Antworten
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 43
  1. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Zitat Zitat von dieUnverbesserliche Beitrag anzeigen
    Gibt es eine Krankheit die sich Jekyll und Hyde nennt ?
    Oder hab ich einen an der Waffel ?
    seine krankheit ist die sucht.

    ich hab das auch erlebt, zwar nicht mit alkohol sondern drogen, ist aber letztendlich egal, sein ambivalentes verhalten wurde immer schlimmer, von einer sekunde auf die andere war er ein monster, dann wieder lieb, als wäre nichts gewesen. und natürlich dazwischen beteuerungen.

    er hat es nicht geschafft zu entziehen und mich hat es eine menge kraft gekostet da raus zu kommen. im grunde war er ein herzensguter mensch, aber eben krank und das hat ihn zerstört. und mich fast mit.


    du hast schon versucht ihm raus zu helfen, mehr kannst du nicht tun. jetzt muss du dir und deiner tochter helfen.

    bleib konsequent. lass ihm sein "so tun als ob nichts wäre" nicht durchgehen. er wird immer wieder versuchen heile welt zu spielen, er hat viel zu verlieren. du hingegen kannst nur gewinnen wenn du den schlusstrich ziehst, auch wenn sich das für dich im moment nicht so anfühlt.

    zu den abwertungen, er tut es um sich aufzuwerten, es ist der traurige versuch seine unzulänglichkeiten zu "verschleiern". das ist schwer nachzuvollziehen, bei einem süchtigen aber oft der fall.

    sag ihm nochmal deutlich, dass für dich entgültig schluss ist. wenn es sein muss jeden tag aufs neue.


    ich wünsch dir, dass du die kraft aufbringst, du kannst das schaffen.

  2. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Liebe Unverbesserliche,

    ich sehe es wie ImeanIdream, seine Krankheit ist die Sucht, und vielleicht gibt’s noch ein bisschen mehr in seiner Persönlichkeitsstruktur. Verständlich, dass Du wissen willst, was das „Unfassbare“ ist. Aber das ist jetzt nicht zielführend! Diese Fragen laufen Dir nicht weg – und auf die meisten wirst Du auch eine Antwort finden, aber zermartere Dich nicht jetzt. Wichtig ist nur: Du hast keinen an der Waffel, ganz und gar nicht.

    Du befindest Dich am Ende einer destruktiven Beziehung, in der drei lebten. Dein Mann, Du und der Alkohol. Dein Mann ist abhängig vom Alkohol, Du spielst die zweite Geige. Eure Beziehung kann gar nicht normal gelebt, gefühlt und austariert werden, denn da ist immer die Erstbeziehung, der Alkohol. Von ihm ist Dein Mann abhängig – und Du auch. Nicht, indem Du ihn konsumierst, sondern indem die Qualität Eurer Beziehung abhängt vom Zustand Deines Mannes. Deine Bedürfnisse, Dein Wohlfühlen, alles hängt davon ab, in welchem Zustand sich Dein Mann befindet. Weil Du aber – verständlich – nach den schönen Zeiten lechzt, bist Du selbst in eine tiefe Co-Abhängigkeit gerutscht. Dein ausgeprägter Wunsch nach Harmonie tut ein Übriges dazu.

    Dein Gehirn befindet sich zurzeit stark im Abhängigenmodus. Das ist gefährlich, vermasselt es einem doch nicht selten die Trennung und den Absprung. Ich lese bei Dir noch viel Wut auf Deinen (Noch)Mann, und das ist auch gut so, denn die Wut hilft, die Trennung zu vollziehen und durchzuhalten.

    Weil ich nach wie vor finde, den Blick von Deinem Mann zu nehmen, und auf Dich zu richten, würde ich Dir empfehlen, nach wütenden Sätzen wie

    „Er ist nie offen und ehrlich zu mir!“, zu sagen: „Ich werde ein Leben führen, in dem Verheimlichung von sonstewas keine Rolle mehr spielt.“

    oder

    „Er ist wenig liebevoll und zärtlich!“ - „Zärtlichkeit, Umarmungen und Liebe werden in meinem Leben wieder eine Rolle spielen!“

    oder

    „Er redet nicht, er lacht nicht…“ - „Ich werde mich zukünftig mit Menschen umgeben, die genauso gern reden und lachen wie ich (und mir sonst auch guttun).“

    Du warst lang genug traurig, wütend und fassungslos. Du hast keine Chance gegen den Alkohol in Eurer Beziehung. Aber es gibt nur einen, der bewerkstelligen kann, dass es für Dich ein eigenes Leben ohne Alkohol, Trauer, Wut und Fassungslosigkeit gibt. Das bist Du.

    Ich würde Dir wünschen, recht schnell zu handeln, die eigene Co-Abhängigkeit ist mitunter so stark, dass es einen in einer Spirale in die nächste Hoffnungsschleife zieht. Das wünsche ich Dir nicht. Lass Dich nicht durch „Normalität“ einlullen.

    PS: „Jekyll/Hyde-Krankheiten“ gibt es, Alkoholsucht ist eine davon, andere gibt’s auch. Ich war auch mit einer konfrontiert, ohne dass Alkohol im Spiel war. Co-abhängig war ich auch hochgradig. Ich hab’s nur jahrelang für Liebe gehalten.
    Viele Grüße vom Limonadenbaum

    "Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"
    - Astrid Lindgren -

  3. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Zitat Zitat von ImeanIdream Beitrag anzeigen
    seine krankheit ist die sucht.

    .

    er hat es nicht geschafft zu entziehen und mich hat es eine menge kraft gekostet da raus zu kommen. im grunde war er ein herzensguter mensch, aber eben krank und das hat ihn zerstört. und mich fast mit.


    du hast schon versucht ihm raus zu helfen, mehr kannst du nicht tun. jetzt muss du dir und deiner tochter helfen.

    bleib konsequent. lass ihm sein "so tun als ob nichts wäre" nicht durchgehen. er wird immer wieder versuchen heile welt zu spielen, er hat viel zu verlieren. du hingegen kannst nur gewinnen wenn du den schlusstrich ziehst, auch wenn sich das für dich im moment nicht so anfühlt.

    ich wünsch dir, dass du die kraft aufbringst, du kannst das schaffen.
    Vielen Dank ImeanIdream !

    Du hast recht, es ist wohl seine Krankheit.
    Wobei ich mich seit Jahren frage, was die eigentliche Krankheit ist, seine Alkoholkrankheit die das aus ihm machte oder seine psychische Erkrankung die ihn zum Alkoholiker machte?

    Das alles kreist leider ständig in meinem Kopf herum, ich hab versucht ihm zu helfen, bei ihm zu sein, ihm zu zeigen dass ich einiges aushalten kann wenn ich ein Ziel habe, das Ziel dass er sich helfen lässt und gesund wird.
    Ich kann wirklich von mir behaupten dass ich äußerst emphatisch bin und mich hundertmal hinterfrage und auch ständig selbst reflektiere, ich weiß bescheid um meine Schwächen, weiß wo ich den Bogen überspanne und wo ich selber Druck rausnehmen muss, versuche mich in ihn einzufühlen, bedenke dabei ständig seine Kindheit, weiß dass er zwar erzogen nach Regeln in einem vermeintlich guten Elternhaus, gut situiert, belesen aber eben nie umsorgt sondern lediglich versorgt wurde.

    Ich nenne es Wohlstandsverwahrlosung. Seine Mutter hat es selber mal geäußert mir gegenüber, hat dann aber die Verantwortung auf mich übertragen und mir ernsthaft den Satz gesagt : " Ich weiß dass DU das hinbekommst , du bist die Richtige für ihn, du bist stark, wenn eine das schafft ihn wieder auf den richtigen Weg zu bringen, dann du !" Ich war damals sprachlos und leider nicht schlagfertig, erst viel später wurde mir bewusst, was es mit diesem Satz auf sich hat, sie nahm sich raus aus allem, war froh,, dass ich uns ein schönes Heim schaffte und er mit mir wieder geordnet lebte. Das geht soweit, dass sie inzwischen gar nicht mehr nachfragt wie es geht, sie ignoriert alles was mit seinen Problemen zu tun hat. Fragte sie früher noch regelmäßig am Telefon nach "und? wie ist es ? trinkt er noch?" ist sie nun bei unserem letzten Besuch dazu übergegangen das alles zu ignorieren und öffnet eine Flasche Wein nach der anderen und das wo ich bereits beim ersten Glas zum Essen anmerke, dass man ja auch Wasser trinken könne und ich keinen Wein möchte, mit einem durch dringenden Blick zu ihr.

    Doch die Flasche wird geöffnet und auch die zweite, weil es ist ja gesellig, dass ein Alkoholiker mit am Tisch sitzt wird dabei völlig außer Acht gelassen und sein Glas wird ständig gefüllt. Ich bin an diesem Abend sauer ins Bett gegangen und am nächsten Morgen sprach ich sie an, ihre Antwort : " achja, so ein Gläschen mal das wird ihm schon nicht schaden, er ist ja nicht dauernd betrunken, so in Gesellschaft macht das doch nichts" ich war wütend und sprachlos und habe das ganze auch zu Hause thematisiert, von ihm wird es ja eh immer geleugnet. Er hat kein Problem ! Ich habe ein gestörtes Verhältnis zum Alkohol ! Sicher !

    Das alles kostet soviel Kraft und scheint so ausweglos. So wie seine Eltern sich heute verhalten so ist er aufgewachsen.Probleme gab es nicht, die wurden unter den Tisch gekehrt, aufgewachsen in Horten und bei Nachbarn, weil die Eltern einen großen Betrieb führten, gab es keine Gespräche über Probleme. Aber auch das leugnet er alles, ich weiß viel über seine Kindheit, nicht von ihm, vieles von seiner Oma, seiner Tante, seiner ersten Frau, die ihn schon als Kind kannte. Aber die dramatisieren ja alle. Das stimmt ja so alles nicht. Sein Elternhaus war super klasse. So behauptet er vehement. Und deswegen weiß ich auch, dass er nicht zu "knacken" sein wird, weil er vor all dem die Augen verschließt und alles abstreitet.

    Kein Problem, kein Alkohol und schon gar keine Kindheit in der seine Eltern sich emotional nicht kümmerten.

    Ausweglos ! Er wird keine Verantwortung für sein Leben übernehmen, er weiß gar nicht was alles schief läuft bei ihm, da er sich nie hinterfragt.

    Du meinst er hat viel zu verlieren hier ? Ja,, ist wohl so, aber ich glaube nicht daran, dass er das sieht, ich glaube er sieht sich selber wirklich als tollen Mann an und er denkt ich sei es, die viel zu verlieren hat. Ich glaube er verdrängt sein schlechtes Verhalten erfolgreich und tut deswegen so als sei nichts gewesen, für ihn ist nichts gewesen, er hat seine verzerrte Sicht auf die Dinge.

    Ja das alles ist kräfteraubend und sehr traurig. Ich sehe quasi dabei zu wie ein Mensch, der ein guter sein könnte, sich Schritt für Schritt selber ruiniert und habe ständig auf ein Wunder gehofft ohne auch nur einmal "Packan" zu haben.

    Manchmal fühle ich mich furchtbar allein und hilflos. Vielleicht auch meine Macke, ich kann schwer akzeptieren dass man in bestimmten Situationen nicht helfen kann, wenn sich einer nicht helfen lässt. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass ein intelligenter Mensch nicht sehen will oder kann was er da tut. Ich frage mich ständig warum das nicht in seinen Kopf geht.

    Wahrscheinlich bin ich selber ein hoffnungsloser Fall weil ich immer alles zusammenhalten will oder mir einrede dass ich es zusammenhalten muss. Da denke ich schon lange drüber nach und glaube auch die Ursache für dieses Denken zu kennen.

  4. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Zitat Zitat von Limonadenbaum Beitrag anzeigen

    Du befindest Dich am Ende einer destruktiven Beziehung, in der drei lebten. Dein Mann, Du und der Alkohol. Dein Mann ist abhängig vom Alkohol, Du spielst die zweite Geige. Eure Beziehung kann gar nicht normal gelebt, gefühlt und austariert werden, denn da ist immer die Erstbeziehung, der Alkohol. Von ihm ist Dein Mann abhängig – und Du auch. Nicht, indem Du ihn konsumierst, sondern indem die Qualität Eurer Beziehung abhängt vom Zustand Deines Mannes. Deine Bedürfnisse, Dein Wohlfühlen, alles hängt davon ab, in welchem Zustand sich Dein Mann befindet. Weil Du aber – verständlich – nach den schönen Zeiten lechzt, bist Du selbst in eine tiefe Co-Abhängigkeit gerutscht. Dein ausgeprägter Wunsch nach Harmonie tut ein Übriges dazu.

    .
    Danke für deine offenen Worte Limonandenbaum, die ich mir sehr zu Herzen nehmen.

    So hab ich es noch nie gesehen : eine Beziehung zu dritt, er, der Alkohol und ich ! Du hast recht, ich stehe hinten an, der Alkohol ist wichtiger.Zuerst offensichtlich und alles flehen meinerseits wurde abgeschmettert "das lasse ich mir doch nicht nehmen, mein Feierabend Bier oder das Glas Wein" dann später, als klar war, dass es eben nicht nur das Glas Wein am Abend war, sondern weit mehr darüber hinaus, wurden sich Zeitinseln geschaffen in denen er alleine trank, weil er mal "Ruhe" brauchte wie er es nannte. Inzwischen trinkt er nachts wenn ich schlafe und hat tatsächlich lange Zeit gedacht, dass ich es nicht merke. Flaschen gab es keine, Gläser standen sauber wieder im Schrank, Spuren vernichtet, nur die Fahne wenn er ins Bett kam, übertünscht mit Pfefferminzgeruch, hat ihn jede Nacht verraten. Ich habe irgendwann gar nichts mehr gesagt, habe mir gesagt "Sein Leben, seine Leber, seine Gesundheit, seine verquollenden Augen morgens-Not my part" sagte ich mir.

    Natürlich ist das Selbstbetrug, denn stören tut es mich natürlich doch. Aber ich bin müde geworden das anzusprechen, kenne ich doch all seine Ausflüchte inzwischen auswendig. Auch die leeren Flaschen die ich hin und wieder dann an den unmöglichsten Orte finde (im Kleiderschrank unter seinen T-Shirts, im leeren Koffer,...etc ..) haben natürlich immer einen Grund warum sie genau DORT liegen. Mit inbrünstiger Überzeugung erklärt er mir das dann. Ich habe dann nur noch ein müdes Kopfschütteln und ein genervtes "achso na dann !" für ihn übrig. Das merkt er natürlich und genau das ist wahrscheinlich der Grund warum es die letzte Zeit so ist wie es ist zwischen uns.

    Du magst recht haben, das Wort Co-abhängigkeit erschreckt mich, aber wenn man sich die Definition genau durch liest, dann treffen wohl viele Symptome auf mich zu, bis auf das Decken des Partners, das hab ich nie getan, ich habe ihn nie gedeckt, ich habe immer ausgesprochen wenn jemand hinterfragte, warum er z.B. nicht mit kommt oder wo er ist, dann habe ich wahrheitsgemäß gesagt, dass er wieder mal Zuviel getrunken hat, wie so oft und das da wohl offensichtlich ein Problem besteht. Aber alles andere trifft zu oder traf zu, denn seit einiger Zeit löse ich mich davon, wie gesagt, seither klappt es auch gar nicht mehr zwischen uns. Seither streiten wir ständig. Ich lasse mir all diesen Mist nicht mehr erzählen und sage ihm das auch, ich sage ihm, dass ich ihm kein Wort glaube wenn es darum geht, ich habe resigniert und das merkt er, Ich gehe in einen anderen Raum zum schlafen, wenn er eine Fahne hat oder bringe ihm sein Bettzeug aufs Sofa mit der Bitte dort zu schlafen , da ich den Alkoholgeruch nicht im Schlafzimmer haben möchte. Ich schaue auch nichht mehr nach ihm wenn er wieder mal nicht ins Bett kommt, ich lasse ihn und frage auch nicht mehr, weil ich es eh weiß. Ich klage nicht mehr an, ,ich registriere und fordere lediglich auf, mir die Vorräte für Besuch, die ich immer da habe (Prossecco oder mal einen Aperol etc) bitte wieder aufzufüllen, wenn ich merke, dass er auch da wieder dran war. Früher hab ich gar keinen o. Alkohol mehr gekauft, weil ich Angst hatte, dass er dadurch in Versuchung gerät. Inzwischen weiß ich, dass es egal ist, ob was da ist oder nicht, er findet oder hat immer irgendwo was in petto. Seither kaufe ich wieder ein, ich selber trinke nur in Gesellschaft mal ein Gläschen, aber ich hab gerne was da, wenn mal Besuch kommt. Wenn er das leer trinkt, sag ich ihm er soll neues kaufen. Tut er dann auch ganz kleinlaut.Solange die Flaschen dann noch zu sind, geht er nicht dran... öffne ich sie , ist sie schneller weg als ich nachgucken kann. Übel alles.

    Ich nehme auch seine Eskapaden nicht mehr einfach so hin. Auch wenn ich unterwegs bin, abends mal mit einer Freundin, ich weiß ja dass er dann hemmungslos trinkt sobald ich das Haus verlasse. Inzwischen sag ich es ihm.Neulich schrieb er mir dann eine WhatsApp an einem solchen Abend, die war lustig gemeint und sollte mich wohl "anturnen" so nach dem Motto dass ich mich freuen kann wenn ich nach Hause komme, was mich dann im Bett erwartet. Ich habe sofort gemerkt, dass er voll war, nach sovielen Jahren weiß man das auch wenn man nur ein paar Zeilen liest von ihm. Ich antwortete erst gar nicht und nach Drängen seinerseits habe ich ihm geschrieben, dass es mich total anturnen würde, an so einem Abend mal nach Hause zu kommen und meinen Mann einmal nüchtern anzutreffen. DAS wäre wirklich sexy für mich!
    Früher hätte ich so etwas nie und niemals geschrieben, ich hatte Angst vor der Eskalation die dann unweigerlich folgte, heute nicht mehr. Natürlich eskaliete es auch an diesem Abend, er beschimpfte mich, ich würde alles kaputt machen und ich sei selber schuld wenn wir keinen Sex mehr hätten . Er bombadierte mich dann mit Nachrichten bis ich ihm schrieb dass ich keinen Wert auf Sex mit Alkohol läge, er das aber auch wisse und dass ich jetzt mein Handy ausschalte, weil ich schließlich mit meiner Freundin unterwegs sei. Wenn er mit mir reden wolle, könnten wir das gerne morgen machen, vorausgesetzt er sei nüchtern. Sowas hätte ich michvor kurzem niemals getraut. Inzwischen blockiere ich ihn dann sogar kurzweilig, einfach weil ich dann diese Nachrichten auch nicht zugestellt bekomme wenn ich mein Handy wieder einschalte, das will ich nämlich gar nicht lesen dann, da es wirklich besoffener Mist dann ist, der mich dann aufregt.

    Er redet mit mir natürlich nicht darüber, sucht kein Gespräch am nächsten Tag dann, vielleicht weiß ja doch was er da wieder gemacht hat, er macht dann einfach weiter so als gäbe es diesen Abend gar nicht.

    Auch ich rede kaum noch darüber, ich schweige dazu, mache aber keinen Hehl daraus dass ich Bescheid weiß. Ich entziehe mich wenn er wieder anfängt und ich merke er hat was getrunken... ich geh dann einfach ins Bett lesen.
    Ja und das macht natürlich wütend , zum Glück habe ich keine Grundwut in mir, meine Wut ist schon fokussiert auf ihn. Ich versuche es mir nebenbei schön zu machen, verabrede mich, mache was mit meiner Tochter wenn sie Lust dazu hat oder lese ein gutes Buch.

    Und ja, ich habe Wut, Wut auf das was er tut, Wut auf das was er getan hat, dass er mich mit Kind blind in diese Beziehung hat laufen lassen, zu einer Zeit als es mir alleine verdammt gut ging und ich mich auch alleine sehr wohl fühlte. Er hat mir den fest im Leben stehenden Mann vorgespielt (oder sollte ich sagen, er hat ihn sich selber vorgespielt?) dabei war er damals schon mehr als zwanzig Jahre abhängig vom Alkohol und hatte nebenbei einen Haufen Schulden, hinter die ich erst nach vielen Jahren kam und selbst da wurden sie noch abgestritten.

    Ich bin wütend, weil er alles zerstört was wir uns mühsam aufgebaut haben, weil er mich durch sein Verhalten zwingt wieder neu anfangen zu müssen. Und ich bin wütend weil er nichts tut daran, nichts einsieht, nichts unternimmt.

    Ich finde ich habe ein recht wütend zu sein und ich will es auch sein.

    Ich hoffe du hast recht Limonadenbaum und diese Wut hilft mir!

  5. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Heute Abend geht es mir nicht gut !

    Ich komme nach Hause , alles ist wie immer , kind mit essen versorgen , ne runde quatschten , dann saugen, maschine Wäsche anstellen , mit dem Hund gehen , Wäsche aufhängen und dabei immer der Blick auf die Uhr : er kommt nicht nach Hause ... keine Ahnung wo er steckt , Freunde hat er ja keine , im Büro ? Eigentlich dachte ich es interessiert mich nicht , tut es aber leider .
    Ich zappe mich zu facebook und instagram , surfe im internet .. versuche mich abzulenken , sehe nur Bilder von Paaren , stelle mir vor wie mein Abend aussähe wenn ich eine zufriedene Partnerschaft hätte : draußen sitzen , sich über den blühenden Garten freuen , zusammen sitzen erzählen , zweisamkeit . Mit ihm ist es so nicht , nie gewesen , nur zu Anfang , dann nie wieder , und trotzdem fühl ich mich allein und bin unruhig weil er nicht nach Hause kommt und nichts von sich hören lässt .

    Warum stört mich das jetzt so ? Was ist nur los mit mir ?

    Ich bin traurig und irgendwie leer .
    Warum nur ?

  6. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Zitat Zitat von dieUnverbesserliche Beitrag anzeigen
    Warum stört mich das jetzt so ? Was ist nur los mit mir ?

    Ich bin traurig und irgendwie leer .
    Warum nur ?
    Die für mich naheliegendste Erklärung liest sich wahrscheinlich brutal: weil Dein Gehirn im Suchtmodus funktioniert. Es bedient ja tatsächlich ähnliche Areale und Muster wie das eines stofflich Suchtkranken, und weil Du zwischen Trennung und Sehnsucht schwankst, bedienst Du Abhängigkeits- und Entzugsbereiche.

    Die Erkenntnis ist, bei Licht betrachtet, atemberaubend, denn die Erkenntnis über die gescheiterte destruktive Beziehung kommt ja deshalb, weil der Partner in seiner Sucht bzw. in seinen destruktiven Persönlichkeitsstrukturen verharrt – und man selber? Tickt im Kopf so ähnlich/parallel??? Mich hat das so erschreckt, dass es entscheidend und heilsam dazu beigetragen hat, zu verstehen, dass ich die Einzige bin, die an dem unglückseligen Zustand etwas ändern kann und muss. Weil ich die „nur“ (in ganz fetten Anführungszeichen - Co-Abhängige bin.

    Deshalb schrieb ich schon zu Anfang, dass Du Dich aus den Gedankenkreiseln um ihn befreien solltest. Das erfordert einen großen Willen und eine gehörige Portion Selbstkontrolle. Wer soll das schaffen außer Dir?

    Ich möchte aber noch einen Gedanken anführen, der zudem Grund für eine stramme Trennung sein sollte: Deine Tochter. Ich gehe davon aus, dass Du sie behütet hast aufwachsen lassen. Ich hoffe, sie hat wirkliche Eskapaden Deines Mannes nicht mitbekommen, wenn doch, umso schlimmer. Du kannst aber absolut sicher sein, dass sie die Stimmung der desolaten Beziehung, die Ausstrahlung Deines Mannes (und damit meine ich nicht nur seine Fahne!), sowie Deine Ausstrahlung und Dein Verhalten mitbekommen hat/mitbekommt. Lebe ihr nicht vor, dass ein Beziehungsleben so aussieht. Lebe ihr ein Leben vor, in dem es frau gelingt, durch sich selbst glücklich zu werden und nicht in Abhängigkeit von Stimmungen des Partners.

    Möglicherweise kommt das sehr hart rüber. Ich wünsche Dir ein Netz von Menschen, die Dich trösten, denn Dein Kummer ist ungeheuer groß. Aber vom Tränentrocknen allein ändert sich nichts. Vielleicht muss man mit aller Härte in den Abgrund schauen, auch bei sich, und erschrecken, was man sieht. Ich glaube, das gibt die größte Kraft zu handeln.
    Viele Grüße vom Limonadenbaum

    "Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"
    - Astrid Lindgren -

  7. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    .... und wieder einmal Danke Limonadenbaum !

    Danke fürs Sand aus den Augen wischen , ich befürchte es ist viel wahres an deiner Antwort . Es erschreckt mich , es ist als wenn ich unbeteiligt über mich lese , quasi neben mir stehe und mich anschaue , auf mich drauf schaue . Wie jämmerlich ich mich verhalte , es tut weh und ich hab nicht wirklich Ahnung, wie ich dahin gekommen bin .

    Meine Tochter ! Ja , ich habe versucht sie so behütet wie nötig und möglich aufwachsen zu lassen , was ich tun konnte hab ich getan , vor manchem hab ich sie leider nicht bewahren können , Dinge die außerhalb meines Wirkungskreises geschehen , Dinge die mit ihrem Vater zu tun hatten und haben , das war leider selten heile Welt und ich hätte mir wirklich einen anderen Vater für sie gewünscht . Ich habe mir früh damals Beistand in Form einer Beratungsstelle geholt um sie zu unterstützen aber gleichzeitig ihren Weg gehen zu lassen ohne Einfluss auf die Vaterbeziehung zu nehmen . ich glaube es ist mir gelungen und wir reden heute offen und ehrlich miteinander, ein tolles Gefühl für das ich sehr dankbar bin . Sie war immer schon sehr reif und vernünftig , immer weit ihrem Alter voraus und sie reflektiert viel und denkt viel nach . Eskapaden meines jetzigen hat sie zum Glück nie mitbekommen, davor konnte ich sie wirklich bewahren , das war mir auch immer sehr wichtig . Jetzt wo sie älter wird merkt sie natürlich auch dass was nicht stimmt , allein seine Stimmungsschwankungen entgehen ihr ja nicht und sie hat mich dazu befragt . Ich habe auch darüber so offen wie möglich mit ihr gesprochen , habe ihr auch über sein Alkoholproblem erzählt , aber sie dachte es sich schon und es war ihr nicht neu .

    Ich bespreche mein Vorhaben mit ihr , frage sie wie es ihr damit geht und ihre Antwort war : "alles was für dich ok ist Mama ist es dann für mich auch . für mich spielt es keine Rolle wo wir sind , hauptsache wir sind zusammen und du bist zufrieden mit der Situation" das hat mich enorm erleichtert und den Druck von mir genommen . Wir haben uns dann über das wie unterhalten und sie hat auch den Wuvnsch geäußert , dass wir jetzt nicht schnell schnell was suchen , sondern in Ruhe und etwas wo wir uns beide wohl fühlen werden . Sie hatte genaue Vorstellungen und auch das hat mich erleichtert .

    Ich habe mich eben aufgerafft und wohnungen geschaut im Netz . Momentan ist es noch gruselig für mich . Das Bad zu klein bei der einen , bei der anderen ein dunkles und kleines Wohnzimner , die nächste nicht mal einen Austritt zum Luft schnappen und die nächste wiederum sehr schön aber viel zu teuer ... vielleicht bin ich auch noch nicht soweit , ich habe jetzt beschlossen jeden Abend mir Wohnungen im Netz anzuschauen , ich muss mich gewöhnen :-)

    Mein schlimmster Gedanke war dann allerdings der Gedanke an unseren Urlaub im Sommer, zum Glück hatten wir auf Grund seines Jobwechsels noch nichts geplant , aber ich habe 3 Wochen in den Sommerferien . Der Gedanke dann diese 3 Wochen hier zu sein , in dieser Situation vielleicht , war mir unerträglich , meine Sehnsucht nach Ruhe und Abschalten mit meiner Tochter war plötzlich übermächtig eben. Ich habe soviel gearbeitet dieses Jahr , eine wirklich anstrengende Zeit im Job gerade hinter mir und dann das hier jetzt noch ... kurzum ich habe gerade eben einfach einen Urlaub für uns zwei gebucht . 10 Tage (falls ich doch noch was finde und die restlichen Urlaubstage für Umzug oder sonstiges brauche ) Sonne ,Meer, schönes Hotel mir Spa-Bereich und mit Teenieclub . Mein Ziel jetzt, meine Kraftquelle auf die ich zusteuern kann ... und ein Zeichen auch an ihn ! Bewusst ! Aber in erster Linie für mich ein Zeichen : ohne ihn planen , nur meine Tochter und ich !

    Ich werde das alles schaffen ! Ich will das so !

  8. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Nachdem nun gut 2 Wochen Ruhe eingekehrt war und wir zu Hause einen relativ normalen Umgang miteinander pflegten, ist es gestern Abend erneut zu einem etwas heftigeren Wortwechsel gekommen, in dem ich ihm gesagt habe, dass er endlich aufhören soll mich für dumm zu verkaufen und dass ich genau weiß dass er jeden Abend heimlich trinkt, dass ich genau weiß was er macht, wenn er zwischendurch ständig nach oben verschwindet in sein "Büro" dass ich es rieche und auch merke, dass ich seine Flaschen gefunden habe, immer wieder neue in den abenteuerlichsten Verstecken. Seine Antwort natürlich aggressiv und absolutes leugnen. Er habe halt hin und wieder Lust auf ein "Gläschen " und mache das eben oben, weil er keine Lust habe sich zu rechtfertigen. Die verschiedenen versteckten Flasche hebe er nur auf, weil er sie schön fände und eine davon benutze er gar als Blumenvase ...ich habe ihm gesagt, dass er aufhören soll sich selber zu belügen und sich endlich Hilfe holen soll, ich wisse immerhin dass er seit seinem 20 Lebensjahr trinke, er seine erste Ehe damit zerstört habe, seinen Beruf kaputt gemacht habe und er nun mit 50 schon wieder vor einem noch größeren Scherbenhaufen säße. Ich sagte ihm dass ich das alles so nicht mehr mitmache, dass ich ihn jetzt auffordere entweder sich Hilfe zu holen, ernsthaft und mit dem Willen sein Leben endlich in den Griff zu bekommen oder schnellstens auszuziehen.

    Er schrie mich an, dass ich doch gehen solle, er würde keinesfalls gehen und ich solle mich benehmen und fein brav sein , sonst würde er auch gar nichts mehr bezahlen und ich könnte gucken wie ich alles alleine bezahlen müsste, er habe eh nichts zu verlieren. Die Alkoholgeschichte stimme nicht und alle die das erzählen lügen, genau wie ich.

    Ich bin dann ins Bett gegangen, ich konnte es einfach nicht mehr anhören. Heute morgen habe ich ihn dann gebeten den längst überfälligen Handwerker, den wir dringend brauchen bitte doch endlich mal anzurufen um einen Termin zu machen. Ich habe ganz normal gesprochen, das eine hat für mich mit dem anderen nichts zu tun, egal wie die Situation ist, diese Reparatur muss gemacht werden und zwar schnellstens. Er wurde direkt wieder aggressiv und meinte, er rufe niemanden an, er mache gar nichts mehr, interessiere ihn alles nicht.
    Kopfschüttelnd hab ich ihm gesagt, dass er aufhören soll sich wie ein trotziges Kind zu verhalten.

    Er hat mir dann den Tod gewünscht. Ganz ruhig und besonnen sagte er . "du wirst bald einen Sarg brauchen, verlasse dich drauf" ich schaute ihn entsetzt an und sagte : "Sag mal, was redest du da ?Schämst du dich nicht ?" er baute sich vor mir auf wurde laut und sagte : " was ich von dir halte ? was ich dir wünsche ? DAS HIER : und dann machte er eine Handbewegung Kehle durchschneiden, oder Kopf ab.

    Ich bin zutiefst geschockt und auch getroffen, ich kann das gar nicht beschreiben wie ich mich gerade fühle. Er hat mich ganz tief getroffen und es sitzt es ganz tief.

    Als ich von der Gassirunde zurück kam , stand er in der Küche und sagte : "ich rufe den Monteur gleich an. Wann bist du denn zu Hause wegen Termin?" ich habe ihn nur angeschaut und ich konnte nicht mal antworten, ich bin einfach gegangen.

    Ich bin zutiefst verletzt und getroffen. Noch nie hat mir ein Mensch den Tod gewünscht. Und dann noch ein Mensch für den ich wirklich 10 Jahre alles getan habe. Ich kann nicht erklären wie geschockt ich bin und wie sehr mich das gerade runterzieht und fertig macht

  9. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Liebe TE,

    das liest sich ja wirklich alles ganz gruselig bei Euch .
    Ich denke, Dir bleibt nichts, als ernst zu machen. Kannst Du ihn nicht aus dem Haus rauswerfen? Immerhin bedroht er Dich. Kannst Du das Haus vorübergehend alleine bezahlen?
    Ich denke nicht, dass Du diesen Zustand noch mehrere Monate aushalten kannst. Auch an Deiner Tochter wird das ja nicht spurlos vorbei gehen. Und es muss ja wirklich nicht sein, dass es erst körperlich wird bei Euch (also die Auseinandersetzungen).
    Ob er die Möglichkeiten hat sich eine neue Bleibe zu suchen ist nicht Dein Problem.
    Ganz pragmatische Fragen: Wer steht im Mietvertrag, wer bezahlt die Miete?

    Er WILL sich nicht helfen lassen. Er WIRD sich nicht ändern. Lauf weg, schnell.
    Ich drücke Dir alle Daumen, dass es ganz bald eine schnuckelige, gemütliche Wohnung für Dich, Deine Tochter und den Hund gibt. Und ihr dort in Ruhe leben könnt.

    Alles Gute für Euch
    LG Felina
    „Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
    Nicolas Chamfort

  10. User Info Menu

    AW: Umbruch, Neuanfang - ein langer Weg noch !

    Zitat Zitat von dieUnverbesserliche Beitrag anzeigen
    ......

    Ich bin zutiefst verletzt und getroffen. Noch nie hat mir ein Mensch den Tod gewünscht. Und dann noch ein Mensch für den ich wirklich 10 Jahre alles getan habe. Ich kann nicht erklären wie geschockt ich bin und wie sehr mich das gerade runterzieht und fertig macht
    Dieser Post ist schrecklich. Wirklich schrecklich.

    Sein Hass, meine liebe TE, gilt aber nicht dir, sondern sich. Er hasst sich, er hasst es, dass alle genau wissen, was ihn umtreibt, er hasst sein Leben, er hasst es, dass er in diesem verharrt und nichts dagegen tut. Er spürt ganz genau, wie sehr er in deinem Ansehen gesunken ist, er will dich genau auch auf diese Stufe bringen.

    Stelle dir doch mal einen Alkoholiker auf der Straße vor. Der schmeißt auch mit Hasstiraden um sich, gegen alle, gegen jeden, der des Weges kommt. Alle Menschen hasst er.

    Nun bist du noch da und daher nimmt er dich vor.

    Auch wenn die Realität oft eine andere Sprache spricht und Umstände nicht von heute auf Morgen verändert werden können. Doch du musst da raus. Ganz schnell. Dieser Mann muss auf den Boden fallen, er muss die Konsequenzen selbst ziehen. Du meinst, du hast noch Verantwortung für ihn, aber er reist dich gerade mit in den Abgrund. Du hast jetzt nur für zwei Personen Verantwortung: für deine Tochter und für dich. Lass nicht zu, dass deine Tochter diese Art einer Beziehung weiterhin mit ansehen muss. Zeige ihr, dass du eine starke Frau bist, die desktruktive Situationen, Beziehungen verlassen kann. Das bestärkt sie auch für später, wenn es ihr einmal widerfahren sollte.

    Deine Verantwortung liegt nunmehr darin, die Konsequenzen zu ziehen und (neue) Tatsachen zu schaffen. Du MUSST dieses Haus mit deiner Tochter verlassen, du MUSST diesen Mann verlassen. Lass nicht die Idee einer gescheiterten Harmonie, eines gescheiterten schönen Heimes oberhand gewinnen und dich weiterhin in der Lethargie verharren.

    So, wie er drauf ist, kann es gut irgendwann zu einer Katastrophe kommen. Er ist nicht mehr Herr seiner selbst, du bist jedoch nicht fähig, ihn daraus zu retten. An seine Vernunft brauchst du nicht mehr zu appelieren, die hat er mit dem Alkoholkonsum abgegeben.

    Er sieht dich gar nicht mehr, auch nicht eure Beziehung. Er hangelt sich von einem (Alkohol)Extrem zum nächsten. Die ruhigeren Zeiten interpretierst du als "normale Beziehungsaktivitäten". Nein.... es ist nur die Ruhe vor dem (nächsten) Sturm.

    All, das, was einmal an Schönem war, ist nicht mehr vorhanden, es ist durch den Alkohol weggespült. Da dein Partner jegliche Einsicht, jegliche Therapie verweigert, wird es auch dabei bleiben. Halte dir das vor Augen.

    Umso eher du dieses Konstrukt (Beziehung will ich es nicht mehr nennen) verlässt, um so besser für dein Seelenheil und das deiner Tochter.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

Antworten
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •