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    verwirrt Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    Hallo!

    Ich muss es mir einfach von der Seele schreiben, auch wenn ich weiß, dass mir natürlich keiner "helfen" kann...

    Kurzversion:
    Mein Partner wurde am Samstag Abend das erste Mal handgreiflich und ich weiß, ich MUSS mich trennen. ABER wir haben eine Tochter die in abgöttisch liebt und der es das Herz brechen wir, wenn Papa weg ist.

    Zu den Hintergründen - obwohl langer Text, auch Kurzversion:
    Mein Partner hatte schon immer eine "cholerische Ader". Die sich - bis jetzt - "nur" in Wutausbrüchen geäußert hat, die sehr selten waren und es in ruhigen Momenten ein Bewusstsein seinerseits gab, dass diese Aggression "nicht in Ordnung" ist. Es ist es Wesenszug den ich eigentlich schrecklich und inakzeptabel finde, aber - und jetzt wird es schwierig - anderseits ist er lieb, fürsorglich, hilfsbereit, und und und...Da die Momente der Cholerik wie gesagt sehr selten waren, habe ich es verdrängt.
    Die Handgreiflichkeit hat jedoch alles verändert. Denn obwohl es "nur" ein mich an den Handgelenken packen und aus der Türe schubsen war, d-a-s kann ich nicht akzeptieren. Und er hat überhaupt kein Unrechtsbewusstsein! Er findet erstens die Bezeichnung er sei handgreiflich geworden übertrieben und zweitens sei er ja provoziert worden. Ich habe ihm bereits bei seinen Wutausbrüchen gesagt, dass ich diese "Schlägerlogik" (ich bin ja provoziert worden...) nicht teile.

    Eigentlich wäre nun alles "ganz einfach"(ich könnte "einfach" gehen), wenn unsere Tochter (knapp 2 Jahre) nicht wäre...
    Er ist der wunderbarste Vater den ein Kind haben kann - und in dieser Hinsicht auch für eine Mutter der allerbeste Partner. Schon im Krankenhaus waren alle Schwester verzaubert wie rührend liebevoll und intensiv sich dieser Vater sofort um sein Kind gekümmert hat. Auch zuhause gab es wirklich nichts, was er nicht wirklich jederzeit mit einer Selbstverständlichkeit für seine Tochter getan hat (und auch immer noch tut). Mein gesamtes (Mütter-)Umfeld beneidet mich glühend um diesen Mann. Ich kann abends mal weggehen und sogar wegfahren (muss ich wg. Arbeit), alles überhaupt kein Problem. Er kam und kommt immer bestens mit ihr klar und tut es sehr gerne. Da er in den letzten Monaten auch am Wochenende sehr viel alleine unternimmt (ich muss leider arbeiten), wurde die ohnehin innige Bindung noch enger und die beiden himmeln sich gegenseitig an (was ich eigentlich wunderschön finde).
    Ihren Papa nicht mehr täglich zu sehen wird ihr das Herz brechen... Und das bricht mir das Herz! Schon die Vorstellung genügt, dass ich einen Heulkrampf bekomme und kaum weiterschreiben kann...

    ICH BIN SOOO VERZWEIFELT! Ich weiß, ich muss ihn verlassen... ABER ich kann den Gedanken nicht ertragen, wie unsere Tochter leiden wird. Denn auch wenn man eine Trennung versucht "schonend" zu regeln und er sie häufig sehen darf: Es wird nicht mehr das selbe sein und das wird schlimm für sie.
    Sie ist bis jetzt ein so glückliches, ausgeglichenes Kind und ich habe das Gefühl, das ein Trennung das zerstören würde.

    Ach ja, apropos "zerstören": Natürlich ist er der Meinung, wenn ich mich trenne zerstöre ich die Familie... Nicht er... Er will sich ja nicht trennen!
    Er hat überhaupt keine Wahrnehmung von seinem Verhalten und fühlt sich total "unschuldig". Und das finde ich ebenso schlimm wie das eigentliche Verhalten! Und auch beängstigend...


    Ich weiß einfach nicht weiter...

  2. Inaktiver User

    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    nimm deine tochter und renn so schnell du kannst.

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    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    Du machst es nicht an deiner Tochter fest, Du bist selbst noch nicht soweit dich zu trennen. Kinder halten erheblich mehr aus als man denkt u. wenn er dich das erste Mal vor deiner Tochter schlägt, wirst du dir wünschen die Trennung vorher durchgezogen zu haben.

    Leider zeigt er wenig Einsicht, was sein Verhalten angeht. Du solltest ihm in einem ruhigen Moment ein Ultimatum stellen. Entweder er besorgt sich Hilfe, um die Wutausbrüche zu kontrollieren oder du gehst.

    Jeder Mensch wird jeden Tag irgendwo auf dieser Welt provoziert, deswegen können wir uns nicht alle schlagen oder packen oder schubsen. Sag ihm das!!!

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    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    vorab: handgreiflichkeiten sin vollkommen inakzeptabel.

    Liebst du denn diesen mann oder sind da nur noch bestenfalls freunschaftliche gefuehle? wenn du ihn noch liebst, wuerde ich mit him gemeinsam in eine therapie. die chance wuerde ich geben. Wenn es allerdings noch mals zu einer solchen situation kommen sollte, waere ich gerade im sinne meiner tochter endgueltig weg.

    Alles gute

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    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    Eine schreckliche Situation, es tut mir sehr leid für dich.

    Setz dich doch mal mit deiner regionalen Frauenberatungsstelle in Verbindung. Du bist ja leider keineswegs alleine mit diesem Problem und dort hat man sehr viel Erfahrung. Sicherlich kann man dich sowohl rechtlich als auch psychologisch beraten und dir weitere Stellen nennen, an die du dich wenden kannst.
    Sammle Informationen und vernetze dich!

    Viel Kraft wünsche ich dir
    Mancher hält sich für einen Frauenkenner, weil er jeder Frau gegenüber jedesmal denselben Fehler macht.
    Max Frisch

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    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    AN ALLE:
    Danke für eure Anteilnahme! Das tut gut...

    Asoleado:
    Du hast - leider! - völlig recht: ich bin noch nicht so weit! Ich weiß, was ich tun müsste, aber ich kann es noch nicht!
    ABER ich "benütze" meine Tochter nicht als Vorwand für meine Schwäche! Das kann ich ganz gut trennen: Mein "noch-nicht-so-weit-sein" und meine Sorge um meine Tochter.
    UND ja, genau das ist ja das was ich mit "Schlägerlogik" bezeichne: "Ich bin bin provoziert worden" ist niemals eine Rechtfertigung...

    ResiTant:
    Das mit der Frauenberatung ist schon in Planung! Danke!
    Geändert von speranzapower (11.03.2014 um 10:21 Uhr)

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    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    Noch ein Nachtrag:

    Die Tragik ist:
    Würde ihm jemand diese Situation von einer anderen Familie schildern, wäre er ehrlich und zutiefst empört! Er findet nämlich (wäre es nicht so tief traurig, wäre es echt zum lachen...) Gewalt total verabscheuungswürdig und völlig inakzeptabel wenn sich Menschen, vor allem wenn sie Kinder haben, "nicht im Griff" haben.

    Es ist zum Schreien: Er findet bestimmte Verhaltensweisen grundsätzlich als völliges No-Go, merkt aber überhaupt nicht, wenn er sich so verhält!

  8. Inaktiver User

    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    Speranzapower,

    mach Dir klar, dass er seine Tochter jetzt anhimmelt.
    Sie ist klein und lieb und süß und sie tut nichts, was den Papa provozieren könnte, im Gegenteil, sie lässt ihn fühlen, wie toll er doch ist.

    Aber ein Kind wird groß.
    Es entwickelt eine eigene Persönlichkeit.

    Sobald sich von Papas Vorstellung abweichende Charakterzüge formen, wird er sich auch von seinem Kind provoziert fühlen.

    Ein älteres Kind hat eigene Vorstellungen, Wünsche, Abneigungen und fordert immer den Dialog und die positive Auseinandersetzung mit den Eltern. Und es braucht dabei die Sicherheit, dass es anders als die Eltern sein darf, und dennoch geliebt und akzeptiert wird! Sicherheit bedeutet auch, dass es für das "anders sein", für sein eigenes Sein, nicht von einer Vertrauensperson angegriffen wird, egal, ob physisch oder psychisch!

    Wenn Dein Mann schon nicht mit Dir als erwachsener Person angemessen umgehen kann, ohne ausfallend zu werden, wird er es in Zukunft mit der heranwachsenden Tochter erst recht nicht können!

    Hol das Mädchen da raus!

  9. User Info Menu

    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    Zitat Zitat von speranzapower Beitrag anzeigen
    AN ALLE:
    Danke für eure Anteilnahme! Das tut gut...

    Asoleado:
    Du hast - leider! - völlig recht: ich bin noch nicht so weit! Ich weiß, was ich tun müsste, aber ich kann es noch nicht!
    ABER ich "benütze" meine Tochter nicht als Vorwand für meine Schwäche! Das kann ich ganz gut trennen: Mein "noch-nicht-so-weit-sein" und meine Sorge um meine Tochter.
    UND ja, genau das ist ja das was ich mit "Schlägerlogik" bezeichne: "Ich bin bin provoziert worden" ist niemals eine Rechtfertigung...

    ResiTant:
    Das mit der Frauenberatung ist schon in Planung! Danke!
    Ich denke das Kind hat bestimmt schon einige von den cholerischen Anfällen mit bekommen.
    Das macht Angst, kein Kind sollte so leben müssen.

    Du nimmst das Kind als Grund warum Du nicht gehen kannst, vielleicht ganz unbewusst.

    Dir wird nichts anderes übrig bleiben als zu gehen, aus Schutz für Dich und das Kind.

    Wer einmal schlägt macht das meistens wieder. Der Mann hat keine Einsicht, das macht ihn besonders
    gefährlich.

    Ich wünsche Dir die Kraft zu tun was richtig ist für deine kleine Familie.

  10. User Info Menu

    AW: Erste Handgreiflichkeiten... Trennung ja - aber... UNSERE TOCHTER!

    Zitat Zitat von speranzapower Beitrag anzeigen
    Denn obwohl es "nur" ein mich an den Handgelenken packen und aus der Türe schubsen war, d-a-s kann ich nicht akzeptieren.
    Hmm, auch wenn das schon erstmal sehr körperlich war, aber was war denn da vorher?
    Nur zum Verständnis, ich kann mir irgendwie keine rechte Vorstellung von der Gesamtsituation machen... Wie trittst du auf (vor dem Streit, währenddessen, danach)? Dass er kein Unrechtsbewusstsein hat womit könnte das zusammenhängen?
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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