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    Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Liebe Community,

    nach einiger Zeit als stille Mitleserin wäre auch ich heute dankbar für ein paar Ratschläge :)

    Zu meinem Problem: Bin 31 und Geisteswissenschaftlerin, was mich für den Arbeitsmarkt nicht sonderlich attraktiv macht. Krebse darum seit Jahren so rum ohne großen Masterplan, und, nach Dutzenden unerwiderter Bewerbungen, ehrlich gesagt auch ohne viel Selbstbewusstsein und Ehrgeiz.

    Mein Partner (seit 9 Jahren zusammen, 3 davon verheiratet) hat seine Berufung gefunden und stellt die Arbeit zeitlich immer an erste Stelle. Ich bin finanziell die meiste Zeit auf ihn angewiesen, was bis vor einer Weile nicht das große Problem war, da wir uns immer einig waren, an einem gemeinsamen Leben zu bauen. Dafür habe ich auch akzeptiert, dass wir in einer strukturschwachen Region leben, in der meine Jobchancen schlechter sind als anderswo, und ich weniger flexibel bin als andere in meinem Alter.

    Im letzten dreiviertel Jahr hatte ich dann aber doch eine Stelle in einer Großstadt und bin am Wochenende nach Hause gependelt. Unsere Beziehung hat sich sehr verschlechtert dadurch, es gab nur noch Streit, massive Entwertungen seinerseits, Schwäche und Zusammenbrüche meinerseits. Habe die Stelle dann aus inhaltlichen Gründen, aber auch um die Pendelei loszuwerden, aufgegeben.

    Dann ist es passiert: Ich bin nach Hause gefahren und habe für 2 Wochen krasse Panikattacken bekommen. Mir fiel auf, dass ich gar nicht Hause wollte. In den letzten Wochen ging es mir in meiner Arbeitsstadt gut, ich war unabhängig, und ja, ich habe mich auch in jemanden verguckt gehabt. Dann kam ich zu Hause an und alles war nur trist, ich wieder schwach, wieder arbeitlos... ich bin völlig ausgerastet innerlich! Es kam dann zu mehreren Quasi-Trennungsgesprächen, aber danach habe ich solche Angst bekommen, meinen Partner wirklich zu verlieren, dass ich ihn gebeten habe, es nochmal zu probieren. Er hat wirklich viel durchgemacht mit mir in der letzten Zeit (so wie ich mit ihm davor).

    Ich fühle mich dennoch immer noch wie Falschgeld, habe Sehnsucht nach der Großsstadt, Existenzängste, Kloß im Hals. Mein Partner merkt das natürlich, und ich habe ständig das Gefühl, ihm jetzt beweisen zu müssen, dass ich Biss habe. Ich bemühe mich, im Gegensatz zu früher viele Dinge allein zu machen und auch zu bezahlen, aber die Dynamik ist fast übermächtig - in seiner Gegenwart fällt mir mehr runter, fahre ich schlechter Auto etc. Er ist immer schon ein angespannter und ungeduldiger Typ gewesen, ich eher ein "Softie"... Wir haben uns viel gemeinsam aufgebaut, aber ich werd grad das Gefühl nicht los, dass das hier nicht mehr mein Leben ist. Er nennt es eine große Projektion, die aus meiner Ich-Schwäche und beruflichen Situation herrührt.

    Gerade sind wir gemeinsam depressiv sozusagen - er findet, wir haben die Krise jetzt überstanden und nun geht es eben weiter, und er versteht nicht, dass ich wie immer noch mit allem hadere, gedankenversunken bin und vielleicht tatsächlich ganz viel auf die Beziehung und mein anderes Leben in der Großstadt projiziere. Dort war ich so eine gute Verison von mir - humorvoll und stark, während ich in meiner Partnerschaft die Schwache bin. Habe auch den Fehler gemacht, in den letzten Jahren immer nur zu jammern. Es war zwar beruflich objektiv schwierig für mich, aber ich lasse mich eben zu leicht unterkriegen.

    Ich weiß wirklich nicht mehr oder noch nicht, wer ich überhaupt bin! Ich habe einen großen Schmerz in der Brust, der sich so global anfühlt. Habt ihr eine solche "Midlife-Crisis" schon mal erlebt? Wie steht ihr zur Frage der wirtschaftlichen Unabhängigkeit als Frau, auch wenn der Arbeitsmarkt einem dafür soooviel abverlangt? Kinder haben und wollen wir übrigens keine...

    Danke für euer Feedback!
    *callmestrong*

  2. Moderation

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    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Zitat Zitat von callmestrong Beitrag anzeigen
    Habe die Stelle dann aus inhaltlichen Gründen, aber auch um die Pendelei loszuwerden, aufgegeben.

    Dann ist es passiert: Ich bin nach Hause gefahren und habe für 2 Wochen krasse Panikattacken bekommen. Mir fiel auf, dass ich gar nicht Hause wollte. In den letzten Wochen ging es mir in meiner Arbeitsstadt gut, ich war unabhängig, und ja, ich habe mich auch in jemanden verguckt gehabt. Dann kam ich zu Hause an und alles war nur trist, ich wieder schwach, wieder arbeitlos...

    Da würde ich hingucken.

    Die Frage wäre, wann fühlst du dich lebendig und hast Lust auf dein Leben?


    Aus der Schwäche heraus jetzt hast du Angst, deine Beziehung zu verlieren. Aber inwieweit stärkt sie dich wirklich und gibt dir Kraft für deinen eigenen Weg?



    Ich meine nicht unbedingt, daß man (Mann oder Frau) immer wirtschaftlich unabhängig sein muß. Aber man sollte wissen, was man tut, und keine Angstentscheidungen treffen
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Oh je

    Ja, das kenne ich gut, was du da durchmachst, ich habe es hinter mir. Allerdings bin ich nicht mehr zurückgegangen, als ich dann den Job in der anderen Stadt fand - ich bin etwa zwei Jahre gependelt und dann trennten wir uns mit viel Krach und Geschrei. Und Geisteswissenschaftlerin bin ich ebenfalls. Details vielleicht später, zunächst einige Fragen:

    Der Ort wo ihr lebt: Ist das sein Wunschort oder euer gemeinsamer Wunschort? Du schreibst, du magst die Großstadt. Er nicht? Würde er umziehen?

    Hat er einen Job, der nur dort funktioniert oder auch anderswo? (Mit Blick darauf, dass du auch einen tollen Job haben könntest und ihr gemeinsam woanders lebt?)

    Wie siehst du euer Machtgefälle? Hast du dich früher, zu Anfang der Beziehung auf Augenhöhe gefühlt? Und während der Zeit in der anderen Stadt? Und wie ist es heute?

    Gibt er dir das Gefühl, gerne einen größeren Teil der Kosten zu übernehmen? Oder wirft er dir das vor? Ist es dabei ein Thema, dass du ja nur seinetwegen nicht irgendwo lebst, wo du bessere Jobaussichten hättest?

    Wie ist dein Selbstbild: Siehst du dich als Frau, die nicht Vollzeit/nicht im Traumjob arbeitet und die sich von ihrem Mann abhängig machen möchte? Was denkst du in Bezug auf deine spätere Rente?
    Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.

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    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Da würde ich hingucken.

    Die Frage wäre, wann fühlst du dich lebendig und hast Lust auf dein Leben?


    Aus der Schwäche heraus jetzt hast du Angst, deine Beziehung zu verlieren. Aber inwieweit stärkt sie dich wirklich und gibt dir Kraft für deinen eigenen Weg?



    Ich meine nicht unbedingt, daß man (Mann oder Frau) immer wirtschaftlich unabhängig sein muß. Aber man sollte wissen, was man tut, und keine Angstentscheidungen treffen
    Liebe maryquitecontrary,

    ja, das "Problem" des Lebendigfühlens spielt eine große Rolle. Wir haben gemeinsam wenig Spaß miteinander in den letzten Monaten. Er arbeitet sehr viel und ist dann meist nur noch geschafft. Wir haben immer eher den Ernst des Lebens gemeinsam getragen und uns dabei vermeintlich unterstützt, aber vielleicht ist es zu ernst zwischen uns geworden?

    Entscheidungen treffen ist meine große Schwäche. Ich hab ein zu großes Gewissen und lande oft bei "paralysis by analysis". Ich habe bis zu der Großsstadt-Erfahrung die Beziehung nicht infrage gestellt, weil ich sie als stärkend empfunden hab. Als dann die großen Streit während meiner Pendeli losgingen, habe ich mir die Frage gestellt, ob wir eigentlich nur glücklich sein können, wenn ich brav zu hause bin. Aber wie gesagt, mein Anteil daran ist auch groß, weil ich einfach immer alles bejammert habe und mich meinem Partner gegenüber auch nicht grad stark gemacht habe.

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    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Zitat Zitat von Keksi33 Beitrag anzeigen
    Oh je

    Ja, das kenne ich gut, was du da durchmachst, ich habe es hinter mir. Allerdings bin ich nicht mehr zurückgegangen, als ich dann den Job in der anderen Stadt fand - ich bin etwa zwei Jahre gependelt und dann trennten wir uns mit viel Krach und Geschrei. Und Geisteswissenschaftlerin bin ich ebenfalls. Details vielleicht später, zunächst einige Fragen:

    Der Ort wo ihr lebt: Ist das sein Wunschort oder euer gemeinsamer Wunschort? Du schreibst, du magst die Großstadt. Er nicht? Würde er umziehen?
    Liebe Keksi, es tut mir leid, dass du dasselbe durchmachen musstest. Aber immerhin hast du durchgehalten, während ich u.a. für die Beziehung alles aufgegeben und es nun bereue. Insofern kannst du auch stolz auf dich sein! In welchem Bereich bist du denn gelandet?

    Zum Wohnort: Eigentlich ist es unser gemeinsamer Wunschort, auch keine kleine Stadt, aber mir hat es eben doch etwas besser dort gefallen, wo ich war. Umziehen würde er nicht, er hat hier eine tolle Stelle.

    Zitat Zitat von Keksi33 Beitrag anzeigen
    Hat er einen Job, der nur dort funktioniert oder auch anderswo? (Mit Blick darauf, dass du auch einen tollen Job haben könntest und ihr gemeinsam woanders lebt?)
    Gemeinsam umziehen geht nicht. Ich habe immer im pendelbaren Bereich geschaut, zudem haben wir eine Eigentumswohnung und sind insgesamt sehr gebunden.

    Zitat Zitat von Keksi33 Beitrag anzeigen
    Wie siehst du euer Machtgefälle? Hast du dich früher, zu Anfang der Beziehung auf Augenhöhe gefühlt? Und während der Zeit in der anderen Stadt? Und wie ist es heute?
    Schwierig - wir hatten viele Kämpfe im Verlauf der Jahre, aber auch viele Gemeinsamkeiten. Wir sind beide "Kindheitsopfer" mit allem Drum und Dran. Er Aggressionen, ich Depressionen. Das war schon oft eine ungute Mischung, aber wir haben eben zueinander gestanden. Als ich in der anderen Stadt war, hatte ich schon das Gefühl, dass er sehr eifersüchtig ist auf alles, was ich dort habe. Wir haben uns auf jeden Fall beide sehr voneinander abgenabelt.

    Zitat Zitat von Keksi33 Beitrag anzeigen
    Gibt er dir das Gefühl, gerne einen größeren Teil der Kosten zu übernehmen? Oder wirft er dir das vor? Ist es dabei ein Thema, dass du ja nur seinetwegen nicht irgendwo lebst, wo du bessere Jobaussichten hättest?
    Es war vorher kein Thema, mittlerweile ist es das. Ich bin finanziell und psychologisch sehr unselbstständig geworden, das stört mich. Aber er hat immer ohne zu Murren das bezahlt, was ich eben nicht konnte. Ich boykottiere sozusagen grade das "Wir", weil ich gemerkt habe, dass "Ich" Dinge doch auch alleine schaffe, auch finanziell.

    Zitat Zitat von Keksi33 Beitrag anzeigen
    Wie ist dein Selbstbild: Siehst du dich als Frau, die nicht Vollzeit/nicht im Traumjob arbeitet und die sich von ihrem Mann abhängig machen möchte? Was denkst du in Bezug auf deine spätere Rente?
    Ich dachte, auch damit hätte ich kein Problem. Aber ich hab es, das hat mir das letzte Jahr bewiesen. Ich will noch mehr erreichen als die Bequemlichkeit, die ich zu Hause haben kann.

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    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Ach ja: Rente verdränge ich.

  7. Inaktiver User

    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Zitat Zitat von callmestrong Beitrag anzeigen
    Ich dachte, auch damit hätte ich kein Problem. Aber ich hab es, das hat mir das letzte Jahr bewiesen. Ich will noch mehr erreichen als die Bequemlichkeit, die ich zu Hause haben kann.
    Hallo Callmestrong,

    wenn man mal das Thema Abhängigkeit außen vor lässt - wäre es Dir denn nicht auf Dauer auch zu langweilig zu Hause, wenn Ihr keine Kinder habt und möchtet?

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    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Hallo scales,

    ja klar, da hast du recht. Aber leider ist an meinem Wohnort kein Job zu finden, so dass Arbeit immer mit Pendeln verbunden ist. Wenn ich in die Wissenschaft gehe, werden die Tagesabläufe von meinem Partner und mir extrem auseinandergehen. All das spricht natürlich nicht gegen Arbeit, aber die Umstände sind eben doch andere als wenn beide Partner einfach in einer Stadt ihren Interessen nachgehen können. Die Wahl besteht eben zwischen Langeweile und super-duper-Stress, nichts dazwischen. Das Problem ist aber viel eher, dass ich niht weiß, was ich wirklich will.

    p.s.: hübsche Profilbilder habt ihr alle, meines wird aus irgendeinem Grund nicht angezeigt

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    AW: Lebens-, Rollen-, Autonomiekrise mit 31!

    Zitat Zitat von callmestrong Beitrag anzeigen
    Liebe Keksi, es tut mir leid, dass du dasselbe durchmachen musstest. Aber immerhin hast du durchgehalten, während ich u.a. für die Beziehung alles aufgegeben und es nun bereue. Insofern kannst du auch stolz auf dich sein!
    War auch keine leichte Zeit, auch weil ich wie du sehr unselbstständig und lethargisch geworden war. Aber heute bin ich so, wie ich mir das wünsche. Alles andere als perfekt zwar, aber selbstständig, selbstbewusst und unabhängig (und genau deswegen in einer wirklich glücklichen Beziehung, in der ich und meine Wünsche was wert sind).

    Hätte ich aber von Anfang an darauf geporcht, dass mein Berufsleben ebensoviel wert ist wie das meines Ex, hätte ich heute beruflich ganz woanders stehen können. Ich habe mich auch nur im Pendel-Bereich bewegt und vieles nicht gemacht, weil er ja bereits seinen Traumjob gefunden hatte und sehr selbstbewusst ausgestrahlt hat, dass er niemals einen Schritt zurückstecken würde, damit auch ich meine Träume leben kann. Das ist mir erst später aufgefallen - ich habe nie darauf bestanden, dass wir beruflich gleich viel wert sind. Das war einer von vielen Sargnägeln für unsere Beziehung.

    Zum Wohnort: Eigentlich ist es unser gemeinsamer Wunschort, auch keine kleine Stadt, aber mir hat es eben doch etwas besser dort gefallen, wo ich war. Umziehen würde er nicht, er hat hier eine tolle Stelle.
    Es ist nicht dein Wunschort, wenn du es woanders besser fandest und es noch dazu bedeutet, dass du beruflich so gut wie keine Chance hast. Ich hake nochmal nach: Ist es wirklich, ganz ehrlich dein Wunschort? Ich weiß von mir, dass ich es auch immer gesagt habe. Aber in Wirklichkeit wusste ich, dass ich mich nur unglücklich mache, wenn ich mir eingestehe, dass es eben nicht der perfekte Ort für mich ist. Ich wollte die Beziehung so sehr und es gab eh keine anderen Optionen (für ihn), warum sollte ich mir den Status Quo also nicht schönreden?

    Gemeinsam umziehen geht nicht. Ich habe immer im pendelbaren Bereich geschaut, zudem haben wir eine Eigentumswohnung und sind insgesamt sehr gebunden.
    Es geht eine ganze Menge, wenn beiden Partnern wichtig ist, (auch) beruflich glücklich zu sein und niemandes Karriere zu bevorzugen. Wohnungen kann man verkaufen, und in anderen Orten gibt´s auch Wohnungen.

    Wir hatten auch ein Haus. Ich kam mir sehr unflexibel vor und er war es ja ohnehin. Aber rückblickend hätte es sicher gut getan, zumindest mal die Optionen durchzuspielen und vor allem nicht ständig zu sagen: "Das geht nicht, weil...". Denn es ist ja doch so: So wie jetzt geht es ja auch nicht. Und nichts ist in Stein gemeißelt, ihr könnt was immer ihr wollt verändern. Das muss nicht immer ein leichter Weg sein, aber es ist nichts unmöglich.

    Als ich in der anderen Stadt war, hatte ich schon das Gefühl, dass er sehr eifersüchtig ist auf alles, was ich dort habe. Wir haben uns auf jeden Fall beide sehr voneinander abgenabelt.
    Das war auch so bei uns. Er hat zwar immer vorgegeben, mir mein berufliches Glück zu gönnen, aber gepasst hat es ihm nicht. Später hat er mir sogar vorgeworfen, ich sei karrieregeil gewesen. Das war unglaublich lächerlich: Ich wollte nie Karriere machen, ich wollte ganz einfach in dem Job arbeiten, den ich gelernt habe. Er war immer derjenige, der mehr wollte, höher, weiter, repräsentativer. Und derjenige, der seinen Jobs niemals gewechselt hätte mirzuliebe. Während ich alles immer nur so geplant habe, dass wir weiter funktionieren.

    Es war vorher kein Thema, mittlerweile ist es das. Ich bin finanziell und psychologisch sehr unselbstständig geworden, das stört mich. Aber er hat immer ohne zu Murren das bezahlt, was ich eben nicht konnte. Ich boykottiere sozusagen grade das "Wir", weil ich gemerkt habe, dass "Ich" Dinge doch auch alleine schaffe, auch finanziell.
    Das verstehe ich. Aber das ist in meinen Augen ein unguter Weg in einer Ehe. Du bist da, wo du bist, obwohl du dort nicht arbeiten kannst und er nicht umziehen würde. Du leistest also einen ganz großen Teil für eure Ehe: Du bist da. Er verdient dafür eben mehr. Ihr seid aber eben nun kein Team mehr, sondern Gegenspieler.

    Ich dachte, auch damit hätte ich kein Problem. Aber ich hab es, das hat mir das letzte Jahr bewiesen. Ich will noch mehr erreichen als die Bequemlichkeit, die ich zu Hause haben kann.
    Dann sieh zu, dass du das möglich machst. Und wenn ihr halt wieder pendelt und versucht, das in den Griff zu bekommen. Du klingst nicht wie jemand, der als Hausmütterchen glücklich wird. Wenn er das nicht mittragen kann, ist er der falsche Mann für dich.
    Geändert von Keksi33 (07.01.2014 um 11:20 Uhr)
    Das größte Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.

  10. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von callmestrong Beitrag anzeigen
    p.s.: hübsche Profilbilder habt ihr alle, meines wird aus irgendeinem Grund nicht angezeigt
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