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  1. Inaktiver User

    Gehen oder bleiben

    Es fällt mir nicht leicht hier zu schreiben, auch weil mir das Klima in der Bricom manchmal etwas zu harsch erscheint/bzw. erschien und nicht besonders tolerant. Irgendwie habe ich aber den Eindruck es ist etwas besser und offener geworden. Deshalb möchte ich mich gern öffnen. Mir fällt das im Allgemeinen nicht besonders schwer, in meiner jetzigen Situation aber schon.

    Mein Freund und ich sind seit drei Jahren ein Paar. Er lebte damals noch in der Familienwohnung, obwohl sie getrennt waren. Für alle Skeptiker, sie waren wirklich getrennt, jedoch noch in einer Wg lebend und mich störte das sehr. Emotionale Probleme, Schuldgefühle, finanzielle Notlagen machten das Ausziehen schwer. Zudem war er durch eine alte und kranke Mutter belastet und so tolerierte ich es. Er hatte auch immer Angst, ich will ihn nicht mehr, wenn er so nah ist. Ich muß auch sagen, dass ich aufgrund der Lebenssituation oft über Trennung sprach. Ich wollte auch räumliche Klarheit. Er ist vor 1,5 Jahren ausgezogen (vorher nur sporadisch dort, er war meist bei mir) und wir leben nun zusammen.

    Er ist und war immer ein Herumtreiber. Ein kleiner Junge, der mit Rucksack unterwegs ist und durch die Straßen zieht. Sehr kommunikativ und sozial. Alle mögen ihn. Ein wirklich süßer Mann- eigentlich. Denn natürlich haben "Herumtreiber" Gründe und Themen, die nicht gerade auf Stabilität hindeuten.

    Mein Freund ist (trotzdem) zuverlässig und immer nur mit Ankündigung auf Abwegen, leider aber immer sehr plötzlich. Ich mache mir dann Sorgen und halte das nicht entspannt aus. Meist trinkt er dann zuviel und geht beim "Spielen" verloren.

    Er ist selbständig und dadurch oft besorgt und belastet, dazu noch die kranke Mutter und die eigene Persönlichkeit (Suchtthematik/Alkohol als Verdrängungsstrategie, immer Schuldgefühle für alles und jeden).

    Wir haben viel erlebt. tollen Sex (am Anfang), tolle Urlaube, viel Nähe und Gemeinsamkeiten. Uns viel gegeben und viel geheilt. Auch ich habe depressive Episoden, bin aber durchaus ein fröhlicher Mensch. Kein Widerspruch, wie Kenner wissen.

    Unsere seelischen Probleme sind da und ich bitte darum sie nicht zum Hauptthema zu machen, auch Menschen mit derartigen Themen dürfen Beziehungen haben!;-)

    Lange haben wir uns gut getan, seit einiger Zeit wendet sich das Blatt. Während ich heiler bin als zuvor, verbessert sich seine "Selbstsabotage" zwar stetig, aber mithalten kann er nicht mehr. Er trinkt immer noch zuviel und mich strengt er dann nur an. Er nervt mich richtig. Ich bin halt dann nüchtern und angekotzt von seinem Suff.

    Er hat trotz seiner liebevollen Art ein unheimlich einnehmendes Wesen und bewegt sich durch die Wohnung wie ein Elefant im ... ihr wisst schon!

    Ich empfinde das als rücksichtslos und sehe da einen 8jährigen Jungen und keinen Mann.
    Er hat einfach zuviel mit seinem Innenleben zu tun und manche Sache hat er auch einfach nicht gelernt. er wuchs mit Personal, viel Geld und starker und sehr intellektueller Mutter auf. Eine spannende Geschichte haben die beiden.

    Mein Freund liebt mich, ich bin für ihn "die" Frau. Wie ich hat auch er lange falsche Menschen angezogen und sich erst spät jemanden gesucht, bzw. gefunden, der ihn auch liebt.

    Leider hat mich seine chaotische Art und Weise so angestrengt und mürbe gemacht, dass ich gerade nicht mehr weiter weiß. Meine Depression hat sich verzogen und ich habe Angst sie wieder heraufzubeschwören, wenn ich Bilanz ziehe und mich trenne. Danke erst einmal, ich freue mich über eure Mitarbeit;-)

  2. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    würde es euch vielleicht helfen, euch räumlich zu trennen?
    ein wenig abstand zwischen euch zu bringen?

  3. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    Danke loop! ich habe darüber auch schon nachgedacht, aber finanziell wird das schwierig. er hat ja einen platz wo er sich zurückziehen kann (büro) und noch mehr, würde uns das nehmen, was uns gerade noch gut tut.

  4. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    mhm, nun, wenn ihr euch trennen würdet, würde das ja auch auf euch zukommen.

    natürlich kann dir die entscheidung niemand abnehmen. das müsstest du schon selber wissen, was sich ändern müsste, damit die beziehung nicht zerbricht.

    ich war mal mit jemandem zusammen, der auch einen eher lockeren umgang mit alkohol hatte.
    nie wieder würde ich mir so einen mann antun.

    das geht gar nicht.
    aber wenn dein freund da kein einsehen hat (mein ex hatte diese nicht), wird er den konsum ja auch nicht einschränken.

    was sagt er denn zu alledem? weiß er, dass du über eine trennung nachdenkst?

    wie alt seid ihr?

  5. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    Ich bin 36 und er Ende vierzig. Er hat ja schon viel an sich gearbeitet. Aber ich glaube, richtig aufhören zu trinken, möchte er nicht. Er ist psychisch abhängig. Auf einer Skala von 1 bis zehn war er anfangs bei 10 und jetzt auf 4 bzw. 5. Also er hat es reduziert. Krisen, Probleme löst er aber meist so.

  6. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin 36 und er Ende vierzig. Er hat ja schon viel an sich gearbeitet. Aber ich glaube, richtig aufhören zu trinken, möchte er nicht. Er ist psychisch abhängig. Auf einer Skala von 1 bis zehn war er anfangs bei 10 und jetzt auf 4 bzw. 5. Also er hat es reduziert. Krisen, Probleme löst er aber meist so.
    puh, hops, du bist noch soooo jung.
    willst du dir das wirklich für die nächsten vierzig jahre antun?

    bist du co-abhängig?
    was heißt er will nicht aufhören zu trinken?

    hat er spaß daran, sich zu betrinken?
    wie kann man sich seinen alkoholkonsum vorstellen?
    ist er abhängig, was meinst du?

    bei meinem ex war es so, dass er als er immer anfing undeutlich zu sprechen, ich die krise kriegte.
    gut, er vertrug nicht viel. aber bei jeder gelegenheit zu trinken finde ich schon grenzwertig.

    was wäre, wenn er das trinken sein lassen würde, was würde dich noch stören?

  7. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    ich habe ja früher auch mehr getrunken. aber trinke schon lange gar nichts mehr bzw. sehr selten. er ist schon ne art alkoholiker. die sucht hat halt viele Gesichter. aber sein Leidensdruck ist nicht Hoch genug. er trinkt manchmal ne Woche nix, dann wieder einen tag zuviel. er ist dann richtig betrunken mit allen dazugehörigen Unannehmlichkeiten. er wird dann so super lieb und anhänglich und ist dann beleidigt, wenn ich mich abgrenze. am nächsten tag tut es ihm leid. das kann ich aber auch nicht mehr hören. mich stört vor allem dieses destruktive verhalten. aber ich schätze es so ein, dass er nicht ganz damit auhören wird.

  8. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    ich fühle mich nicht jung. und da ich weiß, wie schwer ich Männer kennen lerne, die mir gefallen, habe ich wirklich die Befürchtung, den anschluß zu verlieren. nix mit baby;-(

  9. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich fühle mich nicht jung. und da ich weiß, wie schwer ich Männer kennen lerne, die mir gefallen, habe ich wirklich die Befürchtung, den anschluß zu verlieren. nix mit baby;-(
    also dann lieber mit einem mann zusammen sein, der derartige gefühle in dir auslöst?
    mhm, gut, ist deine lebenszeit.

    habt ihr mal über eine paartherapie nachgedacht?

    nochmal: weiß er, dass du über eine trennung nachdenkst?

  10. Inaktiver User

    AW: Gehen oder bleiben

    ja, er weiß es. ich habe an eine Therapie gedacht, dann wäre ich aber wieder der organisator. im moment bin ich das so satt. aus seiner Sicht, kann er versuchen jedes problem zu beheben. aber er redet auch viel, wenn der tag lang ist.

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