Hallo,
Die Vorgeschichte will ich kurz halten.
Der Wunsch nach Auszug ging von ihm aus und er möchte damit die Beziehung retten. Er will den Kontakt weiter haben. Seine Vorstellung, wir sind ein Paar, telefonieren jeden Tag, wohnen nur nicht mehr zusammen.
Für mich kam das ganze unerwartet und meine Gefühle für ihn sind immer noch stark. Ich fange aber an mich langsam mich zu lösen und versuche herauszubekommen, ob ich das auch so möchte.
Jetzt kommt der Tag des Auszugs immer näher.
Am Anfang dachte ich, ich möchte dabei sein und sehen wie die Sachen rausgetragen werden. So nach dem Motto, sieh hin, er geht, akzeptier es endlich.
Mittlerweile bin ich unsicher, ob das gut ist. Vielleicht ist besser den Tag vorher woanders zu übernachten.
Die Konsequenz ist aber, dass ich dann abends alleine in die leere Wohnung muss. Überraschung wie es dann halb leergeräumt aussieht
Wiemhabt ihr das geregelt?
Würdet ihr den Schlüssel zurückfordern? Ich glaube er geht davon aus, dass er ihn behält.
Danke für die,Antworten
Wuschel99
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 30
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21.03.2015, 09:19
Trennung - beim Auszug dabeisein?
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21.03.2015, 09:24
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Spontan gefühlt:
1. Wer auszieht, gibt den Schlüssel ab
2. Den Tag woanders verbringen (wenn deine Seele dabei sein wollte, würdest du es fühlen)
3. Eine Freundin bitten, die erste Nacht bei dir zu übernachten
Das sind meiner Meinung nach alles Maßnahmen, um deine Integrität und Verletzlichkeit zu schützen
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21.03.2015, 09:25Inaktiver User
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Vielleicht einigt Ihr Euch erstmal, ob das jetzt eine Trennung oder nur ein Auszug ist.
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21.03.2015, 09:25
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Ich würde ihm den Schlüssel abnehmen. Wer in meinem Haus, meiner Wohnung nicht wohnt, braucht auch keinen Schlüssel. Allerdings würde ich das nicht zum Machtkampf ausarten lassen. Wenn er den Schlüssel nicht rausgibt, würde ich noch am gleichen Tag den Schließzylinder austauschen.
Ich würde auch nicht das Feld räumen. Hol dir Unterstützung in Form einer Freundin, Bruder, jemanden, dem du vertraust. Der stützt dich und du hast im Zweifel auch gleich einen Zeugen - man weiß nie, wozu das noch mal gut sein könnte.
Und wenn er dann weg ist, dann sortiere dich neu. Wenn du telefonieren möchtest, mach das, wenn nicht, dann eben nicht. Vielleicht kannst du ja das Gefühl ein bisschen genießen, frei zu sein.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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21.03.2015, 09:38
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Sei nicht dabei, tut zu sehr weh.
Warum hat sich dein Partner zum Auszug entschlossen? Gab es viel Streit wegen Alltag? MMn (radikal, ich weiß) Auszug ist der Abschied auf Raten
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21.03.2015, 09:43
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Ah, ihr seid also noch nicht "eindeutig" getrennt bzw. habt das letzte Wort darüber noch nicht gesprochen, verstehe ich das richtig?
Dann wäre mir der Schlüssel nicht das Vordringlichste; darüber jetzt im "Meine Wohnung, mein Schlüssel!"-Gestus mit ihm zu verhandeln, erschiene mir eher wie ein aufgespreizter Nebenschauplatz. Ich glaube, wichtiger wären mir die "Bilder", die am Tag des Auszugs entstehen - und dann zu diesem Tag gehören. Und da würde ich nicht haben wollen, dass ich an einem Platz in der gemeinsamen Wohnung hocke, während seine Sachen Stück um Stück an mir vorbei nach draußen getragen werden. In meiner Bilderwelt konkurriert da seltsam Statik gegen Bewegung. :-) Das passt für mich am ehesten zum Abschlussmoment einer Trennung - nicht aber zu einem gemeinsamen "Umbau" der Beziehung, die dann im weiteren ja vielleicht wirklich gute neue Wege geht. Und bei euch scheint im Moment ja noch offen zu sein, was es werden soll.
Ich würde also nicht dabei sein wollen und den Tag mit einer guten Freundin verbringen.
Aber vielleicht klärt sich zwischen heute und dem Auszugstag für Dich ja, ob Dir die Trennung stimmiger und notwendig scheint. Ich denke, damit sind dann auch (für Dich) alle derzeit diffusen Schlüssel- und Anwesenheitsfragen beim Auszug mitbeantwortet.
Gruß,
AenGeändert von Aen (21.03.2015 um 10:19 Uhr)
Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow
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21.03.2015, 09:47Inaktiver User
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Ich würde dabei sein wollen bzw. war dabei, als ein Partner mal ausgezogen ist. Schon, dass man mal besprechen kann: "War das nun deins oder meins bzw. nimmst du es mit oder bleibt es besser hier?" Das war praktisch und wir haben uns nicht dabei gestritten.
Der Schlüssel gehört zur Wohnung. Das mit der Kaution muss geklärt werden. Die Beziehung würde ich als beendet betrachten. Leider
Dass eine Freundin oder Bruder dabei ist und dann bei Dir übernachtet, vielleicht sogar Dir noch am selben Abend hilft, die Wohnung hübsch umzugestalten, das finde ich eine sehr gute Idee!
Mitfühlende Grüße
herbstblatt7
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21.03.2015, 10:33
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Mache dir doch erstmal eine Liste: Wem gehört was, wer nimmt was? Gehe durch jeden Raum, mache alle Schranktüren auf, und schreibe. (Sowas macht sich am besten zu zweit mit Freundin oder so).
Die kannst du ihm ja schonmal zukommen lassen, dann könnt ihr euch vorher einigen, falls er irgendwas daran anders sieht als du.
Den Tag selbst würde ich woanders mit einer Freundin (oder der Familie) verbringen. Und auch nicht allein in die veränderte Wohnung gehen. Jemand wird dich sicherlich gerne mental und persönlich begleiten. Und dann her mit den Plänen für die angsagt Wohnungsverschönerung!
Da kannst du doch schonmal schnuppern gehen. Was gefällt dir, was hast du dir schon immer gewünscht? Neue Bilder, neue Accessoires, pipapo...
Für Dinge, die dich schmerzhaft an ihn erinnern, halte einen Karton bereit. Alles da rein, auf den Dachboden bringen (oder ähnlich).
Das arbeitest du jetzt erstmal konkret und real ab.
Was mit der Beziehung geschieht, wird sich durch den Abstand zeigen. Jetzt gilt es erstmal, die Realität, nämlich dass er auszieht, zu meistern.
Ich wünsche dir, dass du gute Unterstützerinnen hast!
GLG KarlaThe original Karla
est. 2006











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21.03.2015, 12:07
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Ich würde beim Auszug dabei sein wollen und mir für den Abend eine Freundin einladen - eventuell auch zum Übernachten.
Vorallem aber um direkt Möbel umzustellen, Sachen auszumisten etc.
Ich würde mir ein neues Türschloss kaufen und das einbauen, aber auch den Schlüssel zu Haus und Wohnung zurückfordern. Aber du weißt ja nicht, ob er noch einen zweiten Schlüssel hat.
Auf wen läuft der Mietvertrag ?Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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21.03.2015, 12:30
AW: Trennung - beim Auszug dabeisein?
Die Grundfrage lautet: ist er vertrauenswürdig?
Falls ja, würde ich nicht anwesend sein und erst später in die Wohnung zurückkehren.
Am Tag des Auszugs von meinem Noch-nicht-Ex-Mann war ich wie gewohnt erst in der Arbeit und bin dann nach Hause gefahren. Mein Ex war derweilen schon am Packen. Ich habe mich noch ganz anständig von ihm mit Handschlag verabschiedet (er zog ans andere Ende der Republik zu seiner Neuen) und ihm alles Gute gewünscht. Ich habe meine Sportsachen zusammengesucht und bin ins Training gegangen, danach mit den Vereinskameraden zum Trainingsausklang in die Gaststätte und erst dann spät abends zurück in die Wohnung.
Vorausgegangen ist eine gemeinsame Wohnungsinspektion mit einem Blatt Papier, wo wir jeden Schrank aufgemacht haben und protokolliert haben, ob das beim Auszug mitgeht oder nicht. Fotos haben wir vorab getrennt (gab damals noch kein Digital). Zum Schluss hat jeder unterschrieben und eine Kopie erhalten.
Als ich in die Wohnung zurückkam, fühlte es sich etwas ungewohnt und neu an, aber trotzdem sehr gut. Am nächsten Tag habe ich die Wohnung mit einer nie zuvor gefühlten Begeisterung geputzt und jedes Haar, das noch im Bad von ihm herumgelegen ist, mit Wonne eingesaugt. Ich war 28 und es war eine gute Zeit für einen Neuanfang.
Zu den Schlüsseln. Ich würde sie einfordern. Wenn er herumzickt, keinen Stress machen und einfach das Schloss tauschen. Kostet nicht viel und ist absolut simpel, danach ist die Wohnung garantiert nur für dich zugänglich."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)



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