Nun ist es wohl passiert.
Ich glaub ich bin seit gestern Single. Ich kann es gar nicht fassen.
Bin tief erschüttert und getroffen dachte ich doch wir würden die Kurve noch mal kriegen.
Ich hab so lange auf eine Entscheidung gepocht bis er mir sagte dass wenn ich unbedingt JETZT was hören will es wohl besser ist das ich gehe.
Bums....mittenrein.
Und jetzt? Mann weg Hund weg Haus weg. Und ich bleib allein zurück...
Und jetzt? Wieder mal alles auf Null wieder mal von vorn anfangen. Wie mich das ankotzt.
Hab den Glauben jetzt komplett verloren. Und was soll man mit nem Leben das man mit niemandem teilt?
Nee....nix Freundinnen...alle verheiratet und Kind. Sind uninteressant geworden.
Da hat ja der große Mann da oben wieder ne Glanzleistung hingelegt
Schmeißt mir was vor die Füße ... Ein Leckerchen....und nimmt mir dann alles doppelt wieder weg.
Das Krieg ich diesmal nicht mehr hin. Nein nein das war zu viel
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Thema: Jetzt bin auch ich allein...
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19.10.2013, 07:49
Jetzt bin auch ich allein...
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19.10.2013, 08:05Inaktiver User
AW: Jetzt bin auch ich allein...
Magst du ein bisschen ausführlicher schreiben?
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19.10.2013, 09:10
AW: Jetzt bin auch ich allein...
Hallo Ridgeback,
ich weiß echt wie du dich jetzt fühlst und man will auch alles gar nicht wahrhaben. Und ich weiß auch wenn man die ganzen Tipps hier liest, dass du es schon tausendmal gehört und gelesen hast. Aber alle haben Recht!!! Mache langsame Schritte! Ich bin auch gerade mittendrin einiges zu verarbeiten und komme nur sehr sehr langsam voran....
Ich versuche mir abzulenken, egal wie. Hauptsache nicht an ihn denken. Ich lese viel, sehr sehr viel, schreibe hier, weine, fluche und habe angefangen kleine Schritte zu machen und zu würdigen.
Nun bei mir ist es auch ganz frisch, um genauer zu sein, drei Tage, aber insgesamt geht die ganze sch.... nun schon 1,5 Jahre und ich lasse mich immer wieder auf ihn ein. Loslassen ist so verdammt hart!!! Es hat gedauert, mit vielen Rückschritten und auch heute gibt es noch so viele Momente wo ich einfach traurig bin, verzweifelt und einsam. Aber ich kann einfach nicht mehr. Mich nicht mehr jeden Tag aus dem Sumpf ziehen! Ich will leben, leben mit jemandem der mich so liebt wie ich bin!
Schau dir jeden Rat an, den du bekommst und gucke, ob es etwas für dich ist. Und erlaube dir deine Trauer.
Es ist normal, traurig zu sein, wenn man etwas verliert, egal aus welchem Grund.
Vielleicht schreibst du ein wenig mehr über dich, deine Gedanken usw, das beschäftigt dich und es hilft dir besser zu sortieren und es aus dir rauszulassen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!
Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte,
denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie werden dein charakter.
Achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal.
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19.10.2013, 09:48
AW: Jetzt bin auch ich allein...
Danke Kassandra das ist wirklich lieb von Dir.
Unsere Beziehung war nur phasenweise wirklich gut. Oft war ich aber auch ganz down weil ich einfach keine Aufmerksamkeit bekam von ihm. Er hat fast alles allein gemacht und hat mich kaum mit einbezogen. Die meisten Entscheidungen traf er und entweder ich sah es genauso oder eben nicht. Es war ihm egal.
Aber in der Zeit in der wir uns super verstanden war es einfach großartig. Ich bin heim gekommen und war zu Hause bei ihm. Ich hab mich gut gefühlt. Willkommen und geliebt.
Vor vier Monaten haben wir dann endlich unsere kleine Maus abgeholten. Meinen Welpen!!!
Und seitdem wurde alles scheisse. Aber ich hab gar keine Ahnung warum.
Plötzlich sprach er nicht mehr mit mir erzählte nichts mehr. Und je mehr er schwieg desto mehr hab ich gemeckert er soll doch bitte sprechen und mir sagen was los ist. Aber er sagte nichts. Und ich hab ihn immer weiter gedrängt.
Nun ja und gestern sagte er das erste mal wieder was.
Ich hatte versucht ein Gespräch mit ihm zu starten...wie war dein Tag...hast du die Nachbarn gesehen....solchen Quatsch halt. Er antwortete mit ja nein vielleicht und ich hab dann resigniert aufgegeben.
Plötzlich sagte er sowas wie wir haben eben keine Gemeinsamkeiten oder Interessen.
Ich sah ihn an und fragte was das dann jetzt heiße. Er antwortete vllt sei es besser auseinander zu gehen.
Ich fragte ihn dann vllt oder ist das jetzt deine Entscheidung?
Es ging viele Male hin und her er antwortete immer mit so nem Wischiwaschi
Und als ich auf eine Entscheidung drängte ob wir unsere Probleme angehen oder es sein lassen sagte er: wenn du jetzt so auf die Entscheidung drängst dann sollten wir es sein lassen.
Zack...gerade hattest du nochmal Mann Hund und Haus. Und nu bist du obdachlos und allein. Danke danke
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19.10.2013, 10:15Inaktiver User
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19.10.2013, 10:45
AW: Jetzt bin auch ich allein...

Hartes Brot!
Liebe Ridgeback,
Du hast es kommen sehen, oder?
Es hört sich jetzt vielleicht nicht sehr empathisch an aber ich denke, dass Du froh darüber sein solltest, dass er die geforderte Entscheidung getroffen hat.
So wie Du es darstellst, wärst Du früher oder später verhungert, wenn ihr die Beziehung weiter fortgeführt hättet.
Einfach, weil Eure Kommunikation keine gemeinsame Grundlage zu haben scheint.
Meinst Du, Du könntest "Hund und Haus" gedanklich mal beiseite stellen?Zack...gerade hattest du nochmal Mann Hund und Haus.
Was bleibt dann noch von dem Schrecken, diesen Mann nicht mehr an Deiner Seite zu haben?
Ich spreche von der physischen Gegenwart denn emotional wart ihr offensichtlich eh auf zwei sehr weit auseinander liegenden Planeten zu Hause.
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19.10.2013, 12:17
AW: Jetzt bin auch ich allein...
Bitter aber vielleicht treffend: Er hat das ausgesprochen, was ist.
Ihr habt anscheinend meistens nebeneinander her gelebt.
Er als Bestimmer, du als bohrende Nachfragerin.
Und der kleine Hund hat's auch nicht mehr gekittet.
Das ist doch auch nicht gerade ein wunderschöner Liebeszustand ....
Wie lange wart ihr zusammen?
Und: obdachlos? hat er dich rausgeschmissen? Ist das allein sein Haus??
see you on be friends online!
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19.10.2013, 16:05
AW: Jetzt bin auch ich allein...
Ja ich kenn das alles. Und vermutlich ist das auch alles richtig. Momentan tut es einfach nur weh.
Nein wir hatten nicht nur schlechte Zeiten. Wir hatten auch sehr gute Zeiten
Und mein Hund sollte nix kitten sondern wurde in richtig guten Zeiten angeschafft. Wir haben uns super verstanden. Haben über grosse Veränderungen im Leben nachgedacht.
Naja. Ich schwelge in Vergangenheit. Das wird jetzt alles nix mehr.
Es ist nicht sein Haus. Es ist unser Haus. Wir sind hier gemeinsam eingezogen. Aber ich kann es allein nicht halten. Also bin ich diejenige die ausziehen muss.
Genauso mit meiner kleinen Maus. Ich bin berufstätig und kann sie nicht mitnehmen. Er schon.
Ich werde auch sie verlieren. Bin eben allein. Heul
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19.10.2013, 16:37
AW: Jetzt bin auch ich allein...
Hallo,
Laß Dich drücken, da kommt ja viel zusammen.
Mich erinnert das an die Situation meiner Tochter. Ein sehr auf sich bezogener Mann, niemand neben sich. Seit 2 Jahren nehmen sie unseren Hund über das Wochenende, auf ihren Wunsch, aber er ist, wie ein kleines Kind, wen begrüßt der Hund zuerst usw.
Vielleicht war er nicht mehr der Mittelpunkt im Sonnensystem, ohne von Dir nachvollziehbaren Grund.
Ich habe meiner Tochter gesagt, schafft euch doch auch einen Hund an, nein, dann ist mein Mann nur einer unter zweien,die meine Aufmersamkeit brauchen.
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19.10.2013, 16:59
AW: Jetzt bin auch ich allein...
Das wissen wir.

Wenn es nicht schmerzte, gäbe es keine Veranlassung, irgendwas zu ändern.
Wenn die heiβe Herplatte nicht höllisch weh täte, würdest Du Deine Hand nicht schnell wegziehen.
So in etwa.
Auch in der Vergangenheit waren das wohl eher Wünsche .... Märchenland.Haben über grosse Veränderungen im Leben nachgedacht.....
Naja. Ich schwelge in Vergangenheit. Das wird jetzt alles nix mehr.
Aus "wir könnten/ wären / hätten" wird "wir hätten... können / wären... gewesen / hätten... gehabt.
An Deiner Stelle würde ich aus der Vergangenheit mitnehmen, was letztendlich tatsächlich war.
Ihr hattet es auch nett miteinander?
Nimm das mit!
Das ist bitter. Natürlich.....Aber ich kann es allein nicht halten. Also bin ich diejenige die ausziehen muss.
Genauso mit meiner kleinen Maus. Ich bin berufstätig und kann sie nicht mitnehmen. Er schon.
Ich werde auch sie verlieren. Bin eben allein. Heul
Du wirst den Verlust des Gesamtpaketes natürlich erst mal betrauern - dafür gibt's keine Abkürzung, soviel ich weiβ.
Vielleicht kannst Du Dich danach mit dem Gedanken anfreunden, dass nur Du für Dich gerade stehen kannst.
Wir leben nun einmal in einer Ex- und Hoppgesellschaft, in der man und frau sich nicht mehr verlässlich engagieren MUSS. Fluch und Segen.
Ich habe nach meiner ersten Ehe sehr schnell gelernt, mich nicht von Dingen abhängig zu machen, die ich nicht alleine weitertragen könnte oder deren Verlust mich über Gebühr strapazierte (finanziell oder emotional).


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