Aufgefordert vom JA....oder eben von der Mutter, insofern das möglich ist. Ich bin trotzdem immer noch der Meinung, das offiziell zu klären. Was jetzt noch super passt, kann in 6 Monaten schon nicht mehr aktuell sein. Allein schon im Interesse des Kindes.
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27.09.2016, 12:27Inaktiver User
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
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27.09.2016, 12:31
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Wir haben die Höhe des gesetzlich vorgeschriebenen Unterhaltes von einem befreundeten Anwalt ausrechnen lassen.
Muss dann noch das JA einbezogen werden?
Kleine Raupe Mai 2013 
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27.09.2016, 12:33Inaktiver User
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Müssen nicht, aber ich würde auf alle Fälle einen Titel feststellen lassen.
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06.10.2016, 13:13
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Ich habe nächste Woche einen Termin für uns beim Jugendamt gemacht.
So gar keiner da mit individuellen Absprachen und freundschaftlicher Trennung / Erfahrungen, vor allem was die gemeinsamen Unternehmungen betrifft?
Kleine Raupe Mai 2013 
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07.10.2016, 13:35Inaktiver User
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Ja, schon, aber unsere Situation ist vermutlich einigermaßen speziell. Ich kann sie dir gerne schildern.
Der KV und ich haben uns getrennt, als das Puppenhuhn fast vier Jahre alt war. Es war eine ziemlich stressige Zeit, trotzdem hatten wir beide den starken Wunsch, einvernehmlich weiterzuarbeiten. Wir waren uns beide einig, dass wir auf gerichtliche Beschlüsse (Sorge- und Besuchsrecht, Unterhaltszahlungen etc - wir sind übrigens in GB, d.h. hier sieht die Sache vermutlich auch anders aus).
Da wir als Eltern relativ auf uns alleine gestellt waren - meine Familie ist in Wien/Budapest, seine ist --nunja, sagen wir, sie fällt als Kinderbetreuung aus; auch sonst hatten wir kein besonderes Netzwerk -, haben wir den Kindesaufenthalt so geregelt, dass sie jeweils bei dem Elternteil ist, der gerade frei hat. Es war also zumeist eine logistische Entscheidung, was zwar nicht unbedingt ideal ist, aber in der Praxis gut geklappt hat - der KV arbeitet im Schichtdienst, der sich im Großen und Ganzen recht regelmäßig gestaltet hat; und ich hatte das Glück eines sehr verständnisvollen Chefs, der mich meinen Dienstplan mehr oder weniger selbst erstellen ließ. Sehr grob gesagt war O. von Montag bis Donnerstag abend bei mir, Fr bis So mittag habe ich gearbeitet, dann war sie beim Papa.
Handovers etc waren zivilisiert, wir haben auch die ersten paar Jahre noch recht viel gemeinsam unternommen, Auflüge, Essengehen, auch Kurzurlaube. Ich wollte das allerdings immer weniger- es hat sich nicht mehr richtig angefühlt und ist mittlerweile 'ausgelaufen'. Wir haben aber z.B. einen Spitalsbesuch gemeinsam absolviert, und zu allen Veranstaltungen, wo beide Eltern geladen sind - etwa Schultheater, oder ihre Kinderorchesterkonzerte - gehen wir gemeinsam. Ist allerdings nicht so oft.
Unterhalt haben wir außen vor gelassen. Hier ist unsere Situation auch speziell - als wir noch zusammen waren, haben wir gemeinsam Beihilfen vom Staat bekommen (tax credits), die nach der Trennung auf meinen Namen 'überschrieben' worden sind. Davon überweise ich ihm anteilig pro Monat 3/7. Ausgaben tragen wir je nachdem - ich meistens mehr, weil ich finanziell besser gestellt bin und auch das Kind mehr bei mir habe, d.h. es ergibt sich oft, dass ich die Dinge besorge, weil sie gerade anstehen.
Unser Verhältnis ist ziemlich freundschaftlich, 1-2x/Jahr krachen wir noch zusammen, wenn bei uns beiden der Stresspegel zu hoch steht; allerdings reagiere ich mittlerweile fast immer neutral, bei ihm geht das nicht immer einwandfrei (die diesbez. Probleme waren auch der Trennungsgrund).
Ich denke, es ist insgesamt fair, und klappt deswegen, weil wir beide die Beziehungs- und Elternrollen streng getrennt haben, und uns gleichzeitig konsequent zu letzterer bekennen. Dass das nicht immer leicht ist (siehe oben), bleibt vermutlich vielen nicht erspart. Aber es geht. Reden hat geholfen, und oft auch über den eigenen Schatten zu springen, und sich immer vor Augen zu halten, dass es in erster Linie ums Kind geht (das ja auch das schwächste Glied in der Kette ist). Wie ich mal so schön treffend in einem Roman gelesen habe: "Bei einer Scheidung verliert das Kind meist beide Eltern" - ich kann das aus eigener schmerzlicher Erfahrung bestätigen, und wollte ebendiese unserer Tochter weitestgehend vorenthalten
Muss eh jeder seinen eigenen Roman schreiben ... Toi toi toi euch dreien, lasst euch beraten, wann immer nötig - ich finde es gut, wie ihr an die Sache herangeht. Wenn ihr beide so sittlich bleibt, wie es im EP klingt, spricht ja nix dagegen, dass ihr alles zwischen euch ausmacht - oder? (Allerdings: wenn beide sittlich bleiben, wird auch keine/r was dagegen haben, Sachen schriftlich zu fixieren. I.Ü. jedenfalls alles abklären, das Zores einbringen könnte, falls einem von euch was passiert. Sorgerecht, Testamente etc.)
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07.10.2016, 17:08
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Hallo Pony_Hütchen,
vielen Dank für deinem Bericht über eure Situation, die zwar anders als unsere ist, aus dem ich aber trotzdem viel mitnehme.
Den "Umgang" haben wir ja nun auch erstmal geregelt, wobei da die gemeinsamen Zeiten zu dritt vermutlich -ähnlich wie bei dir- nicht in Stein gemeißelt sind, ich denke auch , im Laufe der Zeit kann sich das ändern. Warscheinlich ist auch dann, sollte bei einem oder beiden ein neuer Partner auftauchen, eine Änderung warscheinlich.
Aufgrund seines Jobs ist er auch mehrfach monatlich in der Weltgeschichte unterwegs, so daß die Kleine dann bei mir sein wird, aber das war bisher ja auch schon so.
Finanziell haben wir uns auch noch nicht abschließend geeinigt, wir sprechen am Montag nochmal mit dem befreundeten Anwalt wegen der rechtlichen Rahmenbedingungen und dann steht ja der Termin beim Jugendamt an. Ich hoffe, wir finden dann eine individuelle Regelung, mit der beide Seiten zufrieden sind.
Ja, Beziehungs- und Elternrolle trennen, gar nicht so leicht, grade am Anfang, wenn alles noch so verwoben ist. Ich merke aber schon jetzt, dass mir der Abstand guttut und bin optimistisch, das wir weiter zivilisiert miteinander umgehen.
Ja, schriftlichen Regelungen sind wir beide nicht abgeneigt, man weiß nie , was passiert.
Kleine Raupe Mai 2013 
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09.10.2016, 09:40Inaktiver User
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Wir haben den ganzen schriftlichen Kram gelassen, den Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet und gut war es. Die Kinder werden weiterhin von uns beiden betreut und Familienveranstaltungen (Geburtstage, Weihnachten, Aufführungen) machen wir ebenfalls zusammen.
Es kann alles ganz friedlich gehen, wenn man will. Einfach ist es trotzdem nicht immer, denn man trennt sich ja nicht, weil man sich in allem einig ist. Dann muss man schauen, wo die Prioritäten liegen und sehen, ob man eine Lösung findet.
Am Ende finde ich es aber den Kindern zuliebe wichtig, dass man immer wieder eine Lösung findet und friedlich miteinander reden kann. Da ihr einen Anwalt habt, hätte ich das Jugendamt völlig rausgehalten. Für das Unterhaltsproblem - was tatsächlich eines werden könnte - würde ich ihn den vollen Unterhalt bezahlen lassen, damit das dokumentiert ist und ihm dann einen entsprechenden Teil in bar zurückzahlen, wenn er für das Kind oder dich Sachen kauft / macht.
Dann ist er seinen Unterhaltsverpflichtungen offiziell in voller Höhe nachgekommen, niemand kann ihm was und was ihr dann schlußendlich im Alltag hin- und herregelt und füreinander tut, geht niemanden mehr etwas an.
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09.10.2016, 20:00
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Ja...das schwebte mir ja auch vor, dann kamen die mahnenden Stimmen man brauche unbedingt einen Titel....
Wozu jetzt zwingend das dient ist mir noch nicht ganz klar geworden, evtl nur dazu, falls irgendwann Streitigkeiten auftauchen sollten, damit das quasi in trockenen Tüchern ist. Hm. Nicht so einfach zu entscheiden.
Denise, weiterhin von euch beiden betreut.....heißt ihr wechselt euch ab? Oder wohnt noch zusammen, seid aber kein Paar mehr?
Kleine Raupe Mai 2013 
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10.10.2016, 07:57
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Das dient auch ihm zur Absicherung. Er kann so nachweisen, dass er den Unterhalt in voller Höhe bezahlt hat.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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18.10.2016, 14:00
AW: Einvernehmliche Trennung mit Kind- Erfahrungen?
Hi Danny!
Zum Thema Unterhalt habe ich dir ne PN geschrieben. Wir haben übrigens keine Vereinbarung, keinen Titel oder ähnliches, wir haben den Unterhalt selbst anhand der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Wir sind allerdings verheiratet und haben auch vor erstmal verheiratet zu bleiben.
Unsere Situation ist so, dass mein Mann (mein Ex) und ich sehr sehr gut miteinander befreundet sind und er sich auch sehr gut mit meinem neuen Partner versteht. Wir unternehmen viel zu fünft oder auch zu dritt (also wir Erwachsene ohne die Kinder)...
Bei uns ist es so, dass die Kinder unter der Woche eigentlich immer bei mir sind. Einen Tag in der Woche bringt mein Mann sie bei uns ins Bett (Überschneidung von Trainingszeiten). Wenn Sie bei ihm sind (alle 14 Tage), dann von Freitag bis einschließlich Sonntag Nacht, ich sehe meine Kinder dann also Montag morgens wieder.
Wobei es bei uns ganz selten ist, dass wir die Kinder an kinderfreien Wochenenden nicht sehen, da wir eben viel gemeinsam unternehmen.
Viele GrüßeZada
Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
[Lucius Annaeus Seneca]
Wer lebt, stört.In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
[Tankred Dorst]
[Reinhard Mey]


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