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  1. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    richtig. Wer das verstanden hat, kann in meinen Augen wahrhaftig lieben...
    Sehe ich auch so!

  2. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir haben es irgendwie im Laufe der Zeit geschafft, das ganze sehr positiv zu betrachten bzw. wie wir uns eben ergänzen. Auf der einen Seite brilliert sie mit ihrer fachlichen Kompetenz in vielen Themen, was habe ich durch sie dazu gelernt, auch für das tägliche Leben. Auf der anderen Seite profitiert sie von meiner - oft recht ausgeprägten - emotionalen Seite. Sie ruft mich tatsächlich manchmal an und fragt mich, ob ich mal "übersetzen" könnte, kann sie Reaktionen von Mitmenschen oft gar nicht einschätzen.
    Ich wiederum habe akzeptiert, dass sie nicht im Ansatz so ein Nährbedürfnis hat wie ich, aber auch da haben wir jetzt gute Lösungen gefunden, die uns beiden gerecht werden.
    (...)
    Ich musste v.a.D. lernen, dass viele Dinge, die sie sagt/macht mit mir persönlich gar nichts zu tun haben, eher dem Asperger Syndrom zuzuordnen sind. Dafür habe ich eine Zeit gebraucht, heute ist das einfach so und gut ist.
    (...)
    Bei meiner Freundin und mir ist das tatsächlich gut gegangen, wir werden im Winter eine erste längere gemeinsame Reise machen (früher undenkbar), denn auch sie hat viele Dinge gelernt und mittlerweile kennen wir uns so gut, dass wir da auch wirklich Witze drüber machen können, bin ich zu emotional, ist sie "empathielos". Für mich gehört sie zu den wichtigsten Menschen in meinem direkten Umfeld, ich bin sehr froh, dass wir das hinbekommen hatten, es gab auch Zeiten, da hing diese Freundschaft am seidenen Faden.

    Übrigens. Meine Freundin wurde erst im Laufe der Zeit so richtig zugängig, auch für mehr Nähe und öfteres sehen (am Anfang durfte ich sie nicht berühren, heute knutscht sie mich manchmal im Gesicht ab, wenn sie mich emotional drollig findet).
    Das hat viel mit dem Aufbau von Vertrauen und Verständnis zu tun gehabt und viel länger als in "normalen" Freundschaften gedauert.
    Das ist so schön.
    Und ich erkenne mich grad selbst wieder in deiner Schilderung, liebe narrare. Mein Liebster ist auch eher unterkühlt, was Liebesbekundungen betrifft. Und je mehr wir uns vertrauen und aufeinander bauen können, desto besser wird es. Nicht immer leicht, aber es geht, wenn beide wollen.

  3. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht immer leicht, aber es geht, wenn beide wollen.
    Die Grundvoraussetzung dafür .

    Noch kurz OT
    Meine Freundin und ich treten mittlerweile fast auf, wie ein altes Ehepaar, dort, wo wir früher tanzen waren, nannte man uns die "militanten Lesben" des Ortes xyz (also Männer nannten uns so), wir haben uns dann einen Spaß draus gemacht...

    Heute sind wir beide sehr viel ruhiger, auch ich brauche viel mehr Rückzug als noch vor 10 Jahren und so haben wir ein Level erreicht, das wirklich schön ist und sehr verbindlich.
    Und ja: das ist so schön .

  4. Avatar von Beachnoodle
    Registriert seit
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    4.920

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Liebe TE,
    wenn ich mir deine Geschichte durchlese dann muss ich sagen, sei froh, dass es zu Ende ging. Tut weh, aber du wirst nicht dass bekommen was Du dir wünschst.
    Ich bin bestimmt nicht überschwänglich emotional aber überleg dir dass mal. Er liebt dich und kann es dir nicht zeigen.
    Und du willst Kinder mit ihm?
    Ich stelle mir ihn vor, er geht mit Kind spazieren, Kind föllt hin tut sich weh und Papa:
    Er kann das Kind nicht in den Arm nehmen und auch nicht trösten. Möchtest du dass für dein Kind?
    Er ist Arzt? Er muss also kranke Menschen behandeln, wie macht er dass denn ohne echte Empathie?
    So in etwa: Sie werden sterben. Gemäss Statistik In 6 Monaten. Noch Fragen?
    Dann weiss ich ja wengstens was der Arzt meines Vaters hatte...

    Er mag ein brillanter Mensch sein, aber was nützt es dir, wenn du eben anders schwingst.
    Alles Gute.
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  5. Avatar von bienie
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    Beiträge
    2.716

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Just for the record: ein Asperger-Autismus ist keine Persönlichkeitsstörung.
    ups - stimmt. Knoten im Kopf.
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica"

  6. Avatar von Hair
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    2.541

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Man muss jeden Menschen halt so nehmen wie er ist. Ändern kann man keinen. Den Partner ändern zu wollen führt mit Sicherheit ins Unglück.
    Wir haben in der Familie auch einen (möglicherweise, die Diagnose ist sehr, sehr schwierig) jungen Mann mit einem Störung aus dem Autismus Spektrum.
    Er ist ein ganz ruhiger, durchaus liebevoller Typ. Von ihm kommt niemals ein böses Wort, er wäre mir als Vater meiner Kinder zehntausend mal lieber als so ein cholerischer, narzistischer Typ, von dem es hier im Forum nur so wimmelt.

    Jeder muss halt selbst wissen, was gut für einen ist. Dann muss man eben auch mit dem Schmerz einer Trennung zurechtkommen.
    Der Partner leidet mit absoluter Sicherheit auch.
    Geändert von Hair (08.10.2017 um 23:57 Uhr)

  7. Moderation
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    34.236

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Asperger ist keine Krankheit, und schon gar nicht, wie Beachnoodle schreibt, die Abwesenheit von menschlichem Mitgefühl (Empathie) -- das wäre, in veralteter Terminologie, Psychopathie. (Sorry an alle vom Fach, ich weiß, es ist komplexer als das.) Jemand mit Asperger wird unglücklich sein, wenn jemand, den er mag, unglücklich ist, er wird nur vielleicht nicht wissen, warum der andere unglücklich ist, oder nicht wissen, daß der andere unglücklich ist, bis er es gesagt bekommt.

    Ein bißchen im Autismus-Spektrum zu sein, heißt, eine etwas untypische Weise zu haben sich selbst, die Welt, und die Menschen wahrzunehmen und zu interpretieren.

    Ich finde es für's Leben praktischer, es als ein Temperament zu begreifen, und in dem Fall, immerdar, ist dein Problem -- schmerzhaft und unschön wie es ist -- einfach, daß ihr nicht zusammen paßt und nicht zusammen kommt.

    Vielleicht ist es genau das "Anderssein", das euch aneinander angezogen hat, was euch daran hindert, miteinander auszukommen. Gegensätze ziehen sich an, aber gleich und gleich gesellt sich.

    Vielleicht hat dein Verlangen, das Temperament deines Verlobten als eine Krankheit zu sehen, die überwunden werden kann, dazu beigetragen, daß es so lange lief mit euch, obwohl dir (und vermutlich ihm) diese Beziehung nicht gut tat und der andere ein Buch mit sieben Siegeln blieb.

    Laß es gut sein. Man muß die Leute nehmen, wie sie sind. Man kann reden, klären, verhandeln, Modalitäten finden, Differenzen zu überbrücken, aber man kann den anderen, wenn er nicht paßt, nicht passend machen. Egal, wie sehr man liebt, oder wie sehr man es will.

    ***

    Ich teste in Online-Tests zuverlässig schwach positiv auf Asperger. Ich bin nicht überzeugt, daß ich den ganze Kram glauben sollte, und spreche lieber von meine Marotten.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (08.10.2017 um 23:04 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Asperger-Syndrom bis hin zu frühkindlichem Autismus ist nach der ICD-10 eine frühkindliche Entwicklungsstörung, die wohl zum Grossteil (aber nicht nur) genetische Ursachen hat.
    Die ICD-10 (Offizielle Klassifikation der KRANKHEITEN) subsumiert Asperger/Autismus unter F84.* für alle Interessierten.

    Nichtsdestotrotz ist die Diagnosestellung sehr sehr schwierig und braucht selbst unter Psychiatern und Neurologen Spezialwissen und viel Erfahrung. Laientests im Netz oder selbstgebastelte Diagnosen sind hier extrem fragwürdig. Zumal es ein ungeheuer breites Spektrum an Symptomen der Erkrankung gibt, von sehr leicht betroffen bis völlig lebensuntüchtig ....

    Nur mal so am Rande...

  9. gesperrt
    Registriert seit
    31.03.2017
    Beiträge
    3.486

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Just for the record: ein Asperger-Autismus ist keine Persönlichkeitsstörung.
    Im medizinischen Sinne hast Du natürlich recht, es ist eine Entwicklungsstörung.
    Rein praktisch ist das aber doch egal...

    Denn eine „Heilung“ in dem Sinne ist nicht möglich.
    Die Betroffenen können lediglich bessere Strategien entwickeln, mit sozialen Situationen umzugehen.

    Aber das kann das Ansinnen der TE nicht befriedigen - schlimmstenfalls erfährt sie es als eine Art „Theaterspielen“.
    Und das kann noch mehr verletzen, als die Aussage „ich sehe es nicht oder weiß nicht emotional, wie ich reagieren soll!“


  10. Registriert seit
    20.09.2016
    Beiträge
    3.990

    AW: Trennung von meinem Asperger. Wer kennt das noch?

    liebe immerdar,

    mein neffe hat asperger und ich weiß, wie schwierig das leben mit jemanden sein kann, der die welt so ganz anders wahrnimmt. wir lieben ihn wie verrückt, aber er macht uns aber auch oft wahnsinnig.

    mein neffe kommt jetzt auch in das alter, wo er sich für mädchen interessiert und ich hoffe von ganzen herzen, dass er mal jemand findet, der seine besonderkeit erkennt und ihn gerade deswegen mag.

    aber ich finds wichtig, dass man eben das gesamtpaket eines partners will und da kann man sich eben nicht nur die rosinen rauspicken - unabhängig warum er ist, wie er ist - wenn es dich nicht glücklich macht, dann passt es eben nicht.

    so ganz hab ich aber noch nicht verstanden, was bei euch der trennungsgrund ist? sein studium? warum würdet ihr euch dann nur 2 tage im monat sehen? warum zieht ihr dann nicht einfach zusammen und übersteht die paar jahre?

    irgendjemand hat geschrieben - asperger sind ohne empathie...das kann ich überhaupt nicht bestätigen, aber ebenso kann ich auch nicht sagen, dass zb mein neffe leidet (weil meine schwester leidet) , wenn er unabsichtlich meine schwester mit seinen worten total verletzt hat - er hat(te) schon oft das problem, dass er nicht verstanden hat, warum man gewisse dinge nicht sagt oder macht und warum das andere verletzt, aber das wurde mit der zeit auch besser - er hat aber seit er ca. 6 ist einen verhaltenstherapeuten und das hat wirklich geholfen bzw. hilft immer noch.

    ist die diagnose gesichert? meine schwester ist in einer gruppe für angehörige von asperger - so eine späte diagnose ist sehr selten und dass er sein leben so "normal" lebt - ist eigentlich was gutes, dann beeinflusst sein asperger sein leben nicht so extrem.

    ganz unabhängig von der diagnose würde ich mir die trennungsgründe immer wieder vor augen halten - wenn dir diese beziehung nicht das gibt, was du dir zukünftig wünschst, dann muss man eben getrennte wegen gehen und jetzt erst mal leiden - ist nicht schön, aber das schafft man. könnt ihr euch erstmals komplett aus dem weg gehen?
    Liebt Menschen und benutzt Dinge, weil das Gegenteil niemals funktioniert - The Minimalists

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