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  1. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht wie ich das diplomatischer formulieren könnte - aber wer es zwei Jahre (?) lang "nicht schafft" dass ich seine Kinder kennenlerne und sie mich, und zwar als Lebensgefährtin - dem war das offenbar auch kein großes Anliegen.

    Ich les das hier öfter mal, dass das so getrennt wird, meine Familie, deine Familie, ohne viel Berührungspunkte - aber ich finde das schon ungewöhnlich in einer engeren Bindung.
    Als wir zusammen kamen, war ich da ganz romantisch und begeistert und überlegte, wie das mit dem Patchwork wohl sein würde. Die Tochter ist schon aus dem Haus, der Junge ist grad in die Pubertät gekommen.
    Und weil ich überhaupt keine Ahnung hab von Patchwork, (weder in meiner Familie noch bei Freunden gibt es das), tat ich, was man da heutzutage halt so macht... ich fing im Internet an zu lesen - und stieß auf die Bri.... und las... und war entsetzt, was da so alles auf einen zukommen kann...
    Und hab dann diesbezüglich ihm das Ruder überlassen. Und seine Anläufe, die immer und immer mal wieder kamen, waren ziemlich kraftlos. Der Bube hatte keine Lust - und dabei blieb es dann...
    Und jetzt scheint es ja zu spät zu sein. Von daher ist es auch egal... ich merke, wie ich schon wieder um ihn kreise.... und das wollte ich ja nicht mehr.

  2. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Zitat Zitat von --martha-- Beitrag anzeigen
    Reicht doch. Du weißt doch, wie man einen Elefanten ißt? Stück für Stück. So geht das mit dem Berg auch: Löffel für Löffel.
    Hm. Den Spruch kenne ich. Lustig ist er ja. Nur dass ich eben das Gefühl hab, dass - während ich mit meinem Löffel am Berg kratze, ein Bagger oben immer neue Sachen drauf schaufelt...
    Was kann ich da machen? Den Baggerfahrer mit Wattebäuschen bewerfen, bis er blutet?

  3. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    TT, wichtiger als dass ER seinen Frieden hat, wäre vielleicht, dass du endlich deinen hast. Du bist nicht auf der Welt,um ihn zu sortieren, sondern dich, da hast du recht. Wenn das jemand mit Ü40noch nicht auf die Reihe kriegt, dann kannst du da auch nicht mehr helfen...
    Ich bin dabei

  4. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Mir geht es beruflich gerade so wie dir.
    Ich bemühe mich das dringliche und wichtige zu lernst zu erledigen... an den Elefanten und an meine Gesundheit zu denken. Ist sehr, sehr mühsam gerade...

  5. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich es in der Vergangenheit auch schon mal mit der Arbeiterei übertrieben und musste dann das Runterfahren lernen (Stichwort 2/3 Zeit verplanen und vor allem die 80/20 Regel, die mir SEHR hilft), was dann zu oben beschriebenem "Alles ist machbar, aber möglicherweise nicht sofort" führte. Seitdem geht's.
    Ja, der olle Pareto.... ich hab nie kapiert, wie das konkret umzusetzen sein soll. Hast du da n Beispiel? Weil die Idee an sich klingt ja gut, ist mir aber irgendwie zu abstrakt...

  6. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir geht es beruflich gerade so wie dir.
    Ich bemühe mich das dringliche und wichtige zu lernst zu erledigen... an den Elefanten und an meine Gesundheit zu denken. Ist sehr, sehr mühsam gerade...
    Ja, so mach ich das auch grad. Momentan nur das Wichtige und Dringende. Bloß dass ich die weniger wichtigen und nicht so dringenden Sachen nicht delegieren oder weglassen kann... ziemlich frustrierend grad. Manchmal kommt dann ein Energieschub und ich hol die Suppenkelle raus. Dann wird der Berg für den Moment kleiner, ne Woche später sieht er aber genauso aus wie vorher. Das geht seit Monaten so - und ich hab bisher keine Idee, wie ich aus dieser Schleife rauskomme...

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    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Ich glaube, was die Menge an Arbeit betrifft, so kann man die als Arzt mit eigener Praxis nicht reduzieren, nur deligieren was geht. Oder noch jemanden ins Boot holen. Eine Freundin von mir hat ihre Praxis mit 2 Kollegen zusammen, da geht es.
    Und trotzdem sind die so rigoros bei der Terminvergabe, dass ich nicht mehr hingegangen bin.
    Selbst wenn man krank ist und eine AU (heißt das so) für den Arbeitgeber braucht, kriegt man erst 2 Tage später einen Termin. Sowas ist ja unmöglich!
    Dann macht diese Praxis regelmäßig auch ab und zu einen Tag komplett zu, wegen Verwaltungsarbeiten.
    Das wiederum finde ich okay. Vielleicht wäre das ja etwas für Dich?

  8. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Das ist ja auch bereits geklärt, mit dem Jemanden-ins-Boot-holen, was ich auch nachvollziehen kann.

    Wiederum mache ich darauf aufmerksam, dass es eine Probezeit gibt .

    Sofern die Arbeit wirklich irgendwann nicht mehr zu wuppen ist, bzw. man selbst merkt, dass es schlicht ein Zuviel mit dem Zuviel ist, wäre evtl. daran zu denken, die Selbstständigkeit aufzugeben? Denkbar wäre, in ein Krankenhaus zu gehen? Oder wiederum in eine Gemeinschaftspraxis einzusteigen? Bei Letzterem ist ja durchaus machbar, liebgewonnene Patienten mitzunehmen.

    Wären jetzt nochmal so weitere Gedanken, die ich mir machen würde.

    Wiederum besteht auch die Möglichkeit, es so hinzunehmen, wie es nun mal ist. Konsequenz der Selbstständigkeit heute ist, dass man es als Einzelkämpfer wirklich nicht leicht hat. Und wenn da weit und breit niemand ist, der einem etwas abnimmt, an der Eigenständigkeit jedoch festgehalten wird, dann bleibt einem auf kurz oder lang nichts anderes übrig, als es so hinzunehmen, wie es ist. Denn letztlich, und das muss man sich eingestehen, wollte man es ja auch so, oder?

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    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie kleben dem Ganzen nur ein anderes Etikett auf.

    Und auch wenn es uns nicht so unbedingt in den Kram passt, aber wir sind und werden bis zur Schüttelrutsche von Hormonen unbewusst gesteuert und gelenkt.
    Also ich traue vielen Menschen Entscheidungsfreiheit zu und sehe uns nicht (nicht alle) als Opfer unserer Triebe.
    „Der Zeitpunkt ist immer richtig, um das Richtige zu tun.“
    ―Nelson Mandela

  10. Inaktiver User

    AW: Wohin mit der Sehnsucht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, der olle Pareto.... ich hab nie kapiert, wie das konkret umzusetzen sein soll. Hast du da n Beispiel? Weil die Idee an sich klingt ja gut, ist mir aber irgendwie zu abstrakt...
    Seit ich das gepostet habe, denke ich darüber nach, wie 80/20 für eine Ärztin gehen soll und glaube, dass ich nicht gut genug nachgedacht habe, bevor/als ich das schrieb. Beispiel hast du trotzdem, allerdings per PN ... Sorry in die Runde, aber aus verschiedenen Gründen mag ich meinen Beruf nicht öffentlich machen und kann per "Drumrumgeschreibe" das Beispiel nicht gut genug geben.

    Zitat Zitat von Windweib Beitrag anzeigen
    Also ich traue vielen Menschen Entscheidungsfreiheit zu und sehe uns nicht (nicht alle) als Opfer unserer Triebe.
    Ach, Oxytocin (das Bindungshormon) ist nicht zu unterschätzen - und das nicht nur in der Liebe.

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