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    Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Hallo,
    ich bin jetzt 10 Jahre verheiratet, wir haben 2 Kinder (7+8). Vor 3 Jahren erkrankte mein Mann heftig. Gehirn OP, monatelange Reha folgten. Er ist seitdem motorisch eingeschränkt und berufsunfähig. Das alles wäre nicht so schlimm, gäbe es nicht die Persönlichkeitsveränderungen. Er ist absolut Ich-fixiert. Wenn er meint es geht im schlecht, wird man einfach unwirsch angemotzt und muss sofort Rücksicht nehmen.

    So wie jetzt hätte ich ihn nie geheiratet. Wir streiten uns dauernd, er sieht absolut nicht ein wie viel alle schultern nur damit es ihm gut geht. Die Kinder holt er nachmittags 2 mal die Woche von der Schule ab, die restliche Zeit übernehmen sie die Großeltern, da er nicht bereit ist sie noch zu ihren Hobbys zu bringen. Im Haushalt macht er überhaupt nichts.

    Trennung sprach ich schon an. Er fängt dann an über die Kinder zu manipulieren.
    Es fallen so Sätze wie „Eure Mama will mich nicht mehr, weil ich krank bin“ oder „Eure Mama will unsere Familie kaputtmachen.“

    Dass er durch alle Instanzen gehen wird bis er die Kinder zugesprochen bekommt, hat er angedroht. Dabei ist da absolute Selbstüberschätzung im Spiel. Er schläft mindestens 3 Stunden am Tag, an jeden Termin muss er mehrfach erinnert werden. Schon zigmal hat er aus Angst vor einem Rückfall die Sanitäter geholt.

    Ich habe kaum noch Freude an irgendetwas. Reden ist nicht möglich, Paarebene nicht mehr vorhanden. Will eigentlich nur noch meine Ruhe. Doch was wird aus den Kindern? Beide haben jetzt schon verinnerlicht sich immer und überall zurückzunehmen. Und bei einer Trennung werde ich gar keine Kontrolle mehr darüber haben, was er ihnen erzählt und mit seiner Krankheitsgeschichte kriegt er sie immer.
    Was tun? Trennung? Durchhalten?

  2. gesperrt

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    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Orpa
    Trennung sprach ich schon an. Er fängt dann an über die Kinder zu manipulieren.
    Es fallen so Sätze wie „Eure Mama will mich nicht mehr, weil ich krank bin“ oder „Eure Mama will unsere Familie kaputtmachen.“
    Das geht ja gar nicht und das finde ich total schlimm!!!

    Such doch mal eine Scheidungsanwältin auf und lass dich beraten. Ich glaube nämlich nicht, dass er bei seiner psychischen Verfassung so leicht die Kinder kriegt.
    Bei einer Familienberatungsstelle könntest du dich auch beraten lassen, Caritas oder so.

    Ich würde mir auf jeden Fall Hilfe holen.

    Viel Kraft dir und die Ruhe bewahren, bis du einen gehbaren Weg gefunden hast und dann entscheiden,

    Henrietta

  3. Inaktiver User

    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Zitat Zitat von Orpa Beitrag anzeigen
    Beide haben jetzt schon verinnerlicht sich immer und überall zurückzunehmen. Und bei einer Trennung werde ich gar keine Kontrolle mehr darüber haben, was er ihnen erzählt und mit seiner Krankheitsgeschichte kriegt er sie immer.
    Was tun? Trennung? Durchhalten?
    Wenn die Kinder jetzt schon zu Rücksicht nehmenden "Leisetretern" geworden sind - und das so jung! - dann stimmt schon jetzt etwas nicht! Bitte hole dir da dringend (Beratungs-)Hilfe, wie damit umzugehen ist. Rücksicht ist ok, aber "immer und überall zurücknehmen" für eine gesunde Entwicklung nicht hinnehmbar - sowohl nicht bei dir als auch bei den Kindern. Irgendwo hier im Forum ist auch eine Frau, die wegen der massiven gesundheitlichen Probleme ihres Exmannes (der auch so überhaupt nicht krankheitseinsichtig war) begleiteten Umgang durchs Jugendamt beantragen konnte - und der Ex die Kinder auch nur stundenweise und begleitet zu sich "nehmen" darf, weil sie sonst über die Mitleidsschiene zu sehr manipuliert würden.

    "Durchhalten" ist m.E. deshalb überhaupt keine Option. Hol dir Hilfe - sowohl juristische als auch hinsichtlich der psychosozialen Situation der Kids - und auch für dich, vergiss das nicht.

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    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Hallo,
    ich weiß ehrlich gesagt nicht wie vorgehen. In meinem Freundeskreis gibt es keine einzige Scheidung.
    Ich hatte jetzt vor beim Jugendamt oder bei der Diakonie um einen Beratungstermin zu bitten.
    Doch ich brauche diese Beratung erstmal alleine. Vermutlih sogar mehrere Termine.

    Denn sollte die Chance bestehen, dass mein Mann das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommt - immerhin arbeite ich den ganzen Tag und er ist den ganzen Tag zuhause - dann würde ich die Trennung nicht durchziehen.

  5. Inaktiver User

    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Jugendamt UND Diakonie sind gute Ideen - beide haben unterschiedliche Schwerpunkte. Beim JA gehts um die Kids, bei der Diakonie auch um dich, oder es kann drum gehen, wenn du willst.

    Lass dich da beraten. Ich halte es, gerade aufgrund der psychosozialen Geschichte, für beinahe ausgeschlossen, dass dein Mann "das Aufenthaltsbestimmungsrecht" bekommt. Wenn überhaupt, dann nur hälftig - die elterliche Sorge steht euch zu gleichen Teilen zu.

    Aber genauer kann dir das das JA bzw. eine Juristin auseinanderfummeln. Nur Mut!

  6. Inaktiver User

    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Zitat Zitat von Orpa Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich weiß ehrlich gesagt nicht wie vorgehen. In meinem Freundeskreis gibt es keine einzige Scheidung.
    Ich hatte jetzt vor beim Jugendamt oder bei der Diakonie um einen Beratungstermin zu bitten.
    Doch ich brauche diese Beratung erstmal alleine. Vermutlih sogar mehrere Termine.
    wie wäre es denn mit einer familienberatung v.a. für dich und deine kinder? für die beiden ist die situation sicher auch schwer zu verarbeiten. das könnte einerseits sinn machen damit die beiden die aktuelle situation mit dem vater besser einordnen können (und solchen manipulativen situationen nicht so ausgeliefert sind) und andererseits auf die zukunft gesehen, wenn es zu einer trennung käme.

  7. Moderation

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    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Ist deinem Mann seine Persönlichkeitsveränderung bewusst ? Hat er insofern lichte Momente ?
    Ist er nach seiner Erkrankung in psychologischer Behandlung gewesen ?
    Gibt es Erkenntnisse oder ärzliche Aussagen, ob das auf Dauer so bleibt oder könnte er daran arbeiten, wenn er die Notwendigkeit erkennen würde ?


    Fest steht im Moment geht die Erkrankung des Vaters auch auf Kosten der Kinder.


    Beratung fände ich auch gut - für dich und für die Kinder und letztlich auch für deinen Mann.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Zitat Zitat von Orpa Beitrag anzeigen
    Dass er durch alle Instanzen gehen wird bis er die Kinder zugesprochen bekommt, hat er angedroht.
    Und Du glaubst, dass ihm das gelingt, in seinem Zustand ? Familienrichter haben einen Blick fürs Mögliche und fürs Unmögliche.

    Durchhalten wird die Situation nicht verbessern, nur verschlimmern. So traurig das ist, die Ehe wegen einer Krankheit aufgeben zu müssen. In dieser Situation wirst weder Du, noch Deine Kinder glücklich. Ich würde aus Selbstschutz gehen, lass die Leute reden, was sie wollen.

    Gruß

    W.

  9. gesperrt

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    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Bevor du die Scheidung einreichst, musst du dich erst einmal trennen.

    Hier ein paar Überlegungen, die du bei den Beratungsstellen auch besprechen kannst:
    - Wohnt ihr zur Miete? Habt ihr beide den Mietvertrag unterschrieben? Oder lebt ihr im Eigenheim?
    Es geht darum, dass du einen kranken Ehemann schlecht aus den eigenen vier Wänden bekommst. Wenn du dich trennst, brauchst du eine eigene Wohnung und ziehst mit den Kindern dort ein.
    - Bekommst du in deiner Stadt eine bezahlbare Wohnung für dich und die Kinder? Drei Zimmer sollten es auf jeden Fall sein, vier wären ideal.
    - Kannst du die Lebenshaltungskosten (Miete, NK, Versicherungen, Lebensmittel, Schule) für deine Kinder und dich allein aus deinem Einkommen bestreiten?
    Das ist wichtig. Denn sobald du auf staatliche Hilfe angewiesen bist, wird es schwierig für dich.
    -Müssen die Kinder beim Umzug die Schule wechseln?
    Ideal wäre, wenn sie das nicht tun und du sogar so nahe am Arbeitsplatz wohnst, dass du schnell da bist und kein Auto brauchst.
    - Habt ihr ein gemeinsames Konto?
    Wenn ja, dann trenn die Konten so schnell wie möglich und lass dein Einkommen auf dein Konto laufen. Du brauchst Geld für Kaution, Miete und den Umzug. Kündige alle unnötigen Sachen wie dein "Schöner-Dachwohnen"-Abonnement, damit du übersichtliche Finanzen hast und mehr Geld zum Umzug.
    - Unterstützen dein Eltern dich?
    Die brauchst du im Notfall innerhalb weniger Minuten, z.B. wenn die Kinder krank sind und du arbeiten musst.
    - Würden dich die Schwiegereltern immer noch unterstützen?
    Selbst wenn es nur für einen Nachmittag ist, so tut es gut, wenn deine Kinder bei den Großeltern sind und du einfach mal drei Stunden für dich hast.
    -Weißt du, wie hoch dein Unterhalt an deinen Mann wäre?
    Auch wenn er die Kinder finanziell zu unterstützen hat, so bist du ihm Unterhalt schuldig. Das sollte vor allem ein Anwalt errechnen.

    Bitte, bitte, such eine Beratungsstelle auf und lass dir dort helfen. Vor allem deine Kinder brauchen Hilfe.

    Wenn du zur Trennung entschlossen bist, such einen Anwalt für Familienrecht auf, damit er dich berät (kostet ungefähr 200 Euro und ist gut angelegtes Geld) und leite dann nach gründlicher Prüfung (mindestens eine Woche darüber schlafen) die Trennung ein.

  10. User Info Menu

    AW: Trennung - auch wenn sie auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Ist deinem Mann seine Persönlichkeitsveränderung bewusst ? Hat er insofern lichte Momente ?
    Mein Mann lehnt jede Art der Psychotherapie ab. "Braucht er nicht."

    Seiner Aussage nach bin ich psychisch gestört. Denn ich bin ja nicht von der Krankheit betroffen, mir geht es ja prima. Er versteht daher gar nicht, dass ich Probleme mit seiner Art habe.

    Meine Mann hat keine Krankheitseinsicht, das hat mir seine Psychologin nach seiner Reha gesagt. Bei der war er, weil es dort im Programm stand.
    Wesensveränderung und mangelndes Einfühlungsvermögen in andere ist nicht ungewöhnlich für sein Krankheitsbild. Pflegedienste wissen das, aber bei anderen Personen, die ihn nur seit 2 Stunden oder so kennen, kann er völlig normal wirken.

    Eine Diskussion mit meinem Mann ist nicht möglich. Er wirft mir vor, ich wolle einen weiteren Schlaganfall provozieren. Auch das wir den ersten verursacht hätten, hat er schon gebracht. Dabei waren wir nichtmal in seiner Nähe.

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