Hallo,
meine Frau (31) und ich (31) haben uns nach 9 1/2 Jahren Beziehung, 3 1/2 Jahren Ehe und 2 Kindern (Junge 4/Mädchen 7) entschieden uns zu trennen, es läuft schon seit 2 Jahren schlecht und ich habe damals schon gesagt das wir eine Eheberatung aufsuchen sollten, Reaktion gab es leider keine und immer zu Druck aufbauen wollte ich auch nicht, einseitig bringt meiner Meinung nach das ganze wenig wenn nicht alle an einem Strang ziehen.
Auch sexuell was immer wieder (nicht nur) ein Streitthema war hat bei mir für ganz herben Frust gesorgt (wir sind die letzten 2-3 Jahre ungefähr 4-5 mal im Jahr intim geworden!) früher war das nie ein Thema.
Ihrer Meinung nach hätte ich zu wenig im Haushalt gemacht, sehe ich nicht so da ich immer versucht habe wenigstens etwas zu machen (beide Vollzeit Arbeiter), leider hat sie einen ungeheuren reinlichkeitsfimmel, versteht mich nicht falsch ich mag es auch sauber aber manchmal fragt sie mich ob ich das und jenes machen könnte und macht es dann selbst weil sie keine 5 Min. warten kann bis ich aufstehe und Lust dazu habe.
Naja... Will jetzt nicht nur ihr was vorwerfen da dazu immer 2 gehören.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte sind die Kinder, sie wird jetzt mit den Kindern zu ihrer Familie ca. 50km von hier wegziehen, ich bin absolut dagegen aber sie wird es trotzdem machen, abgemacht hatten wir mal das sie hier bleibt und ich mir was in der Nähe Suche, ich werde ihr natürlich nicht im Weg stehen da ich das nicht auf dem Rücken der Kinder austragen will. Ich wohne in BW und sie wird nach Bayern ziehen, da die Schule dort schwerer ist soll unsere Tochter die erste Klasse nochmal wiederholen...
Ich habe auch bereits seit 2-3 Monaten über Trennung nachgedacht aber wusste nicht wie sie es psychisch auffassen würde da sie da eine böse Vorgeschichte hat, deshalb war ich dann ganz froh als sie das Thema angesprochen hatte, ich darf die Kinder sehen wann ich will (leider hab ich weder Auto noch Führerschein was aber noch kommen soll), sie verlangt erst einmal kein Unterhalt (Mein Verdienst ist zu gering und ich könnte eh nichts zahlen, wenn ich besser verdiene gebe ich selbstverständlich was!) und sie bringt sie mir 3-4 mal im Monat.
Naja... Wie dem auch sei jetzt liegt es an uns den Kindern zu sagen, unsere Tochter macht mir dabei die meisten Sorgen sie hat ADS und tut sich mit Veränderungen immer schwerer wie andere Kinder auch hat sie endlich mal eine Freundin obwohl sie auch in dem Bereich immer Schwierigkeiten hat und sie ist seit ihrer Geburt ein absolutes Papa-Kind und hängt sehr an mir genauso wie ich natürlich an meinen Kindern, habt ihr vielleicht Vorschläge wie wir das den Kindern behutsam beibringen können, ich befürchte das mein Sohn es nicht versteht und meine Tochter das sehr schwer treffen wird, mir zerreißt es mein Herz da meine Kinder mein Leben sind und sie die jetzt einfach von hier wegzieht, nunja... Jetzt wollen wir eben schauen das sie es gut verkraften vielleicht kennt ihr Stellen wo man sich dazu Hilfe holen kann.
Sorry wegen dem langen Text und danke für eure Aufmerksamkeit!
Antworten
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04.09.2015, 19:23
Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
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04.09.2015, 20:03
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Hallo! Es gibt zahlreiche Beratungsangebote bei Trennungen mit Kindern. ProFamilia zum Beispiel oder auch beim Verband für alleinerziehende Mütter und Väter usw. Ansonsten kann ich dir das Buch "Glückliche Scheidungskinder" von R. Largo empfehlen. Das würde euch sicher weiterbringen. LG
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04.09.2015, 21:29
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Danke schon einmal, wird keine einfache Zeit, wird aber sicher auch wieder werden
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04.09.2015, 21:55
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Hi
nun beides deine Kinder ?
Gemeinsames Sorgerecht ! beinhaltet auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht, 50 km Umzug ob die im Sinne der Kinder sind ist fraglich, sie werden von einer wichtigen Bezugsperson also dir getrennt, mach dich kundig bei nem Anwalt.
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04.09.2015, 22:41
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Meines Erachtens ist das nicht im Sinne der Kinder, sie sieht aber keine andere Lösung, ich will halt nichts auf dem Rücken der Kinder austragen, das Problem wäre das sie durch ihren Job (Altenpflege/Vollzeit) nicht in der Lage ist alleine sich um die Kinder zu kümmern, das ist ihr Grund quasi zur Familie zu ziehen.
Ich denke ProFamilia werden wir in Anspruch nehmen und mal schauen wie die uns weiterhelfen können, beziehungstechnisch dürfte nichts mehr zu machen sein auch von meiner Seite aus
Edit: ja beide meine
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04.09.2015, 23:33
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Hallo,
ich habe noch ein Ratgeberbuch, für Kinder und Eltern, unbenutzt, und könnte Euch das bei Interesse kostenlos schicken. Ich hatte es vor 4 Jahren gekauft und es sollte bei unseren Kindern zum Einsatz kommen. Leider waren bei uns aber nicht beide Eltern in der Lage an einem Strang zu ziehen, und das Buch kam nie zum Einsatz. (dafür sind wir heute noch beim Jugendamt...
)
In dem Buch geht um einen 11 jährigen Jungen und ein 7 jähriges Mädchen, sie werden durch das 1.Trennungsjahr begleitet (das ist der Kinderteil). Der 2.Teil des Buches ist ein Elternratgeber.
Unter ISBN 978-3-940529-70-1 könnt Ihr ja mal schauen, ob das was für Euch wäre. Bei Interesse einfach eine PN an mich und dann schicke ich es per Büchersendung. Wäre doch gut, wenn das Buch doch noch zum Einsatz käme...
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05.09.2015, 09:15
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Bist du denn jobmäßig so gebunden, dass du nicht auch in den gleichen Ort ziehen könntest ?
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
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05.09.2015, 14:21Inaktiver User
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Hallo Micha.
Da Ihr beide Vollzeit arbeitet.
Was spricht dagegen, dass die Kinder bei Dir bleiben oder Ihr über ein 50:50 Modell nachdenkt.
Wenn ich fragen darf: gibt es einen neuen Mann/Frau in Euren Leben?
Denn, wenn nicht, macht Ihr den Klassiker durch. Will heißen, extreme Belastung mit zwei Vollzeit arbeitenden Menschen und Kinder im Kleinkinderalter.
Da kann die Lust auf Sex abhanden kommen, wenn man nicht höllisch aufpasst, sich nicht als Paar zu verlieren.
Ich würde, gerade wegen Eurer Kinder, nochmals das Gespräch mit Deiner Frau suchen. Was sie vorhat, ist genau das, was Du so sehr vermeiden willst.
Die Trennung wird auf dem Rücken Eurer Kinder ausgetragen.
Euch alles Gute,
ein netter Gruß,
narrare.
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05.09.2015, 15:32
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Geändert von Rocus (05.09.2015 um 15:38 Uhr)
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06.09.2015, 07:03Inaktiver User
AW: Trennung mit 2 Kindern, wie sagen?
Du fragst, wie Du es den Kindern sagen kannst.
Der beste Weg ist, wenn Du und Deine Frau es den Kindern gemeinsam sagen.
Sich gemeinsam an den Tisch setzen- es gemeinsam aussprechen und gemeinsam die Reaktionen ertragen.
Es ist der erste Schritt auf dem Weg in getrennte Wohnungen, dennoch Einheit und Sicherheit zu symbolisieren.
Und genau DAS brauchen die Kinder ganz dringend!!
Wichtig finde ich auch, dass zu diesem Zeitpunkt ganz viele Sachen klar und deutlich sind.
WO wird danach gewohnt? Kann man die Wohung evtl schon ansehen? Alles sollte Stabilität und Orientierung aufzeigen und damit den Kindern bei allem Durcheinander Sicherheit zeigen.
Wenn die Welt einstürzt-- meine Eltern wissen dennoch wo es lang geht!
Voraussetzung dafür ist, dass sich die trennenden Eltern noch gegenseitig aufeinander einlassen und es sozusagen eine "gute Trennung" gibt.
Falls das zu schwierig ist kann man sich zu Beratung oder Mediator /Caritas zB wenden und so lernen GUT zu trennen. Den Respekt noch füreinander erhalten und so als Elternteil den Kindern das Bestmögliche zu geben.
Auch lernen, dass der Ärger auf den Partner nur zu ihm gehört und die Kinder immer heraus gehalten werden müssen!- so schwer das manchmal sein mag.
Diese Aufgabe- denn sich ZUsammenraufen für die Kinder ist schon nicht einfach, wenn man doch den Partner am liebsten gar nicht merh sehen will- sollten Trennende mit Kindern sehr ernst nehmen. Es ist eine Chance auch die Trennung möglicherweise aufzuarbeiten und sich auch danach freundlich und mit Achtung zu begegnen.
Nur so können die Kinder gesund weiter wachsen.....denn dann gibt es noch Mama und Papa und sie sind sich sogar einig. Und was BEIDE beschließen ist dann der Lebensweg, der gegangen wird......sowas kann man leichter annehmen als Hasstiraden oder schlechtes Reden über ein geliebtes Elternteil, was ja leider oft genug vorkommt.
lg kenzia


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