dass es zwischen Temperamenten und Störungen ein Kontinuum gibt und die Probleme in Paarbeziehungen sich dann ähneln können.
    Es ist dann eine Frage der Ausprägung.
    Ich bin bei meinem ( "Noch-"?) Ehemann daran verzweifelt, dass er absolut nie Beziehungsgespräche führen wollte, selbst wenn er merkt, dass unsere Beziehung daran zerbricht. Was er auch nie wollte.
    Aber ich gehöre zu der Fraktion, die das braucht ( obwohl im öffentl. Leben eher introvertiert).
    Ich verstehe also, dass du Depressionen entwickelt hast.

    Zu deiner Frage nach dem " Sinn" einer nicht lebbaren Liebe:
    Diese Erfahrung mache ich wohl auch gerade. Bei mir kam nach Jahrzehnten der Drang aus meiner Ehe auszubrechen. Ich habe mich auf eine andere Beziehung eingelassen, wollte die Trennung.
    Doch hier stellte sich auch sehr bald heraus, dass zwar das miteinander reden viel besser klappte, aber etwas anderes nicht harmonierte. Da es zudem eine Fernbeziehung war, gab es keine Einigung.
    Da schon Liebe da war, stellte ich mir auch die Frage nach dem Sinn.
    Für mich hat sich Sinn nochmal durch Gespräche am Telefon bzw. Mails ergeben,
    hab erstmal viel über mich und den anderen gelernt.
    Das könnte dann der Sinn gewesen sein.

    Natürlich ist deine Lebenssituation wieder anders.
    Mir fallen zwei Aspekte ein:
    - dein Unglücklichsein und die Depressionen würde ich ernst nehmen.

    Wenn man sich nur zwei Tage im Monat sieht und noch nicht mal am Telefon innig ist, das könnte ich auch nicht.

    - wenn deine Liebe sehr groß ist, du doch keine Trennung willst, inwiefern kannst du dich räumlich in Zukunft mehr nach ihm und seinen beruflichen Plänen richten?

    Das wäre dann die Entscheidungsfrage, was dir wichtig und für dich richtig erscheint.
    Was Priorität bekommen soll.

    Liebe Grüße

  3. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Ich bin jetzt nochmal sehr direkt:

    Warum machst du Schluss, wenn du ihn doch soooooo sehr liebst?

    Wirkliche, echte Liebe findet Wege. Immer. In unserer Zeit in Mitteleuropa auf jeden Fall.

    Dein heutiges Posting trieft vor Selbstmitleid, sorry to say. Und ja, ich unterschreibe jedes einzelne Wort, das @rotz_frech geschrieben hat. Dafür gibt es



    Wo ist deine Kompromissbereitschaft, deine Anpassungsfähigkeit, deine Toleranz, dein "den Anderen so nehmen und lieben wie er nun mal ist?"

    Du willst diese Beziehung nicht wirklich, meine These. Der Mann ist dir zu anders, vielleicht zu anstrengend, dreht sich zu wenig um deine eigene Befindlichkeit... Das kann dir mit jedem psychisch gesunden Mann auch passieren, dass nicht jede deiner Affekte irgendwie bemerkt und honoriert wird. Da braucht der Mann keine Diagnose.

    Ich denke langsam wirklich, dass du dich einfach nicht genug umschmeichelt und umsorgt gefühlt hast, dein Ego nicht genug Streicheleinheiten bekommen hat (dafür bist übrigens - noch mal in aller Deutlichkeit - du selbst zuständig!) - und dann ist er nur noch zwei Tage im Monat überhaupt greifbar. Aus. Ende. Perfekte Ausrede: der schlimme schlimme Asperger.

    Ich wünsche dem Mann jemanden, der ihn genauso liebt, wie er ist. Ich hab so einen, ich nenne ihn einfach unterkühlt, auch wenn er selbst sich gern Diagnosen verpassen würde, weil es irgendwie leichter ist mit nem Etikett... mir ist das egal, denn ich liebe ihn mit Haut und Haaren und wir finden unseren Weg, der steinig ist aber klar und deutlich.

    Du, meine Liebe, hast grade die Chance auf echte Liebe durch einen Mann verpasst, wie ich das lese. Vielleicht bekommst du nochmal eine.

    Viel Glück !!!


    PS: Ihr wart verlobt... hat er dich gefragt oder anders rum?


  4. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.903

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Ich denke, es hat einfach auf Dauer nicht gepasst....am Anfang, schriebst du ja selbst, hat dich die Andersartigkeit angezogen. Du hast nur die positiven Seiten gesehen- was ich verstehe. Es war mit unserer Tochter, gerade als Kleinkind, nicht immer leicht. Aber sie hat einen komplett anderen Blick auf die Welt, den ich ohne sie nie kennengelernt hätte- dafür bin ich dem Schicksal dankbar!

    Aber jedes Ding hat zwei Seiten- mit der negativen Seite kommst du nicht zurecht. Das ist einfach so, niemand hat schuld daran.
    Er wird bestimmte Gefühle nicht "nachspüren" können. Er kann sich anpassen, sich Verhaltensweisen anschauen... mehr nicht.
    Tochter hat das mal so beschrieben:
    Stell dir vor, du landest auf einer Insel. Völlig unbekannt, darauf ein unbekanntes Naturvolk. Du weißt, du kommst hier nie weg. Du verstehst die Inselbewohner überhaupt nicht, nicht die Sprache, nicht Sitten und Gebräuche, aber du musst mit ihnen auskommen. Also guckst du genau Hin- und lernst. Irgendwann kannst du dich gut verständigen.... aber es kommt dir trotzdem unsinnig vor.
    So fühlt sie sich oft.

    Egal, ob mit oder ohne Diagnose, man muss immer den ganzen Menschen annehmen und lieben können. Ist es anders, bringt es auf die Dauer nichts.

  5. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    6.362

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    @rotz frech: *Blume reich* für deinen Beitrag.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  6. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    also ich finde, sich zwei mal im Monat sehen schon sehr wenig und ich will meinen Freund auch nicht täglich sehen. Ich kann mir schon vorstellen, dass man emotional auf dem Zahnfleisch geht, wenn man immer für den anderen mitfühlen soll. Sich selbst gut zu behandeln ist schließlich schon ein Vollzeitjob und wenn man sich dann dauernd um einen anderen noch kümmern muss, dann verliert man sich und ist in Gedanken und auch sonst so nur beim anderen.

    Da gehört schon sehr viel Reife dazu.

  7. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann mir schon vorstellen, dass man emotional auf dem Zahnfleisch geht, wenn man immer für den anderen mitfühlen soll. Sich selbst gut zu behandeln ist schließlich schon ein Vollzeitjob und wenn man sich dann dauernd um einen anderen noch kümmern muss,
    Der Mann ist erwachsen, erfolgreicher Arzt und beginnt grad sein zweites Studium an einer renommierten Uni. Der kann schon auf sich selbst aufpassen. Den muss niemand an die Hand nehmen, pampern oder betüteln, weder emotional noch sonstwie - auch nicht "für ihn mitfühlen" oder "sich um ihn kümmern". Das ist an Übergriffigkeit kaum zu toppen!!!
    Der Mann ist erwachsen und lebt sein Leben, der ist kein Kleinkind und kein Volltrottel!



    Und während ich so drüber nachdenke... Der Strangtitel hat auch so eine übergriffige Konnotation... Klingt wie "Trennung von meinem Schoßhündchen" - nix für ungut.
    Geändert von Inaktiver User (10.10.2017 um 06:57 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    mir geht es nicht um den Mann, dem geht es ja gut damit und er kann selbstverständlich für sich selbst sorgen. Ich war übrigens mit einem Arzt liiert, der mich hinten und vorne betrogen hat. Und das ist für mich ein Trottel. Und ich vermutlich auch.

    Mir geht es um die TE, wie sie sich fühlt. Ich würde da emotional verhungern und würde auch eher an Freundschaft plus denken.

    Also kommt, wenn jemand nur zwei Tage IM MONAT für mich Zeit hat und ansonsten auch emotional wenig verfügbar ist, wo und wie soll denn Beziehung gelebt werden?

    den Mann zu labeln ist meiner Meinung nach ein Versuch der TE, sein Verhalten zu erklären, so habe ich das verstanden. Die Diagnose kam ja von ihm. Das kann helfen, wenn die TE daran aber zerbricht, ist es eben nicht der richtige Partner für sie. Wir können schließlich nicht aus unserer Haut.


  9. Registriert seit
    20.09.2016
    Beiträge
    3.990

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    ist nicht viel mehr die frage, warum man sich nur 2 tage im monat sehen kann? warum da kein kompromiss möglich ist und gleichzeitig eine zusatzausbildung, eine neuer job in einer anderen stadt, eine zweitstudium sein muss und dass alles an unterschiedlichen orten - so groß kann die liebe ja nicht sein, wenn man sich bewusst für diese dinge entscheidet.

    ich finde nicht, dass jemand mit asperger automatisch emotional wenig verfügbar ist - einfach nur auf andere art und damit muss man eben umgehen können. aber ich glaube wirklich, dass hier nicht die diagnose ein trennungsgrund ist, sondern die prioritäten. die karriere steht zumindest bei ihm im mittelpunkt und die TE sieht es ja auch nicht so unähnlich, auch wenn sie zusätzlich noch gern familie hätte.

    man kann einfach nicht passend machen, was nicht passt und hier passen die prioritäten und vorstellungen einfach nicht zusammen.
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

  10. Moderation
    Registriert seit
    20.08.2010
    Beiträge
    34.249

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Mann ist erwachsen, erfolgreicher Arzt und beginnt grad sein zweites Studium an einer renommierten Uni. Der kann schon auf sich selbst aufpassen.
    Ich denke, das ist eher eine Aktion im Spiegel. Die TE muß sich selber emotional das geben, was sie von ihrem Freund braucht, und macht das mit hoher Verlustleistung.

    Es gibt ja eine Menge Männer, die von ihrer Freundin erwarten, daß die ihr ganzes Sozialleben und ihre emotionale Situation managt -- also einschließlich, seine emotionale Situaiton auf der eigenen Hardware zu simulieren, das kann ganz schön anstrengend werden. Aber den Eindruck habe ich in der beschriebenen Situation eher nicht.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

+ Antworten
Seite 4 von 13 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •