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    Trennung nach 40 Jahren

    Liebe Juddel,
    ich lese seit einem Jahr in verschiedenen Foren, um zu erfahren wie es anderen Frauen nach der Trennung geht. Selten schreiben Frauen in diesen Foren in meinem Alter. Mein Mann hat sich vor einem Jahr nach 40 Jahren (davon 38 Jahre verheiratet) getrennt. Er hat die Frau, mit der er mich vor 30 Jahren betrogen hat, wiedergefunden. Es war und ist leider immer noch die Hölle für mich. Ich bin im April vergangenen Jahres aus unserem Haus ausgezogen. Da er allein im Grundbuch steht blieb mir ja nichts weiter übrig. Am nächsten Tag zog seine "Neue" sofort bei ihm ein. Stellte das Haus auf den Kopf, veränderte alles im Garten usw. Ich habe meinen Mann an sie verloren und mein Zuhause. Ich wohnte mit ihm 35 Jahre in dem Haus und unsere erwachsenen Töchter sind dort groß geworden. Ich begreife das alles nicht. Ich frage mich immer zu: Was wird aus mir? Ich bin doch schon 58 J. Allein im Alter - nach sovielen Jahren. Wer hat diese späte Erfahrung auch noch erlebt?

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Zitat Zitat von Sprillie Beitrag anzeigen
    Er hat die Frau, mit der er mich vor 30 Jahren betrogen hat, wiedergefunden.
    Das ist ja furchtbar. Bereust du, ihn damals nicht verlassen zu haben?
    „Der Zeitpunkt ist immer richtig, um das Richtige zu tun.“
    ―Nelson Mandela

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Ich hätte es damals machen sollen. Aber unsere Kinder waren erst 3 Jahre alt, ich wollte ihn nicht verlieren. Richtig vertraut habe ich ihm dann nie mehr. Immer war im Hintergrund so etwas wie Misstrauen. Nun stehe ich da - vermisse so sehr mein zu Hause. In meiner neuen Wohnung fühle ich mich so allein. Bin so froh, dass ich tagsüber "auf Arbeit" bin. Trotzdem gibt es Tage
    das weiß ich nicht mehr weiter. Und jeder sagt: das dauert noch ganz lange....

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Zitat Zitat von Sprillie Beitrag anzeigen
    Ich hätte es damals machen sollen. Aber unsere Kinder waren erst 3 Jahre alt, ich wollte ihn nicht verlieren. Richtig vertraut habe ich ihm dann nie mehr. Immer war im Hintergrund so etwas wie Misstrauen. Nun stehe ich da - vermisse so sehr mein zu Hause. In meiner neuen Wohnung fühle ich mich so allein. Bin so froh, dass ich tagsüber "auf Arbeit" bin. Trotzdem gibt es Tage
    das weiß ich nicht mehr weiter. .
    Ich habe da leider gar keinen Rat. Den gibt es vielleicht auch nicht. Deine Beweggründe damals nicht das Handtuch zu werfen kann ich absolut nachvollziehen.
    Doch alles Hadern bringt ja auch nichts. Nur der Blick nach vorn bringt dich vermutlich in dein neues Leben. Gibt es außer deiner Arbeit noch etwas das dir Halt gibt?
    „Der Zeitpunkt ist immer richtig, um das Richtige zu tun.“
    ―Nelson Mandela

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Zitat Zitat von Sprillie Beitrag anzeigen

    Ich begreife das alles nicht. Ich frage mich immer zu: Was wird aus mir? Ich bin doch schon 58 J. Allein im Alter - nach sovielen Jahren.

    Sei zuversichtlich, Du wirst auch wieder jemanden finden, und bist im Alter nicht alleine.

    Meine LG ist so alt wie Du, sie hat vor sieben Jahren ihren Mann an den Krebs verloren, nach ihrer Trauerzeit sind wir vor fünf Jahren zusammen gekommen, und genießen unsere Beziehung (auch wenn es hin und wieder mal knirscht).

    Warum sollte es Dir nicht ähnlich ergehen?

    Ich wünsche Dir, dass Du einem Mann der dich bereits vor 30 Jahren betrogen hatte, und mit dem Du seitdem nie mehr eine vertrauensvolle Beziehung hattest, nicht zu lange nachtrauerst, sondern nach einer gewissen Trauerzeit wieder hoffnungsvoll nach vorne schauen wirst.

    lg jaws

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Zitat Zitat von Sprillie Beitrag anzeigen
    Mein Mann hat sich vor einem Jahr nach 40 Jahren (davon 38 Jahre verheiratet) getrennt.
    Das tut mir leid, Sprillie.

    Das zu verarbeiten braucht Zeit und darf betrauert werden.

    Das Trennungsjahr wäre ja nun rum.
    Ich hoffe, Du hast die Scheidung eingereicht?

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Das ist eine besonders unschöne Erfahrung liebe Sprillie. Ob in deinem Alter, früher oder später, eine Nummer dieser Heftigkeit ist immer ganz schwer zu durchleben. Aber es ist zu schaffen.

    Mit 58 Jahren hast du noch jede Menge Leben vor dir - auf das du dich auch freuen kannst. Und ob du es nun fühlen kannst oder nicht, es ist so, dass du noch manches an der Art des Ablaufs der Geschichte selbst in der Hand hast.

    Diesen Stier muß man natürlich an den Hörnern packen und dazu gibt es viele Möglichkeiten.
    Ich werf mal in den Raum: Steck deine emotionale Energie in eine andere Angelegenheit. Eine Reise von der du träumst oder die zumindest ok wäre für dich? Gibt es irgend ein Ziel das du noch erreichen möchtest? Wo in deinem Leben gäbe es einen Kick, der dir eine gute Form von Spirit bringen würde? Wo ist dein Ziel? Wie weit kannst du dich finanziell rühren?
    Ein anderer Fokus nimmt dir den Druck, zumindest den absoluten Druck, von dieser einen Sache weg.

    So schwer es auch ist, es nützt nunmal nichts. Was geschehen ist und was uns von außen ins Leben gebracht ist, damit haben wir umzugehen. Gegen das hadern kann vielleicht der Gedanke helfen, dass niemand ein Anrecht auf Glück oder auf eine bestimmte Form von Leben hat. Das du oder irgend jemand mit dem einen Ehemann bis zur letzten Stunde glücklich leben darf, kann sein aber es kann auch anders kommen und das ist keine Frage des "warum" sondern es passiert einfach dies oder das.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Nein, ich hab noch Angst vor dem was dann kommt. Wir haben auch noch nichts finanzielles geklärt. Ich weiß, das ist nicht richtig. Wir haben keinen Kontakt. Es fand auch nie eine Aussprache statt. Er hat mir nur vor einem Jahr an den Kopf geknallt:
    30 Scheißjahre. Er will jetzt ein neues Leben ein schöneres Leben... Irgendwie klappt es auch. Meine Nachfolgerin arbeitet nicht und er ist schon 1 Jahr krankgeschrieben. (Rücken) Ist doch toll den ganzen Tag beide zusammen. Obwohl irgendwann muss man sich doch auch mal auf die Nerven gehen oder?

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Ja ich habe eine Reise gebucht und kann mich mit meinem Verdienst relativ gut bewegen.
    Im Moment habe ich kein Ziel. Ich wache gedanklich mit ihm auf und schlafe mit ihm ein.
    Andauernd muss ich an mein ehemaliges Zuhause denken. Niemals wäre ich freiwillig dort ausgezogen.
    Ich weiß, man soll auch nach unten schauen. Anderen geht es viel schlechter. Trotzdem, es ist so schwer.

    Liebe Grüße

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    AW: Trennung nach 44 Jahren

    Vielen Dank für die tröstenden Worte. Ich muss viel gedanklich aufarbeiten. Wir wohnen in einem kleinen Ort. Bin hier geblieben, weil ich mein Enkelkind desöfteren vom Kindergarten abhole. Ich habe immer Angst einen von den beiden zu treffen. Ich ertrage es einfach nicht. Gehe hier auch nicht im Supermarkt einkaufen. Ich laufe regelrecht weg.
    Ich hoffe es wird alles bald besser.

    lg

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