Hallo in die Runde,
ich bin neu hier und habe mich angemeldet, um mich anonym austauschen zu können.
Ich bin 32 und seit 12 Jahren liiert, davon 10,5 verheiratet. Wir haben zwei Kinder von 6 und 2 Jahren.
Nun bin ich dabei mich zu trennen, x Male habe ich es im Kopf durchgespielt. Diesmal will ich es endgültig durchziehen-auch wenn es der denkbar schlechteste Zeitpunkt ist. Aber ich kann nicht mehr.
Rückblickend stand unsere Beziehung von Anfang an unter keinem guten Stern... Doch ich habe alle Anzeichen ignoriert. Ein richtiges Bauchgefühl hatte ich damals nicht... War davon "besessen" ihn retten zu müssen.
Er hat mich am Anfang auf Händen getragen, das hat mir gefallen und teilweise war es mir unheimlich und zu viel. Da ich ein Behütetsein aus meiner Familie nicht kannte, dachte ich fälschlicherweise, dass sich das wohl so anfühlt.
Recht bald wurde das ganze zu Zuckerbrot und Peitsche- alles ausschließlich auf psychischer Ebene ( emotionale Erpressung etc.)
Ich glaubte, dass ich mich nur genug anstrengen muss, dann wird das schon....
Habe eine dreijährige Therapie gemacht, weil er mir subtil eingeredet hat, dass ich gestört bin. Die Therapie hat mir sehr geholfen mich selbst zu spüren und auch abzugrenzen... Das schmeckte ihm nicht. Ab da ging es noch mehr bergab.
Alle Versuche die Beziehung zu retten. habennichts gebracht. Reden- Fehlanzeige. An Abspracheb halten ebenso. Paartherapie hat er nicht nötig. ..
Dummerweise haben wir im März auch noch ein Haus gekauft indaa wir eigentlich im Oktober einziehen wollten. .. Ich klammerte mich so an das das Bild der heileb Familie ( die ich nie hatte), dass ich glaubte, dass wenn wir erstmal alles äußere zum Glücklichsein brauchen, der Rest dann auch kommt...
Jetzt bin ich psychisch am Ende und finanziell ruiniert. .. Aber wahrscheinlich musste es so weit kommen, bis ich aus meinem Dornröschenschlaf aufwache...
Heute war ich bei einer Frauenberatungsstelle und danach beim Anwalt. Beide raten mir hintenrum alles für den Absprung bereit zu machen, heile Welt vorheucheln und mich dann aus dem Staub zu machen.
Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen und Angst, dass ich einen Rückzieher mache... Irgendwie ist da doch das Gefühl, dass ich ihm unrecht tue.
Am meisten Angst habe ich aber, was das Ganze mit den Kindern macht, oder dass er sie mir entziehen könnte.
So, jetzt ist alles viel länger geworden als gedacht... Danke fürs Lesen.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 37
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13.07.2015, 21:02
Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
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13.07.2015, 21:11
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
Warum fühlst du dich wie eine Verräterin? Du bis manipuliert worden, was du jetzt in der Therapie für dich entdeckt hast. Du hast versucht, deine Ehe auf andere Füße zu stellen, das wollte er nicht. Du hast dich beraten lassen und Auskunft bekommen.
Die Schlüsse musst du ziehen und dann handeln. Du machst dir Sorgen, dass er dir die Kinder entziehen könnte und ihnen nicht gut tut. Gibt es da noch etwas zu überlegen und wenn ja, was? Es kann doch nur darum gehen, dass du den Weg, den du für richtig und für das Wohl der Kinder als richtig erachtest, konsequent zu gehen.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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13.07.2015, 21:56
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
Verräterin, wirklich nicht.
Ich sehe es als Selbstschatz, für dich und deine Kinder.
Eure Ehe scheint kein gutes Vorbild für eure Kinder zu sein.
Bleib stark und führe die Trennung durch.
Ein besseres Leben erwarten dich.
Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.
Mckenzie
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13.07.2015, 22:43
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
in meinen augen machst du alles richtig, du hast dir ERST hilfe gesucht und gehst mit einem klaren kopf und nuechtern an die sache ran
bist du berufstaetig und verdienst dein eigenes geld ? hast du ein eigenes konto ?
und mache dann bitte auch den letzten schritt und ziehe die trennung durch, fuer dich und die kinder
ueberlege bitte, was waere wenn du dich nicht trennen wuerdest ? ging es dir dann gut ? warum tust du ihm unrecht ? was hat er dir die ganzen jahre angetan ?
viel erfolg wuensche ich dir
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14.07.2015, 04:56Inaktiver User
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
Also sorry, aber wenn ich so was lese

Wenn ein Mann sich so verhält, findet er hier die wüstesten Beschimpfungen.
Andersrum ist das dann aber eine klasse Idee oder wie?
Ich finde ja das es zu den simpelsten Regel des Anstandes gehört (besonders nach so langer Zeit), dem Delinquent wenigstens die Mitteilung zu machen was ihn erwartet. Ändern kann er ja wahrscheinlich eh nichts daran.
Aber vielleicht bin ich aufgrund meiner seltsamen Herkunft auch nur übermäßig moralisch.Geändert von Inaktiver User (14.07.2015 um 05:19 Uhr)
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14.07.2015, 06:36
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
Hallo TStift,
grundsätzlich würde ich Dir Recht geben: Erwachsene sollten sich auch wie erwachsene verhalten. Kommunikation und Information an erster Stelle.
Aber...
Die TE sprach hier von Zuckerbrot und Peitsche. Derzeit wissen wir nichts über die "Art" der Peitsche. Neigt der Ehemann zu Ausfälligkeiten, gar Handgreiflichkeiten, setzt er die TE ggf. massiv unter Druck, baut Drohszenarien auf (ggf. sogar im Hinblick auf die Kinder?) ?
Wir wissen das nicht - und dass die TE nach allen offen durchgeführten Bemühungen, ihre Psyche und ihre Ehe zu retten, nun eine Trennung eher "hintenrum" anstrebt, spricht mMn Bände.
Liebe Loewittchen, vielleicht magst Du darauf nochmal eingehen? Die "Idee" einer Trennungsvorbereitung stammt ja nicht von Dir, sondern von den Beratungsstellen. Wurde Dir dieser Rat "aus gegebenem Anlass" mit auf den Weg gegeben? Wie stehst Du selbst dazu? Wie schätzt Du die Situation im Hinblick auf die Reaktion Deinenes Mannes ein, wenn Du eine "offene" Trennung durchziehen würdest?
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14.07.2015, 08:30Inaktiver User
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
Die TE schrieb wörtlich:
"Recht bald wurde das ganze zu Zuckerbrot und Peitsche- alles ausschließlich auf psychischer Ebene ( emotionale Erpressung etc.)"
Und außerdem wie darf man sich "Hintenrum" denn vorstellen?
Er kommt eines Tages nichts ahnend von der Arbeit in eine leere Wohnung?
Am besten Konto gleich mit leer ?
Anbei noch ein Wisch vom Anwalt mit Unterhaltsforderungen?
Und wenn er dann ein klitzekleinwenig säuerlich reagiert (ja warum denn bloss?), lautet der hier sofort gefundene gemeinsame Nenner : Wussten wir es doch ! So ein böser!
Also Sorry, aber die feine Art ist das iwie nicht.
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14.07.2015, 10:17
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
Genau aus dem Grund fühle ich mich wie eine Verräterin. Er wäre finanziell ruiniert. Gesellschaftlich und berufich vermutlich auch- wenn es sich rumspricht, dass er ausgetickt ist.
Ich will keine Rache und keinen Rosenkrieg!
Auf der anderen Seite weiß ich nicht, wie er reagiert, wenn ich mit offenen Karten spiele. Er und die Kinder haben eine doppelte Staatsangehörigkeit. Wenn sie ausreisen, dann sind sie weg. Keine Ahnung, ob er es durchziehen würde...
Und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Trennung durchzien kann. Da ist irgendwie doch noch eine -irrationale- Hoffnung...
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14.07.2015, 10:26Inaktiver User
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14.07.2015, 10:37
AW: Trennung - fühle mich wie eine Verräterin
Hallo Löwittchen,
ich gehe mal ganz kurz auf 2 Sätze von Dir ein:
Ich denke,, wenn Du nicht willst, dass er finanziell auf dem Zahnfleisch geht oder gar ruiniert ist und Du Dir eine gewisse Großzügigkeit leisten kannst , dann ließe sich dies doch sicher in den Scheidungsformalien klären. Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet der Juristerei, aber man muß (!) im Rahmen einer Scheidung seinem Ex-Partner ja auch nicht jedes Hemd ausziehen, dass einem nach den Buchstaben des Gesetzes zustünde. (oder?)
Das wäre für mich allerdings ein Grund, eine sich anbahnende Trennung nicht "erwachsen" und kommunikationsfreudig beim Partner anzuzeigen. Wenn hier die Gefahr einer sozusagen legalen Kindesentziehung besteht, dann würde ich mir jede Offenheit im Vorfeld wirklich verkneifen.


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