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  1. User Info Menu

    "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Hallo ihr Lieben,
    nach einiger Zeit bin ich wieder hier gelandet...bri...Das Auffangnetz....Für Trost und Tritt in den Hintern...
    Nun kurz zu meinem Anliegen.
    Endlich! habe ich den "Absprung" geschafft.
    Seit Anfang März.
    Ich habe mich getrennt und " schäme" mich nicht mehr, das auch öffentlich zu machen.
    Und trotzdem bleiben Zweifel.
    Zweifel die mich einholen, wenn ich zuviel Zeit zum Grübeln habe.
    Ich konnte es nicht mehr ertragen. Alkohol, Lügen, Selbstdarstellung, Vorführung, cholerisches Verhalten.

    Viel zuoft habe ich mich wieder "einwickeln" lassen. Ich vergesse dass Schlechte zu schnell.
    Und abends nagt der Zweifel.
    Dann googel ich nach dem WARUM...
    Warum ist er wie er ist?
    Eigentlich müsste mir das doch egal sein.
    Narzisst oder Choleriker?
    Oder doch irgendwie auch meine Schuld?

    Ich habe jeden Kontakt abgebrochen. Nummer gelöscht. Melde mich gar nicht.
    Und trotzdem versucht er mich ständig zu kontaktieren. Mal ist eine Woche Ruhe, dann wieder nicht.
    Und abends wenn die Kids schlafen, geht das Gedankenkarussel....
    Es ist ein besch.... Gefühl....
    Ich bereue meine Entscheidung nicht.
    Ich hasse den Geruch von übertünchtem Alkoholgeruch mit Pfefferminz...heute hatte ich wieder Besuch auf Arbeit....:@
    Erst wenn Du aufgibst, hast Du verloren

    „Die schlimmste Entscheidung ist Unentschlossenheit.“
    ---Benjamin Franklin---

  2. Inaktiver User

    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Zitat Zitat von valesca Beitrag anzeigen
    .........
    Ich konnte es nicht mehr ertragen. Alkohol, Lügen, Selbstdarstellung, Vorführung, cholerisches Verhalten.

    Viel zuoft habe ich mich wieder "einwickeln" lassen. Ich vergesse dass Schlechte zu schnell.

    Ich bereue meine Entscheidung nicht.
    Ich hasse den Geruch von übertünchtem Alkoholgeruch mit Pfefferminz...heute hatte ich wieder Besuch auf Arbeit....:@


    Hut ab, vor Deinem Mut, liebe valesca!

    Bitte lies doch selbst, was Du geschrieben hast!

    Schreib eine Liste, wo alles ungeschminkt drauf steht, was Dich letztlich zu diesem wohlüberlegten Schritt bewogen hat!

    vermeide das abendliche Gedankenkarussell durch Ablenkung oder Telefonieren oder....

    worauf gründen sich denn Deine Zweifel?? sind diese Gedanken wirklich wahr??

    Was würdest Du Deiner Freundin sagen, wenn sie Du wäre???

    ich flehe Dich an- bleib auf Deinem Weg, den Du Dir so hart erkämpft hast....

    Hol Dir Hilfe und Unterstützung- ev bei einer Suchtberatungsstelle-

    aber nicht um ihn zu verstehen. das geht nicht!

    Du bist stark und Du wirst stark bleiben!
    Wenn Du schwach wirst, hol Dir HIlfe und entscheide Dich, was Du wirklich willst..

    Deine neuer Weg, Deine neues Leben entsteht im Gehen....

    sitz nicht rum und grüble, tu was- für Dich!!

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    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Denke an die Angst deines Sohnes vor diesem Mann in jener Nacht.

    Das allein sollte dich komplett und für alle Zeiten immun machen.

    Du willst doch nicht, dass deine Kinder unter solchen Umständen aufwachsen, die kriegen ja einen Schaden fürs Leben und dieses Herumbrüllen, sich auf dem Fest öffentlich so benehmen.

    Das ist doch assi. Willst du etwa so leben?

  4. Inaktiver User

    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Zitat Zitat von valesca Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,
    nach einiger Zeit bin ich wieder hier gelandet...bri...Das Auffangnetz....Für Trost und Tritt in den Hintern...
    Nun kurz zu meinem Anliegen.
    Endlich! habe ich den "Absprung" geschafft.
    Seit Anfang März.

    Dann googel ich nach dem WARUM...
    Warum ist er wie er ist?
    Erst einmal meinen Glückwunsch, dass Du das geschafft hast. Du nützt keinem Menschen etwas, den Du verachtest oder vor dem Du Dich ekelst oder zumindest vor weiten Teilen seiner Persönlichkeit und seines Verhaltens.

    Ja, warum passiert so etwas? Ich denke, dass oft der Grund in einem lieblosen Elternhaus liegt, dass diesen Menschen als Kind weder liebevoll gefördert noch unterstützt hat, sondern ihn bestenfalls geformt hat nach ihren Vorstellungen, wenn nicht sogar mehr vorgefallen ist und Schläge und Abwertungen an der Tagesordnung waren. Das ist so die übliche Geschichte und da kann ihm in einer Therapie und bei den AA´s sehr gut geholfen werden.

    Aber das ist seine Sache an seinen alten destruktiven Mustern zu bearbeiten und was er anders machen möchte. Du kannst das nicht für ihn und ihn auch nicht anleiten. Viel wichtiger ist für Dich die Frage, warum hast Du Dir einen destruktiven Menschen angetan, den Du zum Schluss nicht mal mehr ertragen konntest und was lässt Dich jetzt noch nach seinen Problemen suchen? Wäre es nicht für Dich viel besser zu schauen, wie Du Beziehung leben kannst und willst, was Du an Unterstützung und liebevoller Zuwendung gebraucht hättest und wo Du viel schneller zukünftig Deine Grenzen wahren wirst?

  5. Inaktiver User

    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Liebe Valesca,



    es ist sehr sehr schwer, mit dieser (Alkohol)Krankheit umzugehen als Außenstehender.
    Ein wenig wie Fußball spielen auf einem Minenfeld.

    Auf der anderen Seite denke ich, wenn der Partner Krebs oder eine andere schwere Krankheit hat, ist man auch für ihn da und es wäre geradezu herzlos, ihn zu verlassen. Auch Alkoholismus ist eine Krankheit.

    Die aber nur dann heilbar ist, wenn Einsicht vorhanden ist und da bin ich mir bei Deinem Exfreund nicht sicher.
    Ob zuallererst mal die Einsicht da ist, denn nur aus der Einsicht kann der Wille zur Änderung / Heilung erwachsen.

    Das ist mal das Eine. Dann schreibst Du aber noch von anderen unangenehmen Eigenschaften wie Lügen und cholerischem Verhalten (auch nüchtern?).
    Das macht das Ganze nicht leichter.

    Aber so ganz grundsätzlich möchte ich hier mal eine Lanze brechen für Menschen mit Alkoholproblemen, Einsicht und dem dringenden Willen, es ändern zu wollen - die gibt es nämlich und ich kann diese Pauschalierungen und "renn um Dein Leben-Rufe" diesbezüglich echt nicht mehr hören.

    Diese Menschen sind krank und wenn sie wieder gesund sind, sind sie häufig ganz wunderbare Menschen mit wesentlich mehr Tiefgang als Menschen, die dies alles nicht durchmachen mussten. Ich habe das wunderbare Glück, von diesen Menschen einige zu kennen.

    Aber zurück zu Deinem Fall. Ganz sicher ist Abstand geboten, bis er wirklich an sich arbeitet. Mindestens.

    Deine wiederholte Frage nach dem Warum zeigt ja, dass er Dir nicht ganz egal ist.
    Aber - meine persönliche Meinung - jetzt ist er erst einmal gefragt und zwar ziemlich heftig.

    So wie es jetzt zu sein scheint, hat es sicher keinen Sinn.

  6. User Info Menu

    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Du machst das gut.
    Warum er so ist, wie er ist, spielt keine Rolle. Du kannst IHN nicht ändern.
    Niemand kann einen anderen Menschen ändern.
    Das Gedankenkarussel am Abend wird langsamer werden, je mehr Zeit vergeht und je weniger Du Dich auf seine Kontaktversuche einlässt.
    Nimm ein Buch oder einen Film bis zum Einschlafen zur Hilfe.
    Wenn er Dich belästigt, kannst Du Kontaktsperre w/ Stalking beantragen.
    Führe ggfs. schon vorsorglich ein Stalkingprotokoll.

  7. User Info Menu

    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Sicht und eure Meinungen.
    In der Vergangenheit hatten wir sooft darüber gesprochen.
    Die Einsicht seinerseits war ja da. Auch seine Mühe an sich zu arbeiten hab ich gesehen, auch angeschoben ( Therapie) und mich dann nicht eingemischt, denn es ist seine Therapie und ich nicht seine Therapeutin.

    Wenn er aus seiner Kindheit spricht, war diese wohl nicht ganz so harmonisch, aber ich kenne nur seine " Version " nicht die seiner Eltern.
    Von seiner Exfrau spricht er auch nicht sehr positiv.
    Ich kenne sie nur flüchtig ( beruflich) und sie ist eine sehr ruhige Frau.
    Freunde hat er nicht wirklich ( hab jedenfalls keine kennengelernt).

    Wenn wir auf der Straße Bekannte seinerseits getroffen haben, hatte ich immer das Gefühl dass sie schnell weiter wollten.
    An allen Menschen aus seiner Vergangenheit hatte er immer was auszusetzen.
    Der eine trinkt, der andere war eine Tratschtante..etc.
    Alles das was er auszusetzen hatte trifft aber auch für ihn zu.

    Ich glaube er steht sich irgendwie selbst im Weg.
    Er konnte auch lieb und aufmerksam sein und im nächsten Moment hat er wieder alles " eingerissen".
    Ach ich weiß auch nicht.

    Ich werde das wohl nie verstehen.
    Erst beschimpft, beleidigt und demütigt er einen und kurze Zeit später tut er so als ob nichts war.
    Da komm ich nicht mit.

    Jetzt sind meine Minis dran.
    Wir machen jetzt Pizza....😀

  8. User Info Menu

    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Nur mit dem Thema Alkohol durfte ich nicht kommen.
    Er hat kein Problem damit, war seine Aussage.
    Erst wenn Du aufgibst, hast Du verloren

    „Die schlimmste Entscheidung ist Unentschlossenheit.“
    ---Benjamin Franklin---

  9. User Info Menu

    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Aber so ganz grundsätzlich möchte ich hier mal eine Lanze brechen für Menschen mit Alkoholproblemen, Einsicht und dem dringenden Willen, es ändern zu wollen - die gibt es nämlich und ich kann diese Pauschalierungen und "renn um Dein Leben-Rufe" diesbezüglich echt nicht mehr hören.

    Diese Menschen sind krank und wenn sie wieder gesund sind, sind sie häufig ganz wunderbare Menschen mit wesentlich mehr Tiefgang als Menschen, die dies alles nicht durchmachen mussten. Ich habe das wunderbare Glück, von diesen Menschen einige zu kennen.
    .
    das mag sein, aber trotzdem haben Suchtkranke nochmal eine andere Dynamik als z.B. Krebskranke und das Umfeld spielt da ganz anders mit hinein.

    Ich habs in meinem Bekanntenkreis bisher leider nur so erlebt, dass da keine Einsicht kommt, so lange das Umfeld als Krücke fungiert, welche die Rahmenbedingungen schafft, dass die Sauferei ohne größeren Absturz möglich ist, also ohne Verlust einer wirtschaftlichen Basis und halbwegs intakten sozialen Lebens. Damit die Angehörigen in dieser Position bleiben, werden sie manipuliert, kontrolliert und sich selbst entfremdet.

    Ja, das mag alles eine Dynamik der Krankheit sein, aber es hilft der Gesundheit nicht, sich zum Diener der Krankheit zu machen. Man muss wissen, was gesunde und was krankhafte Anteile und Dynamiken sind und sich den krankhaften verweigern, damit die gesunden eine Chance bekommen, mal ganz einfach und krass gesagt.

    Suchtkranke habe ich dazu noch als sehr selbstsabotierend erlebt, wie die TE ja auch schreibt: er wirkt so, als würde er sich selbst im Weg stehen. Diese Negativität, Verurteilung, hinter der vermutlich Selbsthass steht usw., das habe ich schon als spezielles Kennzeichen von Alkoholikern erlebt. Da reicht es nicht als Angehöriger hinzustehen und helfen zu wollen, da ist die beste Hilfe womöglich tatsächlich zu gehen, weil sonst keine Einsicht kommt. Und selbst dann wird oft keine Einsicht kommen, dann müssen womöglich professionelle Insitutionen greifen. Es ist jedenfalls nicht verkehrt, wenn Angehörige oder nahestehende Menschen sagen, nein, in diesen Abgrund springe ich nicht mit.

    Valesca, ohne jetzt zu wissen, ob es sich bei deinem Ex überhaupt um einen Süchtigen handelt (ich kenne die Vorgeschichte ja nicht), aber du scheinst alles richtig gemacht zu haben und musst kein schlechtes Gewissen haben. Wenn er kein Problem hat und alle anderen blöd sind, dann kannst du daran nix ändern, also lass ihn. Wenn da ein Kind mit im Spiel ist erst recht.

    Binde dich nicht weiter an ihn, indem du versuchst zu ergründen, warum er so ist. Darauf wirst du keine befriedigende Antwort finden. Du warst zum einen nicht dabei, als er so wurde wie er ist, kennst also nur seine subjektive Sicht. Die psychologischen und systemischen Hintergründe eines jeden Menschen sind außerdem immer sehr komplex, alt und gewachsen, auch hinter den meisten Suchterkrankungen. Zum anderen: könntest du es wirklich verstehen, warum er so ist, dann wärst du vermutlich genauso wie er. Bist du aber nicht.

    Wie schon geschrieben wurde: du kannst nur ergründen, warum du dich in einer solch destruktiven Beziehung begeben hast und vor allem, warum du darin geblieben bist. Das zu reflektieren kann helfen, dass dir das nicht mehr passiert. Und der "Nebeneffekt": du bringst deine Energie von ihm wieder zurück zu dir - da wo sie hingehört und wo sie was bewirken kann.

    Oder anders gesagt: du hattest dich in einer Beziehung verloren und so kannst du dich wieder finden.

    Eine Therapie kann in einer Beziehung schon sehr helfen, aber auch nur, wenn sie wirklich vom Betroffenen aus Eigeninteresse ernsthaft angegangen wird. Ist sie nur eine Alibiveranstaltung, um den Partner zu halten, dann wird sie nichts bringen. Und wenn er sagt, dass er kein Problem hat, dann klingt das irgendwie danach, als wäre das ganze eine Alibiveranstaltung. Beim Thema Alkohol lügen sich die Leute auch oft selber die Taschen voll.
    Geändert von Amelie63 (05.04.2017 um 18:03 Uhr)
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: "Hart" bleiben nach Trennung?! Ständig diese Selbstzweifel

    Wäre nur Valesca betroffen, könnte sie unter Auflagen, einen neuen Versuch starten, wenn sie es noch mal unbedingt will und den Alkoholismus als Krankheit sieht. (was A ja auch ist.)

    Aber hier sind Kinder betroffen und da gehen keine Experimente mit einem Alkoholkranken.

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