Bin mir jetzt nicht sicher, ob das hierhin gehört, ist aber was, was mich seit meiner letzten Trennung sehr beschäftigt, weil es sich gerade wiederholt.
Meine letzte Trennung ist 1 Jahr her, nach 3 1/2 Jahren Beziehung. Ca. 1 Jahr hab ich mich mit dem Gedanken getragen, mich zu trennen. Ich war so unglücklich mit ihm, aber konnte nicht gehen. Dann ist er gegangen und meine Welt brach zusammen. Gedanken quälten mich, was ich nicht mehr hatte. All die schönen Erinnerungen, all die Träume - es tat so weh. Dass ich mich durchaus auch trennen wollte, war weg - ALLES WEG? Ich mich trennen? Ich doch nicht. War er doch mein Traummann - das war das erste Mal, wo ich mich nicht mehr verstanden habe.
Nachdem ich einen neuen Mann kennengelernt hatte und das schneller wieder vorbei war, wie ich gucken konnte - hab ich das Problem wieder. ER war derjenige, der das Tempo vorgabe und ich die, der es zu schnell ging. Weil es Dinge gab, die mir nicht an ihm gefallen haben. Als er sich jetzt einfach nicht mehr meldete, gingen diese Gedanken wieder los. Über was wir uns unterhalten haben, welche gemeinsamen Träume, die schöne Zeit, die wir zusammen verbracht haben. Das tut nach kurzer Zeit schon weh - und all die Gedanken, all die Zweifel, die ich anfänglich hatte, sind weg.
Ich versteh das einfach nicht - warum idealisier ich so, wenn die Männer weg sind??? Kennt das jemand? Mich macht das irre!
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Ergebnis 1 bis 10 von 18
Thema: Warum idealisiert man?
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01.09.2006, 20:56
Warum idealisiert man?
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01.09.2006, 21:22Inaktiver User
AW: Warum idealisiert man?
Ich glaube das geht den meisten so. Es hängt vielleicht damit zusammen, das man so erzogen worden ist, das Werte wie Vertrauen, Verlässlichkeit usw selbstverständlich waren und man auf dieser Basis seine Zukunft und Träume baute.
Aber in der heutigen Zeit (Ex und Hopp- Gesellschaft) funktioniert das alles nicht mehr.
Man hat zwar die selben Träume und Pläne, aber die Basis ist keiner mehr bereit zu geben.
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01.09.2006, 22:05Inaktiver User
AW: Warum idealisiert man?
Liebe Justice,
hmmm....ich überlege jetzt einfach mal "laut" (mal sehn ob was für Dich darunter ist)..
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Man geht bewusst/unbewusst mit Erwartungen in eine Beziehung, will aber keine Erwartungen haben, um nicht verletzt zu werden.....aus "Selbstschutz" führt man sich auch die negativen Seiten von ihm und der Beziehung vor Augen, mit der Vorsicht/Ansicht man wolle und könne ja die Beziehung beenden (wie Du schreibst).....aber wenn dann die Beziehung tatsächlich von seiner Seite aus beendet wird, ist man verletzt und fühlt sich zurückgewiesen....der/das jetzt wieder unerreichbare ist wieder reizvoll geworden....und wenn dieses Schema schon mit anderen Männern passiert ist, hat es vielleicht gar nichts mit dem jeweiligen Mann zu tun....sondern mit dem idealisieren der Beziehung überhaupt...und das man verstehen sollte, daß wenn man zurückgewiesen wird, es nicht unbedingt unsere Person ist, die zurückgewiesen wird....wir aber immer wieder versuchen werden andere von uns zu überzeugen....und alles fängt von vorne an.
Konnten Dir meine wirren, laienhaften, "lauten" Gedanken irgendwie helfen?....
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01.09.2006, 22:10
AW: Warum idealisiert man?
Damit quält man sich nur leider so. Ich zumindest. Alle Zweifel, alle negativen Gedanken sind weg. Rufen mir die Freunde wieder auf, werd ich schon regelrecht wütend
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01.09.2006, 22:13
AW: Warum idealisiert man?
Liebe Vergissmynick,
ich verstehe, was Du meinst - aber warum tu ich mir das an, wenn es mir doch nicht gut tut?? Ich bin momentan super unglücklich
Ich müsste doch dann eher die Einstellung haben "Who cares", der Nächste wird kommen???
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01.09.2006, 22:18Inaktiver User
AW: Warum idealisiert man?
ne ne, diese Einstellung, der nächste kommt bestimmt, kann nicht jede Frau sofort aufgreifen....und Du/wir meisten, sind nun mal sensibel...nimm/lass Dir Zeit...
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01.09.2006, 22:43
AW: Warum idealisiert man?
Ist es nicht so dass in dem menschlichen Gehirn ein Mechanismus steht, der alte negative Erlebnisse "verschwinden" lässt und man erinnert sich immer nur an das Schöne und Gute? oder bringe ich da was durcheinander?
Oder idealisiert man vielleicht weil man sich selber nicht eingestehen will - unbewusst - dass man sich in der Einschätzung des Anderen geirrt hat? Weil man damit sich selbst und die eigene Fähigkeiten in Frage stellt? Bei mir war es, in nachhinein gesehen, ein paar Mal so.Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!
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02.09.2006, 01:09Inaktiver User
AW: Warum idealisiert man?
...das ist mir auch schon passiert Ypnowoman2....
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02.09.2006, 19:39
AW: Warum idealisiert man?
In dem jetztigen Fall war ich negativ eingestellt. Bzw. vorsichtig, hab mich ja nicht getäuscht und bekomm ihn trotzdem nicht aus dem Kopf
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02.09.2006, 22:16Inaktiver User
AW: Warum idealisiert man?
Liebe Justice!
Zur Eingangsfrage:
Man idealisiert rückblickend, weil die erkenntnis sich in jemandem über alle maßen und unglaublich getäuscht zu haben, nicht gut für´s eigene ego ist.... denn die erkenntnis ist ja (überspitzt gesagt): ich hab´nicht das allermeiste gemerkt, sondern habe einen mann für toll gehalten, der dies bei weitem nicht ist....
Rückblickend "sucht" man nahezu nach den eigenschaften, begebenheiten, situationen usw., die gefallen haben, damit das eigene unternehmen, nämlich die initiative in den jeweiligen mann nicht völlig vergeblich erscheint...
Ansonsten müsste man sich nämlich eingestehen, dass man sehr viel zeit, gedanken und gefühl in jemanden investiert hat, der dies nichtmals in ansätzen wert war...
Das erträgt selbst das ausgeprägteste selbstbewusstsein nicht gut...
That´s why we do it.... es hat also weniger mit den männern, dem, was einem widerfahren ist, als mit einem selbst zu tun...
LG von K.


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