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    Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Hallo ,
    ich habe z.Zt. so viele Probleme, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
    Am besten von vorne. Ich lebe seit 24 Jahren in einer Beziehung. Wir sind seit 20 Jahren gemeinsam selbständig und haben ein gemeinsames Haus, sind aber nicht verheiratet. Meinen gelernten Job Bankkauffrau habe ich nie aufgegeben (z. Zt. 25 % Teilzeitjob). Unsere Beziehung war nie bedingungslos glücklich. Ich halte mich selbst für eine emanzipierte, unabhängige und willensstarke Frau. Trotzdem war unsere Beziehung immer von der Selbstverliebtheit, Arroganz, Selbstherrlichkeit, Untreue und auch Gewalt meines Partners geprägt. Ich weiß nicht, wie oft ich mich bereits trennen wollte. Und verstehe bis heute nicht, warum ich mich habe immer wieder zurückholen lassen . Bequemlichkeit ? Gesellschaftliches Ansehen ? Masochismus ?
    Im letzten Jahr haben wir uns mit der Firma wieder verändert und sozusagen von vorne angefangen. Sehr hohe Kredite aufgenommen und wollten mit fast 50 noch einmal durchstarten. Das Geschäft ist nicht angelaufen wie erhofft und mein Lebensgefährte hat sich in eine Mitarbeiterin verliebt. Wir sind praktisch getrennt. Wohnen aber immer noch gemeinsam in unserem Haus und ich muss jeden Tag mit seiner neuen Freundin zusammen arbeiten. Niemand weiß etwas von unserer Trennung. Wir sind der Meinung, dass dies fürs Geschäft nicht gut ist. Ich kann aber so nicht mehr weiter leben. Nach anfänglichem, unerträglichem Schmerz bin ich mittlerweile über die Trennung sehr froh. Ich weiß nicht, wie ich so viele Jahr mit so einem Monster zusammen leben konnte. Wenn ich hier alles erzählen würde, müsste ich bis morgen schreiben. Er nimmt keinerlei Rücksicht und macht was er will. Ich kann es entweder akzeptieren oder abhauen. Aber genau hier beginnen dann meine finanziellen und geschäftlichen Konflikte. Uns geht es wirtschaftlich z.Zt. so schlecht, dass er mich nicht ausbezahlen kann, ich kann mir noch nicht mal eine eigene Wohnung leisten und wenn ich trotzdem gehen würde, würd ich ihm alles überlassen und bliebe aber mit rund 500.000,- Euro Krediten voll in der Haftung. Da möchte ich doch lieber noch die Kontrolle drüber haben. Wenn ich mit ihm reden will und eine erträgliche Situation schaffen will, werde ich beschimpft, ich bin an allem selbst Schuld ......
    Klar , hätte ich mein Maul gehalten und der neuen Beziehung zu geguckt, wäre es ihm am liebsten. Er hätte zu Hause alle bisherigen Bequemlichkeiten gehabt und trotzdem eine tolle, junge Freundin. Nein !!!!! Nicht mehr mit mir !!!!!!
    Ich weiss aber nicht, wie ich aus dieser Scheisse rauskommen soll.

  2. Inaktiver User

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Such dir eine gute Rechtsberatung und geh deine Wege.

    Dich weiterhin demütigen zu lassen, kann ja wirklich auch keine Lösung sein, wie du merkst.
    Vielleicht kannst du, bis die Situation rechtlich geklärt ist, bei Freunden oder Familie unterkommen.

    Ich wünsche dir viel Kraft, lg

  3. User Info Menu

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    ich weiß nicht, ob so etwas rechtlich möglich ist: Aussteigen und Privatinsolvenz anmelden.
    Seine Firma wird damit sicher über Jordan gehen, aber das sollte Dir eigentlich egal sein.

    Es gibt hier sicher Rechtskundige, die das besser wissen. Sonst Rechtsanwalt fragen. Aber wegen Geld, nee, eigentlich nur Schulden, zusammen bleiben, das bedarf schon einiges an Masochismus.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. User Info Menu

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Danke für deine Antwort.
    Ich glaube , mein erster Schritt wird wirklich eine Rechtsberatung sein. Ich lebe schon so lange in emotionaler "Scheisse" , dass ich ganz überlegt einen Schritt nach dem anderen machen werden.

  5. Inaktiver User

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Zitat Zitat von mirleft Beitrag anzeigen
    Niemand weiß etwas von unserer Trennung. Wir sind der Meinung, dass dies fürs Geschäft nicht gut ist.
    Wieso das?

  6. User Info Menu

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Eure Ratschläge sind wirklich hilfreich.
    Bisher habe ich immer gedacht, alles noch retten zu müssen und dass wir ja beide eine Existenz brauchen. Ich habe meine berufliche Existenz aber immer noch und sollte endlich aufhören, immer an ihn zu denken. Es gibt keinen Menschen auf der Welt , der einem noch mehr Weh tun kann, wie er.

  7. Inaktiver User

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    ...und schau dich gleichzeitig nach einer Arbeit um, sicher ist sicher ...

  8. Moderation

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    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Schnellstens mit Steuerberater und Rechtsanwalt reden!

    Mit der Bank noch nicht, aher das wirst du selbst am besten wissen.

    Beim Kredit bist du nicht allein in der Haftung. Da gibt es doch sicher Gegenwerte?

    Seid ihr in der Firma gleichberechtigte Partner?

    Eins noch, gliedere bitte deinen Text mit Absätzen. Er liest sich dann leichter.

  9. User Info Menu

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Weil wir ziemlich in der Öffentlichkeit stehen und es auch einige Kreditgeber gibt, die wissen, dass wir das Geschäft nur gemeinsam betreiben können. Er würde es , glaube ich, alleine nicht schaffen. Er ist zwar in seinem Bereich sehr gut, versteht aber nichts von betriebswirtschaftlichen Dingen, Verwaltung usw. D. h. wenn ich gehe, gehen wir beide in die Insolvenz. Aber vielleicht ist das gar nicht mehr das Schlimmste ????????????

  10. User Info Menu

    AW: Zwischen Aufbruch und Verzweiflung

    Ich werde mich wirklich schnellstens von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

    Natürlich bin ich nicht alleine in der Haftung. Und es gibt auch sehr hohe Sicherheiten.

    Danke, für eure schnellen Antworten.

    Manchmal muss einfach jemand anderes die Dinge aussprechen, die man eigentlich selbst schon weiß.

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